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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 20 (1854) · p. Seite 80

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
20 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 80 (sequence 4)
Language
German
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— 80 «-_ aber ungeschlacht unt ungekämmt, ie müssen wobl «zügelr sind geleitet werten. Eifer, er Großknecht.^eivenslchaft^ oie Großmagb, .die sind ickon nützlich in dem H»use. dock sie muffen gelenkt 'n erden und gehorch« lerne sonst gebet ,S wie im großer Staate: wenn 1 a der d ebrl zur Herrschaft gelangt. japt er eie Höher, Stände hinaus, oder schlagt 'sie gar totste . ß )enn nu > Jedes feittdu Platz dar und ^eme Stellung. Md Jeds feine Psiickt erfüllt. da siebet man von außen schon, o Ordnung in dem -Hause herrscht; »ie Säu en sieben fest.- eS wanket nichts der Fuß: die Lachter hi Iren Wache: eS zitiert nicht cke Hane; »ie K, »ster fch »mery blank: das Auge siebt f* klar; rit> Pfort, r fteben gastlich offen: e^s Obr. das , lauscht so. kundit; eS schimmern die GemäÄer m Purpurs unk Ru bin: -S stießt'da« Blut gesund und strömek^kurck die Ader»; Dach, ' »mmt. heiter schimmert der Giebel selbst von bei Hause« auf der Stirne glLnri der Frohsinn, lbrpttt Zuirie-' Die zwei Bäte7. j . Mi!> >■ ftlrjiif KjI». NiHh-m-iIi. f- 'W\ V-1 1! ine Wai e. l!er der!od rrübzeitig den! Pater geraubt. kam unter die Obhut, eines Vormundes. der mit selten r Treue und Aufopferung sich des verwalteten Mägdlein« annab«, daß in'demselben die^-kindliHe Liebe;u Ziesel t ibrem Zweiten Pater innig entbrannte.!' AI» da« Mäb sen zur Zungfrau herangewacksen war. ustd der Tag nahe t, an nrl&tm sie den eigenen Heerd grijnven sollte, und »er Rick er. vor dem sie dast Jawort assSzufprecken. sie > » ihren Namen ftug —. da nannte siq lhn; um den Kamen > hres Pater« — da blickte sie feuchten Blick.» und bewegtet Herzens auf den. welcher ibr i Pater und Verl »rger »a» Erzieher gewesen seit zarter Ksndheit. und sie rannte »i:sen ihren Pater, und"bar ibn dut bebender Stil me, sich nach ibm nennen zu dürfen, ll id es ward ihr estattet. )u weiß es, lieber Leser. .Diele Waise ist Israel; gingen die PLler habin. Abraham. Jsak unv Jakob. frül ,abn Bit ner in , «er Welt des Kampfes war und!'ist ibm Öoi : n! mx irr * x? vx-72- 'vrr x JesaiaS Abi »bam w lß nicht von, uns. map I Du der Ai nedmer uNv Vormund, vrr,Versorger und von ' rm daher daS dankbare Israel spricht: i»3. 11). bist der Simon dm men 64 r lebt: ehr tBc slstanvd und ge srrax “ "C*2X. rrrx *r : tsx ..Denn Du bis unser Pater!' denn rael kennt un« nicht: k>r. L. jlkewvsobn. Ewige, unser Pater." l —. Anekdoten »itgetheilt von Seligmann, ein Bruder des durch seine ge» iften wohlbekannten > Salomen iPapp.nbeim, vor emer langen Reibe von Jahren in'Opvcln, gelebt von allen Een7effionen. Unjeacklet seine« war feine Lebensweise sehr einsßtd. und die- Einf«Mett äußerte sich auch oft in' qiner gewissen Nachlässigkeit seine- Anzuges. So baue er eines Tagedie Zirith in die Täsckleur zu stecken vergesse^, so daß ihm jene von der Weste, die ibm gleichzeitig als Arba- Kampholb diente, tcodkelartig berabbingen. ^n diesem Zustande begegnete er auf dem Ringe vor vier Hauptwache dem damaligen Major, mir dem er sebr^ befreundet und venragll war. Als dieser kieS bemerkte,. wollte er" sich einen Spaß macken, und den guten Mann1 in Derle genbeit bringen. „Ei. ei. Simon!" rief er ihm lacheird zu, ..was trägst Du kenn da an Deiner Seite?" — „Verzeihen Sie, gnädiger Herr Major!" erwiderte Se-» ligmann schnell gefaßt, „was tragen Sie an Jhrtr Seite?" — ..Hm. bm." schmunzelte der Kriegsmann, stolz aut seinen Degenknopf blickend, „siebst Du nickt? Mein Porteepee!" — „Nu. nu." versetzte der jüdische Hatzvelsmann, bescheiden lächelnd. „waS ick da trage, ist auch Irin Portejepee. mein altes Porte-epe?. da« ich so lieh! habe, wie '^i, da« Ihrige." ' j ' Einem jungen Manne, der fern von seinem Geburt--' orte sich den Studien widmete, war während Hessen seine Mutter gestorben. Niemand getraute sich, den«! Jünglinge vre Tovesbotfchaft zu bringen, aus Besorgniß. baß eine so niekerscklagenve Nachricht auf das weiche G.^iülb desselben gefährlich einwirken möchte. Allein der purch seine witzigen Einfälle weit bekannte Wolf Tarlao. lein Freund des Verwaisten, übernahm das schwierige Amf; „denn," sagte er, „den Kadisch darf er nickt versäume»." (Kr be gab sich also zu dem lungen Manne. „WaS iss Dir, mein Sobn?" fragt, er ibn im Laufe deS Gesprächs,. „daß Du nickt 10 «unter und beiter wie sonst bist?'»'— „Ach waS vermag' nickt der Kummer!»' erwiebene der Gefragte in einem kläglichen Tone. ..Na. wenn Du noch über Kummer klagst." versetzte lener. „da weiß ich nickt, waS ich sagen soll!" — „Ach, Herr Tarlau!" seufzte der iunge -Mann, „Gott weiß. waS tu Hause vorgeben mag. Schon vier Wochen babe ich keinen.Brief von der Mutter." — „Ei. ei." erwiederte Tarlau. „schon vier Wochen! Was das für 'ne Sacke ist! Weißt Du? meine Mutter ist. schon vierzig Jahre im Grabe, unv ich bab' nock keinen Brief von ihr." Man stelle sich vor die Wirkung dieser Worte! „ Ein Gelehrter, der über Mehrere Töchter,s aber über wenig Baarsckafr zu diSponiren barte,,und dem die Derbeiratbung derselben sehr am Herzen log. machte über daS Wert r"2 folgende etdmdlogische'Bemerkung: eine Tochter beißt r>2, zwei Töchter drei Töchter nfahrscheinUch 7-7^, vier Töchter 2-2^77 '^"-7^2. Allgemeine Zeitung de« JÜdenthnme.^ No. S. Die Srziebung l. — Die drei großen geschichtlichen Sätze (Fons.). — Zeilungeoachrichken an« Altona. München, Berlin. Posen. Sien, London. — Mariamn; fKons.). — pa,eigen. r»'v. Z» beziehe, durch jede» Postamt und jsde Buckbandlnng. Jährlich 3 Tbaler, vierteljährig '/« Tbaler. * Berannoortltcher Aedacteur: 9. Wienhold. _. - Bert«, mi *«■ Mfl rta'«r'f >« «inM — Cm« »m Sr«e,,m v,irui- 1

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