Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 1 (1853-1854)
- Issue
- 6 (1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 3)
- Language
- German
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unv nieder ... Ö Ton, was für eine StiOme tönt auder Tiefe? Liegt sie drunten zerschmettert, oder sollte . . . Sie borchen auf: „Gerettet! gerettet!" ruft die furchtbar angestrengte Stimme deS jungen Mannehinauf. — Vater und Schwester liegen trotz Hen Steinen auf den Knieen. Der Ruf wiederholt Ilch^ioch einige Male. Tann ist Allestill. Nach einer fürchterlichen halben Stunde erscheint Michael mit einigen Baueo-l^uten und dem nötbigen Material von oben wieqer. 'Man berälh, was zu tbun sei — da erhebt sich übet die Raute der unteren Klippe daS Haupt beS jüngern Bruder-, er weist den Leuten einen näbern,' festen Stairdpu^kl an, da befestigen sie einen Hebebaum tu einen Felsenriß. legen ei« Seil^ um ben^Baum, knüpfen, ein starke- Querholz in daS Ende, unv werfen dasselbe so, bieS von^ dem jungen Manne erreicht wird, dieser zieht hinab und verschwindet nochuials. 'Abermals eine bange Z.it voll Höffens und' Fürchtens. Die Bauern sagen aus, daß jic eS nicht begvifen. wie da unken Jemand lebendig anlangen könne, denn eS seiin der Tiefe ein ganz utzgangbarx- FelSloch. Dennoch fühlen sie bald an dem Seil und Hebebanm ein Rucken, Zeichen, daß sie das Seil jangsanr»ln die Höhe holen sollen. ES geschieht mit Vorsicht! — wehe! wenn ein Stein unter ihm sich losreißen und »i die Tieferollen solltet 'Nach einiger Zeit erscheinen zw^i Häupter über dem Rande der Klippe, ein sebr erhitzten Manne-, köpf und ein sehr' bleiches Frauenantlitz. Der Vater und Luise, lassen einen Au-rus vernehmen, der au^ der Liese der Seelen kommt, sie drücken die Hand auf daklopfende Herz, das auder Umhäusung hinau-schlager^ still. und balrett den Athen, an . . . noch einige bange/ Minuten; der junge Mann taucht noch einmal hinab,^ er hat die Schulter und den linken Arm unter die Gestalt dejungen Mädchens gebracht, unv hebt sie jo, wLprenb seine Reckte und ihre beiden Hände krampfhaft das Querholz halten, über die KelSkanle -— er schleudert si^h nach — sie sind beide geretset. . . . Nachdem sie sich etwas erholt, hilft der Jüngling dem Mädchen, immer »och halb vom Querholz gezogen und vom Seil umschlu»gen, die Höbe weiter hinauf — end. lich liegen sich Vater und Schwestern in den Armen. Cs hatt? ein befttnpere- Glück über daheruizlerge/allene Mädchen gewaltet. Sje^var bizum Abfall,Verhältnis mäßig gelinde her»ntrrgerollr, von der Kaittq zwar eine . bedeutende Höhe hinuntergestürzt, jedoch von den Zweigen eines TannenbaumS aufgefangen worden, welche nachgaben und fie fast sanft auf ein klsine- Rasenstück gleitest ließen, vielleicht daS einzig« in hem furchtbaren Fel-loche. Von der Gewalt de- Falles beraubt, kam Friederike bewußtlos auf dem Boden an, Und ward so not dem jungen Manne gesunden. der mit Leben-gefahr zu« Bache hinunterkletterte, sein Taschentuch durchnäßte und-eso der Ohnmächtigen auf die Stirn und Schläfe legte. D«« Gefahr, in der sie sich befunden, 'die Angst fern die verzweifelnden Tbeuren. die Sehnsucht nach Rettung stählten schnell daS schwache Mädchkn wieder, daß!edi, ai