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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1937-04-01 · 1 (1.4.1937) · p. Seite 6

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XIV (1937)
Issue
1 (1.4.1937)
Date
1937-04-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
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— 6 — Leben lebenswert. Das Schöpferische, das Göttliche wird durch die Kunst lebendig, wie ja Kunst im besten Sinne Offenbarung des Schöpferischen, des Göttlichen im Menschen ist. Der Redner bezog sich hierbei auf die Bibel, die das Göttlich-Schöpferische im Menschen preist und die für das Stiftszelt geschaffenen Werke der „Sinnwirker” Bezalel und Oholiab in hohen“ Worten rühmt. Die Gegenwart verlangt vom jüdischen Künstler starker als je die Behandlung ‘jüdischer Stoffe. Aber der jüdische Stoff muß aus jüdischem Geiste gehören sein, er darf sich nicht nur formal jüdisch gebärden. Der Redner kennzeichnete zum Schluß seiner Ausführungen die Ausstellung als Beweis der I ebenskraft und der Lebensoffenheit und übergab sie der (leffentlichkeit mit dem Wunsche, daß alle > iemeindegenossen sic besuchen und die bildende Kunst fördern mögen. Der Besucher empfangt schon heim Betreten der Ausstellungsräume den I jndruck einer planvoll geordneten Kunstausstellung. Die Werke beweisen alle künstlerische Reife und ernsten Schaffenswillen. Bei vielen der aus stellenden Künstler ist eine erfreuliche .Entwicklung festzustellen. Diese tritt in besonderem Maße bei Ignaz Kaufmann in Erscheinung. Sein Studienaufenthalt in Italien hat sein Kunstschaffen stark beeindruckt. Kaufmann, den von jeher die Gestaltung des Lebendigen und das Farbenproblem beschäftigt, hat unter dem italienischen Himmel die Tiefe und Reinheit der Farbe neu erlebt; seine Palette hat sich aufgehellt. Gewiß ist sein „Kinderspielplatz” (J9'28) eine starke Auseinandersetzung des Farbenspiels, der Perspektive und des bewegten Licht- Aber wie äufgelockert," wie von aller Schwere befreit, sind ihm gegenüber seine italienischen Bildet aus dem Jahre lülti. Wunderbar heben sich die roten Dächer und das lichte Gemäuer von dem azurblauen Himmel ab. Die unergründlich tiefe Bläue des .Mittelmeeres ist in seinem „Amalfi" ganz hervorragend wiedergegeben, ln seinen Porträtstudien ist der Künstler lebensstark und lebensnah und weiß das Typische in Farbe und Licht ein/ufangen- und festzuhalten. Auch D i n a (i y ni b a i i < t ist eine Portratistin von Format. Ihre Begabung, die Persönlichkeit charakteristisch und als i iau/es zu erfassen, tritt in ihrer Schwarzweißkunst vielleicht noch stärker als in ihren Oelbildnissen zu Tage. Das Bildnis der alten Frau zeugt von liebevoller Versenkung in die mütterliche Persönlichkeit. Das Bildnis der jungen Frau wirkt ihm gegenüber allzu glatt Lute unbedingt ausgezeichnete Leistung ist das „Stillchon". das in diskreten Farben ein feinsinnige- Ensemble bietet. Ihre Blumenbilder sind malerisch gesehen und beweisen eigene Kompositionskraft. Die Hlumeubilder ' in Klara Neuburger verraten gute Schule, wirken farbenkräftig und lebendig. Fs ist schade, daß du Künstlerin aus dem Schaffen der letzten Jahre nur mit einer, allerdings sehr sympathischen Bildnisstudie vertreten ist. Eine bisher in Stuttgart unbekannte Künstlerin stellt sich in Emilie Ott, Göppingen, vor. Ihr „Garten” ist reizvoll im Aufbau, farbig und duftig Ihre Temperalandschaften sind sorgfältig gezeichnet, in der Farbe ut abgestimmt, entbehren aber Lebendigkeit. Die andschaften von M c t a Freu sind eigenwertig in Farbe und Komposition. Am stärksten und selbständigsten tritt sie dem Beschauer in ihrem Bild „Nizza am Hafen” entgegen, das in Zeichnung und Farbenwahl überzeugend wirkt. Alice Haarburger zeigt fleißige Arbeiten, unter denen sich ,,Puppentraum”, „Spätsommer am Burgbolzhof" und „Bager am Stausee" als Erweise ihres künstlerischen ortschreftens erfreulich hervortun. Daß bei der diesjährigen Kunstschau wieder Hermann Fechenbach ausstellt, bedeutet eine Bereicherung. Tritt uns doch in