Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XII (1935-1936)
- Issue
- 23 (1.3.1936)
- Date
- 1936-03-01
- Page
- Seite 185 (sequence 7)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/4904101-5442819-5443440--4528-4908282- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
185 - 1 Sotlesäienstzeilen fflr die 3fraelttifd>e Gemeinde Stuttgart, hauptfynagoge tzospttalftratze. 8.00 Uhr morgs. 5.30 Uhr abend» 7.15 Uhr morgs. 5.30 Uhr abends 4. Mdrz Werktagsgottesdienst 5. Mdrz Fasten Esther 1. Mdrz werktagsgottesdienst 2. -4. Mdrz Werktagsgottesdienst Fastenende ö. Mdrz werktagsgottesdienst Freitagabend 7. Mdrz Sabbath Purim 8. Mdrz Sonntag. Purim 9. —12. Mdrz werktagsgottesdienst 13. Mdrz werktagsgottesdienst Freitagabend 14. Mdrz Sabbath Jugendgottesdienst 15. Mdrz werktagsgottesdienst 18.—19. Mdrz werktagsgottesdienst 5.30 Uhr abends 7.15 Uhr morgs. 5.30 Uhr abends 6.53 Uhr abends 7.15 Uhr morgs. 6.00 Uhr abends 9.00 Uhr morgs. 6.56 Uhr abends 8.00 Uhr morgs. 5.45 Uhr abends 7.15 Uhr morgs. -5.45 Uhr abends 7.15 Uhr morgs. 6.00 Uhr abends 9.00 Uhr morgs. 3.30 Uhr nachm. 7.07 Uhr abends^ 8.00 Uhr morgs. 5.45 Uhr abends 7.15 Uhr morgs. 5.45 Uhr abends Sottesäienstzeiten Synagoge Israel. Ueligionsgesellschast.Schlosterstrab« 2 1. Mdrz. 2. -6. Mdrz. 5. Mdrz. Caanis Esther Fastenende 6. Mdrz. Freitagabend 7. Mdrz, Schabbos 8. Mdrz, Purim 9. -13. Mdrz. 13. Mdrz, Freitagabend 14. Mdrz, Schabbos 15. Mdrz. 16. -20. Mdrz. 7.15 Uhr morgs. 1.00 Uhr nachm. 8.00 Uhr abends 6.45 Uhr morgs. 1.00 Uhr nachm. 8.00 Uhr abends 6.45 Uhr morgs. 5.20 Uhr nachm. 6.51 Uhr abends 6.00 Uhr abends 8.30 Uhr morgs. 1.00 u. 4.00 Uhr nachm. 7.00 Uhr abends 7.00 Uhr morgs. 1.00 Uhr nachm. 8.00 Uhr abends 6.45 Uhr morgs. 1.00 Uhr nachm. 8.00 Uhr abends 6.10 Uhr abends 8.30 Uhr morgs. 1.00 u. 4.00 Uhr nachm. 7.10 Uhr abends 7.15 Uhr morgs. 1.00 Uhr nachm. 8.00 Uhr abends 6.45 Uhr morgs. 1.00 Uhr nachm. 8.00 Uhr abends Stuttgart. Wie uns die Reichsvertretung mitteilt, sollen geeignete Kräfte als Gemeindehelfermnen ausgebildet werden. Die Gemeindehelferin soll vornehmlich in kleinen Gemeinden eingesetzt werden und dort die Versorgung des Hauswesens und der Kinder übernehmen, daneben die Pflege erkrankter Personen nach Anordnung des Arztes. Zu dem 4monatlichen Kurs werden leistungsfähige Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahren zugelassen. Anwärterinnen dazu müssen sich in Bälde melden. Das Jüdische Kindergärtnerinnenseminar kann noch einige Schülerinnen für 'den am 20. April 1936 beginnenden Ausbildungslehrgang für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen aufnehmen. Vorausgesetzt wird vollendetes 17. Lebensjahr, mittlere Reife, hauswirtschaftliche Schulung und einige Kenntnisse des Hebräischen. Stuttgart. Um den Pokal der Gaststätte Bloch kämpften in den letzten Wochen die jüdischen Kegelklubs „Fall um!”, „Hohe Schule”, „M. M.” und „Matadoria”. Die Spiele wurden im Punktsystem ausgetragen. Dem Kegelklub „Matadoria” gelang es zum zweiten Mal, Pokalsieger zu werden. Göppingen. Am 9. Februar war reger Sportbetrieb im Handball. Die Stuttgarter Jugend, welche nur mit 10 Mann angetreten war, verlor gegen die körperlich kräftigeren Ulmer knapp mit 6:5 Toren. In dem folgenden Verbandsspiel der 1.' Mannschaften R. j. F. Stuttgart und Göppingen gewannen die Stuttgarter 6:2 (4:0). Zum Abschluß standen sich die Damen von Ulm und Heilbronn gegenüber; die Ulmer Damen gewannen verdient mit 3:1. Oehringen. Am 1. Februar durfte unsere Gemeinde eine ernste, schlichte Feier begehen, indem Bezirksrabbiner Dr. H e i m a n n unseren