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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 21 (1854) · p. Seite 84

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
21 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 84 (sequence 4)
Language
German
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84 So wenü stand ver Local! rücksicheig jüdisch-deutsche Schrift ein lehrgegeu-! »schule ist, so sehr muß dabe doch da» -e-Ürfniß na > der Wunsch der Gemeindemßbrheit bealsv 'di' Religio iß werden f fäUt et mir ein," sagte einst ein vertrauter Freund zu . ibm. „diesoll gewiß heißen: Malacb Hamawes." — > „Schlecht gerarben!" versetzte der geistreiche Arzt, „dies heißt: gec6»j«h Bamessim." Spalten Ueberstuj selbst bei eiten, .Per Wi ie der ksD 8' n^Tpo1 „Die R Eine Lalwadstelle. vm 'v:7N2 7*Dp (p^e«ael^t»118. a). (hrung | üUt dem Menschen so schwer wie bade» Schilfmeer»." — Würde der Sffensch jeden vermeiden und keine unnöthigen Pettürfnisse sich' würde er leicht sich ernähren kbnnen. rfebung entspricht der NtztuS de» Sterblichen, oder schasst vielmehr die Natur de^elbeü, und gewahrt d e Mittel, diese Natur zu besnediqen.i Allein der lebt garioft nicht naturgemäß, er überschreitet da» Maaß | stner N< kürlichkeit und schafft fich weit mehr Bebürfniff. al» er aut natürlichem Wege zu befriedigen im Stande ist. Ge ade nan so. wie da« Meer seinen natürliche- Lauf u iterbrach und mitten in seintzk Strömung gespalr« werdl \ mußte, eben so schwer ist zuweilen die Menge jvon selb igeschaffenen Bedürfnissen zu befriedigen. Oe. L. Lewasobn. bem' «» In;u Anagr?«s* i schrieb Beziedui g auf die Anekdote in No. 15. p. Bl. habe ich rkm. da i jene» Anagramm W3 to -2 üS*a«-: *rt CD-*« yc« aio o*a« nur eine Antwort auf da» mm (rechts und links zu lesen»: rra? *n v« 2» ■jra ist. Beidewird Ibn Esra zuge^ > l)e L. Lewasobn. s rro^ n. Anekdoten, »ttgetbeilt von —l—. ' £ rt berü! mre Dr. Marku» Her; in Berlin (geh. 1746 st. 18( 3). al- Philosoph upb Arzt au-qezeichner. dem der- Ü« Hofrath und Professor verlieben ward, hatte dennoch bei seinen tagtäglichen Berührungen asit anbei rt Confessionrn nie öen Juden verleygnpr. ja. er Hane sich s gar, soiwett e» sein Rang und sein ärztlicher Stand gesta tete, dem jüdischen ^Ritual nicht sd ganz entfremdet. Er, -er seine elegante Equipage besaß und. sonst gewöhn: lich n dersel'en seine Patienten besuchte.' bediente sich dies«: Govna »endnur in dem npthwenöigssen Kallenämlich wenn min in der Umgegend seine Hülfe erwartete; in er Stad aber' sab^man ihn am siebenten Tage der Wo Ek;u N i Patienten gehen. ’ v Aler, inmal an einem solchen Tag aus dem Wege za rnem St anken w'arj fuhr ein jüdischer Arzt vorbei, .der bei «ihr ArrogaiH al» Sachkmntniß, sonst wenig Pr rihan. „Run. wa» sagen Sie dazu?" rief unserl Her; , in guter Korund ^u. „dieser Donor fäbrt am S« adbe»!" —> „Ei was?" erwiedene der Gefragte, „mich »> «den es nicht, daß k am tzchabbe» sühn: mich wundem'», daß a überhaupt fährt." - Mark« Herz hatte auf seine« Gassen die AnfangshMstnbe» seine» Namen», nämlich M. g+ stehen. „Jetzt Dieser Markus Herz war sebr wohlthäng, namentlich gegen jüdische Studirenve. Einstmal» aber mochte er übler Laune, oder sonst behindert sein, kurz, einen jungen. ihm »ringend empfohlenen Mann ließ er ohne alle Berücksichtigung. Nachdem dieser, wenn auch mit vieler Notb. seine Studien vollendet und sein Doctoreramen gemacht hatte, hielt er e» dennoch für angemessen, dem Hofrarv Herz ein Eremplar seiner Doctvr-Dissertation persönlich zu überreichen. Herz nahm ihn freundlich auf. Unter Asiderm erzählte er ibm einen eben vorgekommenrn Fall, wo ein Kind ohne ein wichtige» Organ geboren worden. ,,©J» meinen Sie," ftug er den jungen Arzt, „wird das Kink lebsn können?" — „Allerdings!" lautete rasch die bestimmte Amwort. — „Hm!" sagte Herz, „woraus schließen Sie da»? Wir Aerzte hier sind doch sehr in Zweitel?" — „Nun." antwortete der junge Mann, „»cd babe vier Zähre ohne Her; gelebt, kann da« Kink auch ohne .... leben." Einem Manne war eS eigen, die ibm zur Bestellung übergebenen Briefe zu erbrechen, und durchzulesen. Man ftug ihn: „Wie dürfen Sie so waS thun. da» Zhnen geschenkte Vertrauen so mißbrauchen?" — „Ich tbue eS." erwiederte derselbe, au» dem Grunde, baß. wenn mir die Briefe abhanden kommen, ich den Inhalt niündlich milzu- »Hellen weiß." Ein politisirender Jude machte zwischen dem Zähre 48 und 53 folgenden Unterschied: „ES ist gerade ein solcher Unterschied, wie zwischen "Trt und Dis. 48 hieß es:, haudu, k. fr. hau du! heute Kusch, d. h. still." Ein einfältiger Wind hatte einen Einwohner in seiner Behausung, dessen Ehrlichkeit nicht über allen Verdacht erhaben,war. AlS er einst eine Summe Geldes aufzubewahren hatte, und e» eines pressanten Geschäft» balber nicht rhut» konnte, büt er dteseff mit einer SLmeh chelei über seine Ehrlichkeit um strenge Aufsicht. „Seien Sie versichert." erwiederte der Verschmitzte, „wenn ich hier bm. wird es kein Anderer nehmen." — „Thun Sie da», rbun Sie da» rief der Wirlh.'ich werde Ihnen dankbar sein!" und eilte.davon. Allgemein« Zeitung de« Iubenthnw». Ro. 6. Die Erklärung der Berliner Freimaurerlogen. — Die Er, liednng II. — Zeit«,-«nachrichten an« Baiern. Berlin, Lien. Mähren. Tesche». London. Zernsalem. — Manamne iForrs.). — Anzeigen. NB. Zn beziehen dnrch jede« -oftamr und jede 'Lnchbaudlnng. Jährlich Z Tbaler. vierteljährig '/« Tbaler. Drncksehler. Ro. 20. S. 79. 8». 3. Z. <0. v. n. lieft: ..da« Sehne» und Ahnen" statt „Söbuen und Ahnen." Vennttvortlicher »edacteur: G. Wienhold. Seeta, »»» ft«»»,« s Bach««»»,»», t» — tTitf o„ «ItjonKr Sirf, re

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