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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-09-01 · 11 (1.9.1935) · p. Seite 80

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
11 (1.9.1935)
Date
1935-09-01
Page
Seite 80 (sequence 4)
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I» »1-il rin;in|ifllt* B, «,-^u»L>sr>-ib, ii <lor h. iiH'ind' M. Miiin-'iilli'l> in| <>,-n (iroß>lädl<-n ein,» allin:ilili''ii>'ii l'inhau d.-r Kliils «•rinügli.-hl. Wenn aber ■•rsl di.- linaii/iflU-n Wrliiltimv derart «ein werden.; ,l.,U ,» I in«. Iiraiikuii^en jer/w injien. »ir.l e> fiir eine un«t vnrMrhti^** l m^lclltinjl <U*r Ktuh zu ii! »«-,,, pr«*nUG jo li'M iiikI den - l.-.'N <l**ul!t!jgxlun«t > I n 1 •' . t. * 11 u n u' r?i»*n 1u«n«lesv.*rb;in«l jii«lis«'h«*r Gejüdisch!*!! K;»n«lt*N\erhänden in «len Länder i erxvärhst tiie»r die vi«*ll«*icht cnmtwn *tiih;>x «»IKte Aufgnb«*. «l«*nn d«*r F t:iIkann nicht nur eine .tu* i r«* WrawIrFim;* «lcr Zalilon M*in: si«* muÜ \on -tn'n i n n r n Will n< «l«*r gesamten Ju«lenhcit g«** tilgen xxtT*l.-n mul k^nn nur anl dem Wege einer , r/i« her,'* In n Becinlliissiipg crrci« hl werden. ” | »j, >. Itrim rkungcii «lrs«hi’»plen «lie Problem«* un- * M i, |- Wirfst h tflNMluationj krim-NWt U'*: sie >ollti*n nur Ix ispn i*i itt . Iiiig. W.-g.* j/eigen. <Ii>- Ih^.h^vii wenlen Njtlu p« ssiuiistisi hi- 1 S« lixxur/sel,er«*i. n<>< Ii weni-? «... ii s.» ^-nu inl.-r Optimismus Können i,i.s im .Ii. s, r Z.it In llt-n. {Nutzen kann nur «lie klar«* i; r k e n ii t <i i s «|, r S i'l ti a t i " n . in der wir uih Im*- *«i.«i * ii. mul.ili» irnsHraltf l mslellung aul «Ii«* 'i«*l v V>Mi'ruvi t'ii \Vrliallniss.;. unter «l«*m*n XX ir in ,1'*r Zu k;;t!l XX. , «|. i. i. I"'U Die Richtlinien für die jüdische Kultur-Organisation in Deutschland. f).)s D Miw.ii.> \.t. Iiri^ hh'iibiij«» t»'ll mil: /u is. |t> n <l* oi I, .* h|f im* n S i a a t " p «► I i z «• i - n: t R ■ i!’i ii iiihI <|.-m 4.>i»«li*rlH*iHilir.iul',n des Bei* li^- :iiiiiis|i-i s t ii r \ >>tks.iul kIttriiTu: mul Prop:ig:tn«hi. Dr. V .:ilsk..mmiss;|r Hink.!, sind eindeutige fit. Iitlino n Mir dir l äli-iit .1. s R, i« hs\erb;in«1es der 'M'Ns, |,.-n kulturl,iui*,<* u|i d«*uls< bei, R«‘i« lisg«*bi«*l x< r * mi »rI xx«• r>11 m. : l)u v 1 >i■ 1111ni.i''n b.G.tgcn. dass nur ihm Ii d«*r hm Kulturbünde den nrganiilu» aller jüdischen ‘Kulturges.» N Im Krl* ll» gebiet darslrllrll aul4*'rHh ln n R. i.!,s|. itimg st, s S;in»i!i'l»r jüd»s.|«>n Kulis!«a|unr d. r Schul- und Kulis / « in 1 n |* I «• in h «• r N i« hs\.-rltaiul «ing« gli« «I« rt R. i. Us\. | |>mil (!■•[ imlist si> 1..I ist t: -n /tisaniinms. t iiis.i ii«»n» 11 i:u «I.il i >,!/ *I'T x, hsx. 11. iimJ. s ist Ik-rl n. iins -1II IN!I A ns . ni> 111> I> :. in .! ss.