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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1936-01-01 · 19 (1.1.1936) · p. Seite 150

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
19 (1.1.1936)
Date
1936-01-01
Page
Seite 150 (sequence 2)
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150 — l)H‘ nru eintrch'mh'n Milglie«h*r «f« > C«»lh*giums. dii> ij;,> Verlrutun <tt*r Gcrnciml«' an «Ii,--* Stelle g«*- *«’|/|!i iM'grüU«* ich hiemil herzli, h. Si«‘ tr«M«*n ein in fli* lUhrunu einer wi>hlg«*l«*itt*tci» Organisation, mul -4 iltii' ii wir«! «'> sein, die scilh«*rig«* liewährl«' rrr ii' -.n w •ilcrzupfl«,;:cn und im Verein mit den \; 1:* .»iblitb-inn Herren «las so \iel«* Jahre un-! . Verhältnis /wis«*li«*n OlnTral und Grnbg«*- I Itide V,itlg;,rl erneut 711 teslitfen. V «•-» inwr-t (leineimh* Stuttgart niemals an \| :;.\i tei le». di* ihr Nes!.-> tür «lie (».*m, in-b:ifl \ , :m«f n: »ui «he Vereinigung d« r Geme'iul« Vnl:..; L:. l ■ .. ' -I «Ii Ulis allen /Ulli Segen ge »1, . ||, , St.»Ii. althinei Pr. H ie^j* r du-* (»«-i.tlhll Si.-. «lall iell ein in ri Nlei Stunde an >1,' ri« hte un«l « s [ ,1 - ,ll.- |»«l»s. h«T Sill« an ein S« hriflw«»rl t Im Heilig,- S, hrilt hat am lel/len Sahlmlli . a!e: d«! 1 Zahlung .»» «'er Versöhnung «ler . : .!!, '.?!•-* Jak,!* mul I - u U'ri« hl«*l. Warum _ , .|i II, lig ' S h :: die-e Versöhnung . kleinsten . :./, Bl itges« hildert . Mdiene’ I. - «lie gaU7e heilige ' \'t 1 - d.nun^ mul V. -hnli« bk« il kennen . , ,i . l nis|i.sn»Mn d,! Hemmungen/wi-!. t:r-d \l» »a n» (:!»% zur neuen Harm., A, ti Itrud is ei»! di, Selinsu« 1*1 nach ein . i-angr. 1h.. i>terli«!»« . B,id. . > . .1 um «Ii, >, Lieh:- \«>n;,»•«; I»je s, hrilt er/ahlt. wie sie . t - r di ig. n ah. dadtirh I r umN* h::? I gewonnen ll.ll, li .' - i‘.| h» ml >1, : r . je. -' *" hellte -• 1 -1 s[.• (Ipl.r ni-ii -:.u*g,i*h Ab« ' > -- 4 I ' l'l - ud.! II I. - -he h I'I' II G*-- ... s ... und i.timstai. h >« «>pl«*i brin I.intr.n hl. --in. . . dl. ::>,--a. 111 d. i>t «las gemein , , ... .! 1. t V:),.- 1111 Dlellvt. «lei -V, i- . 1?zu-.-iinmei,linden, dam »s. .1. ... ut. di, W «;-i, n und Wa« lc-;t_.•, „,li u- - 'ui uii'vere nein- V« rhin 111« "; «ä-r h.-iden lh Ilde, g, N! :»«!'I. > -- . t . tiix| "idli I'?;• - 1 l*l:tt: in de; . ,|U. n Juden: sie kenn, mul . IIn w : kere- \|un«l! rauen di.-; e , *;.-»si‘. und jung-i lh gcf iiing!::r d.c ge .: j i;% , 1 1 ■ ■ 7.1 g.-wiiki liah ai. 1 .inictatl ge- ,1» i ii i-gHi. ,1 and, i. Wurtteinherg -_c . - - h- - JT >1." : 171 I«-gi io: c <7 ai'-i::--- l ' anict.1! f , h« t : /w.iM/ig Jaliren ein 1 -a 1.11 \!