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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-08-16 · 10 (16.8.1935) · p. Seite 73

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
10 (16.8.1935)
Date
1935-08-16
Page
Seite 73 (sequence 3)
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Juden und die Unterbringung von Pogromwatsen wurden organisiert. In Verbindung mit interkonfessionellen Hilfskomitees und Wohlfahrtsverbänden beteiligten sich die Bne »rill in Deutschland auch in hervorragender Weise an allgemein humanitären Aufgaben; Die ku 11 u r e I I e Tätigkeit erstreckte sich auf Förderung des Religionsunterrichts und der Jugendvereine, Errichtung von Wanderbibliotheken und Veranstaltung von Kulturfahrteil zur Verbreitung jüdischen Wissens, Gründung des Gesamtarchivs der deutschen Juden in Gemeinschaft mit dem Deutsch- Israelitischen Gemeindebund, Errichtung der Timen dorfer-Stiftung zur Förderung der wissenschaftlichen Fortbildung begabter junger Akademiker, die liercit wären, die Wissenschaft des Judentums in einer Universitätsstadt zu lehren, und eine intensive interne Arbeit durch Vorträge und Aussprachen. Der sozialen Fürsorge dienten der Ausbau und die Neugründung zahlreicher Anstalten aller Art, die Schaffung eines Netzes von Arbeitsnachweisen in Verbindung mit Berufsberatungsstellen und die Errichtung der Z e n t r a I w o h I f a h r t s s t e 11 e der deutschen Juden, die im Verein mit dem Deutsch- Israelitischen Gemeindehund und dem Frauenbund ins Leben gerufen wurde. Diese Gründung wurde während des Weltkrieges vorgenommen. in dem die Bne Brill in Deutschland auch eine umfassende Tätigkeit im Dienste der Verwundeten Hilfe entwickelten. So schufen sie den Vereinslazarettzug M. 3, der in 75 Fahrten rund 17 000 kranke und verwundete Mannschaften und Offiziere befördert und verpflegt hat. Zum Tode von Oberstleutnant Alfred Dreyfus. Im Alter von 70 Jahren ist Oberstleutnant Alfred Dreyfus, dessen großer Spionageprozeß ejnst die ganze Welt in Atem hielt, einem schweren Leiden erlegen. Am 14. Juli wurde er in Paris, in dessen Nähe er in der Zurückgezogenheit seiner stillen Häuslichkeit am Pure Monceau lebte, zu Grube getragen} Die Trauerfeierlichkeiten fanden aber nur im engsten Familienkreise statt. Der Tod des einst unter [so tragischen Umständen unschuldig verurteilten jüdischen Offiziers hat in der ganzen Welt nochmals die Erinnerung an die „Dreyfus Affäre" wachgerufen: die gesamte französische Presse widmete dem Verstorbenen Nachrufe. Ebenso wurde in der englischen Presse, die „Affäre” ausführlich wiedergegeben und ihre geschichtliche Bedeutung gewürdigt. Auch die großen deutschen Tageszeitungen brachten Meldungen über den Tbd von Alfred Dreyfus mit einem Rückblick auf sein Schicksal. Wir veröffentlichen anschliessend den erschütternden Bericht, den Alfred Dreyfus in seinen Memoiren über seine am 5. Januar 1005 vollzogene Degradation gibt: Die Degradation. Sonnabend, den ,5. Januar, wurde die Degradation vollzogen. leb ertrug «liev* unsägliche .Marter ohne Wanken. ' Eine Stunde vor der grauenvollen Zereijionie wartete ich im Zimmer des (iamisonsadjudanteu der Kriegs* schule. Während dieser endlosen Minute^ spannte ich ^.. ' 1 yietin 3fae 5%eund& und ^Bekannten Ihnen zu freudigen Anlässen Glückwünsche aussprechen, oder bei traurigen Ereignissen ihre Anteilnahme bekunden, dann wollen Sie sich doch für diese Aufmerksamkeiten