Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
- Journal
- Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
- Volume
- 4 (1910)
- Issue
- 8 (10.1910)
- Date
- 1910-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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» Die Gemeindevorstfinde werden gebeten, das Blatt in Umlauf zu setzen. Weitere Abdrücke versendet auf Wunsch anentgeltlich der Verband der Deutschen Joden, Berlin W. 35, Potsdamerstr. 45. I no. 8. '$M Oktober 1910. Korrespondenz-Blatt des Oerbandes der Deutschen luden heraas gegeben von dessen Generalsekretär R. A. Dr. Max J. Loewenthal-Berlin. Daren Aufnahme eines Aufsatzes in dieses Blatt übernimmt der Verband nicht die Vertretung jeder darin enthaltenen Meinungsäusserung oder Anregung. Der Nachdruck aller Artikel ist gestattet. ----- Korrespondenzbericht über das erste Halbjahr 1910. Aus der Reihe der Korrespondenten sind in diesem Jahre drei vortreffliche Mitarbeiter durch den Tod geschieden, Herr Justizrat Friedländer, Potsdam, Herr Martin Lebrecht in Nürnberg und Herr Justizrat Behrendt in Danzig. Den trefflichen Männern wird der Verband der Deutschen Juden ein treues Andenken bewahren. — Wie in den ihren hat auch in einigen anderen Bezirken ein Personenwechsel stattgefunden, und es ist eine Vermehrung der Zahl der Korrespondenten eingetreten. Der qualitative Charakter des diesmal vorliegenden Materials ist zum grossen Teil ein erfreulicher. Die Quantität freilich lässt immer noch zu wünschen übrig, wenn aueh eine kleine Besserung gegen die vorige Berichtsperiode zu verzeichnen ist. Aus 65 % der Korrespondenzbezirke liegen Nachrichten vor, und von diesen wiederum enthalten 90 % positives Materil. Doch sind wir in vielen Fällen unseren Korrespondenten noch anderweitig für rege Mitarbeit an unseren Umfragen zu Dank verpflichtet. Mehr und mehr erweist sich, dass wir durch die Ausbildung dieser Korrespondenzorganisation die tatsächlichen Grundlagen für die Massnahmen unseres Verbandes erhalten, und dass das Interesse und die Tätigkeit der Herren Korrespondenten in hohem Grade für die Aktionfähigkeit des Verbandes von Bedeutung ist. Was den inhaltlichen Ertrag der Korrespondenz in der Berichtszeit anlangt, so ist zunächst über die Bewegung innerhalb der jüdischen Bevölkerung zu erwähnen, dass die Abwanderung vom Lande und aus den kleinen Orten in die grösseren Städte nicht nur im Osten des Reichs fortschreitet.