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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 22 (1854) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
22 (1854)
Date
1854-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Indisches BolMlatt. Zn Letehrung und AnteehaNung aus jüdischem gebiete. Heraus-egchen »o» lNo. 88. 18-41 Rabbiner Dl. Ludwig PHUippsou in Magdeburg. n»» MH« 3rirf*rtft «s^ritzl »MArnin» «t», Nu«»rr. 0rri«.kr« Iadr- K-n-t I iblr. «irrtrljAbr'4 ”7* Mir -N, t>u»bdtiMai«ru. »Mtoirr »ab 3M«n|4ffirwef«*» Arten P«<Mu*rtra ja. ' l l Zichrg. 2<®atrUL] Major Burg. «ii nritri - Attischer ffhsreäler. lSckirch., Auf diese» vom 6. Januar 1830 batirie Schreiben - de» Prinzen August richtete Burg an Denselben unter dem 30. MLr; 1830 einen längern Brief, in welchem , er den Ueberttitt rum Ehristenthum auf'« Entschiedenste zurückwie». und darauf ankrug. zur Zeit wenn als« nicht Hauptmann von der Artillerie, doch von der Armee zu werden. Er schrieb unter Ander«: ,^.Auf «inner bisherigen Laufbahn ist mir kein Hindernis w». durch ich mich hätte bewogen fühlen können, s mich von meinem Klauben. der mir durch Geburt und Erziehung eigen geworden, der mir in manchen trüben Sljmden Trost und Beruhigung verschaffte, förmlich fafl zu sagen; und wer bürgt mir für die Beibehaltung meiner inner« Ruhe, was bewahrt mich vor der quälendsten und bitte- 'rett mhtt WMH Schläge» NM-SchtOiNN. *t*» ichnst»» meine Ueberzengting. nur 0« tnßern Gchett^geblendet. alle Rücksichten hei. Seite sehend, übertrete, und in den ' Augen der Kelr'als Heuchler dastehe?" Schonender und dennoch fester kaon in der Thar so hoben Herren tzegrnüber Niemand fick aussprechen, »nd wenn Mendel», fohns Antwort, an den zudringlichen Lavater gerich tet. zu seiner geir so große« Aussehen machte, so kann man dies, Antwort Burg'» eine Thal der Wahr-- beit nennen, mit «kraft und Bewußtsein vollfühtt. — Die nahm der hochherzige Prinz dies, Erklärung auf? -offen wir Bor, selbst erzählen. „Einig, Zeit nach di,, fer Begebenheit wurde ich bei Seiner Königl. Hoheit zur Tafel befohlen. Rach Beendigung derselben nahm er «ich bei Seit,, reichte «ir mit eine«, desondern Wohlwollen die Hand und «öffnete mir. daß er di, von mir abgegebene Erklärung mit' großer Theilnahme gelesen habe, und »eine darin ausgedrückte Gelin,ung billige und ehre. Er setzte hinzu, daß tr zu seiner Zeit diese.. Erklärung Sr. Majestät überreichen würde und alsdann zu reusstre» hoff,; ich solle de« «ulh nur »ich» finke» lassen." ' - Ktgen Ende 1M0 etfchlen eist Sers Bneg'«!: »Dü« architektonische Zeichne» u. s. f." Et» 9*tw**t dieser Schrift übersandte der Prinz selbst an den hochsei l^n König. Dieser bestimmte,-daß 36 Gromplare dich«»«?, ke» angekaaf, wttden sollwn. und trug an. ob dem perfaffer noch außerdem eine GnUiffeiiton zu benülltgen sein dürste." Der Prinz ergriff »io Gelegenheit. de»j Könige die Bitte »orzutragen. da e« vva größter Sichtig«, sei. den verdienstvollen Bürg bet der Schule zu erhallen. ..indem schwerlich sein Platz so genügend von einem Andern ausgrfÜllt werden dürste, '* dieser aber in seiner Erklärung, die er dem Könige Übersandte, den Entschluß, nicht zum Lbristmthume überzntreten. ausgesprochen, und „so wie stets in allen seinen Handlungen, eine loben»«, werthe Gesinnung ausgedrückt" habe, den Burg zumi Hauptmann von der Armee zu ernennen. Der König antwortete: ..3$ kann auf Euer Kön. Hoheit Bericht vom 1. De« cember 1830 den Premier«Lieutenant Burg nicht zum Hauptmann von her Armee ernennen. und verspreche mir von seiner geistigen Ausbildung, er werde noch zur Er« kennlniß der Wahrheit und des Heils, des christlichen Glaubens gelangen. Seinen nützlichen Diensten lasse Ich gern Gerechtigkeit widerfahren —,l und schickte ihm 10 Friedrichsd'or! — Jetzt war wohl' alle Hoffnung verloren — aber stehe 0A1 a» 16 November 183? fitittf Borg "rtr Nächrichk. »aß der König ihn — zu« Hauptmann von der Artillerie ernannt habe. Durch wen und durch was? ist niemals gelöst worden. Nur eine Bestimmung war dabei, die sehr charakteristisch iss — er solle die Uniform, der Zeug»Eopitains Nagen, d. h. schwarze, statt rorher Epoulettes. Burg wußte nicht warum? und es war ihot sehr gleichgültig. Erst später zeigte' es sich, daß die« ihn wenigsten« al« Juden bezeichnen solle', um ihn non den anderen Artillerie-Offizieren zu unterscheiden! Erst t» Januar 1844 verschaffte ihm — ohne sein Zuthun — Prinz Adalbert, der Nachfolger de« unterdeß verstorbenen Prinzen August, von de« jetzt regierenden Königs Majestät die rotben Epaulettes. Auf einer 1836 gemachten Reise erküyr Burg überall von Kameraden und ehemaligen Schülern den ehrenvollsten und anerken« nendsten Empfang. Jetzt «her kam eine.neue Sorge für Bnrg. Jeder Offizier, der 23 Jahre im stehenden Heere gut gedient hat. erhält ein-goldenes Kreuz> am kornblauen Baude, das sogenannte Dienstauszeichnvngskreuz. Burg wußte, wie hoch der hochselige König das Kwng als Symbol der christlichen Religion schätzte, und daß et keinem Juden irgend einen Orden verliehen halte. Soll« ihm aber riese» Dtenstauszeichnungszetchen vorenthalte« werden, so konnte er nicht mit Ehren in der Ar: mee bleiben. Wie gegründet seine Beforgatß war, geht daran« hervor, daß der Oberst v. Erhard», den er besrng. »ie ein.Offizier sich zu verhalten habe, wenn er zn» Empfang jene« Zeichen« heraosgerückt ist. ch« aatwor«er ,,ttrto Burg, Sie können je da« Krrnz gar I

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