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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1938-08-16 · 10 (16.8.1938) · p. Seite 88

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
15 (1938)
Issue
10 (16.8.1938)
Date
1938-08-16
Page
Seite 88 (sequence 4)
Language
German
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88 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 16. 8. 38 XV. Nr. 10 Einen Blick in die Ferien-Kolonie au! dem Gemeinde-Sportplatz Helle Freude löste es bei den Eltern aus, als sie liörten, daß die traditionelle Ferien- Kolonie der „Hakoah" auch dieses Jahr im Feuerbacher Tal wieder stattfinden sollte. Wußten sie doch, daß ihre Kinder dort gut aufgehoben sind, und daß sie wirkliche Fei ienfreuden erleben würden. Da die Teilnahme jedem Kinde möglich ist. war es deshalb durchaus verständlich, wenn die Anmeldungen so zahlreich einliefen, daß mit ca. 50 Knaben und Mädchen täglich gerechnet werden mußte. Nimmehr i*t die Ferienkolonie in vollstem Ganse, und tagtäglich kann man die Kinder bei Spiel und Sport sehen. Da der Wettergott es auch gut mit ihnen meint, sind alle braungebrannt und freuen sich ihrer Freizeit. Man muß schon sagen, was der Ferienonkel Baumann mit den Kleinen alles anstellt, ist einfach bewundernswürdig! Obwohl es doch bestimmt nicht einfach ist. den ganzen Tag über Kinder zu beschäftigen, gelingt es ihm immer wieder mit neuen Spielen aufznx^artcn. so daß für Abwechslung reichlich gesorgt ist. W ir hatten Gelegenheit.- die Kolonie kurz nach dem Mittagessen zu besuchen. Wie die Teilnehmer uns bestätigten, hatte ihnen allen dasselbe sehr gut gemundet, und nach dem r.sseti sollst du das . Ruhen nicht vergessen und alles hörte aufs Wort, und die Kinder .begaben sich zu einer zweistündigen Ruhepause. Hier bewies es der Leiter wiederum, wie gut er mit den Kleinen auskommt. Bilder mußten neu zusammengesetzt werden, und wer zuerst fertig war. bekam einen Preis. Sodann wurde wieder mit den Spielen begonnen, und für die jeweiligen Sieger waren Prjeise in Form von erfrischenden Getränken ausgesetzt. Wer wolle da wohl nicht Gewinner sein? (legen Abend begeben sich die Kinder dann nach Hause, um am anderen Morgen wieder frisch und munter zu erscheinen. Nach Abschluß der Ferienkolonie werden wir nochmals kurz auf dieselbe zu sprechen kommen, aber schon heute sei J u 1 i u s B a um a n n und allen denen, durch deren Hüte dieses schöne Werk auch dieses Jahr wieder ermöglicht wurde. Dank und Anerkennung gezollt. W. M. 1 zu wirtschaften und ihren Etat so weit wie möglich auszubalancieren, daß aber auf der anderen Seite die Vereine mit ihrer Tätigkeit der Gemeinde einen Teil ihrer Aufgaben abnehmen, die sonst ihr obliegen würden, so daß es selbstverständlich sei, daß sie auch die Unterstützung der Gemeinde erhalten. Zu dem vom Oberrat veranstalteten Schülersportfest wird ein Beitrag von RM 50__bewilligt. Zwei Synagogenplätze werden für zusammen RM 300.— erworben. Die Renovierung des ersten Stockes des Hauses Ho- Aus den Gemeinden Württembergs Stuttgart. Das Gemeindevorsteheramt hielt seine letzte Plenarsitzung vor den Sommerferien am 2. August ab. In Stellvertretung für den abwesenden Vorsitzenden, Karl Levi, eröffnete Oberrechnungsrat Meyer die Verhandlungen. Hirsch erstattete den Bericht der Finanzabteilung. Da die Kosten für den Umbau des neuen Betsaals der Religionsgesellschaft sich höher gestellt haben, als ursprünglich vorgesehen war, wird der dieser hierfür zu gewährende Zuschuß auf RM 190(1.— erhöht; weitergehende Ansprüche der Religionsgesellschaft werden abgelehnt, zumal auchvon Seiten des Oberrats ein Zu- ^huli von RM 500.— bewilligt worden ist. f in SoQderbedarf des Lehrhauses in Höhe \';n RM 210.— wird nach längerer Debatte v nehmigt. Hierzu bemerkt Dr. G um bei. da£ sieb selbstverständlich auf der einen State die Vereine bemühen müssenT^parsam spitalstraße 36 ist beendet; es sind dort die gesamte Gemeindebibliotbek und das Gemeindelesezimmer untergebracht, während weitere Räume an den Central-Verein und den Sportklub Hakoah vermietet sind. Der für die Renovierung vorgesehene Betrag von RM 1400.— ist nicht verbraucht worden; die Arbeiten haben insgesamt nur RM 920.— erlordert; Lesetisch und Sitzgelegenheiten sind in großzügiger Weise gespendet worden. Das Lesezimmer erfreut sich bereits jetzt eines regen Besuches, der allerdings noch gestei- Rauft bei unseren Inserentenl Ich suche für sehr rasch entschlossenen Käufer gagan Barzahlung ein massive« Dreifamilienhaus oder Rentehaus womöglich mit Garten. Wohnungen 3 bis 5 Zimmer pro Stock und Bad. in festem Auftrag Sil kauf«n und bitte um Angebote E.Guggenheim, Stuttgart N Salzmannwcg Nr. 16 Telefon Nr. 213 97 Auch Stuttgarter Gemelndemitglieder kaufen ihren Bedarf an Wäsche, Strümpfe, Trikotagen usw. bei mir ein, weif es sich berumitiproeben hat, daß gute Bedienung, erstklassige Qualitäten, billige Preise, fachgemäße, liebenswürdige Beratung In meinem Geschart an erster Stelle stehen. Ueberzeugen auch Sie sich davon! Hugo J. Sänger, Heilbronn a. N. 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