Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 12 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 4)
- Language
- German
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48 von den Hottentotten, und fit, die Hottentotten. würden über den Strom Audon-geben. wenn die Kaffeti ihnen nickt Bürgschaft geben, daß . die Juden auch l ei, ibnen emancipirt würden, aber ^hne Rechte zu baden, cie Kaisern ^abe'n zur Antwort, daß ja bei ibnen, yt £«mn* tonen, die Juden wie-Leibeigene sefen, und Kuß Ke daher erst die Leibeigenschaft ich eigenen Lande aitheben möchten, bevor ne sich um Dabekümmerten, was Rechtens isi in ayvern Landern —iti bats nichts, THe Hottentotten strhen am Audon. und der Kamps wirk loSbrechen. Einstwellen baden die Hottentotten eine -Brandschatzjung auf ihre Juden gelegt, ,-d.eno,'^ sagen sie. „wir woflen Eure Älaubeuszenossen befteien. darum gablet." Und die Kaf^ fern, baben eine Braurschaeung „auf ihre' Judej» gelegt, „denn," sagen ne. „wir oenheirigen Euch gegen k^n Feind, der Euch emaacipirey wlll. darum zahlet."' Per nun auch fiege. die Hotteotorren werden , als Sieger die Juden im Kafferuiasde.' die Kaffern als Sieger die Juden im Hottenroktenlande brandscha-en. unr^ aus der Asche de- Krieges wirk der Pbökir. rer Juvensteuer. erstehen, aber nicht;um Himnie! fliegen, sondern auf Erven! bleiben, und ztLür in beiden Landern. . ' , ' So stehen die Sacken — da ne aber so lieben, so möchte^,ick raihen. daß die Papiere, in ^Iuro^a darum nickt fallen mögen; denn.erst, wenn di«'Anaslegenbeiten in Dowor botelgefallen find, mögen die Papiere auch in Europa sallen. da diese roch zu einem ziemlichen Theiled.irect aus. Do.wor botel stammen. Sie können das Weiiere Erwarten. Ich bitte Sie. warten Sie — dinn stund« können die diplommischen Perbanrlunaen witder onge. knüpft werden, was aber den Juden auck nichts helfen wird. Die drei Maler — die drei Letztes. Drei Künstler wgrey beauftragt, das Kontenei' de- Landesherrn zu fertigen, uod -zwar in..solcher Peise, daß es, vervidlfaltigt. dem' Volke zu ebrerbiektgem.-Gedenken in die Hanke gegeben werben könnte.'. Alle dpei malten das'Bild in andrer 4Üeise. Ter eine malte vön König in seinem uralten Kostüm, mit der goldenen! Rüstung, de« weilen Hermelinmantek. der großen goldesten Brustkene um, das Zeprer in der Rechten, den IzichSapse! in der Linken, die ^krone auf rem Hallte. . Ted zweite Maler gab den Herrn mit unverkennbarer Tretze jn ken Zügen, aberganz in rer Tracht der Gegenwart: der Waffenrvck. der Hejm, daS leichte Schwert, nur daß der leuchtend« Stern auf der ^Brust ken Gebiner lies Landebekundete. Endlich der> dritte Maler ivealifirte das Antlitz des Monarchen und stellte ibn ist onlikfrömisckem Kostüm,, der Tog» mit den Seiten- Falten und der bloßen. *Brust. dar, als Casar. Imperator, oder so etwa-. Was gei'ab? Das erste Bild flößte Ehrfurcht ein. aber daS Volk 'wollte eS nicht; daS drittel Bild rief Re»zgierde chervor» aber dann verließ man es nur das zweite Bild fonh überall Gunst, und das «ofk kaufte eS begierig, und >bald prangten 'alle Wände fianjit, in Palästen und Hütten So die Lehrer in Israel. Der eine, der BeraMwo -1 «kr|jf *•« Va»«etre,»r « rt orthodore. der den Gott, den wir verehren, lediglich in den uralten Zügen, mit dem ur^ften Kostüm,' in dem uralten Rahmen lehren will, er .stößek Ehrfurcht ein — aber das Volk zieht sich zurück. Der dritte, der radicale, der die Lebre deS JudentbumS selbst reproduciren. wie er sagt.' vergeistigen will, /der alles Geschichtliche und Besondere am Judenkhum zerschlägt und verkosmopolftifirt — er bat den Reiz' rer Reubeik für sich, aber wie schnell zerfällt sein Gebäu? Der zweite endlich, welcher den- Inhalt v/S Judenlbums getreulich zu'wahren, die Form zu veredeln. rem Slkome des LebenS anzupassen strebt, welcher durch einen erbauenden Gottesdienst auf dem Boden deS geschichtlichen Judentbums, im regelmäßigen, edlen Vor» nag die Golteslebre. daS Gotresworr in die Herzen und .Geister der Glaubensbrüder zu verpflanzen sucht — er gleicht jenem zweiten Maler, uyo ibm leibet daS Volk dauernd daS. Obr. (Nach Wesfelv « rvz p von Dr. Lewvsodn.» Anekdoten.. Herr B. hatte sich am Freirag Abend nach be.nvig, re^n Gottesdienste, nach guter alter jüdischer Titre, einen armen Polen als Tischgast mit nach Hause genommen. Als B. den ersten Lössel Suppe, welche fiepend heiß war. zu fick nahm, verbrannte er sich' dermaßen seinen Mund, daß ihm die Tbränen in die Au^en kamen. „Warum weinen Sie?" fragte der Fremde überrascht. „Wenn ich diese Suppe esse," sagte der Wirth. „muß ich unwillkübrlick an meinest .seligen Vater denken, der bar'diese Suppe so gern gegessen, und da kann ich mich der Thrä« nen nicht erwebren. Der. Fremde machte eine theilnehmrnve Miene und sing ebenfalls an zu essen. ' ES ging ihm nicht anders, auch ibm kamen die Tbränen in die Augen. „Warum weinen Sie?" trug der schalkhafte Wirtb. „Auch ich weine über Ihren seligen Vater, daß er einen solchen Sobn binrerlaffen hat," war die Antwort de- Fremden; Auf den Spanischen Papieren, an welchen bekanntlich viel Geld, namentlich von Juden verloren wurde, waren drei Sternchen 'gedruckt. Ein jüdischer Courtier wurde gefragt: waS die drei Sterne bedeuten sollten? ..Daß die Juden an beißen sollen," antwortete der Courtier. Ein Offizier, 'der mit einem reichen polnischen Juden in Streit gerierb, forderte denselben scherzweise zum Zweikampf aus Und über^eß die Wahl der Waffen vevl Zu« den. Dieser wählte ein Paar Rohrstöcke. Als rer Kampf H^Hgann, machte der Offizier mit dem Rohrstocke solche Bewegungen, wie mit dem Rapplrr nach den Regeln der Fechtkunst. Koref aber machte keinen Spaß, sonvern hieb gleiche wohin er nur treffen konnte und schlug oft nach dem Kopf. Äls der Offizier dieses zu suhlen begann, rief er. „Koref, Koref, Ihr schlagt ja nicht nach »er Reges!" — .Lieg' Du verdammt mit Dan Regel (bat ich schlag' nach'm (Kopf)." lrchex fftedaeteur: G. Wtenhold. ■»hu* ia — tni Ha »I «faoKt S** cf'f« m Vritug.