\ .1 .luralerl \:m neuem winlrr t'iiuuvlzen. Krst IH'ili iH-giiinl die neu« Niederlassung der Juden in (äinnslall. aln*r es wiilirl immerhin inn-h l\ö Jahre, his dies« neue Siedlung imstände ist. einen eigenen (ioltesdieiist einziiri« hlen. Im Jahre IHttl s« hallt die neue (ieineinsehafl als Sinnbild ihrer Verbundenheit mit dem Judi'nlum den Betsaal in einem Privalhause. Die Juden < ann slalts g«,h<"»rt«,n «Imt damals n«»« h zur (»emeinde Stuttgart, bis sie im Jahre IK7I in erstarktem Selbslin'wuUlsein eine eigen«* (i«*m«*itule griifuleleti. Na«*h jiidis«ber Sitte hat «lies«* (i«*mei,ulf zuerst «•inen Friedhof angelegt, der seil dem Jahre ISol Instand, und lK7f> wurde die Synag«>ge erbaut. 7,u diesen Zahlen und. Namen sieht «ti«* J,es« hh hte «*in«*r jüdischen (lemeiiule im In sh I» Sinn. Haln*n «hn li in C.annshill niemals Männer und Frauen gefehlt, «lie «las groLU’ Ideal mit heiliger Begeisterung verfolgt und verwirklicht halh*n. Die tiescliichte der (iemeindc Stuttgart ist aller «lings eine bedeutend ältere. Sie r«'i« bt bis in «las frühe Mittelaller zurück ls*r«*its Dt-Fl Instan«! in Stuttgart eine jüdis« he (icmeind«*. «Ii«* allenlings wenige Jahre später, im NTn\«*mlH*r Dt4S. ein sehreck lü hes und graiisig«»s Frul«* g,*fun«l« n. Fast huiulerl Jahre später. I t.H. w ir«l eine neue jüdis« h« t»*- ui,*iu«le i» Stuttgart ins |.eb«-n g.-rute». «lie bi^ 11^ l^-staml un«l ein,* eigene S> nagoge utul ein Judi'iiba«l in «I« r BrennerstraUe — der trüberen Judengasse — |ks;iU. U11 \VI. Jahrhundert waren nur vereinzelt« Juden in Stuttgart, meist nur kürzere Zeit ansässig, unter ilnn*n der interessante ..Ingenieur uü«l (»old ma« her Fi ierlri« hs Hl. Abraham C.o!«»rt»i von I Io nn/ iMid Maggino (iabrieli aus Venedig, «ler in Stuttgart im Jahre I.VJJS eine grolle Haiulelsgesell sehalt begründen wollte. Im Will. Jahrhundert Ih*- stebl ein« .l'.uh ng« m« in«h nur wenige Jahre — >011 1121»- 174h Dann l«*bl hier mir eine lt«*ihe von Hof jud<*n wi. I.öb Amsterdam \«»n Fürth. David I’hImann aic Kriegshah«*r un«l «he Salz«*nlrepren<*ure s«‘ligmaiin aus Franklurl. Der ,*igenlli«-he (iehurlstag «ler neuen jüdischen 1,emeinde ist «ler 2. November 1T'J7. an «lern Madame kaulla und ihrem Bru«h*r a.c Ile« hingen «lie Krintihnis erteilt w urde, in Stuttgart ein Bankhaus zu begründen, das allerdings erst IHOll konstituiert wur«le. IKON sehul sieh «Ii«' neu •-Ul stehend«* (,ein«-i nde eitlen j»eseheidenen Beisaal 1111 . \lteii Wahlborn am Allen Postplatz, aInt erst am \ugiist IN.T2 wurde die (»emeinde Stuttgart «*ine selbsfän«lige Organisation, «lie nur aus I.'» Fa milie-i sich zusamtm tis« l/l,'. Die neue 1,emeinde ,-r warb IN?.I einen eigenen Friedhof aut dem Hoppen ■au. während his dahin ihre Toten in der (,<•- uieii d.