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Jüdisches Volksblatt · 1854-01-01 · 18 (1854) · p. Seite 72

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
18 (1854)
Date
1854-01-01
Page
Seite 72 (sequence 4)
Language
German
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Sache ottntmgS zu schätzen, und der He, mSgeber ist selbst an eine so gute jüdische Küche gewöh lt, daß er uicht , glauben fällte, daß sie nicht noch besser cherdeu. könnte — aber bitte, kann der Herr Anfrager unS nicht sagen» wo wir Den oder Die berbekommen mögen, >ie unS mit diesen Artikeln, etwa in Form kleiner Briefe, versehen könnte? . . Ich erinnere mich lebhaft, wie meir t Krau in Böhmen von einer jüdischen Köchin durch »icjk Schmeichüeien und einige -»»lerne Gulden da» Recept ku eipigm guten österreichischen Krapfen und Speisen -erhchlt — aber o web» wie mufften wir in den jüdischdeutschen L/trern stüdiren. um nur zum geringsten Derständmß zu kommen . . da war von „Eiertödtern" die Rebe. Die „Eixrdotter" bedeuteten u. s. w. u. s. tt>. Bei alleas Eifer für diese -herrliche Sache kann ich dem Anfrager nicht versprechen, solche Hteroqlvpben zu entziffern, wenn ffe mir auf seine Anfrage zukämen . . . Dock. Spaß bei! Seile! vielleicht wecken diese Worte dey rechten Mann, o^er vielmehr die rechte Frau» die mit ihrer erprobten Kunst in die Schrankentritt. Wir müssen'» abwarten^ — , - 5. Können Sie nur, einem.Rkligidnslkbrer, yicht einige Bücher empfehlen, die Schülern upd Schülerinnen als Prämien bei der öffentlichen Prüfung! gegeben wetten 1 können?. . . Dor Älkm empfeble 'ich schöne Bibeln — wir hqben bloßen Terr. bloße Uebersetzung, Terr ustd Uebersetzung und Erklärung — und schöne Gebetbücher - Len und! Llobirsetzung — auch in freier Bearbeitung, wie .da» } „israelitische Gebet- und AndachlSbuch Son Kirchentath! Rabbjn^r Ite. Maier. Stuttgart, 184&, Dann öber ■ kommt es auf da» Alter an. ' Für zarteres Alter rmpfeble ich Ihnen Klein'» Museum für»iie ifraelit. Jugend; Formstecher'S Anrachtsbückleim Für.vorgerücktere Schüler und Schülerinnen: Iolowi.cz Harfenklänge!der heiligen Vorzeit; Or. Pbilippfon'S Khsmo» ober! religiöse Wochenschrift (Halberstabt. 1844.) Für die' Zu gend obersten Stufe Steinbrim'S r-inai. und l)r. Philippson'S Sarön, wenn — von iesem noch einzige» Eremplar zu haben wäre! Herl er'» Geist hebräischen Porste. .— Kann mir die Redacrion iwobl folgende Anfrage beanlwonen?» Ich bin ein junczep Arzt, iIure, und w lässig gn einem Platze, wo eine gtoffi jüdische Gemeii de: wie komme iä» zu einer größer» Praris namentlich u iter meinen Glaubensgenossen, die, nach-der jetzigen Modespchr weniger gern einen jüdischen Ar^r! gebrauchen?- j O ja. wir rächen Ihnen. 