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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-10-01 · 13 (1.10.1935) · p. Seite 98

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
13 (1.10.1935)
Date
1935-10-01
Page
Seite 98 (sequence 4)
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— 98 - Kr.’/ Kr.ti U » ir.l l.’.li:illi nur <1 u r r ti <1 :i , Volk unil l li r <•. Volk uU’.p’lrist « > r>I> » — «<1> r ,-r »ir<l olH’rli:ni|»t oi. 1>1 uiisu.’lösl wor.lon. Voii 't.'iii /ioui'.lt’nkon^rt’U unrl il.-in (.oiin.il «ii-r ,l. ni>li \i-.-n. v in l.u/ern ist <lrm Km-n Kajfnieth die 11.11.’ ^I..r..’ UilualM' /ufiftfill word.n. .li.- (irümluiifj .In i'. Mt n .-i^.’n.’n SiriHunji. il.’r .Iuc**iid-Alij:ih in «In* '.Vre.- */.: i.-il.il- Auf den Vors. hlaf: dor Rt’H’hsv.Ttrt’- li,„U .ii’.l indi’r.r /.nlraliT Inslan/.-n soll di«’M- Si.-dninj d. n Naim-n soll Mit! H e nj r i <■ I I a Szold tra- .1, di, d.’innä. hst ihr.’ii 7ä. tii-lmrlsta« frirrii wird. \t,i dm litr.ils lor;.’..h.n.-ii Bodi’iikomplf* ion -’ätM)! im, .in im Siidt‘11 Palästinas soll join T.’il d> r hishrr in I m holonirii unt. ri.'. hra. IN. ii Jup. iidli. li. ii c. iiioinsani ii. il .’iii.’r (irii|.|..‘ d.-s l li.’. halu/. in I>»-uts> hland ihr.’ It.-inislätlc Isairiind. n l>a als r U i d. r 'i* h iinnu-r iii. lir MT'lark.-nil.’ii Kinw an.l.rijiiu ihr K.-rcn Kaj.-- in.dh .. i . .■ n I. d. n d.’s ^jiidis. h.’n olk.’s Bo.Ion U’r.’it si. d. . a nd. r.’i> Iit '. in normal. sl Budu.-i ni. Irt aus. uni d. n . I’, IIII. I1 . Ho.l. nkaul .«tin ll/utiihr.-n. I> U’darf als,. ■ ni’r /usät/li. hon Aulhriiuruni; um > iniün Hun Aus den Gemeinden 'ürttembergs. N.M!, - \Y :i i * ■ Ind.i r 1 . ml« >. Lei tun.: . li s. I,m tu. i km /«• , ^1 i » u * I - \\ -11 I i.* «t r V. r;ihNl;illUii;: neu;inm«hleh*n. ■ iT \oii Dr. r-iklniii! «ler haiu*n ..Froh zu müii «l«T ullerjliiiüN i twii> \ it*l>limmig hl, n «he ciri/«ln«*n Grup|x*n unter halt Mrixlir. VV• *11 Berlmtfor. kandine Ger- H uit i.iiii' l und Id.i Aculijik V hn;nlahupH" mit rin K t-l" rl.-l_Ue;itrr -Jon.-I itli«I |h II«I* 1 In hiai-' Ik* -if\\i.’ d, ni»dir G« dn hlf uiid I.I d. i »Hid./wri klrin- \ulfulirungcti. Brsondi l.ühM h v. .ti d.,> Njiirl »tim-r M;i«h*tN-.>rupp<* mit l.iu |nl, tll «Ui Kind di, Brkannlsf haft M,,t ,j, m Jn..ndkr i' m.idit und d. >-m iH'^fislrrlrs u. x MitiLlnd wmf Vx!i Brt’iidigung dir»*r wohlin ti I ),ti!.:-Innern rcht«4!«* Dr. Waltrr SIpiiinn! i mk« swt« .in d,.- L«*il» r der iiiunm«*hr aus drm -Inv ndkt ■ in .»unni h. idrnd« n Gruppen Arim I i» hinann und ||.n,- k.iumh«-ilil«T. B*i«hl Gruppen. von drlirii li.- .'i Ni, ,• d,-m Hund «!«•- WVrltlriili•' . dir andrrr dm» KiiU i-.-d: i't halu n H in Alfrr uln-r l'J .lahrr rr- .•j, ht In Sft.utN^ üln irri. hl, dm ta'ilrrn d. r (»rup- |M n nti Namrii d, v in ,nd. rin Hm h. Dann spirltrii Ir.'i .Innern «Irr (fiupp«- Kamiiiu-imrr aut drr Hand- Inn iiionika und daran an» I»Iu (,ri;|id»lnnanu mit hiNii^i \ t, [i Mi fkrit urtd dtn ^nn-,iiiN..ni iT«' dn h«*i-r du «in ^iii«n Hild \«*|i dir Tfiti^kril dt NHt-nd vii lllr sirh dir Vrrsrn uir. dir mit Britall aut^rnointnrn \\urdi*n. Narh un^rtini .Silialom alrrhrm ' «-ndrtr |i dt r Tfiti^kril drs Ju- «:« r-*tk’ t-i»«N ildr-i,-. Nur - iirrn n*i« ti k.fr«*N»-riT in. ) sin-rm ^rl* iM w« rth S,1 h -t« - S»iu'krriN.