Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 17 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/4908862-5999329-6000604--0144-4908942- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Jüdisches Volksblatt. Zur R.elehrunq und llntcrfjnffunt) auf jüdischem ZeHiete. —. | Herautgegeben von Rabbiner vr. Ludwig Pbilippson in Magdeburg. *wm | -m Seit Nrfrr iir'nd'ri't, rr«htiRt ir6<*rtt,lld< tint. »um |_yCO* Lt* IclÖT.J *<»«*• > r>>». BiLrftIjak>ri- 7'/, Star. »Ile vu»d' er. Piet« ke» Aakr- . - - tiMun^n. yoftimirt Isthsg. 8. ÄUßEklll^ link N<itting«kx»»kttione» nedmen n^rn an. 1 t .D J rrapa •’n's« Mein Gott! die Seele Mein Gott! ..vie Seele' DieS ist vie zweite Lehre, dazweite Bekenntniß. ^2 rvss ..die Seele, vie Du mir gegeben" ... Ja. viele Seele,, die in meinem Innern thätig ist. die da venkr die da meines JchS selbstbewußt ist. und weiß, daß ich bin. und daß ich denke — die da auS den sinnlichen Wahrnehmungen Vorstellungen, auden Vorstellungen Nrtheile. du! den Urtheilen Schlüffe bildet — die dadurch Erfahrung machen, und der Erfahrung die Gesetze ablaufchen kany, nach welchen da- Weltall gebaut und der GraSbalm.gebildet, ist, nach welchen der Strahl de- Sirius und der «Strahl meiner mitternächtlichen Lampe derselben Natur. ' derselben Erscheinung, desselben Inhalts, derselben Wirkung ist — die oa in demselben Augenblicke quf dem fernen Jupiter, und dann wieder hier in meinem einsamen Stübchen weilen kann'— die da in jeder Sekunde au-Idem großen Schatze ihrer Erinnerungen stülltührlich Bilder hervorgehen lassen kann, vor ihr Bewußtsein, auf denen der Staub vieler Jahre schon ruht — die da fühlt, >jnd in dieser Gefühle unmeßbare Tiefe sich versenkest kann — die da liebt, unerschöpflich lieben kann, daß daß Senkblei nimmer und nimmer den Boden zu finden-vermag, o deren Sai» len bald der zitternde Seufzer deS bittersten Weh-, bald daS brausende Rauschen überAithiger^ Lust entflieht — die da will» bald alS eme Magd wühlender Leidenschaft will, bald alS Eiegettn über das zuckestde Herz, über den schwankende« Verstand will, bald alS Teufel,» bald alS Engel wjfl — die dä sich entwickelt. frei sich entwickelt. getragen von den voraufgihenden Geschlechtern, von der Zeit, nach dev Fortschrittes der Vergangenheit fortschreitet, immer arbeitet, immerl äw sich herostSbildel, und die Kühlfädeu immer weiter und weiter auSstreckt .... Diese Seele, sie hat nicktgemein mit dieser Sammlung von Elementaratomm, Stoff genannt, die sich morgen wieder von diesem Leibe lösen und. durch andere ersetzt werden, die heute zu meinem Dasein gehören, und in kurzer Zeit die Zelle» einer Distel durchwandern^ und zunächst wieder die Gesäße eine- Esels füllen, um alsbald als Regendunst in die Höhe zu steigen und als Regentropfen auf die Wüste zu fallen — nein! Fe ist — Seele, unrtumlich, umheilbar, ArnzusammeMesetzt. die denkt, fühlt, will — Seele, die auf den K^>er wirkt, und auf welche der Körper wirkt, weil und während sie!mit.«einander verbunden sind, denn dadurch ist der Mmsch lEineS. well mitfii und so lange Seele und Körper mit- «»ander verbünde» a »er schär sind — zween sind, oft seitig - DieS die erste und Körp^ gesetzte alle laute und alle denn die düng, dc>! waS und sten Zucki zen Welt weguatzen die elektr künde m und fichej im Nu, Halle sie ist Sie Seele und Körper sind nicht Ein-, sondern ie trotz diesem Bande oft genug.' fn Widerstreit < enug einander bekämpfen, oft gentzg sich gegenigen, ja tödken ... ist die-alte Lehre deS alten Judeitthvmtz. auf «Seite der heiligen Schrift verzeichnet, baß Geist r zween an sich verschiedene, einander entgegenesen find, im Menschen verbunden . . . und en Forschungen der Naturkunvigen bestätigen eS, :einen Forschungen der Denker beweisen eS .... Gränze. ist da; wir zeigch Dir. wo di» Schelf heißtj. wo die Verbindung» aber freilich nichts wie die Verbindung; denn zwischen derileisw' ng nach selbstbewußtem Willen und «iunj gassnach unveräitberlichen Gesetzen: geschehener- Beist eine ewige, unau-füllbare Kluft .... und che Bewegung, die 60,000 Meilen in der Seist doch keine freie, willkürliche Bewegung, keim seelische, welche da- Universum durchliefe i i*«m sie wie Gtänzen desselben kennet, . . . uja, die Seele, die Du mir gegeben, mein Gott, le . . . Halleluja, Seele . , . . ist sie! Die drei Brüder. Von S ch r a g g e. ' lll. o ht „Ich bin in dem Hafen von Almena gelandet, geliebte Br ider," hob Jose^ der zweite Brude?, au. „und dakönr le Luch erratheiv-laffen, daß ich von Osten'komme. Wenn ic Euch aber sage, daß ich auf e^em türkischen Schiffe d »hia^gelaugte. und daß die- SchiD mein-Eigenthum ist. so wisset Ihr, daß ich in der TiPkei mew Glück gemacht /abe, und daß ich nur zu Gott Jbet<, tt möge mir meu en gnädige» Herrn, den Sultan Selim II., und seine Hr Id erbalten! Glück, sage ich. wenn man Reichthum urb Würden so nennen kann — msd dies»- Glück wurde i lir in Fülle, während mir freilich ein andere-, wahrhaf ereS, dauerndere-,, für daö ich alle meine Schätze und U en mit Freuden opfern würde, gegeben worden, aber m r. um mir bald wieder genommen zu werde». Doch stil . Ihr wollt weder klagen, Njich' prahle/,, ,Jbr wollt » ff«; wie eS mir ergangen ist^ und das will ich Euch mttheilen*). $ * •) D » Meiste »o» Folgende» ist historisch u»d eme» blographisch» Artikel vo» C«»moly i» tt» Arob. Und. rw Fr. IV, ||. mtaMmem.