neuverpflichteten Lehrer, Hans Bodenhcimer, feierlich in sein Amt einsetzte. Es war für die Gemeinde, welche hiezu vollzählig versammelt war, ein geistiges Erlebnis, den von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten des Rabbiners lauschen zu dürfen, welche ihren Höhepunkt in der Abnahme des Gelöbnisses sowie in dem der Gemeinde erteilten Segen erreichten. Nach beendigtem Gottesdienst hielt Rabbiner Dr. Heimann eine private Sprechstunde ab, wo jedes Mitglied seinem Rabbiner die persönlichen Sorgen und Nöte anvertrauen konnte, während am Nachmittag für die Jugend bis zu 17 Jahren ein Oncg- Scnabbath stattfand, wo alles mit heller Begeisterung bei der Sache war. Für den Abend hatte Dr. Heimann die Erwachsenen in die Synagoge gebeten, wo bei ausgezeichnetem Besuch ein reger Meinungsaustausch über aktuelle jüdische Fragen stattfand und wobei auch Dr. Heimann sein reichhaltiges Arbeitsprogramm entwickelte. Als die Zeit zum Abschied nahte, war jedes Gemeindemitglied sichtlich befriedigt und durfte wertvolle geistige Anregungen mit nach Hause nehmen. Neue Bücher. „Gestern und Heute“ — unter diesem Sammelworl läüt die Brandus’sche Verlagsbuchhandlung in Berlin eine hervorragend ausgestattete, preiswerte Buchreihe erscheinen, die nicht nur äußerlich eine Zierde jeder Bücherei ist. Diese neue Sammlung hat die Aufgabe, in frischer, anregender Form auf allen Gebieten des Judentums Kenntnisse zu vermitteln — und daß sie diesen Zweck erfüllt, das darf man jetzt schon sagen. Im 1. Bändchen erzählt Manuel Schnitzer „Die schönsten Legenden aus dem Talmud". Die tiefe Weisheit und gemütvolle Poesie der talmudischen Erzählung kommen hier zu plastischem Ausdruck. — Ebenfalls von Manuel Schnitzer ist die Anekdotensammlung „Rabbi Lach , in der allerlei Ergötzliches von Mendele Steinpilz, einem Musikanten des Ostens, erzählt wird. Dieser „Rabbi Lach" spricht weise wie ein Prediger und gleichzeitig so närrisch wie ein Spaßmacher; mit einem Wort: ein jüdischer Till Eulenspiegel, dessen Schnurren und „guten Wörtchen" hier für die Nachwelt gesammelt sind. — Das 3. Bändchen bringt uns Theodor Herzl durch eine Auslese aus seinen Briefen nahe. Einer trettenden Würdigung des großen Das Ablösungstelegramm des K. K. L. Neben Aktionen und Büchsenspcndcn nimmt der Keren Kgiemeth Lejisrael jährlich auch größere Geldbeträge durch die sogenannten Ge legen heitsspenden ein. Hierzu gehören in erster Linie Eintragungen ins „Goldene Buch” und das „Sefer Hajeled”, Spenden bei allen freudigen und traurigen Anlässen und vor allem auch die Baumspende. In der Reihe dieser Gelegenheitsspenden nimmt aber auch das Ablösungstelegramm des K. K. t. einen großen Raum ein; wurde doch in der ganzen Welt inj ersten Vierteljahr 1936 durch diese Spendenart allein soviel eingenommen, daß vier Familien, also 20 bis 25 Seelen, angesiedelt werden konnten. Doch muß erreicht werden, daß das Telegramm noch viel mehr benützt wird, als es zurzeit der Fall ist. Jede jüdische Familie sollte in Zukunft ihre Glückwünsche möglichst durch K. K. L. - Telegramme entbieten und auf diese Weise mit dazu beitragen, daß dem Aufbauwerk in Erez-Israel ein weiterer Baustein hinzu; gefügt werden kann. Juden durch Manfred Georg folgt eine Reihe vor» Briefen aus Herzls Jugendzeit bis zu dem entscheidenden Augenblick, da er sich an Baron Moritz Hirsch wendet und dem großen Menschenfreund mitteilt, daß er sich mit ihm über die Judenfrage unterhalten möchte. —j. Ein ganz prachtvolles Büchlein ist dal vierte der Sammlung: eine geistvolle, „Der gedeckte Tisch" betitelte Studie von Micha Michalowitz — „Variationen