-N drr - i.. j«’• id« n w ai r Wu \. .j ■ hu-* hinu«« n ttir dllr von firn riti/.-ln. n (irup- VV,*rl ml ri« hliuvs Sprrrhm vvd.ri v.kT allrm tlrr Br- KiiriNt-irmrin» hall srhr /u wir Ihun-n. wrrdrn uriirrt* drn .lu^i iltlkn is j.<l. r7rit t,r» drr . ptirj.- rntu» U« n^t nomsin n. Stuttgart. Di« Mnlt^.irtrr .fiiti. Kuiist^rmrins« hnft; i im -1. Bildung rinrr I.;i i li S |H r l r U p p r . »li«* -,Mi :-n I M« htiin^rn aus drm jtidi» hm Stotrkrris unirr i .s.-nd*: '« Bri ukN,. hli^'un^ /dil^rnossiNt hrr jüdis.-hrr I 's.. :«.i:«%, r Ih n. soll. Xlil drr Srhatfun^ rinrr I . . sj-ii gruppt* rrtahrt-n »litt künsilrrist hrn Bt-dn * Ir. ,i. I. r kuriNijt-nirins, hat!. rinr >innvtd!r Krurii,. ■ui.j vVi .sin»- und lnstrum<‘ntalkrris htsh.-r rnisiy . 1.1 ll'ik t! i ni h.-hl tirhirtr ^r^ritrilrl hul*t*ll. st» soll [• /■ .l*i mi >■ 11 mir mir n l.airn-Spirlürup|M* «las Wrrk *:. w «ii . ,-i.i ih.-rt Dii-hlrfN ^rinriiiNt hal tlirh rrarlt ilfi Dem Andenken von Rabbiner Dr. Beermann. Da.s plötzliehe Hlnsehelden von Rabbiner Dr. Berrmann hat well über »eine Helmatftemelnde Hellbronn blnau» seh^erzlirbe ErsehDtternnft hervortserufen. — Win der Dahlnd^fbledene den jüdischen Lehrern de» l^inde» und »einen Schülern bedeutete, davon legen die folgenden Würdigungen beredte» Zeugnis ab. Hrrr Rerhlsanwalt Dr. S. (iumbel hat in drr .,Gemrindxzeitung" ein vortrcfflirhe» Bild des verewigten Rabbiners Dr. Reermann entworfen und seine Verdienste um die Gemeinde, um den Rabbinatshezirk lleilbrnnn und um die jüdische Gemeinschaft in frru»idsrhnMHch-l»elH*volier Weise und ‘zugleich mit unlH'fangcner Objektivität geschildert. Hin l»edeutungsvtiller Zug in dem Gharakler dieses hervorragenden Rabbiners sei hiermit zu dem so treffend gezeichneten Lel»enshilde noch hinzugefügt: Das Verhältnis des sei. Dr. Beerniann zu den Lehrern. Was Herr Dr Gumbei von drs Verewigten Verhalten seinen Schülern ge* grniilHT sagt, «lass er si«t ..mit Liebe auf den rechten Weg leiten wollte", das (trifft auch auf »ein Verhältnis zu «Jen Lehrern zu. idenen er suggestiv iH'izuhringm verstand, «lass shsein«* Mitarbeiter auf er* zielierischem und s»‘clsorgeris«*bem G« biete s«den. Deshalb hogrüsMe er ^s. ine* Lehrer, zu denen nicht nur diejenigen seines Bezirks gehörten, stets als seine ..Kollegen", eine AnrcdeJ welche die Lehrer wohl als lietievolle Ehrung zu würdigen wussten und die sie auch dann nicht hochmütig stimmte, wenn der mitteihsume Gelehrte im Laufe der Lnterhaltung mit ihnen auch einmal von |>ers<mlichen Angelegenheiten sprach und sie um ihre Meinung und ihren Rat Ik*- fragle. Weil er den Lehrern grgcnül>er nur »ler Amlsbru«ler und Milmens« h sein wollte, darum erwarb er sich ihr Vertrauen in hohem Grade: gar mancher, wandte sich denn uueh in Is ruflh heu Nöten an ihn. und nie unterliess er es. dem Hilfesuchenden l>eiziis|clicn und ihm Trost zu/uspreehen. Ein ganz t*es«>nderer Wohltäter «ler Lehrer seines Bezirks war Dr. Bcermuan «lureh «lie freiwillige Abhaltung von l'orlhildungskiirscn. auf denen er ihnen in jüdischer Grsehichte. Rcliginnsphilosophic und rahhinisi-her Literatur wertvolle Kenntnisse aus seinem reichen Wisst*nss« balz ip anregen«ler Weis« initteilh*. Diejenigen Lehrer. 