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Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden · 1912-10-01 · 12 (10.1912) · p. [Seite]

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Journal
Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
Volume
6 (1912)
Issue
12 (10.1912)
Date
1912-10-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Anlage 1. Anträge des Verbandes der Deutschen Juden gegen drohende Auflösung der jüdischen Volksschulen. 1. Eingabe vom 10. Dezember 1905, Nr. 2. „Nach dem Inhalt der Begründung zu § 24 des Entwurfs haben jüdische Schulsozietäten und Synagogengemeinden 213 öffentliche jüdische Schulen errichtet. Nach § 24 Abs. 1 des Gesetzentwurfes soll es den Schulverbänden überlassen bleiben, ob sie diese Schulen erhalten oder bei der Schulaufsichtsbehörde ihre Auflösung beantragen wollen; über das Vermögen der aufgelösten Schulen soll von der Schulaufsichtsbehörde Bestimmung getroffen, die bisherigen jüdischen Lehrer sollen, wie es in der Begründung lautet, bis zu ihrer anderweitigen Unterbringung von den neuen Schulverbänden unterhalten werden. Ohne Anhörung derjenigen Körperschaften, die diese Schulen eingerichtet haben, soll demnach über den Fortbestand der Schulen und über die Verwendung des Schulvermögens befunden, sollen die Lehrer ihrer Tätigkeit enthoben und auf Wartegeld gestellt werden. Diese Regelung können wir nicht als der Billigkeit entsprechend erachten. Wir beantragen, dass über die Auflösung dieser Schulen uftd über die Verwendung ihres Vermögens erst nach Anhörung der jüdischen Schulsozietäten bezw. der Vorstände der Synagogengemeinden befunden werde und dass die dort tatigen ordentlichen Lehrer im Lehramte weiter beschäftigt werden»" — ■ 2. Eingabe vom 7. Januar 1906, Nr. IV. a. „Der Entwurf enthält, soweit wir zu erkennen vermögen, keine Bestimmung darüber, unter welchen Umständen vorhandene christlich-konfessionelle Schulen aufgelöst werden dürfen. Insbesondere ist nicht mit Sicherheit erkennbar, ob die Bestimmung des § 51 Abs. 2: „Die Aufhebung öffentlicher Volksschulen bedarf der Genehmigung des Unterrichtsministers oder erfolgt auf seine An-

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