Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XIV (1937)
- Issue
- 1 (1.4.1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Belongs to
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— 7 — Gottes di**ft3ttt eit |it 4i« 9f*«eltttf4M 6t«tU4t Stuttgart. &«iqrtfpii«gogf tzospttalstrast«. Synagoge Sack Cannstatt 1. April pessach (Halbfeiertag) 2. April 7. rag Pessach 3. April 8. Cag pessach 4. April TDerktagsgottesdienft 5. —8. April TDerktagsgottesdienft S. April IverktagsgoNesdlenst Freitagabend 10. April Sabbath (Neumondoerkündg) 11. April TDerktagsgottesdienft flcumond 1. 12. —15. April werktag-gotterdienst 7.00 Uhr morgs. 6.80 Uhr abends 9.00 Uhr morgs. 6.30 Uhr abends 9.00 Uhr morgs. 7.38 Uhr abends 8.00 Uhr morgs. 6.15 Uhr abends 7.00 Uhr morgs. 6.15 Uhr abends 7.00 Uhr morgs. 6.30 Uhr abends 8.30 Uhr morgs. 7.50 Uhr abends 8.00 Uhr morgs. 6.15 Uhr abends 7.00 Uhr morgs- 6.15 Uhr abends Oottesäienstzeiten OsreeL Aea^o»agest«ch«st. ftofpHelftr. S6 (vetsaal) 1. April 4. Cag Cßaul Ha-Maurd 6.30 Uhr morgs. 6.40 Uhr abends 2. April 7. Cag pessach 8.30 Uhr morgs. 6.40 Uhr abends 3. April 8. Cag pessach 8.30 Uhr morgs. 4.00 Uhr nachm. 7.40 Uhr abends 4. April 7.00 Uhr morgs. 7.10 Uhr nachm. 7.40 Uhr abends 5.-9. April 6.30 Uhr morgs. 7.10 Uhr nachm. 7.40 Uhr abends 9. April Freitagabend 6.50 Uhr abends 10. April Schabbos 8.00 Uhr morgs. 4.00 Uhr nachm. 7.50 Uhr abends 11. April 7.00 Uhr morgs. 7.20 Uhr nachm. 7.50 Uhr abends 12.—16. April 6.30 Uhr morgs. 7.20 Uhr nachm. 7.50 Uhr abends Beweis für den Willen einer Generation, die konsequent aus der Assimilation in den nationalen Eigenbezirk gegangen ist. Nun erfreute die Singgruppe wieder mit mehrstimmigen hebräischen Liedern und Kanons in verschiedenen Sprachen, Darbietungen von beachtenswerter musikalischer Kultur. Und dann kam das chorische Bilderspiel „Volk und Land”, von dem man sagen darf, daß es eine glänzende Leistung war. In den Bildern "Erntezeit”, „Unheil”, „Fluch ”, „Sehnsucht”, „Heimkehr” u. a., durch das einkühlende Spiel eines Kleinen Kammerorchesters unter der Leitung von Karl Haas verbunden, wurde der Weg des jüdischen Volkes, sein Leid, seine Freude, seine Sehnsucht, seine Hoffnung in plastischer Weise szenisch Geschildert. Die ganze Gruppe der „Werkleute” hatte sich mit Wort und Gesang in den Dienst dieses Werkes gestellt und es zu eindrucksvollster Darstellung gebracht. Als zum Schluß die jüdischen nationalen Hymnen erklangen, da war'jeder von der Forderung der Stunde zutiefst berührt. Die , „Werkleute' hatten ihr Ziel erreicht. — Aus den Gemeinden Württembergs. Stuttgart. Der Hilfsverein der Juden in Deutschland gibt folgendes bekannt: In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Personen, die angeben, kurz vor der Auswanderung zu stehen und vom Hilfsverein nicht ausreichend unterstützt zu werden, sich an Privatpersonen wendzn, um die angeblich zur Auswanderung fehlende Summe zu erbitten. Es ist festgestellt worden, daß diese Angaben häufig keineswegs den Tatsachen entsprechen und daß die betreffenden Personen oft gar nicht die Absicht haben, auszuwandem. Der Hilfsverein bittet daher alle diejenigen, an die mah mit derartigen Gesuchen unter Berufung auf den Hilfsverein herantritt, keinerlei Unterstützung zu gewähren, ohne sich vorher beim Hilfsvere i n von der Richtigkeit der Angaben vergewissert zu haben. Stuttgart. Der „Verein zur Förderung des Handwerks und des Gartenbaus unter den Israeliten in Württemberg” hielt seine 