Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 14 (1854)
- Date
- 1854-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Indisches BolWIatt Zur ung und Anlerhyltung asis jüdischem HehietL v Herau-gegeben von Rabbiner Dr. Ludwiz Philippsoa in fRo. 14. 1834.1 Bon hrf<r 3rni6ri«i Ajii*I 1 JWr. Ilifrt. und Jtit Magdeburg. rrlit>finl ijälirtd ~l Jtiulfipff i Miintlttb eine 9tumm(r. War. fllk B-u»d-»ir> ciif'n ncbmrn ©ttifllBna Die drei Brüder. Do» Schragg,e. ES war im Anfang des sechSzehnrrn Zahrbunveni!. Wir befinden unS in einer riefe» Schlucht' der Sierra, Nevada, welches malerische Gebirge die spanische Provinz' Granäda durchzieht. ' . ' Ringsum starrten die Felsen kühn und 'steil m fcft Höbe, und wp daS nackte Gestein nicht A»t Tqge si^nd, da erblickte^män Gestrüpp und dichtesten Urw.al^ den noch kein Fuß eines! Menschen betreten zu haben schien. Dennoch senkten sich von verschiedenen Leiten, abijr sehr versteckt. kleine Pfade von der Höhe der KelsenSLmme zwischen mächtigen Blöcken in Spalten und Rissen hinunter in die Tiefe. ' Wir sagen „Pfade" — aber kü»mkönnte man sie so nepnen, denn eS waren eigentlich nur Steige, an den Felsen herunter, die nur der zu sinder vermochte, de» gelehrt worden, wo sein Fuß von Schril zü Schritt einer» Stützpunkt finden werde. Jndeß wahrt diese gefährliche Passage nur einige Minuten, bann gerieth der kühne Wanderer aus eine Wölbung der Berge, und stieg leichter unter dem dichten Laubdach der Bäume hinab. Drunten in de« sv^scheiohax Vnzugänglichen Schlucht rauschte war. Er t scite des M k herum, und seile niedei. sich selbst sp merkwürdiger scharfen Kante Abfluß versagt bar aus dem einem Rmnsa Deife kein Felsbach; eT?war, \ der Kelöböben ringsum! jedem hätten. Dielmebr sprudelte nür unmittel Boden der Schlucht eiste kleine, eiskalte als ob die Wasser den QuelleXwelö e ihr unbedeutendes Wässerchen ^n irgend verschwinden ließ, Köm man aus der Sohle der Schlucht an, so sah man, daß sie sich mehr erweiterte, als man von oben vermmbchi konyz«, weil die Kalkfelsen auf! der Nordseite ganz jach labfieleij und wie aufgevl.iuert astö der Schlucht aufstiegest. In der Mitte der Schlucht. i da, wo dir Quelle entsprang» wich der Wald ein klein w>nig zurück, .wie wenn er va von Men schrnbänden gelichtet wäre. Trat mst» anS dem dichten Gebüsch auf ^ven kleinen, runden Platz hina«S^ so' erblickte man ein schmaleS, viereckiges Äauwerk^> dessen geringer Umfanst, dessen einfache, fensterlose Stauer» gar nicht rrrathenfließen, zu welchem Zwstcke der Erbauer so «üchsam die Materialien auS den Kelsstn und hem Walde gebrochen, roh verarbeitet und rob zusammengethan habe. Es war i« Monat August 1504,! feit Sonne begann bereits sich dchn Westen zuzusenkrn, alt hinter dem Gemäuer eine hohe, ehrwürdige Gestalt hervortral. . Der kräftige Gang, hie straffe Haltung, d>e mäostlichen Züge des Antlitzes, der blitzende Strahl, »er auS den Augen drang, bezeugten, daß der Mann noch fern vom Greifen» alter stand, tau durchs reift, und sejn Haupthaar fast gebt 4m Ab so habe ich GoneS Erb eine harte t lrüfung Und sei Hexer Zeile» sind, wenn ' Wessen^ Brüder am und gingen. Zwei Jahre ihrem Pate iRAtn n am N-Zahrg. 2. i finartflL j M- 1-i obgleich sein wallender Bart' sch >n sehr vom at auS einer kleinen Pforte an verwerte berauS, wandelte dann ließ sich auf einer Steinbank an 'Er versank in Gedanken, kn M: -i- Heu»' fi der neunte Ab^ der Sterbetag! unsres Vaters vor zel n Jahren — und wenn die Sbnne »ledernd, und meine Brüder sind nicht erschienen, sie AU^fzu betrauen», und ich ftewe allein auf .... o, sie asik Beide . . L daS wäreschon silbern ^er Hinterum letzteres der/Abend», denen . er zu Kinn sank auf seine Brust, er 'gedachte srü- Zehn Jahre sind eine lange Zeit für den Menschen z, durchleben — so leicht sie;r überschauen le vorüber. er gedachte? .Bor zehn Jahren nahmen drei Grabe ibreS DaterS Abschied ' on einander, ein Jeder seinen Weg. in die Delt hinaus, hakten sie in dieser Schlucht verborgen mit gelebt da war er' in ihren Ermen gestorben. Sie »egrubitt ihn hier, fertigten» so igut sie vermochten. üler sei» em Grabe jautrosse 'Gemäuer, und verließen ib' Frise inest darm-unter den» ernsten Gelöbniß, wo und ipi sie sii^ auch befanden, am - zehnten Sterbetage ihre- SalerS hier zu erscheinen, um sich noch eirrmal inS Auge z> blick>n. noch einmal in den Ermen zu liege'si^^ wei von hnen nicht gegenwärtig sek» würde, ibn batten die llndere i aiS tvdt zu beweinen. |warum waren sie s, auS der Welt gebannt^ Nicht fteiwillig.- Rach Jabrl undert n deS Glücks und! des Äredens, nach langen Zeit» her licher Wissenschaft, rechtlichen Gewerbem Künsten Hanl werken und Ackerbau und vieler Verdienste um König und Darerlanö erließen Ardinand und Isabeüa, d e L bigo «tn Gründer der spanisch^ Inquisition, einen Verblannuns Sbefehl über alle Juden' m Spanien, ybsie Unter chted I es Stande-, Vermögens I Alter- und LebenSwanl el- — eS sollte Niemand auf Dänischem Po» den athwer, der!>aS Kreuz nicht andere in dömisch-katho» lischer Wei e, ob s e Recht und Eigenthum ad» Land«. Hütten, oder »ich», o> sie früher im Lande ansjfflg gewesen, alS das El ristentl um auf Erven erschienen. — sir-sollten Alle. Alle Alle die geliebte Stätte, die . Wtege chrer Kinder, »b Gräb t ihrer Däler verlaffen .!. . . Don L tigi w, % ein achtzigjähriger Greis, Seine drei Söhne, dl r ernstgelehrte Da» Abraham 'wohl an die t-.