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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1938-03-16 · 24 (16.3.1938) · p. Seite 219

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
14 (1937-1938)
Issue
24 (16.3.1938)
Date
1938-03-16
Page
Seite 219 (sequence 3)
Language
German
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XIV. Nr. 24 \ Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 16. 3. 38 219 Komposition geradezu fanatisch bis in die letzte Feinheit nach, vermeidet aber jede Uebertreibung und stellt das Werk aus dem ungestümen, souveränen Formungswillen des echten Künstlers hin. So entstand in dieser Zwiesprache zwischen Klavier und Orchester alles, was wir an Chopin lieben, in leuchtender Frische: Grazie und dämonische Wucht, spielerische Eleganz und kraftvolle Ritterlichkeit . . . Ein Werk feinsten Geschmacks pnc echtesten Gefühls. Das begeisterte Publikum dankte den Gästen, die auch in den Kulturbünden von Göppingen, Ulm und Heilbronn mit großem Erfolg spielten, mit stürmischem Beifall. Hans Sternheim. Aus den Gemeinden Württembergs Stuttgart. Am 1. März fand eine Voll Sitzung des Israel. Vorsteheramtes statt. Zu nächst wurden die letzten Beschlüsse verlesen, aus denen hervorzuheben ist, daß Walter Haisch anstelle seines am 1. April aussehe! denden Vaters als Hausmeister angestellt worden ist. In Vertretung des abwesenden Dr. Tänzer erstattete Goldschmidt den Bericht des Ortsschulrats. Es war erwogen worden, ein 9. und 10. Schuljahr für Knaben und Mädchen einzurichten. Das 10. Schuljahr ist ab gelehnt worden, ebenso das 9. Schuljahr für Knaben, da man die Knaben nicht ein wei teres Jahr davor zurückhalten will, eine Lehr stelle anzunehmen. Das 9. Schuljahr für Mäd chen würde durchgeführt werden, falls die Anmeldungen diesen Entschluß rechtfertigen. Da bislang aber nur 5 Anmeldungen vorlagen, müßte man unter Umständen auch von der Weiterführung der 9. Klasse für Mädchen Abstand nehmen. Ueber die Gottesdienstabteilung berichtete Rabbiner Dr. Auerbach. Auf die Aufforderung, Mädchen zur Einsegnung anzumelden, haben sich 4 Mädchen gemeldet. Bei dieser geringen Anzahl beasbichtigen deren Eltern aber, von einer Einsegnung abzusehen. Der Jugend gottesdienst wird im Durchschnitt von 30-35 Kindern besucht und hat sich recht gut ein geführt. — Am 2. April soll eine Schulen! lassungsfeier veranstaltet werden, bei der den Kindern ein Buch übergeben werden soll In Aussicht genommen ist hierfür „Das Jahr der Juden" von Zobel. Um die Abhaltung des Werktaggottesdienstes sicherzustellen, wurde die Anstellung zweier weiteren Minjan- Leute beschlossen. Es wurde ferner bestimmt, den Brautpaaren nach der Trauung' sowie den Barmizwoh-Knaben die Bibel in der neuen Zunz'schen Uebersetzung auszuhändigen. — Der Beginn des Freitagabendgottesdienstes soll auch im Sommer nicht später als 18.30 Uhr beginnen. Ueber die Finanzabteilung referierte Hirsch- Zu der Frage der Benachrichtigung in Trauerfällen ist beabsichtigt, sämtliche Adressen der Gemeindemitglieder auf gummierten Zetteln abzugeben, aus denen sich die Leidtragenden die zu benachrichtigenden Personen heraussuchen können. Der vollständige Satz dieser Adressen, der nur geschlossen abgegeben werden kann, soll jeweils zum Preise von Rm. 8.— abgegeben werden. — Nachdem festgestellt worden ist, daß bei den Stuttg. jfld. Sportvereinen im großen und ganzen wirtschaftlich vorgegangen wird, wird beschlossen» ihnen eine monatliche Beihilfe von je Rm. 75.