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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1938-07-15 · 8 (15.7.1938) · p. Seite 73

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
15 (1938)
Issue
8 (15.7.1938)
Date
1938-07-15
Page
Seite 73 (sequence 7)
Language
German
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XV. Nr. 8 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 15. 7. 38 73 Predigtdienst Rabblnatskandidat Dr. Hart, der dieses Amt auch im vorigen Jahr wahrgenommen bat, In Aussicht genommen. — Hirsch referierte dann noch kurz über die Schwarzwaidhelm- und die Steinhaldenfeldabtelluug; in dem neuen Friedhof sind die Grabsteinfundamente nunmehr gelegt, der Boden ist für weitere Arbeiten vorgerichtet, die Trassen für die projektierten Wege sind gezogen, so daB die Arbeit mit tunlicher Beschleunigung gefördert werden kann. — Nach den notwendig gewordenen Veränderungen im Kollegium wurden die Synagogenplätze der Vorsteher neu verteilt sowie die erforderlichen Ergänzungen der Abteilungen vorgenommen. Anschließend berichtete Levi über Laufendes. Man hat sich entschlossen, zunächst von einer Besetzung der zweiten Rabbinerstelle abzusehen. Einige Jahrtagstiftungen wurden angenommen. Die Verlesung von Dankschreiben beschloß die öffentliche Sitzung, an die sich eine nichtöffentliche anschloß. Stuttgart. In der Sitzung des Ortsausschusses des Hilisvereins vom 23. Juni hat Stadtrabbiner i. R. Dr. R i e g e r zu allseitigem Bedauern erklärt, daß er sich aus gesundheitlichen Rücksichten genötigt sehe, sein An.: als Vorsitzender des Ortsausschusses niederzulegen. Dr. Rieger wurde sowohl von der Leitung des Hilfsvereins in Berlin wie vom hiesigen Ortsausschuß herzlicher Dank für seine langjährige, vorbildliche Tätigkeit ausgesprochen. Dieser Dank fand seinen besonderen Ausdruck darin, daß ihn der Ortsausschuß zum Ehrenvorsitzenden ernannte. — Zum Vorsitzenden des Ortsausschusses wurde auf Grund einstimmig angenommenen Vorschlags Rechtsanwalt Dr. Gunzenhaus e r gewählt. Gleichzeitig wurde im Einverständnis mit der Berliner Leitung des Hilfsvereins ein erweitertes Landeskomitee gebildet, dem Rechtsanwalt Ernst Moos III (Ulm), Ernst Gutmann (Göppingen), Oberlehrer Krämer (Heilbronn), Albert Adler#(Bad Mergentheim) und Hermann Moos (Buchau) angehören. Der Stuttgarter Ortsausschuß wird künftig außer seinen periodischen Sitzungen von Zeit zu Zeit gemeinschaftliche Sitzungen mit den Mitgliedern des Landesausschusses abhalten. Die Mitglieder des letzteren werden sich für die Verbreitung und Vertiefung des Hilfsvereinsgedankens nach Kräften einsetzen. Stuttgart Man schreibt uns: Der „Verband polnischer Staatsbürger in Württemberg und . Hohenzollern", Sitz Stuttgart, hielt am 30. Juni seine Generalversammlung ab. Nach Erledigung verschiedener Punkte der Tagesordnung erfolgte die Neuwahl des Gesamtvorstandes. Der bisherige Vorsitzende, David Horowitz, sowie der bisherige 2. Schriftführer und Kassier Hermann Jorysch wurden wiedergewählt. Als 1. Schriftführer wurde M. Lipski neugewählt. Außerdem wurden 3 Ersatzleute (Salomon Friedrich, J. Nentschner, Moritz KatzJ ernannt i-—-<| Jlerztliches JCur- und familien/jeim für Jfervöse Aufnehme von 4 Gasten. Individuell« Behandlung. Ruhig« Lege bei groB«n Parkanlasen. Dau.rarranfl.m.nta. Nervenarzt Dr.med.Ludwig Mann Mannheim, Chariottenstr. 3a, Tal. 40560. * Stuttgart Unter dem Motto „Musik hören ist gut; selbst musizieren ist besser", versammelte die Stuttgarter Jüdische Kunstgemeinschaft am 27. Juni die Stuttgarter Musiklehrerinnen Grete Bohle, Hansi Einstein, Ruth Hamburg, Hilde Schiessinger, Else Staudacher-Stern, Clär Weglein, Helene Zippert und deren Schüler und Schülerinnen zu einer Musizierstunde. Direktor Karl Adler wies wieder auf den großen inneren Wei t des eigenen Musizierens hin, der jedem heranwachsenden Menschen erschlossen werden sollte. Die Schüler und Schülerinnen gaben an diesem Abend mit größter innerer Anteilnahme ihr Bestes und legten so Zeugnis ab von den Fortschritten, die sie im letzten Jahr gemacht hatten und die teilweise schon eine erstaunliche musikalische Reife zeigten. Es war zu hören, wieviel Anregung und innere Belebung die Kinder aus ihrem Musikunterricht schöpfen. Den Lehrerinnen selbst ist herzlich zu danken für die erfolgreiche Arbeit des vergangenen Jahres und den befriedigenden, wohlgelungenen Abend. Der gleiche Dank gilt der Kunstgemeinschaft. Stuttgart Am 28. Juni starb Fräulein Helene Reis im 74. Lebensjahr. In ihr ver'or unsere Gemeinde eine edle, feingebildete Frau, die ihr Leben in ungewöhnlichem Maße der Füisorge für andere widmete. Selbst wenn man alle die Organisationen, denen sie angehörte, die sie begründete"und leitete, aufzählen wollte, so erführe man noch nichts über den großen geistigen und menschlichen Einfluß, den sie bis in ihre letzten Jahre auf junge und alte Menschen hatte. In wie vieien jungen Mädchen hat sie den Sinn für soziale Arbeit geweckt, wievielen den Weg zu sozialer Betätigung gewiesen! Aber auch vielen Erwachsenen hat sie geholfen durch ihr ruhiges Zuhörenkönnen und ihren klugen Rat Ihr Name ist verknüpft mit der Entwicklung der gesamten Frauenbewegung in Württemberg: lange Jahre war sie Schriftführerin des Verbands Württ. Frauenvereine. Ihre I OFFENE, STELLE Nl | In halber Höhenlage schöne. gro8e 5 Zimmer-Wohnung mit Bad. Aussichtsterrasse. Zentralheizung, Oartenantell und Zubehör, auf 1. 9. 38 zu vermieten. Angebote unter E 546 an das Oemelndeblatt. c. V. Büro Friedrichstr. 54 vom 25.7. bis 14.8. geschlossen. Sprechstunde von n.30 12.30 Uhr Dr. Wolf, Eberhardstr. 1 Achtung! Kein« Originalzeugnisse den Bewerbungen beifügen 1 Zeugnisabschriften Lichtbilder uaw stets mit Namen u. Anschrift Ihres Besitzers versehen 1 BroQes. gutmObl.ZiniiTier mit Zentralheilung, Telefon, Bad und Terrasse, Lenzhsldegegend. zu vermlet. Fernsprecher 657 SO. 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