Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Volume
- 15 (1938)
- Issue
- 14 (16.10.1938)
- Date
- 1938-10-16
- Page
- Seite 119 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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XV. Nr. -4 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 16. 10. 38 119 SCHIFFSKARTEN durch Reise vermitt lu ng Berthold Gottlieb Stuttgart, Marlenstraee 2, (gegenüber dem Wilhelmsruh Telefon Nr. «5634 buit verrichten. Es gibt eine Reihe von Berutszweigen (so Chauffeure, Schlosser usw.), iu denen Filipinos sehr tätig und tüchtig sind und in denen es fast unmöglich ist, mit ihnen zu konkurrieren. Ergänzend zu diesen Mitteilungen der Hicem kann noch gesagt werden, daß die Aussichten im Kleinhandel gering sind, da dieser von Chinesen und Japanern vollkommen beherrscht wird. Aehnlich ist die Lage in zahlreichen Handwerken; jedoch bieten sich dem Einwandernden Aussichten in den modernen Reparaturgewerben und Installationen (Autoreparatur, Elektromontage usw.). Von kaufmännischen Kräften dürften vor allem sprachkundige Korrespondenten und hochqualifizierte Buchhalter ein Unterkommen finden. Nach Angaben des Deutschen Auslands-Instituts soll sich das monatliche Einkommen eines Ingenieurs oder leitenden Kaufmanns auf 400—1000 Pesos belaufen, kaufmännische Angestellte sollen 250—400 Pesos, Handwerker .300-400 Pesos verdienen. Tatsächlich dürften Einwanderer jedoch mit kaum mehr als 200 Pesos monatlich rechnen. Die monatlichen Kosten der Lebenshaltung sollen, nach der gleichen Quelle, 200—300 Pesos für einen ledigen jungen Mann und 500 bis 800 Pesos für eine vierköpfige Familie betragen; für ein möbliertes Zimmer zahle man mit Verpflegung 150—200 Pesos, ohne Verpflegung 40—60 Pesos. Die Angaben über die Lebenshaltungskosten sind aber ziemlich hoch gegriffen. Nach Mitteilungen von Auswanderern kann ein Einzelner schon mit 120 bis 150 Pesos, eine kleine Familie mit 300 Pesos auskommen. Wichtig für Briefe nach Amerika Dem .Jüdischen OemelndebUtt fOr Frankfurtgingen von einem Leser die folgenden Hinwelte zu i Beim Adressieren von Briefen nach USA sollten vor allem zwei Dinge beaiohtet werden: 1. Hinter den Ortsnamen muß der Name des Staates angegeben werden, da es viele Ortsnamen hier mehrfach gibt und nur durch Zusatz des Staates klar wird, wohin der Brief gehen soll. Also z. B. nicht adressieren: Rochester U.SiA. sondern entweder Rochdster . Gottesdienstzeiten Hauptsynagoge Hospitalstraße. 16. Okt. Haschano rabbo 8.00, 17.15 Uhr. 17. Okt. Schmini Azeres 9.00, 17.00 Uhr. 18. Okt. Simchas Thora 9.00. 18.11 Uhr. 19.—20. Okt. 7.15. 17.00 Uhr. 21. Okt. 7.15, Freitagabend 17.15. Uhr. 22. Okt. Sabbath (Neumondverk.) 9.00 Uhr, Jugendgottesdienst 15.00 Uhr, 18.04 Uhr. 23. Okt. 8.00, 17.00 Uhr. 24. Okt. 7.15, 17.00 Uhr. 25. Okt. (Neumond I) 7.15, 17.00 Uhr. 26. Okt. (Neumond II) 7.15. 17.00 Uhr. 27. Okt. 7.15, 17.00 Uhr. 28. Okt. 7.15, Freitagabend 17.00 Uhr. 29. Okt. Sabbath 9.00 Uhr. Jugendgottesdienst 15.00, 17.51 Uhr. 30. Okt. 8.00. 16.45 Uhr. 31. Okt.—3. Nov. 7.15, 16.45 Uhr. Synagoge Bad Cannstatt: Königstraße. Freitagabend. Sabbathmorgen, Sabbathausgang — wie Stuttgart. Samstagnachmittas — Minchägottesdienst 15.00 Uhr. •Isr. Religionsgesellschaft, Gartenstr. 30. 16. Okt. Hauschano rabbo 6.25, 17.15 Uhr. 17. und 18. Okt. Sch'mini azeres und Simchas Tliauroli 8.00, 17.45, 18.15 Uhr. 19.