38. Mitgliederversammlung am 10. März ab. Rechtsanwalt Dr. Heinrich Wolf eröffnte die Versammlung und berichtete, daß eine teilweise Aenderung der Satzungen notwendig geworden sei. Diese Aenderung wurde von der Versammlung einstimmig gutgeheißen. Ludwig Eppstein als Kassenrevisor berichtete über die mustergültige Führung der Kassengeschäfte durch Sigm und Kallmann, dem für seine trefflichen Dienste warmer Dank ausgesprochen wurde. Alsdann berichtete der Kassier ausführlich über den Abschluß des Jahres 1936 und über die Leistungen des Vereins, der 16 Lehrlinge und 6 Umschichtler unterstützen konnte — eine Tat, die hohe Anerkennung verdient. Sodann gedachte Sigmund Kallmann der im vergangenen Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder, die die Versammlung durch Erheben von den Sitzen ehrte. Julius Kahn sprach anschließend über die Notlage des jüd. Handwerkerstands und setzte sich für dessen Förderung ein. Nachdem noch verschiedene Fragen der Werbetätigkeit u. a. besprochen worden waren, konnte der Vorsitzende die Versammlung schließen, die bewiesen hatte, daß der Verein sich nach Kräften bemüht, seine Aufgaben getreu zu erfüllen. Stuttgart. Die beiden ältesten Chewras unserer Gemeinde laden ihre Mitglieder und Freunde zu ihren in der ersten Aprilhälfte stattfindenden Generalversammlungen ein, auf die wir an dieser Stelle nochmals nachdrücklichst aufmerksam machen wollen. Am 4. April findet die 85. Generalversammlung des I s r. Krankenunterstützungsvereins e. V. statt, der, wie jedes Gemeindemitglied weiß, eine überaus segensreiche Tätigkeit entfaltet. Am 10. April findet dann die 62. Generalversammlung des Isr. Männervereins für Krankenpflege und Leichsnbestattung e. V. (Chewra Kadischa) statt, der ebenfalls in der Erfüllung heiliger jüdischer Grundpflichten seit Jahrzehnten unermüdlich arbeitet. Es ist eine Ehrensache für jedes Gemeindemitglied, an den Generalversammlungen teilzunehmen und so sein Interesse an den Arbeiten unserer Chewras zu bekunden. Wir verbinden mit dieser Mitteilung den Appell an alle unsere Leser, unsere Chewras nach Kränen zu fördern und dafür zu sorgen, daß sie ihre Aufgaben zum Segen unserer Gemeinschaft weiter erfüllen können. Stuttgart. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres hat das Landschulheim Florenz, Höhere Schule und Internat, den Umfang seiner Ausbildungsmöglichkeiten wesentlich erweitert. Die Schüler des Landschulheims können nicht nur das italienische Abitur machen, das durch Staatsverträge als Reifeprüfung auch für fast alle anderen Kulturstaaten gültig ist. Es besteht vielmehr auch die Möglichkeit für die Schüler, in Florenz die School Certificate Examination, also auch das englische Abitur, abzulegen. Auf Grund des in Florenz erworbenen Dfcibms, das die Kommission der Universität CaasMWe abnimmt, besteht dann die Berechtigung zum Studium in England. Der Unterricht wird von englischen, deutschen ■und italienischen Lehrkräften erteilt. Stuttgart. RuHi Hamburg hatte am 20. März zu einem Schifiervorspiel geladen. Die Vortragsfolge umfaßte die Komponisten Mozart (Vater und Sonn), Klengel, Corelli, Telemann, Haydn. Mit einer erstaunlichen Sicherheit, die Zeugnis gab von der intensiven Arbeit des letzten Jahres, musizierten die Geigenchöre. Das Zusammenspiel zeigte wieder die musikalische und menschliche Intensität, die Ruth Hamburgs Schüler schon früher auszeichneten. Den Höhepunkt des Abends bildete die „Schlittenfahrt", eine Kindersymphonie von Leopold Mozart, t m selten