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Jüdisches Volksblatt · 1853-01-01 · 10 (1853) · p. Seite 40

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Journal
Jüdisches Volksblatt
Volume
1 (1853-1854)
Issue
10 (1853)
Date
1853-01-01
Page
Seite 40 (sequence 4)
Language
German
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1 40 «- •y if«r Antoninus Pius noch streng aufrecht erhielt; und nur .Wmttcher Weise begaben sich von Zeit;t Zeit einige Männer auf kurze Zeit dabin. So! endete die'er > zweite Versuch mit dem fürchterlichsten Plütvadt, mit der außeroitvenklichsten Verfolgung und mit der gfnjlichen Ent ^fernung unsrer Väter von den beiligen Stäben. Lu!» Prinz »nd Derwisch vov Zbn von Stal-V. »'r. Me,,e1 12 Steiün- I. ChiSdai. Ach besten ist'S, in KeindeS Reich'n — her Zwietracht! Unbeil auSzuftreun, — duzin muß es Dir igelingen. --! nach Wunsch ihn zu' bezwingen.! . > Eia Wandrer war 'nen Weg* gewallt, s— und kam > m* einer, dicht, n Wald. — Kaum schweift seist Auge rinqS ['«rnfttt.. — begegnet seinem. Blick ein Bär. i— und bald daraus >ein wildes Schwein. — Er sab sie iwohl. allein —' sie.ihatten ihn Noch nicht entdeckt. — Der Wanderer!,ear erschreck^ — und satt, daß wenn picht bjlsr die!Ljst. er'unrekrbar verloren ist..— Er Flüchtet hinter einen i)äuiu; 1—-> dort angclanget kann,. ^— schießt er von seinem den Pketl von seinem Bogen. — der aus das Kreis, erquickte stch gleichfalls an der Quelle und Schweif gestogcn. —Das Schwein nun schießt den Bliche -^rrweilte bei derselben. Plötzlich kömmt der Krieger zu? Uarber.i— erblickt den Bären, glaubt, datz er — ihm seine ü lunve -'schoß, —. läuft grimmig aufj ibn los. — j Nun k al der Bär sich auch errafft, x^- sind packt daS Schwei t um voller Kraft. — Sie bkißeDW^ß^in heißer ^Wurh,.— daß '.ochend stop daL rothe Äkt^/— Der ' Wandt er stob indessen weil — und war befreit. Kasten ,1. E.i i König war. wie die Geschieht? sagt,!— einst auS, r gegnnq n auf die Jagd. —* an einem von hen allerheiß' sten T lgen — chu einem Knappen nur., j der vaS Ge bank getragen. — dem tr bann anb^'abl', — als Zeit ' eS wai - zum MittagSmabl. — er soll Zen and. zu. rufen 7 sich beeilen, — der mit ibm möchl' die M bl^ir tveilen. SD r Knappe gehr — und siehi üns ^aht — nach en < »eiten. Dg kommt vom Weiten - alleine nur ein Hi't, — den er zum König fübrr. -- Der König sprach: „Nun wasche Dir die Hände erst. — und iß so sitf. ls Du verzehrst." — ,,3i kann arübz essen," sprach »er Hin. — weil ick zu beut' bin i tvinrl — von Zeman >, der viel mehr als Du: •—>. ich 's gl' zu folgen ibm ai ch;u^2^- „Wer wäre Lei?"'— „'4 ist Gott, der He:r. — der mir b^steblt, 'zu fasten .beul': — ich rbue st:eng. wie er gebeur." —. „Wie saf est Du^an ei« nem l.age, — wo schon die Hitze öiw ..Muß ich's sa einst ertragen — an eineuz gen, -swo s noch viel beißer wird!" — der Hi:r. — „Co iß nur mir zu Liebe heut; — daS bat auch prvrgen Zeit." .Wenn die'Bi rgschafr. geben. — baß ich das „Torsten" werd^ Plage?" — von den' Laentgegnet ibm Du mirwillst «rke»»i. »a» nickt der Kall gewesen »Lre, «ech> es dietmal gar nickt » Veräcknckktzunz gekommen. Außerdem ^IZßr das Pstng» zisben : »d Neoaüfbanen voranisetzen. daß Zer<sale« auch dies» mal eiche Zerstörung erlitte,. kleben. —. bin gern ich zu ersüllm — bereit Dir Deinen Willen!" — „Die kann ich Dir nicht geben." — „So lerne Das anstreben,waS möglich Dir im Leben;' — doch streb' nach' Jenem nicht, — wozu'S an Kraft gebricht!" — Der König fühlte riefe Scham: — der Hirte ging, so wie er kam. —. - Göttliche Gerechtigkeit. AlS Moscheb mit dem Herrn aus Sinai redete, fragte er. warum, da Gott gerecht sei, die Redlichen, oft unglücklich ipären und die Gottlosen vom Glück begünstigt würden. Der Herr anwortete: „Ihr Menschen - urtbeilt nachdem Scheine, ich dagegen kraft meiner Allwissenheit. Sieh' binab zum Fuße des BergeS und zur Quelle, welche dort rinnt!" — Da sab MosLeb zuerst einen wilden, raschen Krieger vom Pferde steigen, um aus der Quelle zu trinken. Und alS er getrunken unv wieder fein Pferd bestiegen batte, verliert er seinen Geldbeutel, eilt aber, ohne eS zu merken, rasch von bannen. Darauf sab Moscheb einen mit Schweiß bedeckten, zerlumpten Knaben des WegrS kommen, aus der Quelle trinken und sich mit dem Gelde eisig weqbegeben. Zuletzt kam An eisgrauer, rück, fragt na^h! feinem Beutel unv .schwört, er wolle den Allen umbring^i,- wenn er-ihm denselben.nicht zurückgäbe. Der Greis belbeueri durch einen Eid, , <r habe ibn nicht gesehen, worauf Jener über ibn bersällt und ibn grausam ermordet. Bei diesem Anblick ruft Moscheb aus: „Gerechten Gott, der Schurke soll den ehrwürdigen Greis ermorden!" — Der Herr erwieverte: „So urtheilst Du und doch ist'- mir meinem- Willen also geschebtn. Der Alte erschlug hier im Malve vor acht Jahren den Barer des Knaben, um ibm .sein Geld zu rauben. Seiner Stütze beraubt, bar sich der Knabe seitdem forlbetteln müssen; ibm gab ich daS Geld, welches der Krieger mit Gewalt erpreßt bat, damit dieser eines Tages für alle seine Missetharen von der Strafe getroffen werde. Obige den Schritten der Rabbinen.entnommene Erzählung ist nicht nur ihres Inhaltes megen, sondern auch dadurch interessant, daß sic sich in dem erst unlängst ausgesuodenen handschriftlichen Nachlasse des berühm- ... ren Li» ne. deS VaterS der neuern Sinturgeschichte, alß ein Beweis für die Behauptung findet, daß daS Schicksal das Gericht- Gottes sei, dem noch Niemand entronnen wäre, und daß es für jede Handlung eine göttliche Nemesis (Strafe) gebe. Hannover. . l)r. ätt. ffi i f n e r, Nach dem Orte, den liebt mein Sinn, Tragen mich meine Füße hin. . Succah. . 9rti Verlag von naff«11net : »twortlicher Redacteur: <5. Wtenholtz. I Vnchchatlung in vri»jig. — Drnck eon flUjaititr Wiebe m 9cir«ig- «r Talmudisch -rabbimsche Sprüchwörter in Reime«. Lehr' sprechen Deinen Mund: dies weiß ich nicht — Dann wird erröthen nie Dein Angestchr. Lersekotk.

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