—21. Okt 6.45, 17.00 Uhr. 21. Okt. Freitagabend 18.00 Uhr. 22. Okt. Schabbos 8.30, 17.15, 18.05 Uhr. 23 Okt. 7.15, 16.45 Uhr. 24.-28. Okt. 6.45, 16.45 Uhr. 28. Okt. Freitagabend 17.00 Uhr. 29. Okt. Schabbos 8.30, ^.00, 17.55 Uhr. .30. Okt. 7.30, 16.45 Uhr. 31. Okt. bis 4. Nov. 7.00, 16.45 Uhr. Synagoge Hellbronn. 16. Okt. 7.45, Schlußfest 17.15 Uhr. 17. Okt. 8.30, 15.00, Erew Sim- .has Thora (Jugendansprache) 17.30 Uhr. 18. Okt. Simclias Thora 8.30, 15.00, 18.10 Uhr. An den Wochentagen: 7.00, 18.00 Uhr. 21. Okt. Freitagabend (Neumondverk.) 17.15 Uhr. 22. Okt Sar.bath 9.00. 15.00, 18.00 Uhr. 23. Okt. Sonntagfrüh 7.45. An den Wochentagen 7.00, 18.00 Uhr. 28. Okt. Freitagabend 17.00 Uhr. Okt. Sabbath 9.00, 15.00, 17.50 Uhr. 30. Okt. Sonntagfrüh 7.45 Uhr. An den Wochentagen: 7.00, 18.00 Uhr. N.Y. (auch ausgeschrieben als New York) oder Rochester, Minn. (ausgeschrieben Minnesota). 2. Unzählige Fehlleitungen entstehen durch falsches Zahlenschreiben. Das betrifft fast immer das Schreiben der Zahl eins. Eine amerikanische Eins besteht lediglich in einem geraden Abstrich. Sobald dieser Abstrich den geringsten Anstrich nach vorne zeigt, wird die Zahl hier unweigerlich als „sieben" gelesen. Ein Brief geht daher an 77 West 77th Street, obwohl er an 11 West, llth Street gelangen sollte. Da es kein Adreßbuch gibt, ist das oft gleichbedeutend mit Verlust des Briefes. Die genaue Beachtung dieser beiden Winke kann nicht nachdrücklich genug empfohlen werden. Aus den Gemeinden Württembergs Stuttgart. Der Kameradschaftsabend des ..Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten", Ortsverband Stuttgart, am 3. Oktober verlief in gewohnt harmonischer Weise. Nachdem der Vorsitzende, Kam. Emrich, die Kameraden, besonders den Vorsitzenden des Landesverbandes, Kam. Dr. Mainzer, und den früheren Vorsitzenden des Ortsverbandes Oehringen, Kam. Arthur Thalheimer, begrüßt hatte, wünschte er dem scheidenden Schriftführer, Kam. Theo Marx, zu seiner Auswanderung alles Gute und dankte ihm herzlich für seine hingebungsvolle Mitarbeit im Ortsverband. Als neuer Schriftführer wurde Kam. Mandelbrod bestellt. Zur weiteren Durchführung von Erdarbeiten auf dem Sportplatz wurden 100 RM bewilligt. Dann verlas Kam. Davidsohn einige Briefe des früheren Schildsportleiters Juler Rothschild, in denen dieser ein anschauliches Bild von den Verhältnissen iu USA, der Tätigkeit der dortigen Organisationen und seinen persönlichen Erfahrungen in New York und Buffalo gab. Insbesondere betonte er die Wichtigkeit der Sportbetätigung im Hinblick auf die meist notwendige Umstellung von geistiger zu körperlicher Tätigkeit. Hierauf verlas Kam. Emrich zwei Briefe des Kam. Dr. Max Strauß aus Kansas- City, die ebenfalls von außerordentlichem Interesse waren. Die Verlesung wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Wie immer beschloß ein gemütliches Beisammensein den anregenden Abend. — Mmp/c wa&dkc (Trikotagen TT /\ RSlI M IS Kaufhausges. m. b. H. II «Sä UXl DXl IE Stuttgart, Töbingerstr. 6 Marie Rothschild KernerttuBc Nr. U.R. / Telefon Gardinen- und Decken-Spannerei UM jährige priktivhc t'rf >hrung Kr>t» Referenzen. Aach Miwütif« Aullrage Juwelen» Gold, Silber Silbergerate, Schmuck, Trauringe Basteck« echt Silber und versilbert nichnowsky IKTTE11 Anu. Verkauf. Umarbeitungen. g.b Nr. sieos 40 Eheringe WatW Gold- und Silberwaren W Silbern« und varsilb. 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