- i rctidetiial und Ho« hb, rg In-slatlete. Krst INo7 könnt«- «Ii«- (,emeiud, daran geben, «'in (»olles haus in «I« r KangeslraU«* /u eri»nu«*ii. «las seil 1N(»I «lurch die neue Synagoge «Tselzl wurile. Was von Kannst:,11 und seinen jüdis« heu Mitbürgern gilt, gilt von «len (iemeindegenossen Stuttgarts in glei«'h gutem Sinn. Auch hier war stets t*chf jüdis« her Geist wirksam, der Wohltätigkeit und Nä« hstenliebe pflegte und die alten Güter der Väter und Mütter getreulich I»«'hütete. Die leiden Gemeinden dürfen darum mit Fug und Be« hl stolz auf ihre Geschichte zurückschauen. In einem Midrasch wird die seit«,me Krage auf g,-worlen: Was tut eigentlich der liel** Gott, na« h «lein er «lie Welt ges« hallen? Hin weiser Lehrer antwortet: ..<»«»11 schallt Fintraeht. stellt «lie Weltharmonie immer wieder von neuem her und wirkt als «lie Krall «ler LieU* und der Versöhnung. Ein analerer Lehrer aus allen Tagen hat sogar di«* seltsame Antwort auf «lie Frage gegeben: „Gott haut Brücken, d. h. er verbindet Gegensätze, eint Widersprüche, schafft Gemeinschaften. Auch Sie. meine sehr ver ehrten Freunde von Stuttgart und von Cannstatt. hat>en ein solches Brii< kcnhauwerk ges« baffen. Nicht mehr soll der Nupkar di, Grenze zwischen den lM*id« n (ienieinden sein. Heule alH*ud IuiIkti Sie di« Brinke geschlagen. Cannstatt kommt Stuttgart* entgegen. Stuttgart rocht Cannstatt di, Bruderhand, und ein würdiger Bruderbund wird geschlossen. Möge er dur« h <li«* Gnade Gottes « in dauernder und reüT»g<'segnel«*r immerdar bleil»oi. Nach diesen Ansprachen wurde eine konstituierend« Sitzung des Israel. Vorslel|erainls GmU-Slultgarl einge schalleb die an Stell«* «les bisherigen z. Z. 1»«*urlaublen Vorsilz«*nden. Oskar H o I Ii s «■ b i I «I . der sl«*ll\«'rlr. Vorsitzende. Carl I.« vi . leitete. 1 Nach herzlichen Begrüllungsworten verlas , r «las (»,-lobnis der Vorsteher un«l verplliehlele «Ii«* neu ge wähll«*,r Herren J«,s«*l B r ii «• k «• I . Dr. \\ aller E i 11 - s I e i 11 Lco|h>I<I (. o 1 «I s « I, m i «I I . The«»d«»r < Hirsch. Dr. Kmil Sander und Ludwig S t r a 11 s s «lurch tlaiidsehlag. Carl Levi übergab s«>dann den V«»r sitz dem ältesten Milglie«!. Oberr.-Kal Max M e y «* r . «ler di«' darauffolgenden Wahlen v«»rm,bin Kr sl«*lll«- icsl. «lull von El slimmlN*r«*chligl«*n Milglii-dcrn <l«*s Vor deheramls II anwes«*nd sinil. un«l I»« ri« hl,!,*. «lall ihm l«dg»'n«l, X'«»rs< bläg«* v«»r!icg«*n: Krsl«*r Vorsilz«»«ler: Carl Lev i. Ersh-r sb llv. \‘orsilz«*n«lcr: K.A. Dr. Paul T ii n z 1* r. Zwcilcr s|,-l|v«*rlr. V«»r ilz« u«l« r:!>r. m«-«l. Marcus AI u i «- r. All,' drei Vorschlag«' vvur<len «lurc h Akklamation angenommen. Nunmehr iil»ernuhm der neugewählte Vor sitzende (:irl Levi mit herzlichen Dankesvv«»rlen «len Vorsilz und richtete an die Mitglieder «les Vorsteher amls «len Appell, an den Geschicken und Aufgaben der Gemeinde eifrig mi(zuarlH*ilent Kr l»el«»nf. «lall jeder Einzelne sich «larülwr klar sein müsse, «lall di«- Mitgliedschaft im Vorsteberaml nicht nur cjii Ehrenamt sei. sondern «lall mit ihr auch Pflieh Der Auswanderer PHÖNIX-NÄHMASCHINE RADIO Kupfer & Co. Garttnstraft* 1 9 Tal 610 85 6.; '—* :n#r Sy»uma PtiUNIA J. 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