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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-11-01 · 15 (1.11.1935) · p. Seite 118

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
15 (1.11.1935)
Date
1935-11-01
Page
Seite 118 (sequence 8)
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— 118 - Stuttgart. Wie wir erfahren. wird dir Stuttgarter lud. Kui. U' inriiiM hatt n.irh Beendigung der umfang reichen •’g.tiiisa torischen Vorbreitungen demnächst ihre \i i' b« ginnen. Kiin* kleine Verzögerung ent* star.d *h::-h ein«* I erminünderung des für die erste Verai.si.riung >orgt s. heuen Frankfurter Orchesters. |>.« \r . i!:• 111en werden von dem Beginn der Veranstaltung n l>« n.iehriehtigt* Selu* erfreulich ist ev daß b- i‘, u die WOO Personen der Kunstgemeinsehafl als Mi:.! 1« ig. treten sind. Muttgart. Ihr .Sjm»r■ k 1 ul» ..ü a k .i Ii hatte seine M.; . zu . rille' H;tu;'fver*..immliing;i in 13. Oklobr .•Ii n um - n > «*m (. -:iml:iU'*^ huÜ cingebrachten \n' I- ,.I_ ii. einekorporativen Beitritts der il ik* ... 111r Zit uiiMi» hen Ortsgruppe dem Plenum;il.-i.'-;; »er 1 I. Vorsitzende. I! r u > t F r e ii den I; . l t - Ji 11.I. : x diesen Antrag au 'fülirlieh und ü!. zur I)••!».t11e. \.u hdem keine Wortmeldungen ' Win de di, A(>sliininung \orgeiiommcn. Der 'n1 g Mi ni«1 * i ii s L i in nr i g angenommen. Nach die s-; \ 1 .emhingsb hlu4 gehören nun alle aktiven i js%i\, ii Mitglieder «Der . Ilak.ndi -- übr 18 1 .- fl«: 7. *>. (i. an *.l>er Sportklub'. s«» heißt es lies. hlut> ..ist sieh bwilßt. mit dieser Hnis« hließung!!.' n :>II Vnrnn im 1^« utsi hell Makkahikreis weg. ' . - 'fiel' >. hrilt getan zulhabcir. Die in der ..Hakonh ' \e■ 1111e|i Mitglieder der 7.\ O I». %erpflichten sieh zur N|':.i;h, it an <I«T Frtulhiifg dev Baseler Programms". \ns, I; . id s|>i‘a<'h der I Vorsitzend, fler 7.. O. G ..it Pa n I ä i» z . r \«*ti der Bedeutung des Be s. : llivvev I die .. 11.1 k ei l|" llltd gal* dem Wunsehe \ii'diuk <:.■ .iklivt] Milarbit aller ..Makoah'- /i«.n,vi i tüv den {•trnvejhn Besehlut! ein reges zio 11!'11; s \! >-Os(.n*graiiimienlstehen Iiism u möge. Hier- .n! (I, ■ \ : vitzj*iul»* die Versammlung, die als ' - hii'idg« j.uitg ßnr «len Zionismus gewertet Stuttgart. Der B >- I t| fl A u e r h a * h-\’ e r «• i n .*.', Okhd r eine aiu»er**r«h ntliehe Mitglieder . ■ ■ > ■ lii-.Jung il* hi I* i ipcr I. Vorsitzende. Dr. Wal- ' e linst, in uh« r das tienicins« hattsprogramm ,1. . V :*ig..r:‘-r;mlis« ln.kn hulturx erginigungen re* I ' .! *e Ali'*« *;ti*■ ■ *nd spr:|e|i fler R.dner übr flie weit .«ii* eiu.;:;.- Fntwif klung fies ..Wrlmndes der jiifl. In: Detltsehlands". Stuttgart. Di.— " Tage hat Dr. Med. tiustav I! d : : t; mit seine Familie unsere (iemeinfle •.•*iav-- n,i h Jerus|i|ein. wo -ein Sohn seil einil’. Z-■ * ::i Kitul. rheini leitet. ülHTZtisierhdn. Das v lieah . d:= s, * allgemein gesehjitzteri Mannes wird in v 11eii K It s. hmi rzlii li l*eflauert und ist Wir unsere Im" leiud. ein *i liv, er Verlust. Dr. Feldmann war nn‘it ml. . in b rvorr.igettder. gewissenhafter Arzt, sondern!: >' sj, ihh Ii j. riericit allen Angelegenheiten iins. I .-r i ’■'!*!einseha ■' init Warme und tiefem sachlichem \ siaiK’uis gewidmet. Fine seiner bedeutsamsten I st, - a. toriv i Hing::. luit W .»in h 1 : .. ii w ir die tirii i.* das fluni -* a lefit Ulld sei zu ein .n wahre > ultg sondert xlting des Jüdischen Schwesjein hervorragendes urgunisane unermüdliche opferwillige i Segen nieht nur für die (ieaiif h j(ir die gesamte Judeliden ist. Dr. Fehimann war Irr eitrigsleiif Förderer des Fentral-Vereins. dt sv.^ii l.andesaiissrJitil! fr lange Jahre umsichtig präs.. I. l'nd wo. cs Sf 1">t immer galt, in der Wohl- ge um! I*ei p <!.