Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 19 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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f 76 ’ot'l tjaloien gehißt. Mit ftntm Hunden Tbäletchch, ist'b ein «z nügender Anfang.. . <1 Eg jft dirt ein Mann verstorben mit Hi^terlaffpng einer Wittwe und dreier Kinder; sein Bruder ist seiner jeil- Witter und dal ein Lind. Ist eS nicht möglich. raß diese ftp heirarden? oder wäre eS möglich, daß durch den Zus^rmenkrrtt von Rabbiner, die Erlaubnis dazu! «rtberlt wevee * v ' ■ Die Berheiairdrurg Beider ist ausdrückliches j Verbor der ß. Schrift L Mo>. 18. Il» und 20. 21./ ßnd alle Rab iinen zusauturen genommen können dies nicht lösen, obnt der b. Slhrift geradezu zu wieenvreLrn.! Gliichmssc. sagen und Tprücke aus dem Midrasch I ^und Talmud in Prosa. . l»s. :tei" ii ' f. 1. -! - rJc as*# und der Weinberg. Ern Fucks Istand vor einem Weinberge, der von allen tfit ivobl unrbegt war. Ein kleines Loch nch war in Umzäunung Der FuchS. von Gier nach den Traube^ erfüllt, wckllre gern' durchbringen, aber «s gelang ibm nicht. WaS tial er endlich? Er fastete drei Tage. hier!gan, mager ward, und kam dann qlücklrck'durch die kleine Oeffnunt. Wie groß war nun reine streike'' Zn vollstem Maa» genießt er von ven schönen Trauben und beserevigr sein« Vier nach Herzerislust. WaS aber geschah? E^ wurde wiader fett und woblbeleibt. und alb er durch »ak Loch zurackgeben wellte, fand er dieselbt Unmög: ljchkeil. wie uuvor. Was .bleibt ihm nun fidrijj? Er muß von Neue« drei Tage fasten, biS er so- Präger -und sll mal wird. alS da er bereiagekommen. Dirtübt schaut er draußen a»f den Weinherg und spricht: „o,'Weinberg! 7 r rsa n-jo rrz br- 7*Jim 71-2 72-» 72rrcr! rx 22 .na 7 i22*:i wie I schön bist Du. wie schön stnd Deine Trau» b n. wie ist lAUeS bei Dir so angenebm,unbdeS Lobewrrrb. Aben welchen Genuß bat man f) von Dir? Wie »an zu Dig gekommen, so muß man dich lwieder verltffen!'^ DaS ist beS LebenS Bild. »22k n-bb 2-2 2~r -ix 7:22 ke- -nrjso * ' Midr. Kob- 8. .14 il Da» Königliche Gastmabl. -snv c äst, Kle 1 Ein Kör Sszu viele I e». die 1 Hohle sich s lbe stattfin^e tige» unter ^»Kmerk \ K»sch Ich Tsjo br 7221 -pro rm ny 722 «ob. 9? 8. ig richtete ein großes Gastmabl 'auS und lud Er beiabl ibnen. stch zu baden, zu falber zu reinigen und in würdiges Weife zum »orzuberetten. Die Stund, aber.' in der bas« n sollte. bestimmte er nicht. Die Verständen geladenen Gästen fanden sich schon ftüh, '''1 )« Texte beißt et autickpire^r M n2. der btrkt e» jedoch für be-rr. e» durch «an wirderzuwohl geschmückt, vor den Thoren^ de- PnlasteS ein^ denn, dachten ste, sicherlich ist dort Alles schori vorbereitet und wir können plötzlich zur Tafel gerufen werden. Dee Thörichten aber achteten nicht auf deS Königs Worte. ZedeS Mahl, meinten ste. erfordere Vorbereitungen» verschiedene Anordnungen, und wir werden schon sehen, wann eS Zeit fei. So gmg Zeder unbekümmert seinem Geschäfte nach. Plötzlich gebot der König, daß' die G,Iade»on zur Tafel fcmmmj sollten. Die Besonnenen erschienen nu» stattlich gekle.idet, die Andern dagegen in ihren unsauberen ArbeitSkleidern. Da freute sich der König mit den Er. stsrn, die feine Vorschriften so pünktlich befolgt und durch ihr stattliches 'Aussehen ihre Ächtung vor de« kö niglichen Palast« bekundeten; zornerfüllt blickte er dage. gen auf die Letztern, die seine Wortenicht beachtet und den Palast durch ihr unwürdige- Erscheinen entehrten. Freundlich ließ er jene neben sich an der Tafel Platz nehmen, diese aber mußten zur Strafe stehend zufthen. wie ste vergnügt aßen und tranken. So wird eS auch in . der zukünftigen Welt fein *) und erfüllt werden die Worte Jesch. (65, 13): snsr ttct -125 n:n 125-21 orwi 172«- -N25 nan Tonn 8PJO TmjJT -,25 71 rn Midr. Kob. 1. Zu obiger Stelle, tirvige Seligkeit ist Sach bestimmt. Alle seid Ihr dazu berufe». Seid jeder Arik gerüstet, um ihrer auch gewürdigt werde» zu köuueu. r. Die erlangen wir langet Leben? Den Rabbi Sera fragte einst sein Schüler: „wodurch hast Du eip so langes Leben Dir erworben?" — ..Niemals." gab er zur Antwort, „war ich in meinem Hause leicht zu Zorn gereizt; nie schritt ich Dem voran, der an Werth und Würde größer war. als ich; nie dachte ich an unreinem Orte über die GoirrSlebre nach; nie ging-ich fpnst vier Ellen, ohne über sie nachzustnnen, nie vier El» len ohne die Zeichen am Arme und Haupte, die an Gott ustb seine Lehre mabnen sollen; nie schlief, noch schlummerte ich in dem Hause, da GolreSworl gelehrt wird; nie freute ich mich über daS Weh,. daS meinen Nächsten traf, nie nannte ich Jemand bei dem Namen, den die Menschen zu Spott und Schimpf ihm gegeben. Taaoith 20». Megilta 28*. . 9nmc.Tr ") Die Rabbiueu dachten sich aber keiuetwegedaewige Lebe» mit materiellen Genüffen verbunden, ste sage« vielmehr autdrücklich: .rrns? «Vi nb-n» »b 12 7« 2ny n 717-22 TTO 8-77171 87N2«12 DH-mUTI 2-721- D-p-llT «b« Beracb «7». 'lAllgemeine Zeitung des Zudenthumt. No. 4. Darom die Znnkrrvartei überall so judenfetndltch? — Noch einmal die indische» Barschen und Eommis. — Zeini»gs»achrichtm aus Hannover. Bremen. Berlin. Breslau. Posen. Preßburg. Dien. .Jerusalem. — Liter. Nachrichten aus Magdeburg. — An. »etgeu. — NB. Z, beziehen durch jedes Postamt und jede Buchhandluoa. Jährlich 3 Thaler. »ieneljLhrtg */A Thaler. BeraHwörtlicher Aedacteur: G. Wienhold.' Veei.« »— t» itbfa. — v»»ck ,»n »Itk«o»er »te»« u,