Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
- Journal
- Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
- Volume
- 3 (1909)
- Issue
- 4 (5.1909)
- Date
- 1909-05-01
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Zu.Ol Die Antworten lauten fast""sämtlich negativ. Teilweise sind die Orte ohne Gjaniüsenroder die Garnison ist klein.' In \V. ist ein jüdischer Stabsarzt d. R. An den Feiertagen scheint ziemlich durchweg Befreiung vom Dienst einzutreten. B. berichtet aich von Kommandierung der jüdischen Soldaten zum Gottesdienst an Kaisers Geburtstag. Kür K. und 'P.. das zum Bezirk Unserer Synagogengemeinde gehört, stelle, ich v.if dein Feiertagen stets den Antrag auf Dienstbefreiung bei der betreffenden Kcunmanda/it :.. Doch bähe ich mehrfach die Erfahrung gemacht, dass seitens der Truppenteile den Soldaten von dem betreffenden Kommandanturbefehl nicht Kenntnis gegeben wird. Zu H. Je ein jüdischer Richter istllaut Berichten in B.. H. und G.. zwei Richter in M. Landrichter S. in B. ist jedoijh neuerdings nach Berlin versetzt. Ein jüdischer Notar ist'iuir in M. P. berichtet, dass dort Juden nicht Schöffen und Geschworene werden. Zu J. verzeichnen die Berichte nichts. Doch würde zu erwähnen sein, dass in \V. und P. der Kreisarzt Jude ist. <Medizinalrat Dr. S. und Medizinalrat Dr. D Zn L. ist lediglich die Ernennung des Dr. K! in H. zum Sahitätsrat berichtet. ' Xiobt unerwähnt will ich lassen, dass der Aerztetag auf seiner jüngsten Tagung den Beschluss gefasst bat. sich an die Regierung mit der Bitte zu wenden, für Beseitigung der unwürdigen Bestimmungen, denen die deutschen Aerzte jüdischer Religion in Rnssland unterworfen sind, zu wirken. ^r.: O i . S/ UutLuUl Ltvy, Ueflai U