-m t! i. . i.v, |,l., nJ|. Ii 'in i ni uit'l st. h« n x.m dit st-m l ai{«- an unter der Leitung des x «n MaatskMiiimissur Hinkel eingesetzten Vorstandes in lierlin. Mi d «fr I"'- gin «Is, halt in . n I ulturltundr -imni l.'kalen Im s;igm «1 ir nun- (i : . »! / - •ii zuslaiiUi M . g : i - .1 ", n i n | in kttiiut 0 n Slrll.-n grt,rhmigtt*n Ri« htr nur! u d r n t» «I «• r d »• s |i ,• r u i s |> «• a m I «• n- I. dt», ll k< tlitlr n au« h Khrg..i ll XX . ..I. Mii.il.*k [III s;.' s. It.sl I I '!>- . i,is. iij.j| t.dii 11 ) 11 I 1 s , . i , : k |; 1 M ) j g.ili 1 •>.-1 i: >'l X'. I, . j I sl >•' I in s jndis.!,■!: sind. I-,,'. I Kullurhuiwlrs. In ii (>rgani- I IM: «Irr B «• s t h ä I I i - in. Haliun n «li' s.T d.tss nur Kulturhunils-Milgliede^ tätig sein können MIM! ti.tss .! . n! •,(' «Ins. i, >! I-. n r. ilin hm.T an Y«*riiisI;«11ui.11 ■ i« s II. m l|s\■ inl'-s dist hi-r Kulturi.ui.dr Mii.'lw i|. i di s.*, Organisa!i«*u sein müsst-,,. . i .‘<rr! '-.'n «k. s, \'er^nst.'ltungei, *1'I, I. h a r a k I «• r .> I, g . S . ll | II S s , t| h" V <• f;l II X! a I! u n g e n. N! n 11.-1 s..,,,;, i»fthr Mit4!ir«|s.»iis\M'i> mit I.i« hihihi sind u ./.ig.n-gl»,!> Aus.ihlmn n Kotiin i, «lur« I, d« n S«»n- I- I [»• a! Ir.t . tl I [ l i k •' i ^«netumgl XX . i d« «». \u. Ii .Ii V .• r! r ajg s i «» [ g . ii jeder Arl XXer«h n .-n. «I> r Zi niimII-itung jlrs Ih it hsx. rltand. s na» h Yi*r- .!>i d< i.t s-e-'S -i!.. :-h l Iragtm les|g«-|rgl. >i« l»*'«Iür- ’liii, n -tu MM In «|m «. n ltmigung einer /ustän- ..rili-in-n I >ie„s|s;i'||, im N« ft ht s,»tern lfiel'l I»,'- s-.i,ti' l.- V > , hälinisstrfiM ahxv, j. h.-ndr l’nls* hei«ltmg . r i.*r• I• -1 i:. \ ■»;!;!ass .-mer «I,!! 'ig«-n Knlst tn-iduiig m uss \ <li. Mt lli^ngnabin« «h > Stnnh rU aatlragi >!. Bi« itNnu. t; xx.-jsm «he Inka!, is Organisationen ■ I. s Im •> lis-. .| |-r s ,n| I ii ii i i t h s | Baume zu . I» n! , . :> •! i II I g e 1) ii in er. Mieter oder I*>a t 11 * i \ i ii I , N.- r si,nt. h th .ganf'11«ti »st 5 ,• X , ralnh rnng im liallin, n «i« s B- M i.-MN Iin.t. s muss \.»rtn r «len, Bur«, «1, s Maatsk• 11>11(*s>a, s ilink-l mitg. teilt werden, der im Kinxerm am n n.i: «i« in (..jh. im«*n MaaNfHtli/eiainl Ih rlin hierzu «In- <M in hmigulig erteilt. I)»*r V, rkaut xon TIm*j»t• r•. k'.n/t i > un«l lV‘>rtragskarten ist auf den Mit« glh-derki eis t). s H« :• hx 4 rhandes In*s« I,rankt. «*l»enso «lie Wertung aul die .nisj,'s|»r«M tu-n jüdischen Zeitungen —Zeiist i.i ii I. ,» i .