'die im » inen Kursen teilnahinen, «lenken voll innerer Befriedigung an dies«* zurück und sprechen mit Begeisterung von den erhebenden Stunden seines Unterrichte». So war Rabbiner l)r. Beermann ein Freund und Lehrer der Lehrer. Liebe und Ehre seinem Andenken! Oberlehrer Dr. Woebenraark, Gmünd. * Rabbiner Dr. Beermann ist tot! Kaum kann ich die Tragweite diese» Worte» ermessen. Noch vor kurzem ist er vor mir gestanden und hat mich mit gütigen Worten belehrt und zum Studium angespornt. Noch vor kurzer Zeit hat er mich in die tiefen Gedanken der jüdischen Religion eingeführt und mir hohe ethische Werte vermittelt, t'nd nun ist er tot! Soll er wirklich für uns verloren sein? Dr. Beermann 1 »«trachtete, wie er mir oft erklärte, die Belehrung seiner Schüler als seine wichtigste und fruchtbarste Aufgabt1. Besonders in den letzten Jahren der Not wurde da» Freundesverhältnis zwischen dem Lehrer und den Schülern immer enger. Dr. Beermann war keine Natur, die «lureh Begeisterung und Vitalität »eine Schüler mit fortriss. Leber all seinen W«»rten alrer schwebte jene abgeklärte Liebe zur Sache, die »ich bi» zur Inbrunst steigern konnte, l’nd die hoben Ideen unseres Judentums. Insonders die wunderbaren Schriften der Bibel, fanden in Dr. Beermann einen vollkommenen Interpreten. Den biblischen Menschen suchte er mit äusserster Friedfertigkeit, mit innigster Menschenliebe und zuversichtlichem Goltvertrauen im Lnterricht nachzuahmen und auch in unsere Herzen zu verpflanzen. Vielleicht ist er durch allzu grosM* Güte und Friedfertigkeit oft nicht verstanden worden; doch die Fülle seiner Gelehrsamkeit und die reichen Anlagen seines Geistes und Gemütes hal»en jedem Gegner die Waffe aus der Hand gewumien. Kr war Meister in einer der grössten Künste, in der Kunst d«'s Vergessen». Manchmal halrcn wir vielleicht ihm weh getan, doch mit keinem Worte hat er uns unser Lnrecht je nachgetragen. Ln<! so hat Dr. Beermann zum späteren Lel»en seiner Schüler viel Gutes beigetragen. Kr hat in ihr Leben geistige und sittliche Werte gelegt. «lie wohl noch reiche Früchte tragen werden. Bis zuletzt ist Dr. Reermann auf seinem Posten verharrt. Schon in den Fesseln der Krankheit, der er schliesslich erlegen ist. arl»eitete er rastlos für «lie För- «lerung seiner Schüler. Als ich Ix im Ferienbeginn zum letztenmal Abschied von ihm nahm, sagte er: ..Ich möchte gesund heimkommen, um mi«-h noch lange meinen Schülern widmen zu können". Dr. Biermann ist nicht mehr zurückgekehrt. Aller sein (»eist ist in uns und wir«! dort weiterleben! Siegfried Straus, Talheim. werden. Wenn, was sehr zu hoffen ist. aus diesem neuen Zweig «ler Kunstgemeins«-halt später für unsere Gemeinde die Möglichkeit erwächst, auch wieder einmal in den GenuÜ einer dr.imaliM-iien Aufführung zu kommen. >«» ist «lie Gründung dieser Laien Spiel gruppe ganz Ih’Nonders zu begriiüen. AIrt schon die planvolle Beschäftigung mit jüdischer Dichtung allein ist imstande. hohe Werte zu vermitteln. Wir glaulien deshalb. «lab «li«1 Einladung der Kunstgemeins«*haft zu ein«*r Besprcrhung am 11 Oklolwr ein lebhaftes Echo finden wird und weisen auf diesen Alten«! nochmals