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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1937-12-01 · 17 (1.12.1937) · p. Seite 150

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
14 (1937-1938)
Issue
17 (1.12.1937)
Date
1937-12-01
Page
Seite 150 (sequence 4)
Language
German
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150 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden in Württemberg 1. 12. 37 XIV. Nr. 17 sonorem, in allen Lagen von tiefster Kinfühlunn beseeltem Bariton Heine-Lieder von Hugo Wolf. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Franz Schubert u. a., darunter als Krstautführung drei sehr schöne Kompositionen von Max Kowalski (..Der Tod. das ist die kühle Nacht*'. ..Hin schöner Stern geht auf" und ..Wie des .Mondes Abbild zittert"). Kurt H e i n e m a n ii (Köln) wirkte am Flügel als feinfühliger, umgestaltender Begleiter. Mit tiefer Krschütterimg nahm die Hörerschaft das Bekenntnis ucs Dichters auf. (Nebenbei: Lauter Bvifall als Ausdruck dieser Rfschntterung timtcn im geschlossenen Al>- kuif citio Programms kann aber auch - wie an diesem .Abend störend wirken!). Die Kiiiistgemeinschaft hatte dem Dichter Heinrich Heine*, dessen (ieburtstag sich am 13. De- /emlnir zum 140. Male jährt, eine würdig; Klirung bereitet. H. St. Aus den Gemeinden Württembergs Stuttgart. Am 23. November trat das Israel. Gemeindevorsteheramt zu einer Sitzung zu* sammen. Nach Verlesung des Protokolls der letzten Plenarsitzung durch Theodor C. Hirsch wurde, wiederum durch Hirsch, der Etat des Geschäftsjahres 1936/37 sowie der Haushaltsplan für 1937/38 durchgesprochen und erläutert. Das Haushaltsjahr 1936/37 schloß mit einem geringen Ueberschuß ab; das Jahr 1037/38 wird eine Erhöhung der Ausgaben bringen, da in dieser Periode einige größere notwendige Ausgaben gemacht werden mur»- ten, wie z. ß. für die IX. Haushaltklasse der Schule und anderes mehr. In der Abstimmung wurde sowohl der Etat für 1936/37 wie auch der Voranschlag für 1937/38 einstimmig namentlich beschlossen. — Der Vorsitzende dankte dem Referenten für die sorgfältige und mühevolle Arbeit, die er bei der Vorbereitung des Etats geleistet hatte; er brachte ferner den Dank der Versammlung gegenüber der Jüdischen Winterhilfe und deren Leitung, Direktor Gumbel, zum Ausdruck, die durch erhebliche Zuweisungen an die Jüdische Nothilfe eine tatkräftige Durchführung der dieser obliegenden Aufgaben ermöglicht hatte. — Im Zusammenhang mit den Etatsbesprechungen wurde mitgeteilt, daß die Auflassung des Friedhofgeländes im Steinhaldenfeld nunmehr erfolgt, so daß an die Erschließung des Geländes jetzt herangegangen werden kann. — Ein Steuerbeschluß für 1937/38 wurde noch nicht gefaßt; es wurde vorgesehen, hierüber nach Klärung der erforderlichen Voraussetzungen zu beschließen. — Den Bericht der Finanzabteilung erstattete wiederum Hirsch; die Vorschläge über orga- Am 25. November wurde nach kurzem, schwerem mit großer Tapferkeit ertragenem Leiden Dl Emil Sander Inhaber des Verwundrten-Abrekhens und des Ehrenkreazes für Frontkämpfer im beinahe vollendeten 60. Lebensjahre von uns genommen. Erna Sander gab. Li*b*rg Ulrich Sander Bettine Sander Stuttgart, K.iujrJ Pfe.ffertrr. <T ^, ,„,_ ... .--■--November 19)/ Akko (PÜMtinj) * Durch das Hinscheiden des Herrn Di Emil Sander erleidet das Lehrhaus einen schweren, nicht zu ersetzenden Verlust. Die Hingabe, der Ernst und die Gewissenhaftigkeit, mit denen er neben seiner Berufsarbeit die Geschäfte des Lehrhauses führte, sind ohne Beispiel. Er gehörte zu den wenigen, denen die Sorge um die Bewahrung der geistigen Grundlagen unserer Gemeinschaft am Herzen liegt, und die bereit sind, sich dafür einzusetzen. Das Lehrhaus wird in Dankbarkeit seiner gedenken. Jüdisches Lehrhaus Stuttgart i. A.. Dr. Rieger STUTTGARTER JÜDISCHE KUNSTGEMEINSCHAFT im Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland VORANZEIGE : 3. Abonnements-Veranstaltung Samstag, den 18. Dezember 1937, 20.00 Uhr, Gustav Siegle Haus „DIE TAGESZEITEN" für Soli, Chor und Orchester von G. Ph.Telemann Kjrttnvormerkuns: sofort. Kjrtenjbeabe ab 8. Deiember 1937, nur in der Geschäfts, stelle Gjrtenstral'e 30 I. Telefon 26413 Am 25. November 1937 ist unser hochverehrtes Mitglied Gemeindevorsteher Emil Sander verschieden. Der plötzliche Heimgang dieses vortrefflichen, edlen Mannes, hat uns tief betroffen. Wir haben einen der Besten aus unseren Reihen verloren. Selbstlos, vorbildlich, hat er seine Kraft zum Wohle unserer Gemeinde eingesetzt, an allen Arbeiten hervorragenden Anteil genommen und der Gemeinde wertvolle Dienste geleistet. In tiefer Trauer beklagen wir das Hinscheiden des ver« dienten Kollegen. Sein Andenken wird in unserer Mitte fortleben. Israelitisches Gemeindevorsteheramt Groß-Stuttgart liitte ausschneiden und aufheben* Jüd. Lehrhaus Stuttgart in Gemeinschaft mit der Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung, Frankfurt am Main. Samstag, den 11. Dezember 1937, 20 Uhr, im Turnsaal der Jüd. Schule Vortrag u. anseht. Aussprache unter Leitung von Dr. Eduard Strauss, Mitbegründer des Frankfurter Lehrhauses, Uber „Judentum - Gedanke und Wirklichkeit" Eintritt frei! Um pünktliches Erscheinen wird gebeten.

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