Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Volume
- 15 (1938)
- Issue
- 7 (1.7.1938)
- Date
- 1938-07-01
- Page
- Seite 63 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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XV. Nr. 7 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 1. 7. 38 63 anläßlich seiner Goldenen Hochzeit ebenso wie dem zwischenzeitlich airsgewanderten Dr. Gustav L ö w e n s t e i n — beide verdiente Mitglieder des Ausschusses — die „Ludwig-Stern-Ehrendenkmünze" verliehen wurde. Generalkonsul Max Straus, der bewährte frühere 2. Vorstand des Vereins, wurde anläßlich seiner Goldenen Hochzeit zum Ehrenmitglied ernannt Der neue Kassier des Vereins ist Bankier Siegfried Gutmann, dem der Vorstand für die Uebernahme dieses Amts besonders dankte. Aus dem Kassenbericht für 1937, den Dr. Schweizer ebenfalls erstattete, gins hervor, daß an die RM 8 000.— aus, dem Grundstock entnommen werden mußten, um die entstandenen Mehrausgaben zu decken. Arthur Saenger, Arthur Rothschild und Julius Paul Eppstein haben die Kassenführung geprüft und in Ordnung befunden. Auf Antrag des Vorsitzenden wurde der Bilanz und der Dek- Kein« Origlnalzeugnlaae den Bewerbungen betrogen! 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Elisabeth Müller Dr. pbll. Hnnerosc Heltler Anstaltsdirektor Rothschild mit Fräulein Herzfeld, die 6 Jahre als Erzieherin im Waisenhaus und daran anschließend eine Ausbildung als Krankenschwester genossen hat, erhielt das Waisenhaus wieder eine treffliche Hausmutter. Der Vorsitzende entbot den Eheleuten Rothschild die herzlichsten Wünsche der Hauptversammlung. Fräulein Höchstetier, die über ein Jahr die wirtschaftliche Leitung des Waisenhauses innehatte, hat Anfang des Jahres dasselbe verlassen. Sie diente dem Waisenhaus lange Jahre in Treue und Umsicht, wofür ihr der Vorstand herzlich dankte. Die gesundheitlichen Verhältnisse waren im Berichtsjahr günstig. Auch das innere Leben im Hause bewegte, sich in den gewohnten Bahnen: Ruhe, Frieden und Stetigkeit, die unerläßlichen Notwendigkeiten, um das Kind an Arbeit Ordnung und Disziplin zu gewöhnen, übten in Verbindung mit der geregelten Hausordnung, und einem gleichmäßigen, sicheren erzieherischen Willen ihre segensreiche Wirkung aus. Es wurden zwei schöne neue Räume geschaffen, die, in ehrender Erinnerung an zwei um das Waisenhaus hochverdiente Persönlichkeiten. „Ludwig-Stern- Zimmer" und „Luise-Gutmann-Zimmer" genannt wurden. Die Gruppenarbeit der Kinder wird durch die Schaffung dieser Räume wesentlich erleichtert Zu der Schularbeit, die letztlich auf ein Wachsen und Reifen der Kinder an den hohen Werten des Judentums abzielt gesellt sich die Arbeit in Werkstatt Haus, Hof und Garten. Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit der Auswanderung ist diese Seite det Erziehungsmaßnahmen sehr wichtig. Zu all diesem kommen noch die den Alltag verschönernden Lese- und Spielabende, die Geburtstage, die religiösen Feiern, die Spaziergänge usw. — Der Vorstand teilte des weiteren mit, daß Dr. RobertHirsch