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Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden · 1908-10-01 · 3 (10.1908) · p. Seite 11

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Journal
Korrespondenzblatt des Verbandes der Deutschen Juden
Volume
2 (1908)
Issue
3 (10.1908)
Date
1908-10-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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i ■ ,. -;i . j u-.^ '; .;' _ J : Um die Aufgaben des Verbandes nach diesen Richtungen hin zu erfüllen, boten sich drei Möglichkeiten: Sammlung einer eigenen Bibliothek, Anlegung eines Archivs und Herausgabe eigener apologetischer Arbeiten. Es' istdas Verdienst" des Herrn Rabbiners Dr. Jacob, früher in Göttingen, jetzt in Dortmund, bei unserer ersten Hauptversammlung vom 30. Oktober 1905 auf diese Verhältnisse hingewiesen zu haben. Sein Vorschlag, regelrechte Vortragskurse oder Lehrstühle für jüdische Apologetik, verbunden mit apologetischen Seminaren, zu errichten, ist im Jahre 1906 der Kommission überwiesen worden. Er wurde 1 jedoch als unausführbar erachtet, weil von mehreren Seiten das Bedenken erhoben wurde, dass ohne eine bestimmte Stellung innerhalb der jüdischen Theologie ein Hochschullehrer die gewünschte Tätigkeit nicht üben könne, dass aber der Verband für eine einzelne Richtung innerhalb des Judentums nach seinen Satzungen Partei^nicht orgreifen dürfe. j Nach wiederholten Versuchen, durch Einholung von schriftlichen Aeusserungen praktisch ausführbare Vorschläge zu gewinnen, trat die Kommission am 3. November 1907 zu einer Sitzung zusammen und beschloss, zunächst ein Verzeichnis derjenigen Bücher zu beschaffen, welche sich zu einer apologetischen Bücherei eignen, hierbei aber sich auf die religiöse Apologetik zu beschränken. Die Herren Dr. Jacob und Dr. Eschelbacher-Berlin wurden ersucht, eine Liste der zu beschaffenden Bücher aufzustellen. Sodann wurde eine Redaktionskommisson, bestehend aus den Herren Prof. Dr. Maybaum, Rabbiner Dr. Escheln bacher-Berlin und Dr. Bernfeld niedergesetzt, welche für eine Nummer des^ Korrespondenzblattes geeignete Aufsätze zu beschaffen hätte, die eine Verbreitung in jüdischen und christlichen Kreisen zum Zweckte der Apologetik verdienten. I Die Besprechung wurde in einer Sitzung vom 5. Januar 1908 fortgesetzt. Man einigte sich, nachdem die Herren Eschelbacher mündlich und Jacob schriftlich übe: die Schwierigkeiten der ihnen gestellten Aufgabe berichtet hatten, dahin, zunächs die Ueberschriften für die einzeihen Teile des Verzeichnisses einer apologetischen Bücherei aufzustellen und ferner Vorschläge über die Personen einzuholen, welche mit der sachlichen Ausfüllung der einzelnen Teile dieses Registers zu betrauen wären; auch hier wurde einstweilige Beschränkung auf Religion und religiöse, kulturelle und rituelle Einrichtungen für erforderlich erachtet. Schliesslich wurde in der Sitzung vom 28. Januar 1908 hinsichtlich des Korrespondenzblattes beschlossen, det Redaktionskommission folgende fünf Gesichtspunkte zu empfehlen: ' / _ ••■ ■ . *'•?* ' I. Das Korrespondenzblatt soll so redigiert werden, dass ves geeignet ist, in weitesten, namentlich auch in christlichen Kreisen, verbreitet zu werden. II. Das Korrespondenzblatt soll auf diejenigen Punkte das Hauptgewicht legen, welche den heutigen Gebildeten von "Interesse sind; weniger auf rein geschichtliche Streitpunkte1. III. Die Form der Artikel soll derart sein, dass alle gebildeten 'Laien sie verstehen können. ,

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