ihm ein Künstler entgegen, der gestaltendes Talent, schöpferische Fälligkeit mit ernster Handwerkstüchtigkeit verbindet. Sejne Bilder uberzeugen durch unbedingte Wahrhaftigkeit. Der Künstler schafft aus innerem Drang und ringt nach Gestaltung. Dieses Ringen offenbart sich, in allen seinen Schöpfungen, in seinen Holzschnitten zur Bibel, in seinen Bildnissen, in seinen Landschaften und in besonderer Eindringlichkeit in seinem „Moses". Wer vor diesem Bild steht, spürt das starke Wullen des Künstlers. Zeichnerisches’ sowie malerisches Können und geistiger Impuls sind hier Einheit geworden. Es ist ein Bild der Bibel, nicht nur, weil es einen biblischen Stoff behandelt, sondern weil der biblische Stoff religiös erfaßt ist. Tiefe Gläubigkeit durchleuchtet die Züge des Aaron und des Ghur und findet ihre Steigerung im Gesiclitsausdruck und in den Händen des Mose. Der Prophet, körperlich ermattet, hält die Augen geschlossen, um sich betend mit ganzer Seele in Gott zu versenken. Ein überirdisches Leuchten strahlt über die Stirne. Fecbenbachs Bild „Am Abend" ist in Motiv und F-rbe - stimmungsvoll, doch frei von Sentimentalität. Die untergehende Sonne malt einen farbig leuchtenden Himmel und wirft Lichtstrahlen auf die heimkehrende Schafherde. GtoR und eindrucksvoll ist das „Tulpenbild” in Einteilung und Lichtwirkung. Die Linienführung und das Farbenspiel beweisen Reinheit, Wahrhaftigkeit und echten künstlerischen Formensinn. Hart und stark wirkt sein „Doppelbildnis”, das an den Vorbildern der deutschen Klassiker der beginnenden Neuzeit herangereift ist. Seine Porträtstudie gemahnt unwillkürlich an Feuerbachs „Iphigenie". Die Bildhauerin Margarethe Garthe stellt in ihrem „Eidolon — Totengeist" eine eigenwillige Schöpfung aus, die sicher pietätvollem Erinnern den Ursprung verdankt. Es war zu bedauern, daß das Bildwerk zu tief am Boden stand, sodaß die schwingende schwebende Bewegung des Knabenkörpers nicht »voll zur Geltung kam. Die feinsinnige Linienführung der vergeistigten Gestalt verdient Anerkennung. Die Künstlern wollte das Entschwinden eines Scheidenden in das Schattenreich festhalten. Es ist ihr das in hohem Maße gelungen. Reizvoll sind ihre weiblichen Torsi und das „Mädchen mit der Schale", Er schießt... Auch ein Interview Ich war dran schuld. Ich hatte nicht aufgepaßt. Ich kam die letzten Stufen der Treppe im Gemeindehaus herunter und schoß um die Ecke. E r wollte gerade herauf, und ein Verkehrsschutzmann stand nicht da. Glücklicherweise hatten wir keine Windschutzscheiben und Schutzbleche, die kaputt gehen konnten, und so hockten wir gleich nach dem Zusammenprall friedlich auf. den Hausflurfliesen und lasen die diversen Pakete und Papiere wieder zu ihrem diesbezüglichen Besitzer auf und zurück. Nach getaner Arbeit wollten wir mit höflicher Entschuldigung davon, und an dieser Stelle der Erzählung findet eine Erkennungsszene statt. „Sind Sie nicht....? Kennen Sie mich nicht mehr? Ich bin doch ....!” Ja, und das war er. aus einem kleinen Landstädtchen dahinten im Hessischen, wie alle jüdischen Kinder durch einen Scheffel Erbsen mit mir verwandt, von mir längst vergessen, ein frischer Junge von einigen zwanzig, tüchtig, fleißig, auf Arbeitsuche. „Was sind Sie denn?” „Ich? Schießer." (Nein! Es ist ein Trugschluß, wenn man nach meinem Gesicht dieses Augenblicks Rückschlüsse auf die Intelligenz zu ziehen unternimmt!) Schießer?! Assoziationen von Jagd. Förster, Preisschießen, Schießständen purzeln durcheinander, bevor ich bescheiden und dümmlich frage: „Wie denn? Wieso denn? Warum denn?" Er lacht. „Ich bin M a z z e n s c h i e ß e r. Und jetzt gerade werden die gesucht." Mein jüdisches Herz isi sofort beruhigt. Also Bäcker! Und im Spezial fall des jüdischen Jahres, in dem gleich nach Purim mit dem Mazzenbacken angefangen wird, ein Mazzenbäcker und auch da noch einmal eine besonders wichtige Abart; der Schießer, auf dessen Sachverständnis und Fixigkeit es bei dem eiligen Prozeß des Backens ankommt, damit die runden Scheiben des ungesäuerten Teiges hell und mit -zart gebräunten