I»csonders bin. Stuttgart. Di«* Israel. Waisen- und Erziehungsanstalt ..W i I h e I m s p f lie g e". Esslingen, hält am 27. OktoUr im Gemeindehaus eine ausserordentliche Mitg I i c d e r \ e r s a ni m I ii ii g ab. auf deren Tagesordnung wiehtige Satzungsänderungen stehen. Wir machen auf «Tu* Versammlung hpute schon aufmerksam. Stuttgart. \m 12. September wurde eine der Besten unserer Gemeinde, eine jFrau. die ein Lvl>en lang selbst los für heiligste Ptln-hlrn gewirkt, aus dem Letx n gerufen: Krau Sara Levi Wwc. geh. Bach. Das Hin scheiden dieser edlen Ff au hat in allen Kreisen uns« rer Gemeinde un<i weit über «liest* hinaus schmerzlichste Ersihüftening hervorg«frufen. Denn in Sara Levi ist «ine Frau rfnhingegangen. die Vorbild war und es für immer hleilxn wird. Ih treuester Pflichterfüllung hat sie jahrzehntelang «leid Vorstand des Israel. Frauenvereins angeh«"»rt und ihm in rastloser Hingabe und nie versagender Opferbereit!schaff ihre Ircstcn Kräfte gewidmet. Durch ihre Rechtlichkeit und Menschenliebe war sie wie wenige Inrufen. im Rahmen des Frauen verein» segensreich zu wirken. Frau Sara Levi hat allezeit den Bedürftigen und Bedrückten in Wirtschaftlieben und seelischen Nöten Ixugestamlen: sie hat den Kranken und Trauernden Mut und Trost gespendet, vor allem aber als Vorsitzende der Friedhofsabteilung des Frauenvereins heiligste und schwerste Aufgaben in Treue erfüllt. Mit Frömmigkeit und gottergebenem Sinn bat sie den Sterbenden und Toten «lie letzten LielK‘s«liciisle erwiesen, sie gewaschen und trekteidel und nach jüdischem Brauch für sie geliebt. „Die Liebe, die wir den loten erweisen, ist höchste Menschenliebe" — iin Vollsiiiiic dieses Worb» hat Frau Sara Levi gewirkt. So war die Verblichene «lie htealgestalt einer jüdischen Frau, eine warmherzige .Menschenfreundin, die für joden werktätige Helferin war. Als die Frauen ihr «lie letzten Liebesdienste erwiesen, da fanden sie in den Sterbt'kleidern ein Kärtchen, mit dem sich Frau Sara Levi für die ihr bezeugte Schwesternliebe bedankte. So sprach ihre reine Seele über «len Tod hinaus. und aus einem schlichten Dankeswort an der Schwelle «ler Ewigkeit strahlte noch einmal die ganze gmtie Liebe auf, mit der eine gütige jüdische Krau ihre Gemeinschaft umfing. Dies«1 Gemeinschaft wird Frau Sara Levi nie vergessen. -- Ein großer Kreis schmerzlich bewegter Freunde nahm am 15. September bei der Beerdigung von Frau Sara Levi Abschied. Ganz im Sinne der Verstorbenen sprach Rabbiner I)r. Auerbach nur eiü Geixt — aber alle Empfindungen der Trauer Versammlung kamen in ihm zu so ergreifendem Ausdruck, daß in den weihevollen Worten des Rabbiners «las würdigste Denkmal für einen hervorrageu- «len Menschen erstand. Vorverkauf: Buchhandlung Levi, Caiwerstr. 25 Buchhandlung Nell, Marienstr. 32 Zionistisches Büro, Schlofjstr. 27 Eintrittspreise: Für Nichtmitglieder RAA. 0.50. Für Mitglieder (gegen Vorzeigen der letzten Beitragsquitfung) RM. 0.35 Für die zi o n i »ti sch e Jugend Irei. 6/VUcÄt am Donnerstag, den 3. Oktober, abends 8.15 Ubr, im Oralen Saal des Oberen Museums, Kanzleistrafje 11 zur jüdischen Situation von heute. ZIONISTISCHE ORTSGRUPPE STUTTGART

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