-Zeitung. Jüdische Rundschau. Israelitisch« s |-1eiud« nhlatt. her Schild usxx.. Als Organ des R« ii hsxerhaitt^'s jinlis. her Kulturhim<le xxur- 1. n «Ii** ..Milleilungt-n «^,-s R. j. tjsxerharuh s" g«*nellmigl.! >,r «h n r« «iaktion-ii, „• Inhait *li« st-r Milteilung«'n sind ,! «• B« rsoiim in der i l.eitung der Berliner Zentrale x. ranlxvortlH h. IS ist iselhstxi-rständlieh. <tass si« h <lie \ « rnnstaltungen des R«lu hsxerhandes und all« r ihm angtvhlossmti, Organis;iti«»nen mul rlt-r InhaJt dies«*r MtUeiliuigeii des R« i«fhsx» rhamh s ' in keiner Form gegen dm nat i« mal sozial ist js«h«*n Staat, seine Kinriehtuilgm und sein,* (H*s|*tze wenden iiart. Allen Mitgliedern des Reiehsxerliandes jüdis« her Kutturhiimle ist dir aktixr mlrr untentützrndr Betätigung auf kunstlerisrhrin und kulturellem Gebiet nur im Rahmen de* kulturellen Kigenleben* de* in Deutsehland ansässigen Judentums erlaubt. I)as I)eu|s« h«* Na«’hrirhtenbüro i>emerkt dazu: Durch die Richtlinien des SonderlH’auftragten Hinytenn 3ÄW Simnit und Ükhann&en Ihnen zu freudigen Anlässen Glückwünsche aussprechen, oder bei traurigen'Ereignissen ihre Anteilnahme bekunden, dann wollen Sie sich doch für diese Aufmerksamkeiten bedanken! Haben Sie schon daran gedacht, dass Sie dies am besten durch eine kleine Danksagung in der „Gemeindezeitüng" tun können? — Sie erreichen damit alle — und sparen dabei Schreibarbeit und andere Unkosten. Und durch solche Anzeigen fördern Sie noch unser Blatt' Gemeindezeitüng, 13 ■ — kel. die nunmehr die vollinhaltlich** Bestätigung durch das Geheime Slaalsjmlizeiamt gefunden hal>en. und die zu der Kinheitsorgunisation führen, sind die Möglichkeitei, für die künstlerische Betätigung niehtariseher Staatsangehöriger in erheblichem Masse gewachsen. Nunmehr ist es Aufgalu* der Zentralleitung, des Reiehs- \erhandes jüdisches Kulturbünde, dureh geeignete organisatorisch«* Massnahmen diese Möglichkeiten zu nützen und si« h der Verantwortung für «len! Anspruch an« Betätigung der ni« htaris« i, n Künstler im Rahmen dieser Organist,lion Ih*wussI zu s**in. Die Richtlinien sind Beweis dafür, dass der nationalsozialistische Staat dm ni« htaris« hm Staatsangehörigen alle Möglirhkeilen zur Belä|igung ihr, s kulturellen; um! künstleriseh«*n Kig«*nleh«*l,s gibt, xxenn si«* davon ablass, n, sieh in das Kunst- und Kulturleben des deutschen Volkes offen oder xcrsjc« kt «‘inzudrängm. I * I )«*r K «* i « h s| v e r b a n <1 ,1 e r jüdis « I, e n K n I I ii r b ü u d e ijn Deutschland teilt mit: Im Zusammeidkuig mil der Verfügung des Herrn S«u,derl»eauft ragten lieh. S1aatsk«»mmis ,ar Hinkel, xom 5. August, die die Meld«*|,fli«hl aller Bei, hsx i*rhand der jüdis« h-kullurellm X « rbämh* lH*im jiidis4*h«*n Kullurbünde vorsi, hl. n«t ,h > xx«*iter«*n Im Zusammenhang mit den «lur« h das Ih utseh - Na« l,ri«'ht«'nbür*» veröllVntlü hleii Ri«hllini«*n «lis Herrn S«»n«h*rlH*auflragten und des Geh«’imeii Staals|H>liz >« hm Kulturbiimie Städten Iteutsehlar .a.ig**r. «lass «-» einzt lne Antrag«* Der R«-i. hsx» |»tIi« ltt zu geniig«*n . aul ii«»« h zu « rtol