Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Journal
- Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
- Volume
- 15 (1938)
- Issue
- 3 (2.5.1938)
- Date
- 1938-05-02
- Page
- Seite 28 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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28 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 2. 5. 38 nem Sinn und seinem Geiste weiterzuarbeiten. Heilbronn. Die Scelenzalil der Gemeinde beträgt gegenwärtig noch ca. 510, was einen \ erlust von ca. 30''} seit dem Jahre 1933 bedeutet; der Zusammenhalt und die Opferwilligkeit, auch in kultureller Hinsicht, sind sehr stark. Von der Jüdischen Winterhilfe wurden ca. 1_"! der Gemeindemitglieder unterstützt, ein im Vergleich zu anderen Gemeinden noch verhältnismäßig niedriger Satz. Die Steuersätze betragen 6.9ro der Einkommensteuer, ebensoviel Landesumlage, sowie 20.7% der Vermögenssteuer. Heilbronn. Nach der Aufführung der „Delila" im Kulturbund wurde von dessem neuen Vorstand. Hermann Kern, der seitherige Leiter, Willy R o s e,n t h a 1 II. verabschiedet. In beredten Worten wurden die großen Verdienste Rosenthals, der die Jüdische Kulturgemeinscliaft Heilbronn seit ihrer Gründung vorbildlich führte, vom Redner geschildert. Unter dem Beifall der Mitglieder wurde dem Scheidenden ein Angebinde und eine I »ankesurkunde überreicht, für die der Gefeierte, dessen Auswanderung einen schweren Vefitist für das jüdische kulturelle Leben in Heilbronn bedeutet, mit warmen Worten dankte. — Die Zionistische Vereinigung hatte die Gemeinde zur Vorführung des Films ..Weg ia die Wirklichkeit" und ..Brith Haimar" eingeladen, bei der Lehrer Felix David (Stuttgart) über die Ziele des Misrachi sprach. Der Film, der im Gemeindeblatt schon ausführlich gewürdigt wurde, fand'starken Beifall. Die Schulkinder sangen einige Lieder. Rabbiner Dr. H e i m a n n dankte dem Redner. Laupheim. Am 2. Pessachtage feierte die Chewra kadrscha ihr 190jähriges Bestehen, der Frauenverein sein 100. Stiftungsfest. Im Jahre 1748. 24 Jahre nach Gründung der Jüd. Gemeinde Laupheim, wurde die Chewra kadischa ins Leben gerufen. In reger Wirksamkeit war sie ununterbrochen im Liebesdienst an Lebenden und Verstorbenen bis heute tätig. Der Frauenverein. 1838 von Rabb. Kaufmann gegründet, und damit vielleicht der älteste seiner Art in Württemberg, darf ebenfalls auf ein segensreiches Wirken weit über den Kreis der Gemeinde hinaus zurückblicken. Im Rahmen des Festgottesdienstes gab Lehrer Säbel einen kurzen Rückblick und zeigte an Hand der Vereinsgeschichte den Willen jüdischer Menschen, zu gemeinsamem Lernen, zu gemeinsamer Freude, zu gegenseitiger Hilfe und Treue sich zusammenzuschließen. Am Bild der verewigten Vorsitzenden der beiden Vereine, Rabb. Dr. Leop. Treit e I und Frau Fanny S. Steiner, wurden deren Wesen und Ziel nochmals klar vor Augen gestellt. In Anknüpfung an das Wort des Psalmisten wurde dazu aufgerufen, diese Oeschwisterliebe und Vereinstreue, die zwischen Mitgliedern und Vereinen herrscht, mit aller Macht auch auf Gemeinde und Judentum als dem Verein unseres Lebens zu übertragen. — Um ihrer Verbundenheit mit dem Aufbauwerk in Palästina Ausdruck zu geben, hal>en die Vereine gemeinsam eine Baumspende gezeichnet. Möchten diese Bäume Symbol all der Wünsche sein, die wir den Vereinen entgegenbringen. — Für 40jährige treue Vereinstätigkeit wurde Heinrich Nathan zum Fhrenmitglied der Chewra kadisJia ernannt. Der gesamte Ausschuß besuchte den rüstigen Jubilar. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden Jonas Weil überreichte dieser die Ehrenurkunde. Die ganze Gemeinde beglückwünscht den Geehrten aufs herzlichste. Ulm. Am 6. März sprach im Rahmen eines (iemeindeabends Re-htsanwalt Dr. Tentler (Hamburg), der von portugiesischen Juden abstammt, in fesselnder Weise über die Geschicke der spanischen und portugiesischen ludenheit im Jahre 1521. l'nsere Gemeinde ehrte ihre Gefallenen am 12 März durch einen Gedächtnisgottesdienst Erfreut Eure Lieben im Ausland schenkt Ihnen ein Abonnement auf das „GEMEINDEBLATT"! Wir senden dasselbe für RM. 1.2S im Vierteljahr in alle Lander der Welt! f Berufsausbildung In allen Zweigen der modernen KOSMETIK mit AbachluB-Diplom i Ko»m. Präparat* Fr. Irma Taliza, Harr bürg 20, Eppand. Landatr. 33 ^^^^^^^^^^^^^irjL^Cojjnetlkerin^^^^^^^^^^^^ ■IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIQ | LG.Wallersteiner J Damenmäntelfabrik j Ulm a.D. BlIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIMIIIIIIIIIIIINIIIIIIIIIIHIIIIIIIIMIIIIIIIINIIIIIIIIIIIIIIIIIIli! S. KRAUTKOPF | Strick warenfabrik STUTTGART XV. Nr. 3 mit einer zu Herzen gehenden Predigt von Rabbiner Dr. Cohn. Der Synagogenchor gab unter Leitung von Oberkantor Löwy der Feier besondere Weihe. Am darauffolgende?» Sonntag veranstaltete die Ortsgruppe des Reichsburrds jüdischer Frontsoldaten eine Gedenkfeier für die 22 Gefallenen unserer Gemeinde am Ehrenmal auf dem Israelitischen Friedhof. Rechtsanwalt Ernst Moos brachte in tiefempfundener Gedenkrede das Opfer unserer gefallenen Söhne in trefflichen Einklang zu den Forderungen, die die Gegenwart an uns alle stellt. Ulm. Am 15. April beging Hauptlehrer Rudolf Loewy das 25jäh'rige Berufsjubiläum als Lehrer und Kantor. Wir gratulieren herzlich! vollwertiger Ersatz für Bett, besonders für Auswanderer geeignet. H. Hirschfeld, Stuttgart Ludwig.traB« 38 B, Telefon 81266 fi < Jsrael. Jtinderheilstätte Jjad Kissingen €. V. Anmeldungen: an die Geschäftsstelle nach Jfürnberg, Jakobstraße /fr. 12 CARL BAUIN JUWELENFABRIK LINDENSTR. 6 PFORZHEIM Probieren Sie unser „Siesgin" das vorzügliche, selbsttätige Waschmittel, jedem Konkurreniprodnkt gleichwertig. 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