27^-2. zu nerven. Nazür lich setzen, wir vorau», daß Sir Ijlde von ganzem Hetzen find, bann den Satzungen de» IuhenchuoU sich nicht ganz entfremden, und somit jene Fuckction ni bt lediglich als Arzt zu betreiben befähigt sind. Gerade a! i Vrr^ werden, sie Eingang finden in die Familien, namentlich die-fetteren, und bald da Brzden gewinnen, wenn! Sie hiezu a» Zeug haben. Obne Solche»' fängt sich aiif keine W ise Msü»«» an. —! ein btt 7. Herrn W. in Er Ihr Brief vestst Einlage ist er Zeit «mgelaogr, letzrrr.e wirb. abgedrnckt. «s, Die Vergeltung. Noch eine andere Talmuvstelle ss. No. 8. u. 14. d. Bl.) zeigt un» den wunderbaren und geheimnißvollen Gang der göttlichen Vergeltung. — S. Tanit 21, 1. — Die Juden schickten einst ein Geschenk an den damaligen römischen Kaiser und wäblten zum Gesandten den Nahum, der wegen seine» außerordentlichen Gottvertrauen» schon oft den wunderbaren Beistand Gotte» erfuhr. Sie übergaben ibm ein Kästchen mit Perlen und andern Edelsteinen; als er jedoch irgendwo übernachtete, raubten ihm die Einwohner des Wirlbsbguse» die Steine und füllten da» Kästchen mit Eree. De» Morgens bemerkte eS Nahum, sein erstes Wort war jedoch» 'mn::? t z; >,aud) bieS ist zum Guten!" — Er reiste nuii zum Kaiser, uni» dieser, beleidigt durchs einen vermeintlichen Spott von Seiten der Juden wollte'ihn hinrichien lassen;, dock Nabizm verlor sein Gottvertrauen nicht, er sprach wieder: “T ss. Da erschien Elia» in der Gestalt eines RathgeberS und sprach zum Kaiser: es durne diese Erde vielleicht eine wunderkhärige Kraft besitzen^ so daß. wenn sie ans feindlichen Boden gestreut wird, rer Staub zu Schwertern und die Strohhalme zu Pfeile« werden. Der Kaiser ließ den Versuch gegen ein Land, mit hem er im Kriege lebte, anstelle» unr eroberte auch in Folge kessen baS Land. Er licß nun dasselbe Kästchen mit den kostbarsten.Steinen füllen und beschenkte damit den Nahum. Dieser reiste zurück u,rd kedne nochmals m das Haus jener Räuber ein. Auf ihre Frage nach rem Erfolg der Sendung sagte ci, er habe für das, was er von hier mitgenommen und dem Kaiser überbrackl habe, die kostbaren Geschenke becommen. ^Hierauf rissen sie ihre Häuser nieder und brachten die Erde zum Kaffer, iuvem sie binzufügrcn, jene frühere, dem Kaiser überreichte Erke gehörte ebenfalls ihnen. Man stellte nun auch jetzt einen Versuch mit der Erde an, er blieb erfolglos, und die Räuber mußten ihren Schritt mit dem Leben büßen. — So belohnte Gon raS fromme Vertrauen NahumS und bestrafte den Raub jener Lünrer I)r. L. Lewvsobn in Worms. Anekdote. So groß wär die Gerechtigkeit-liebe brr allen Rabbinen, daß, als ein Rabbi ernst in einem Prozeß an einem fernen One ein Unheil fallen sollte, wohin er in einem Nachen über einen Fluß setzen mußte, und Jemand ihm die.Hand deichte, um beguemer audem Kahn^u steigen, und eS sich zeigte, daß dies Einer der-Parteigänger war. der Rabbi erklärte, kein Unheil abgeben zu können, weil er für diese Partei viellelchk nun schon etwaeingenommen sei. — ES ist dieS schon lange her. Allgemeine Zeitung de» Iudentbums. No. 3. Die drei große» geschichtliche!, Sätze — Zeitungsnachrichten aus: Hamburg. Rackel. Vien. Paris, Piemont, Turin. Konüaittnopel. Riga. — Mariamue (Fns.) — Zur Geschichte der Inden Glogan's j8chl»ß ) — Lazeigkn. »* 4.. . ' Ber«t»or»lich«r Aedatte«; G. Wierchold. «erla, ,»,«»««,tri»,,'» ,, veioet,. — tnd wn ftlc;aa»rr »u»r i« «cirti«.

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