Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Volume
- 15 (1938)
- Issue
- 6 (16.6.1938)
- Date
- 1938-06-16
- Page
- Seite 52 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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52 Jüdisches Qemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 16. 6. 38 XV. Nr. 6 Hilfsverein in planvoller Zusammenarbeit mit der Reichsvertretung und anderen jüdischen Organisationen erfüllt. Wenn wir zum Schlüsse Max M. Warburg, Dr. Max Hermann Maier und Frl. Thekla Kauffmann für ihre Ausführungen an dieser Stelle nochmals wärmsten Dank sagen, dann wissen wir, daß wir ihn im Namen unserer Gemeinschaft erstatten, die ihre großen Leistungen dankbar würdigt. Eine Synagoge wird eingeweiht Das neue Gotteshaus der Israel ReÖgionsgesellschaft in Stuttgart Unter großer Beteiligung wurde am 2. Juni der neue Betsaal der Israel. Religionsgesellschaft im Hause Gartenstraße 30 eingeweiht. Dank der Fürsorge des Israel. Vorsteheramts Groß-Stuttgart ist hier eine würdige Gebetsstätte entstanden, die in ihrer schlichten Ausstattung auf jeden Besucher tiefen Eindruck macht. Nach dem von Lehrer Roberg geleiteten ,.Mah tauwu" der Knaben wurden die Thorarollen nach feierlichem Umzug in die Heilige Lade eingehoben. Dann wurde das Minchagebet gesagt. Anschließend ergriff der Vorstand der Israel.Religionsgesellschaf t, A d o 1 f K u 1 b , das Wort. Fr erinnerte daran, daß die Religionsgesellscliaft zum dritten Mal in schwerer Zeit ein neues Heim dem Dienste Gottes weiht und gab der gläubigen Gewißheit Ausdruck, daß es niemals an Männern fehlen wird, die Gott dienen wollen, die sich über die Alltagssorgen hinweg an der neuen heiligen Stätte einfinden werden. Er dankte dann dem Vorsteheramtr und dem zweiten Vorstand der Religionsgesellschaft. M a x MAX ADLER (Stammfirma J. 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Er erbat für das Haus, die Gemeinde und ganz Israel den Segen Gottes und wies darauf hin, daß auch an dieser Stelle der allverehrte Rabbiner der Religionsgesellschaft, Rabbiner Dr. Bamberger, seine Gemeinde in der Lehre unterrichten wird, die unser Leben bedeutet. Rabb. Dr. Bamberger entzündete dann das ewige Licht und dankte Gott, daß er uns diese Zeit hat erleben lassen. Er dankte auch allen, die das Werk vollenden halfen, durch das bewiesen werden soll, daß bei uns noch immer Vertrauen zu dem Schöpfer, Lebenswille und Daseinsbejahung lebendig sind. Wer seine Kraft in Gott sucht, so führte Dr. Bamberger aus. der ist in ewigem Fortschritt begriffen. Wenn wir, wie der Psalrrrist sagt, auch das Tal der Tränen durchwandern müssen, so machen wir die Träne zu einem Quell der Kraft und der Gotteshebe. Leiden, so aut- Kefaßt, können zu einem Segen für uns alle werden. Das „Ner tomid" dieses Hauses erinnert uns an die Ewigkeit des Gesetzes, an das Band, das Gott, die Thora und Israel verbindet. Es soll uns für immer an unser Judesein mahnen, aus dem wir neue Kraft schöpfen. Dann wird Gott auch seine Heiligkeit auf der Gemeinschaft ruhen lassen. Der Präsident des Israel. Oberrats, Dr. Siegfried Gumbel, entbot in eindrucksvoller poetischer Form die Wünsche seiner Organisation, und Oberrechnungsrat Max .Meyer schloß sich diesen für die Gemeinde Stuttgart mit sinnigen Worten an. Zum Schluß - Morgengebet Bevor du mich geschaffen, Hast du mich schon gekannt; — Ohnmächtig bin ich, kraftlos, Verstößt mich deine Hand. Kann ich noch aufrecht wandeln. Kehrst du dich ab von mir? Ich denke, und du lenkest. Nur du bist Stütze mir! Zur Gnadenstunde fleh' ich, O Gott, zu dir empor; Erhör* mich! Deine Liebe Ist mir ein festes Tor. Frmunt're mich, zu wallen Früh morgens in dein Haus; Und deinen Namen sprech' ich Dort segnend, Ewiger, aus! Jrhuda Haltvt (DtutMdl von H. SuUbath). beglückwünschte David Horowitz namens des Vereins „Linath Hazedek" die Religionsgesellschaft zu ihrem neuen Gotteshaus mit einem herzlichen „Masel tow". Nach dem Abendgebet, das der verdiente Vorbeter der Religionsgesellschaft, Moses Z a n g e r , wie auch die übrigen Gebete, mit klangvoller Stimme vortrug, erschallten nochmals die Weisen der Jugend, und dann vereinten sich alle Anwesenden in der schönen Preisung des „Jigdal". So wurde die neue Synagoge in überaus würdiger Weise ihrer Bestimmung übergeben. Möge es der Religionsgesellscliaft vergönnt sein, in ihr mit Gottes Hilfe jüdischen Geist zum Wohle unserer Gemeinschaft in der alten Weise zu pflegen! Englisch oder Französisch bequem und schnell mit i Sc hall platten nach d. weltberühmt. Methode Prof. Langenacheidt. kompl. mit Lehrbuch br. RM. 29.60 Radio-Musik-Haus Jacob Inhaber: Hugo Schack STUTTGART, Hauptetatteratr.32a. 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