sorgii« ti -t in kann des Herrn B«*i< hsiiHiiislers Dr. (iol*- i*Im*U iamles üh« r «Ii«* ArlH*i| der jüdiis( «lein Bt-irhsverhatul aus allen ds ein«- l'üll«* teils gleichlautender. teils si« 1, in! inzeißieile», verli«*ren«h*r A n frag « n zuj**«h i ..zog!,« Ir ist. angeni'!k*'kh« h 4istührli«h zu l>«*untxvnrf'*n. ,ti«l ersu« ht «lahei «lie einzelnen Organisationen und Verbände, zunächst ihrer Melde ,xxolx-i di«> Anmeldung im Hinbli« k i*n«h* Allstül,ruiigsbestimmung(*n vor In * txxa Zt'hn Tagen vxird der H«*iel,sxt-rbaii«! «Ulrich rin aiisführliehes Bunds«lireilN*n alle Kin/el-heih n «l«*r N« ur»'g« hing Ix kamd gelx ll und auf einzelne Kragest lokaler Natur gleichzeitig eingeheii. Kr hiltrt diejenigen Organis;,ti<men und Vereine, die im« h keine Antxvoet erhallrn konnten, um (iedul«K «la eine Anzahl organisatorischer I ragen zu klären ist. so lass eine gewisse {Alllaufsfrist mdwendig wird. Bild eines Rabbiners. ll.'driikbiull fiir ftrrirksrubbinrr Itr. M:.\ Hcermann. Heilbronn. In «1er s« hxvefvn Z«*i! des Krieges wurde Dr. B«*crmann nach WiirtR inherg |H*ruleii. Kr hatte sieh «Initials s« hon einen j herx<»rrag«*nden Namen gemaehl und konnte seiner Bi|xverhung lim «Ii«* Hahbinerslelle in II« ilbroiin di** gljnz«*n«lst» n Z«*ugmsM> \*on jinlis« her in,«I and«*rer Seite) h«*iiügen. Kr kam. um * iu,* Pndn*- l*redigt zu halten^ Gestehm wir ruhig, dass wir lieim «rslen Auhti« k f*nttäiis« ht xxar«*n. Kit« kl« im r. uns« l,eiu!i.,rer Manij. K« in, stattli« he (ieslalt. Nit hls in s«-in«*m A' iiss« reu. xxas ihm xon x«»rnh« r« in uns«*r«* Svtvi|>:itlii«* xers» hptfen musste. Wie er alnT den Mund auftat. xvie xxir ihn hörten, wie er in souveräner Weise üImt «lie (»aln* «k s Red« veVfügle. xvie er uns mit seiner Rredigt |,a*kle uiul hinriss. da hatte er IK*i uns gewonnenes Spiel, i Kr war gexvisscrmasseii üIht sich selbst hinausge\v;*d)seii. Das k«"»r|M*rlüdi«* Manko Instand ni« td meltr. Wir hatten ihn in seiner xv a I, r e n Grösse erkannß. Wir gexvannm «lie I el»« rzeugung. «fit* uns s|»ät«*r die \vied«*r verlass« n hat. in ihm den rechten Mann für «Ii«* Stelle gefunden zu haben. In der Tal. xv ir hatten «|in«n Rabbiner von l»ed«ulendem Format. Wir batten in unseren engen Verhältnissen eine Fersönli« hkeit. «lie oHVnbar für einen weiteren Wirkungskreis geschossen war. Das hat Dr. Beennann in s«*in«*m LelK*n xx «Md ni«* ganz verw unden, dass er seine Tätigkeit nicht ii) Berlin oder einer anderen Grossgemeind«* entfalten! konnte. Mit einer g«*wisscn Bitterkeit konnte er sieh UariilxT auslussen. dass Verwaltungsjuristen oder andere in den Vertretungskörpern massgebende Herren bei Personalfragen mehr auf die Aeusserlirhkeit einer repräsentativen Erscheinung zu achten schienen, als auf den inneren Wert. Er machte kein Hehl