strengende Operation, durch welche e» halb hmaufgewui den wurde, halb hinaufklettern mußte, bestehen k»»nte; ji aber sankste zusammen. ES war ein Glück, daß durch die Doi stcht der beiden jungen Männer bald eia Tragseffu erschien, i» welchem Friederike nach Hause geschafft - werde» kmutte. DaS Gefül l der Dankbarkeit des. Paters nbc gränse Lutzusprechen, sich vor den bet^ sü»dhafven Stolz Gefühle beruh gt ustl der Papa aus seinem zenloS. CS nar iho nicht genug, di eschaffte ihm sogar eine Genugthuung den Glaubensgenossen zu beugry, seinen zu bekennen, »nd sie demüthig um Be^ethung zu bitten! Sie nannten ihm lach langem Bitten ihren, Namen, Frldberg, und schaden. Auch die! Szene zu Hause wollen »dir nicht schildern, aldie Mutter den!Vorgang erfuhr. Nur ha- Ciae bemerken wir. daß, alsich hie die Gerettete sich! erholt hatte,' und Schreibtisch einrn^Brief seine- Correspondrnten s lnd, I er ihm seine Verwunderung zu er-s kennen gab, l aß sich hje schon seit mehreren Wochen tu N. sich befind« „den 4 ewerber nicht bei Ihm eiagesübtt hätten, ti wären die Gkbrüder Feldberg «— die Verlegenheit und die :AeschLo ung nur nach größer war.' Diehinlert» je »och nicht, daß nacb mehreren Monaten in' der Heiml th der Herr Michael Felvberg der Bräuligast, poi Fräulein Luise Fel-, ^und He^f Jyseph Feldberg von Fräulein Friederike Fels ward» Aber di« Gräfin X\ nel st Töchtern hatten sie wirklich nicht wieder gesehen. b . . Die SRotijl nehmet Euch selbst dar^us^ . I / Eine Rächt in den Tümpfert des Jordan^ thales*). Unsere L^sn Neffen, daß der Jordan düs heilige Land — jene i Lani Land der! Pk^phete, in welchem uerst , daallen Völkern heilig ist aldas und heiligen Sänger, alda- Lastv^ in der ganzen Menschheit der einige einzige Gott mgrbeiet, im Geiste anHebrtet wurde, audem die Frkemtniß diese- Gotte- und her Liebi .und dc- Rechttz, lote ein Gebot sistd, über dir Menschheit erfloß — daß der Zordan diese- Land der Verheißung, das unser» Päter > gegeben, aber nach dm Plänen der göttlichen Vorsehu, g fiu I Israel und die Menschheit wieder genommen war , vonl Norden nach Süden durchströmt. J»r Libanon ientft rungest, fällt er bald in den See SttTOtn, jetzt Nähr el Huleh! genannt, fließt.dqnn zum ^ee nezareth (( hinnererh) oder Tiberl^s, jetzt Bahr Tuba rijeb. dlrchströ^it diesen, um 26 Smnden durch die Jordan-au n. ch dem „tobten Meere" zu laufen. in wel^ cheer seine Gestäffer ergießt. ' > Versetzen wir «ns westlich von der Streckd zwischkn dem See Til eria- »nd dem See Meroau Hiex llegt die berühmte St dt S lfed, wo unsre Reismden iberiiachßel hatten. Sie wostien geradezu nördlich nach Ladeil (nicht zu der wechseln mit Ladesch B^rnea an der Südgränze Paläf ina'4) also der Strömung des Jordan entgegen. Aber ihr sührkr wollte.sie dahin nicht führen, weil die Dev Nkerußg um KadeS, die Motuali'S, sehr rä». berisch find. Cr hersuchte daher fit' östlich yach Djehr- Beni-Jakub (der drücke der Söhn« Jakvb't, ziemlich in der Mitte zu tfchm l den beiden gmaftnten Seen äber.den Jordan), vo > wo! fie die große <ötr^ße nach Damttsk»» seicht hätte >, zu Ibringen. Aber dl« Reiseerden merkten « •) M d 6a»|<* »ns de» Zahrvi »mb Gusta, ». «othschtld war »,» der P««. ' ■ i .. 1 : .