— zu gewähren. — Für den neuen Hausmeister wird im 3. Stock des Hauses Hospitalstraße 36 eine Wohnung hergerichtet. Diese Regelung wird angenommen, da hierdurch die Räume im 1. Stock des Hauses frei werden. Zwei hiervon sollen für die Bibliothek und ein Lesezimmer eingerichtet werden, 2 weitere Räume stehen dann noch für sonstige Zwecke frei. — Die noch im Besitz der Gemeinde befindlichen Gebetbücher sowie Slichoth-Bücher werden unter Einschaltung des einzigen in Württemberg zugelassenen jüdischen Buchvertriebs, Frau Grete Siegler (Heilbronn), dem Verkauf zugeführt werden. — Die mit der Haushaltungszählung verbundenen Arbeiten sind nahezu beendigt. Die sich hieraus ergebenden Personalkarten sind angelegt. Hierauf wurde in die Besprechung über die Arbeiten auf dem Steinhaldenfeld eingetreten, auf deren Wichtigkeit Levi mit Nachdruck hinwies. Den Bericht erstattete Hirsch. Nachdem sehr viele, zum Teil durchaus entgegengesetzte Meinungen geäußert wurden, kam man zu dem Ergebnis, die gesamte Gebäudeanlage zu erstellen und zwardie Leichenhalle und die Gärtnerwohnung fertig, die Nebenräume (Leichenwaschräume und Leichenzellen) dagegen im Rohbau, da hierfür einstweilen noch die alten Räumlichkeiten auf dem Pragfriedhof benutzt werden können. Auch die Friedhofsanlage soll in der vorgesehenen Größe (*/« des gesamten verfügbaren Geländes) ausgeführt werden. Es war beabsichtigt, bei der Gelegenheit gleich die Fundamentierungsarbeiten für später zu errichtende Grabsteine bei allen Gräbern durchzuführen; diese Frage wird jedoch noch geprüft. Bei allen vorzunehmenden Arbeiten soll auf größte Sparsamkeit geachtet werden. Es wurde auch darauf hingewiesen, daß die für die Friedhofsbauten benötigten Beträge keineswegs aus laufenden Steuergeldern genommen werden müssen, sondern daß hierfür schon seit Jahren ein Fonds angesammelt worden ist, der voraussichtlich ausreichen dürfte. Ueber Laufendes berichtete Levi. Eine nichtöffentliche Sitzung schloß sich an. Stuttgart. Zu unserer in letzter Nummer veröffentlichten Liste der jüdischen Gefallenen aus Württemberg schreibt uns Dr. Richard Ney: „Die Aufstellung der jüdischen Gefallenen enthält den Namen eines Stuttgarters nicht. Es ist H e i n r i c h K o h n, der als Oberleutnant und Kompanieführer im 12. Bayr. Res. Inf.-Regiment im September 1918 vor dem Feinde sein Leben ließ und der als einer der hoffnungsvollsten Söhne unserer Gemeinde bezeichnet werden konnte. Er ist auf dem Israel. Pragfriedhof beigesetzt und sein Name steht auch auf der Ehrentafel des Denkmals. Bei Kriegsausbruch studierte er in München die Rechtswissenschaften und wurde daher im Gefallenengedenkbuch unter den Gefallenen der Israel. Gemeinde München (Traueranzeigen stets in das Jüdische Gemeindeblatt Kasernenstraße 13, Telefon 23328 Mannheim. Rockenhaueen, Stuttgart Hamburg. Min 1838 Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Hinscheiden nnaerer lieben Schwester nnd Tinte Frauiem Therese Koester sagen wir unseren Innigsten Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Paul Koester Gerda Brill Oskar Friedlein Verlobte Berlin Stuttgart Mjr»11lnM.tr. 3 Märt 1938 Hermannstr. 16 Max Ludwig Heine Lotte Heine geb. Hirsch Vermählte New York 50 W 96. irrtet- 11. Februar 1938 r-\ Wir zeigen hocherfreut die glückliche Geburt unserer Tochter DORIS LUISE an. Franz und Trude Stern Stuttgart, rOaumstraO« 7t Start Karten Für die uns anläßlich unserer Verlobung zugegangenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir auf diesem Wege herzlich Margot Schwarzwälder Edgar Guggenhalmar Hallbronn Manchen. Man 1938 /•Velnen lieben Sportkameraden und Freunden ein herzliches Lebewohl I cJujer Rothschild STUTTGART, ttarz 1938 Allen unseren Freunden nnd Bekannten vor unserer Ausreise ein herzliches Lebewohl I Nathan, Erna, Lle»l Leopold Frau Mathilde Wall Hallbronn, Marz 1938 Informationsreisen nach Amerika / Palastina durch Berthold Gottlieb Stuttgart. Schlo0stre.De 54 - Telefon 656 54 /-!-\ Allen freundlichen Förderern un» seres Blattes sagen wir hiermit herzlichsten Dank. Jüd. Gemeindeblatt für die Und. Gemeinden in Württemberg

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