Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
- Journal
- Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
- Volume
- 7 (1913)
- Issue
- 13 (5.1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Es wird gebeten, das Blatt in Umlauf zu setzen. Weitere Abdrücke versendet auf Wunsch unentgeltlich der Verband der Deutschen Joden Berlin W. 85, Potsdamerstr. 46. fto. 13. ITIai 1913. Korrespondenz-Blatt des Verbandes der Deutseben luden herausgegeben von dessen Generalsekretär Dr. Max J. Loewenthal-Berlin. Durch Aufnahme eines Aufsatzes in dieses Blatt übernimmt der Verband nicht die Vertretung jeder darin enthaltenen Meinungsäusserung oder Anregung. ■ Der Nachdruck aller Artikel ist gestattet. ■.. J Inhalt: Seite Die Arbeit im Lichte der Thora. Von Oberrabbiner Dr. M. <; ii de mann In Wien . . 1 Von den Pharisäern. Von Dr. J. Elbogen................. 10 Die Pharisäer nach Mischna und Talmud.................. 16 Die Arbeit im Lichte der Thora. i* Von . Oberrabbiner Dr. M. Güdemann in Wien. Einer der beliebtesten Vorwürfe, die man den Juden früher zu machen pflegte, war nebst dem „Schacher" die Scheu vor körperlicher Arbeit. Beide sind aus der Gebrauchsanweisung für Jadengegner so ziemlich verschwunden, der erstere, seitdem Alles Handel treibt, Hoch und Niedrig, Bürgertum und Adel, Staaten und Privatpersonen, der letztere, seitdem die Juden von der ihnen früher versagt gewesenen Erlaubnis,,' sich am Handwerk zu beteiligen, Gebrauch machen. Ein Versuch über dii Arbeit im Judentum besitzt daher keinen praktischen Wert, mehr — als Widerlegung des Vorwurfs der Arbeitsscheu —, wie er noch der anerkennenswerten Schrift von Franz Delitzsch „Handwerkerleben zur Zeit Jesu" (3. Aufl. 1878) zukam, aber einen desto grösseren theoretischen. Denn die Rücksicht auf die praktische Verwendung einer wissenschaftlichen Untersuchung beeinträchtigt oft ihi|e Gründlichkeit und Objektivität. Da es nun immer das Beste ist, mit dem Anfang anzufangen, so werde ich die Grundschrift des Judentums, nämlich die Thora, zum Gegenstand meiner Untersuchung machen und darzustellen versuchen, in welchem Lichte die Arbeit schon in der Thora erscheint.