daraus, dass sich solche Laien damit selbst als unzulänglich erwiesen, dass es ihnen an der nötigen Ehrfurcht vor dem Geiste gehrach, dass sie nicht würdig waren, bei der Auswahl unter Kandidaten ein Wort milzureden und die Entscheidung mittrefTen zu dürfen. Kr stand über ihnen. Dr. Reermann war in Norddcutschland geboren und kam zu uns. nachdem er lange Jahre seines Amtes in ()slpreuss«*n gewaltet hatte. Das Wesen des Menschen wird in weitem Masse mit vom Boden geprägt. Darum unterschied er sich in seiner Art von der unsrigen. Wenn er zum S« hluss einer Begegnung unsere Hand Hand nicht loslasscii wollte und wenn er uns in geholH*nem. fast feierlichem Tone den Gruss „Gott mit Ihnen!” entlud, so mussten wir dies als anders, als fremd empfinden. AIht. zart liesaitet wie Dr. Beermann war. entging es ihm nicht, dass der Schwalle nicht im Sturm eroliert sein will, dass wir das Ueberschwängliche nicht lielien. dass uns die Schlichtheit und Einfachheit als* schönste Tugend gilt, ln den Anfängen seines Wirkens bei uns hat Dr. Beermann in sehr freigebiger Weise Anerkennung gezollt: er floss von Freundlichkeit und Güte geradezu iilier. Es fiel ihm leicht, uns in das Gesicht hinein zu loben. Er musste erst die Erfahrung machen, «lass der Schwalle das nicht mag. dass er da nur verlegen und wohl gar von S«’hamröte ülierzogen wird. Aller |»ei seiner tiefgehenden Menschenkenntnis und seinem feinen psychologisehen Verständnis hat Dr. Beermann schnell gelernt. Fr war schmiegsam genug, um sein Wesen wandeln zu können. Er verstand, «lass, wie der Süddeutsche sein Herz ni« ht auf d«*r Zunge hat. auch er seihst zurückdrängen musste, was aus seinem Innern ülierstnunen wollte. Jedesmal, wenn ein Todesfall in der Gemeinde ein trat, sprac h Dr. B« ermann am Grab. Hier auf dem Friedhof muss sich ein Rabbiner liewähren. Die Hörer sind nicht nur niuläehtig. sondern zugleich auch kritisch gestimmt. Sie halten ein feines Ohr dafür, oh sich - der Geistliche nach einem allgemeinen Schema richtet, oder dem Einzelfall gereilU wird. Sie wollen nicht, «lass der Rabbiner nach einem rhelorisehen Erfolg hascht, sondern erwarten, dass er in ungekünstelter. zu Herzen gehender Rede die Trauernden tröstet und «ti,* G«*l»«»ugten aufrichtet. Ihm muss jeder Tote gleich nahe sein, ob er reich oder arm. sozial hochstehend oder von bescheidenem Range ist. Der VerslorlKMie xdl den Dank empfangen, der ihm für seine guten Eigenschaften, für seine Tugenden und Taten gebührt. Man soll und darf das Bild seines Wesens xerklären. aU'r man muss sich hüten, die Kurilen zu dick aufzutragen. Es ergibt sieb sonst ein Widerspruch, «■in schreiender Widerspruch zu der Wahrheit und Treu«*, welche jede Zeichnung erfordert. Wie oft waren xv ir ergrinVn, wenn wir Dr. R« ermann hei einer Beerdigung reden hörten! XX'ie ges« hi« kt hat er es vor- Zweites Spiel um den Pokal der „Gemeindezeitung“ -Ifakoah*4 gegen R. j. F. am!