aufgeführtes Werkchen von unendlicher Grazi., das von allen Kindern mit Aufbietung ihres ganzen Könnens und mit vollster Hingabe wiedergegeben wurde. Immer wieder ist man bei diesen Aufführungen überrascht von der Klangreinheit des Spiels und der Schönheit des Strichs, der alle Schüler auszeichnet. Immer wieder auch ist man betroffen über ihre Musizierfreudigkeit. Es berührt stets wohltuend, daß keine Einzelleistungtn gezeigt werden, daß die Kinder alle füreinander spielen und so gleich Wertvolles im Musikalischen wie im Menschlichen leisten; daher sollen auch hier nicht einzelne Namen heraus- > gehoben werden. Einige kleine Künstler hatten mit wirklichem Können Illustrationen zur „Schlittenfahrt” gegeben, die die Wände der Turnhalle schmückten. Wieder gilt im besonderen Ruth Hamburg der Dank. Mit stiller Bescheidenheit hat sie ihre >char durch das vergangene Arbeitsjahr geführt. Die Leistung Übertraf alle Erwartungen! Gmünd. Am 6. März fand in der Synagoge eine Purimfeier statt, bei der nach einer Betrachtung über Mordechai Oberlehrer Dr. Wochenmark einen wertvollen Vortrag über Don Isak Abravanel hielt, dessen 500. Geburtstag sich in diesen Tagen jührt. Harmoniumspiel und Prolog leiteten zu einer Kinderaufführung über, die in freier Umarbeitung der Purimhandlung Sinn und Bedeutung des Festes in heiterernster Weise zum Ausdruck brachte. Die Feier machte auf die Gemeinde einen tiefen Eindruck. Gat Vorsitzende des Vorsteheramtes, Gustav Mayer, betonte, daß auch in einer zusammengeschmolzenen Gemeinde bei Einsatzbereitschaft aller jüdisches Gemeinschaftsleben gepflegt werden kann. Die Schülerinnen Sigrid Mendel und Liselotte Heß, ebenso die Schüler Ernst Hermann, Arnold Wochenmark, Heinz Lemberger und der Lehrling Alfred Rothschild gaben ihr Bestes in der Darstellung der einzelnen Charakterrollen. - Der Frauen verein, der infolge Wegzugs verschiedener Mitglieder, darunter die langjährige verdiente Kassiererin Frau Hermine Kahn, sehr klein geworden ist, suchte und fand seine Stütze an dem Jüdischen Frauenverein in Stuttgart, dessen Vorsitzende, Frau Emma Weil, gelegentlMi eines Privatbesuchs mit den Vereinsmitgliedem in der ihr eigenen gemütvollen Art Fühlung nahm. Hierbei würdigte sie 4uch die Verdienste der seitherigen Vorsitzenden, Frau R o s a .G u t m a n n, die demnächst nach Stuttgart übersiedelt. Die Nachfolgerin im Vorsitz, Frau Bella Wochenmark, dankte der hochverdienten Scheidenden für ihre treue und mühevolle Arbeit, die sie schon jahrzehntelang geleistet hat. und versicherte sie eines liebevollen Gedenkens. In ihren Abschiedsworten versprach Frau Gutman'n, auch von __ dem neuen Wohnsitz aus dem Verein ein, treue Stütze sein zu wollen. Haigerloch. Am 7. Februar sprach D Kurt Licht (Mannheim) über „Das Judentum in der Stunde der Prüfung”. Der Redner betonte vor allem die geistigen und seelischen Kräfte, die von Palästina aus den Juden der Galuth Zuströmen. I >r. Falk (H. :uburg) richtete an die Hörer einen Appell .zur Mithilfe am Palästinaaufbau. Auf t inladung de Frauciivcreins referierte Frl. Ilse Wolff <" :■»*- gart) am 7. März nach begrüßenden Wort,; n „Tuinder's Patontschuhe“ machen froh« Manschen! Wer „5tomafl<(6-4cA«A« Neue Formen trflgt, wirbt fOr siel Neue Farben / Neue Modelle fa'J’slX.V.! Schuhhaus WOLF Stuttgart, KönlgstraBe 25, Ecke Schuletr. Jüdische Hotels, Pensionen und Gaststätten in Baden, Württemberg, Hessen Baden-Baden CNtm-MM UtMct 1. ft. Ult. 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