-» amlercn sozialen Tätigkeit —!aml!)r. F dmhnn in xonh-rster Linie. So i: h am h um di Jüdische Nothilfe bleibende l= - rw »rlf n li»nn r umt überall konnte man klugen Hat uiol lie Mitwirkung Dr. Fehlmanns itei! flie herzlhfhstt-n Wünsche unserer ti« ir seii« lernen*». Lel>en lKvgleiten. Mögen er ir h tmilie in Palästina einer gesegneten Zu- .:ie* n:gegei;ge;„-n. N»f>ge einem treuen und hof h>er. ,1 >|.,nne <!f»rt fler Lolin zuteil werden, fler allen gll II . .»teil N erllelüeh isi. rd* tll d - Umschichtungsmöglichkeiten audi für Kapitalisten-Einwanderer. Ein rriwlrs Problem von der richtigen Seite angepaekt! ..Das Palästina-Amt Berlin der Jewish Agency for Palesline" IBerlin W 15, Meinekestr. 10) gibt folgendes bekannt: Viele der Einwanderer ans Deutschland der Kategorie A I. die nur mit einem Kapital von IM# Pfand oder wenig mehr Ins Land gekominen sind and keinen manuellen Beruf beherrschen, haben bald einseben müssen, dass Ihr Vermögen, gemessen an den besonderen Bedingungen des palästinensischen Wirtschaftslebens, nicht aasreicht, am sich dauernd and krisenfest in Palästina einznordnen. Aehnlich wie die Einwanderer der Kategorie C sind auch sie allmählich gezwungen, sich beruflich umzustcllcn und sich den besonderen Bedürfnissen des Landes anznpassen. Bisher war es schwer, im Lande Ausbildungsmöglirhkelten für diesen Zweck zn finden, da mangels einer gesetzlichen Regelung des Lehrlingswesens sieh die Im einzelnen Palle gebotenen Lern- und Verdienst möglichkeiten als unzureichend erwiesen. Die Hitaehduth Oie] Germania hat auf diesem Gebiet die Initiative ergriffen und nunmehr auch für diese Einwanderer-Gruppe, die im Grunde den gleichen wirtschaftliehen Gesetzen unterliegt wie die grosse Masse der gänzlich mittellosen Einwanderer, eine AusbildungsmÖgllehkeil geschaffen, die, aufbauend auf den in den bisherigen L'mschichtungskursen bei der Max-Pein-Sehule in Tel-Awiw* gewonnenen Erfahrungen. dem kleinen Kapitalisten eine fachlich gute, zeitlich konzentrierte Ausbildung sichern soll Ausserdem hat sie durch ein von ihr mit der Haavarah getroffenes Sonderabkommen den Lebensunterhalt der Teilnehmer für die Dauer des Kurses und für die Aus bildungskosten sichergestellt. Die Haavarah hat sich bereit erklärt, für diesen Zweck auf Grund noch zu treffender näherer Vereinbarungen die benötigten Summen den Kursteilnehmern bevorzugt zur Auszahlung zu bringen. Die Kursdauer beträgt sechs Monate, die Gebühr t5 Pfund. Nach Beendigung der Ausbildung und Ablegung einer Prüfung können die Kursteilnehmer als Facharbeiter oder als Mitglieder selbständiger Genossenschaften tätig sein. Zunächst wird ein Tischlere I k u r s eröffnet. Die Initiative der Hitaehduth Olcj Germania, die ein sehr ernstes Problem von der richtigen Seite anpackt. ist zu begrüssen. and es Ist zu hoffen, dass die Einwanderer aus Deutschland recht zahlreich von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden. Stuttgart. Am!k üktolter konnte Julius G u g ge nh *• i m «* r. Prokurist der Firma \V. Wolf L Söhne, l'nttTtürkheiin. sein 40jährigcs Jubiläum als Mitarbeiter dieses llausrs Itegehen. Obwohl der Jubilar in seiner iss« beide neu Art und in Anbetracht des Ernstes der Zeit eine ofi melle Feier nicht wünschte, ließen es sich die Lhefs uhd diu Angestelltenschaft seiner Firma doeh nieht nehmen, ihrem verdienten Mitarbeiter einen Festtag zu bereiten. Den Schreibtisch des Jubilars halten lülievnile Hände mit Blumen reich geschmückt. Glückwünsche von allen Seiten, ein Diplom der Handelskammer. sowie viele sinnige Angebinde seitens der Prinzi* pulitüt und Angestelltenschaft zeugten davon, daß unwandelbare Treue im Dienst, unermüdlicher Fleiß, reichste Kenntnisse und ein vornehmer Charaktct s< hönste Würdigung gefunden hatten. Möge es Julius Guggenheimer vergönnt sein, noch viele Jahre in alter Sehatlenskraft zu wirken! Stuttgart. Der lange erwartete große Palästina-TontUm ..Land der Verheißung" wird endlich am 9. und 10. November in Stuttgart *"*ur Aufführung kommen. Man blickt diesem Ereignis mit größter Spannung entgegen. denn dieser Film schildert uns Palästina und seine Menschen wie kein Filmwerk zuvor. Ueberall, wo er gezeigt wurde, hat er Ergriffenheit und Begeisterung zugleich ausgelöst. Und so wird es auch in Stuttgart sein! Kein Gemeindemitglied versäume, den ersten . großen Tonfilm Krez Israels sich anzusehen! Stuttgart. Vom Montag, den 18. November, bis einschließlich Donnerstag, den 21. November, veranstaltet der Isr. Frauenverein-Frauenbund eine Handarbeit s m e s s e, auf der Handarbeiten und kunstgewerbliche Arbeiten — von Frauen des jüdischen Mittelstandes angefertigt — zum Verkauf kommen. Es ist zu hoffen und zu wünschen, daß jede jüdische Frau diese Messe besucht, die heute mehr denn je als wert Mille sozial e Hinrichtung zu begrüßen ist. Bad Cannstatt. Am 12. Oktober entschlief nach schwerem Leiden Fabrikant Sigmund Linduuer im 73. Lebensjahre. Seit vielen Jahrzehnten war der Verstorbne,ununterbrochen in seinem Unternehmen — der bekannten im Jahre 1865 gegründeten Korsetifabrik S. I.indauer L Co. — tätig. Er hat es verstanden, die Firma zur Weltgeltung emporzuführen. Schon in jungen Jahren war Sigmund Lindaucr als einer der ersten Pioniere der deutschen Korsettindustrie im Ausland für die väterliche Firma tätig. Später übernahm er selbst den Betrieb und verlegte sich mit großem Erfolg speziell auf die Erzeugung hochwertiger Qualitätswaren. Lange Jahre war er Vorsitzender des Zentral verbände* deutscher Korsetlgroßfnhrikanten sowie Vorstands- und AussehuUmitglied des Würtl. Industricllen-Verbands und der Vereinigung Württ. Arbeitgeber-Verbände. Sigmund Linduuer war ein Beispiel unermüdlicher Pflichterfüllung. Seine Angestellten und Arbiter « hätzten in rhm den stets freundlichen und Verständnisnisvollen Chef, dem auch ein großer Freundeskreis innig verbunden war. Jnsbsondere muß abr auch der steten Hilfsbrettschaft des Entschlafenen gedacht werden. die sieh überall b wahrte, wo werktätige Men schenlieb zu übn war. — Obwohl die Bestattung Sigmund Lindauers in der Stille stattfand, hatte sich doch ein großes Trauergefolge eingefunden. Obrlehrer K m a n u e 1 Adler ließ das Bild des Entsc hlafenen Mir den Trauernden nochmals plastisch erstehen und betonte die tiefe soziale Verbundenheit Sigmund Lin dauer* mit seiner gesamten Gefolgschaft. Für die Verehrung. die diese dem Entschlafenen entgegenbrachte, zeugten auch die warmherzigen Nachrufe aus den Heihen der Angestellten und Arbiter. Sigmund Lindauers wird stets gedacht werden, wenn man von Mannern spricht, deren Lebn im Zeichen unermüdlicher Pflichterfüllung und hilfreicher Güte stand. Göppingen. l)cr Isr. Frauenverein hat breits Mitte Oklobr seinen ersten Strickahend wieder abgehalten: der Besuch war ein erfreulich reger. Bei die seii Abnden werden fast ausschließlich Hnndarbitcn zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe angefertigt — und es ist sehr zu wünschen, daß der zahlreiche Besuch in Anbetracht des guten Zweckes anhält. Die Strickstunden finden ahwechslungsw*eise nachmittags und abnds in 14tägigem Abstand statt. Haigerloeh. Am 22. September referierte Dr. Paul Tänzer (Stuttgart) vor zahlreicher Hörerschaft über den 19. Zionistenkongreß und seine Bedeutung für die Juden in Deutschland. Der Eintritt einer stattlichen Anzahl neuer Mitglieder in die hiesige Zionistische Arbitsgemeinschaft lohnte den Redner für seine b deutsamen Ausführungen. — Am 13. Oktober sprach Lehrer Spier in der Zionistischen Arbeitsgemeinschaft über „Wege zum Zionismus". — Ein neuer An- GEBRÜDER STUTTGART MARX ÜWKIlllUim Korsetts und Leibbinden.' Maßftnfertig-, Rep. n. Reinigung, iftrperpOete Bestrahlung., Bad.,Massag. EruiWelaß»tiflr.I7 TiMm 742 71 Kauft bei unseren Inserenten! a. Jt. L. 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