• September. Als «1er Verlag der ..Gemeindezeitüng” am 14. September vorigen Jahres einen Wanderpreis in Form eines Pokals für «lie erstmalige Begegnung der beiden ersten Fusshallinunitschuftcii des Sportklubs ..Hak,»ah und der R. j. F.-Sp«»rlgrup|H* Stuttgart stiftete und zwar mit der Bestimmung, dass der Preis jährlich ein Mal z\vis« hen «len ersten Manns« haften der genannten Verein,* nusg«*spielt werden solle — 1t. Stiftungsurkumle wird endgültiger Besitzer des Pokals diejenige Mannschaft, die ihn entweder drei Mal hintereinander oder insgesamt fünf Mal gewinnt — «la sollte diese Stiftung in erster Linie dazu beitrugen, dass das freundschaftliche Verhältnis zwischen «len Stuttgarter jüdischen Sportorganisationen in alle Zu kuiilt «lauert. Aus der am Hi. September vorigen Jahres erfolg ten Begegnung der!»ei«len Mannschaften ging R. j. F. Stuttgart mit 1:4 als Sieger hervor und gewann damit für «las erste Jahr den Pokal. — Nun trcITen sich beide Vereine wiederum zum Kampf um den Wanderpreis, und zwar diesmal am I. September auf dem Platz der ..Sportvereinigung Stuttgart” in Degerloch. Da das Kräfteverhältnis der Manns« haften ziemlich ausgeglü hen ist. darf man auf einen spannenden Kampf rechnen. Weite Kreise der Gemeinde sollten durch ihre Anwesenheit bei diesem Spiel l>ekundcn, dass der jüdische Sport von ihnen als ausgezeichnetes Erziehungsmittel im Rahmen der allgemeinen Bestrebungen zur Ertüchtigung der jüdischen Jugend gewürdigt wird. Wir haU*n erst unlängst an dieser Stelle darüber geklagt. «lass dem jüdischen Sport noch lange nicht «I i e Aufmerksamkeit geschenkt wird, die ihm unstreitig gebührt. Wir richten deshalb heule nochmals den Appell an unsere Leser, «len Weg nach Degerloch nicht zu scheuen und durch den Besuch des Pokalspiels unsere jüdischen Sportvereine ideell und materiell zu fördern. — Vor «lern Spiel der ersten Manns« haften Ireifen sich die beiden zweiten Mannschaften ebenfalls im Freundschaftsspiel Gottesdienstzeiten für die Synagoge in Heilbronn 1. Sept. Sonntag früh 7.45 Uhr Trau|erfeier für den verewigt. Herrn Bez.-Rabb. Dr. Beermann 11.00 Uhr an den XYochentagen: morgens 6.30 Uhr abends 6.00 Uhr 6. Sept. Freitagabend 6.30 Uhr 7. Sept. Sabbathmorgen 8.30 Uhr SabbathDachm. 3.15 Uhr Sabbathausgang 7-30 Uhr 8. Sept. Sonntag früh 7.45] Uhr an den Wochentagen: morgens 6.30 Uhr abends 6.00 Uhr 13. Sept. Freitagabend 6.30 Uhr 14. Sept. Sabbathmorgen 8.30 Uhr Sabbathnachm. 3.15 Uhr Sabbathausgang 7.15 Uhr 15. Sept. Sonntag früh 7.45 Uhr an den Wochentagen: morgens 6.30 Uhr abends 6.00 Uhr

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