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Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg · 1937-11-16 · 16 (16.11.1937) · p. Seite 142

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für die israelitischen Gemeinden in Württemberg
Volume
14 (1937-1938)
Issue
16 (16.11.1937)
Date
1937-11-16
Page
Seite 142 (sequence 6)
Language
German
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142 Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitischen Gemeinden m Württemberg 16. 11. 37 XIV. Nr. 16 auch auf andere Werke als das ..Buch der Bücher", das ja - nicht mir historisch — das eiste jüdische Buch ist. anwenden) für jeden einzelnen und für die .luden insgesamt ist. ..Inter armas silent musae*' - der Einwand entbehrt da jeder Beweiskraft. Die Not des ftges ist zwar drückend und KrolJ. Dali wir ihr - sei es nun als kämpfende Pioniere in der Welt irgendwo oder als alternde und immer mehr .vereinsamende Ausharrende hier nicht erliegen, daß wir nicht zusammenbrechen oder resignieren, daB wir uns für den Tag und über ihn hinaus Spannkraft und Lebensmut*bewahren: dazu brauchen wir das jüdische Buch! Wir sind -irm geworden, aber manche Juden-<leneration vor uns war weit anner. Aeinier als Inden irgendwann in der Welt waren, trost- und .schutzlos, mehr als .ludeil auf Wanderschaft je vordem wären wir erst, wenn wir uns des jüdischen (ieistes begäben, wenn wir ohne das jüdische Buch zu bestehen versuchten; Zuweilen haben wir den Eindruck, dal! die jüdischen Menschen um uns zu verzweifeln und zu verdumpfen drohen, dal! eine ungeistige Resignation oder materialistische (ieistfremdheit Platz zu gewinnen vermögen. In dieser Stunde haben w ir mahnend die Stimme zu erheben, daß der Mensch nicht vom Brot allein lebt und daß unsere Zukunft nur zu sichern ist. wenn wir die Brücke zu den Juden in aller Welt krafti oll zu erhalten wissen. f Diese Brücke ist das jüdische Buch! l'nd darum und nicht etwa allein, weil wir einige Dutzend jüdischer Buchvertriebe nic!:t um ihre Existenz kommen lassen dürfen, haben wir die Pflicht, mit allem Nachdruck aufzurufen, daß das jüdische Buch in seiner geschichtlichen, jeden Einzelnen betreffenden Bedeutung nicht vergessen w ird. Aus den Gemeinden Württembergs Stuttgart. Sitzung des Vorsteheramts von &. November l§37. Der Vorsitzende, Carl I. ev i, gedachte zunächst des Seniors der Vorsteher. Arthur Essinger, und seiner Gemahlin, die am 6. November ihre (ioldenc Hochzeit gefeiert hatten: Arthur Essinger dankte ihr die erwiesene Aufmerksamkeit. Sodann machte Levi Mitteilung von der Erkrankung des Vorstehers Dr. Sander, dem er im Namen des Kollegiums baldigste Genesung wünschte. — Hiernach wurde in die Tagesordnung eingetreten, die wiederum das Bild emsiger und fruchtbringender Kleinarbeit trug. — Zunächst wurde das der Gemeinde gestiftete Gemälde ..Moses" von Hermann Fechenbach enthüllt. Leopold Marx brachte hierzu die von Dr. Sander verfaßte Weiherede zur Verlesung, die an anderer Stelle dieses Blattes abgedruckt ist Das Gemälde machte auf alle Anwesenden einen außerordentlichen Eindruck: es wurde erwogen, es aus dem Sitzungssaal, in dem es nicht recht zur Geltung kommt, zu entfernen und in dem Schulsaal der IX. Klasse aufzuhängen, in dem es der Jugend und bei gelegentlichen V eranstaltungen auch einer größeren Oeffentlichkeit zugänglich ist. Carl Levi sagte den Spendern und dem schaffenden Künstler den Dank der Gemeinde. — Nachdem Theodor C. Hirsch das Protokoll der letzten Sitzung verlesen hatte, erstattete Leopold Marx den Bericht der Kulturabtellung. Er berichtete über die Arbeit des Lehrhauses und den Besuch der von diesem abgehaltenen Kurse, von denen er besonders die von Rabbiner Dr. Schlesinger geleiteten Aussprache-Abende über jüdische Fragen und die Betrachtungen über Kunst unter Hermann Fechenbach hervorhob. Die Einrichtung der beabsichtigten „Gemeinde-Abende" wird vorbereitet. — Theodor C. Hirsch referierte über die Arbeiten der Finanz-Abteilung und konnte über eine Reihe wichtiger Fragen berichten. Hervorzuheben ist, daß auf dem Sportplatz Ankleideräume und Duschgelegenheit eingerichtet werden, die unter Verwendung einer auf 1 OFFEN E; STE LLEN 1 Tüchtige, in allen Hausarbeiten erfahr, jüd Frau, öOenn, gute Köchln, sucht Stellung in gutem Haute (eventl. frauenlosem Haushalt), wo Beihilfe vorhanden. Bescheidene AnsprOeh«. Angebote unter E. 1007 an das Oemeindeblatt. Achtung I Keine Orlginalz.ugniaas den Bewerbungen beifügen! Zeugn'sabschnften Lichtbilder usw stets mit Namen u. Anschrift ihres Besitzers versehen! Jung. jüd. Mädchen sucht per 1. Des. Stelle In kleinerem jüd. Haushalt. Angebote unter E 986 an das Gemelndeblatt. JUd. Herr oder Dame mtt Gymnasialbildung z. Keber wachung von Schulaufgaben in Stuttgart gesucht. Angeb. u. C 959 a. d. 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