Rändern aus dem Backofen kommen, unzerbrochen und mit der richtigen Knusprigkeit. Ich erfahre jetzt Dinge, um die ich mich nie gekümmert habe. Die großen Gemeinden haben alle ihre eigenen Mazzenbäckercien, die zum Teil mit ganz modernem Maschinenbetrieb eingerichtet sind. Das weiß ich freilich. Aber für die kleinen Landgemeinden gibt es noch vielfach den uralten Handbetrieb, und gerade hier wird der tüchtige Mazzenbäcker, vor -allem der zuverlässige, flinke Schiesser gesucht. Ich höre, wie gerade hier unsere Gegend mit ihrer alten jüdischen Tradition, mit ihren Landgemeinden, die auf Hunderte von Jahren zurückblicken können, um diese Zeit anfängt, sich zur Mazzenbäckcrci zu rüsten, in den jüdischen Zeitungen nach geeigneten Handwerkern inseriert, zum I eil aber auch nur dreifach erprobten Männern, die solche Arbeit schon seit vielen Jahren für sie versehen, Nachricht zukommen läßt, die den Termin bekannt gibt, wenn man in dem oder jenem Städtchen, in der oder jener „Fabrik” mit der wichtigen, rituell bedeutsamen Arbeit beginnen will. Ein Mazzenschießer! Man denkt an blütenweißen Mchlstatih. ein quellklares Wasser, an die peinliche Sauberkeit, die unerhörte Fixigkeit des Mazzenbakkens, an kleine Säulen von weiß und bräunlichen Scheiben, die knisternd springen, wenn man unvorsichtig an sie stößt. Man denkt — jetzt schon — an die hellen Stunden, in denen wir um den Sedertisch sitzen werden. Und das alles, weil man vor einem jüdischen jungen Handwerker steht, der mit einem frohen Lachen feststellt; „Ich geh nach X Sehr ordentlich. Frei Kost und Logis..." Ein Tuchtiger hat Arbeit gefunden. Und jemand anders hat was dazu gelernt. Er schießt — Mazzen ein. —a. aus deren Meisterung ein beachtliches Sichversenken in die Schönheit des Körpers spricht. Paula Strauß hat geschmackvolle Goldschmiedearbeiten ausgestellt, die Formensinn und handwerkliches Können verraten. Hanna Zuntz zeigt kunstgewerbliche Kleinkeramik, die in ihrer anmutigen Gestaltung sicher viele Freunde finden wird. Den Künstlern und der Stuttgarter Jüdischen Kunstgemeinschaft soll an dieser Stelle für die Ausstellung herzlich gedankt werden. Möge sie dazu beitragen. ein kunstfreudiges, kunstbejahendes Publikum heranzubilden und mögen die Gemeindegenossen, die so aufgeschlossen und opferbereit dem Musikleben gegenüberstehen, auch der bildenden Kunst und ihren Künstlern mehr Verständnis und Unterstützung als bisher entgegen bringen. Milli Rieger. Das Jahresfest des Jüdischen Sportvereins „Schild", Stuttgart. Das Jahresfest des Jüdischen Sportvereins. „Schild” Stuttgart vom 13. März stand im Zeichen einer mit außerordentlichem Fleiß vorbereiteten Schau — der Sportschau „Einstund jetz t”, in deren Dienst sich alle Aktiven des Vereins und der Ausschuß gestellt hatten. Der Große Saal des Gustav Siegle- Hauses war bis auf das letzte Plätzchen gefüllt, und eine erwartungsfrohe Menge harrte gespannt auf das Programm, das in 10 Bildern einen ausgezeichneten Querschnitt durch die sportliche Arbeit des Vereins bot. Aber auch für den Gedanken der Kameradschaft und einsatzbereiten Verbundenheit, für die Idee einer an Leib und Seele gesunden jungen Generation wurde in überaus ansprechender Weise geworben. Die Darbietungen der Handhannonika-Schule Ziegler unter ihrem trefflichen Leiter Ignatz Ziegler gaben dem Abend einen stimmungsvollen Auftakt. Mit Recht wurde dem Jugendorchester, das einen Marsch und einen Schiländler wacker spielte, stürmischer Beifall gezollt. Der darauf folgende Prolog, von Vertretern der verschiedenen Altersklassen mit schönem Ausdruck abwechselnd gesprochen, leitete zu der Bildfolge über. In diesem Vorspruch wurde das hohe Lied des Sports, der mutigen Hoffnung und des tapferen Leben- und Strebenwillens mR aufrüttelnden Worten gesungen — die rechte Vorbereitung für den folgenden Hauptteil. Auch diesmal zeigte der Verein auf sportlichem Gebiete ausgesprochene Breitenarbeit, die durch die jüngsten beiderlei Geschlechts bis zu den Alten Herren dokumentiert wrurde. Es ist naturgemäß nicht möglich, auf