über ein jüdisches Thema ohne Ende". Es enthüllt in blendender Diktion die tiefe, um nicht zu sagen mystische Beziehung des jüdischen Menschen zu Speise und Trank, zum gedeckten Tisch, dar über die Stätte der Nahrungsaufnahme zum kultischen Orth hinauswächst. Man lese nur das Kapitel „Sabbat", in dem die ganze Gottseligkeit des Mahles feinfühlig dar gestellt wird — und man weiß, daß hier ein Dichter und Kulturhistoriker zugleich einen tiefen Blick in jüdische Wesenheit getan hat. — Das 5. Bändchen — „Der Freitagabend" — deutet Gebet und Sinn des Ruhetags-Eingangs. Joachim Prinz widmet es „denen, die lernen wollen, Juden zu sein". Dem hebräischen Text (vom L' chu neranneno bis zum Benschenl hat Prinz Uebersetzung und Erläuterung beigegeben ' und so ein Büchlein geschütten, das dankbar begrüßt werden muß. — Den Verlag jedenfalls darf man zu dieser Buchreihe herzlichst beglückwünschen. Sie ist ein eindrucksvoller Beweis für die lebendige Kraft jüdischen Kultur willens. 1 Eine schöne „Megillat Esther” hat der Kunstverlag Dr. Herbert Loewen$tein, Berlin, vor kurzem zu dem erstaunlich niederen Preis von RM. —.65 herausgebracht. Die Megilla ist beinahe 2,5 Meter lang und 21 cm hoch; sie enthält den vollständigen punktierten Text in Sofer-Originalhandschrift und eine Reihe eindrucksvoller Bilder aus der Hand Otto Geismars. Altjüdische Tradition wird in dieser ncuch Megilla mit ihrer charaktervollen Sofer- Schrift und den zahlreichen, echte -Purim-Stimmung festhaltenden Bildern lebendig. Sie gehört in jedes jüdische Haus. Stefan Zweig: „Marie Antoinette”. Herbert Reichner-Verlag, Wien-Leipzig-Zürich. „Bildnis eines mittleren Charakters" nennt Stefan Zweig diese Lebensgeschichte Marie Antoinettes, Tochter Maria Theresias und Gattin Ludwig XVI., die als zweites königj liches Opfer der Französischen Revolution die GuiUoj tine besteigt. Aber dieser „mittlere Charakter”, def dem Dixhuiticme den strahlenden Glanz des Rokoko verlieh, wird in der großartigen, dramatisch bewegten Darstellung des Dichters zur tragischen Figur schlecht- <Keilhtoiin a.Jt. Kauft bei unseren Inserenten 1 R. Rosenfeld Turmotr. 2, Telefon 4614 Eier, ßetter, Uie Oel, Obst Lederfabrik leilbroon QIBR. VICTOR HEILBRONN a. N. JhreBezugsquellei Brüder Landauer abends 6.00 Uhr Reserviert. LSTERN Mech. Kleiderfabrik HORBaN. Spazlalttät: Hosen Soltesäienstzeilen fflr dte Synagoge in Heilbronn 1. Mär; Sonntag früh 7.45 Uhr Bn den Wochentagen: morgens 7.06 Uhr abends 6.00 Uhr 5. März Vonerstag (Canis Ester) 5.30 Uhr 6. März Freitagabend 6.00 Uhr 7. März Sabbathmorgen 9.00 Uhr Sabbathnachm. 3.00 Uhr Sabbathabend Purim, Megillavorlesung 6.50 Uhr 8. März Sonntag früh 7.45 Uhr Bn den Wochentagen: morgens 7.00 Uhr abends 6.00 Uhr 13. März Freitagabend 6.00 Uhr 14. März Sabbachmorgen 9.00 Uhr Sabbathnachm. 3.00 Uhr Sabbathausgang 7.00 Uhr 15. März Sonntag früh 7.45 Uhr Bn den Wochentagen: 7.00 Uhr *Ulm a. 2. Steiner Sk Friedmann Kommandltgaaailachaft (Ilm a. d. Donau Gegründet 1858 Futterstoffe — Bleichwaren eigener Ausrüstung Alexander Murr Kleiderstoffe Aussteuern QUodefjaus 3. Qifein Das Haus für Qualitätswaren V. J Schofcoladaahaus Czisch Hafen bad 7 Telefon 7532 Das richtig* Haus für Sh! Gustav Ffolfcnlcr am Judenhol Salfan-Fsibrik Ulm •. D. Elektro- und Radiohaus HANS MAIER Kornhausplatz Nr. ß / Fernspredier Nr. 3646 Ausführung s&mil. elektrischer Instal] alionsarDeiien d. Reparaturen AMeinveiliauf S.Heumann Scfesbwarca j ' Sirniss HOneniKm o.1 i ULM a. D. : j Fleen und Metalle j | Beiüdq dw jüdiechs« Vsfsmsl ] o/fid U99 ulrAj/yffir^M v/4 wdwi LwWfltfy unsere Insere/Ren! 77