alle die einzelnen gezeigten Eichungen einzügehen. Soviel abes darf gesagt werden, daß es sich durchweg um sehr gute Leistungen handelte. Besonders beim Turnen der Männer und der Alten Herren sah man Ausgezeichnetes. Auch die turnerischen Leistungen der Damen fanden großen Beifall. Aber auch die Allerkleinsten waren nicht müßig. Wenn sie sich auch nicht am Pferd und Barren versuchten, so entzückten sie doch die vielen hundert Zuschauer durch anmutigen Reigentanz und kühnen Steckenpferdchen-Ritt. Die Mädchen führten einen reizenden „Ländler” vor _ und so war das Publikum, das sehr beifallfreudig war immer aufs stärkste gefesselt. Aber man wurde auch mit „Interna” vertraut gemacht. Skihütte Mitteltal, Gaststätte Bloch, Ausschußsitzungen, Binokel-Spiel u.s.w., alles von geschickter Hand szenisch gestaltet, sprachen von der Bühne herab zum Publikum, und für die „Eingeweihten” insbesondere gab’s genug zum Lachen. Das Bild „Kabarett” war eine Klasse für sich. .,ne _ar)rnntigc Solotänzerin, die kleinen Handharmonika-Spieler und „Lotte und Ruth” — ein phänomenaler „Kraftakt” (man bedenke: zehnjährige zarte Mädchen reißen viele Zentner aus handfester Pappe!) sorgten mit dem eleganten Ansager für allerbeste Stimmung. Am Schlüsse vereinten sich alle Mitwirkenden, jung und alt, zu einer Pyramide, die einen tadellosen Eindruck machte. Der Vorstand des Reichsbundes jüd. Frontsoldaten, Ortsgruppe Stuttgart, Albert Mainzer, überreichte dem° Vorsitzenden des „Schild”, Julius Rothschild, mit warmen Worten der Anerkennung die Silberne Sportehrennadel, und die Aktiven brachten ein dreifaches Hipp- Hipp-Hurra auf ihren verdienten Freund und den verantwortlichen Arrangeur der Sportschau aus. Julius Rothschild dankte für die ihm erwiesene Ehrung, ebenso seinen Mitarbeitern, von denen er Arthur D e n i s o h n besonders hervorhob. So fand die Veranstaltung, die auch eine reich beschickte Tombola bot, ihren harmonischen Abschluß. Eine Kundgebung der „Werkleute", Bund Jüdischer Jugend. Die „Werkleute”, Bund Jüdischer Jugend, hatten bei ihrer Kundgebung vom 14. März ein volles Haus — und man freute sich über diesen Erfolg, denn was der Bund an diesem Nachmittag geboten hat, verdient allerhöchstes Lob. Mit zwei hebräischen Liedern eröffnete eine Singgruppe stimmungsvoll die Kundgebung, und der bewußt jüdische Charakter der Veranstaltung wurde durch diese Weisen von vornherein nachdrücklich dargetan. Dann sprach der Agudahleiter, Arno Fischmann. Er begrüßte die Anwesenden und entbot insbesondere den Vertretern der jüdischen Behörden und der Zionistischen Ortsgruppe sowie Kapellmeister Karl Haas ein herzliches Willkommen, wobei er gleichzeitig für die dem Bund bewiesene Förderung dankte. Ernst Bauer gab hierauf ein klares Bild über den Werdegang der „Werkleute”, über den Sinn und das Ziel ihrer , Arbeit. In sachlichen, von tiefem Emst erfüllten Ausführungen zeigte er die Entwicklung des Bundes seit der Wende unserer Verhältnisse auf; er schilderte die Rückkehr ins Judentum, betonte aber, daß es mit der Bejahung allein nicht getan sei. Entscheidend ist vielmehr die Verwirklichung: der Weg nach und die Arbeit für Erez Israel. In diesem Geiste webt und strebt der Bund. Ernst Bauer gab dann noch einen Ueberblick über die Arbeit der „Werkleute", die, immer aus eigener Kraft, in Gemeinschaft auf das Land der Väter ausgerichtet ist. Die Ansprache machte auf die Anwesenden einen sehr tiefen Eindruck, war sie doch ein hervorragender Beim Abschiednehmen. ßin schwerer Gang, ein Gang voll Gram und Qual Biß heul ein Stück von meinem Dasein ab: Ich stand, vielleicht zum letzten Mal, Gebeugt an meiner Eltern Grab. Oie Seele brennt.... Ein Trümmerfeld Liegt hinter meinem Leben dumpf und schwer.... Ich ziehe morgen in die weite Welt Und habe keine Heimat mehr. Wohin mich auch des Lebens Schicksal trägt — Wer kann es heute denn ermessen? — Den Hügel, der die Eltern friedlich deckt, Werd' ich in fernsten Wellen nicht vergessen! Iofef Freitag, Stuttgart.

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