bedanken! haben Sie schon daran gedacht, dass Sie dies am besten durch eine kleine Danksagung in der „Gemeindezeitung" tun können? — Sie erreichen damit alle — und sparen dabei Schreibarbeit und andere Unkosten. Und durch solche Anzeigen fördern Sie noch unser Blatt I Gemeindezeitung, 13 alle Kräfte meinen Lclnns aufs höchste an; die Er* innerung an die schrecklichen Monate, die hinter mir lagen, stieg vor mir auf; in abgerissenen Sätzen erwähnte ich «len letzten Besuch, «len mir Major Patv de Clam im Gefängnis gemacht. Ich protestierte gegen die verruchte Anklage, die wider mich erhoben war; bezog mich darauf, dnU ich an den Minister geschrie* Für die uns beim Hinscheiden unseres lieben Vaters Karl Eisig erwiesene Aufmerksamkeit sprechen ivir unseren herzlichen Dank aus. Heilbronn. Juli 1935. Familie Hermann Wolf Frau Hedwig Eisig. r r Ihre Verlobung geben bekannt EDITH Bi CK ART ARTHUR LAX Leipzig/Stuttgart, Olgastr. 131 ARTUR ARM MARIE ARM GEI. CYMIALIST VERMAHLTE AUGUST I »15 T\ LÄSZLÖ krausz SUSI KRAUSZ I geb. STRAUSS J VERMAHLTE | Lausanne Stuttgart 1 Trauung - 18 August 1935, Lausanne [ Pension „Ivrin" \ Priedel Krämer Willy Katz haben sich verlobt Heilbronn/Ly on Lyon Ihr« V«ralhlung gab«« baiannf WILLY HIRSCH RUTH HIRSCH gab. OTTENHEIM« LAHR I. BADEN LUDWIGSBURG Amtmann-Stain’Str. 12 T Trauung i 25. 6., 1 Uhr, Synagog« Ludwlgtburg Hodisatt i Rastauraal Blodi* Stuttgart i r STUTTG AR T Eugautftja 6 Statt Karten Für die uns anlässlich unserer Vermählung zugegangenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir auf diesem Wege herzlich. KURT SCHLOSS und Stuttgart FRAU MAJA geb. Harburger _> Ober# PauluMtr. 84 Israelitisches Gemeindevorsteheramt Stuttgart Der II. Gottesdienst an den hohen Feiertagen findet im Festsaal des Gustav Siegle-Hauses statt. Gemeindemitglieder, welche Eintrittskarten wünschen, werden gebeten. dies bis spätestens Montag, den 15. September 1935, j schriftlich der Gemeindepflege mitzuteilen. Dabei ist anzugeben, wieviel Herren-, Damen-, Knaben- und Mädchenplätze gewünscht werden. Wegen der Unterbringung der Kinder erfolgt noch eine besondere Bekanntmachung.; Die Karten für die gemieteten Synagogenplätze werden den Mietern in der Zeit vom 16.—20. September durch Boten ins Haus gebracht. Den Mietpreis, der auf der Karte angegeben ist. bitten wir dem Boten bei Ueberbringung der Karten auszuhändigen. Wir bitten die Gemeindemitglieder dringend, dem Boten doppelte Wege zu ersparen. Karten, welche durch den Boten nicht abgellefert werden konnten, können von Montag, den 23. bis einschliesslich Mittwoch, den 25. Septbr. ds. Js., in der Zeit von 10—12 Uhr vormittags und 3—5 Uhr nachmittags bei der Gemeindepflege gegen Entrichtung des Mietpreises abgeholt werden. Zu den gleichen Zeiten erfolgt auch die Neuvermietung von Plätzen. Für die Plätze, die nicht rechtzeitig gekündigt worden sind, muss der Mietpreis unter allen Umständen bezahlt werden, auch wenn etwa der Platz nicht In Anspruch genommen wird. 1 Stuttgart, den 6. August 1935 Lev I OFFEN EtS TELLEN Kein» Originalzen,nisse den Bemerbnn- Sen beifügen! 3eugntubfd>eif1en, Lichtilder ulw. stet, mit Namen und Anschrift ihre» Sefitzer» »ersehen I Feinste Damenschneiderei sucht begabte. Lehrmssch.u- Offerten erbeten u. 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Stuttgart, Kasernenstrasse 13 Postscheckkonto Stuttgart 362 S8 Gottesdienstzeiten für die Synagoge in Heilbronn 18. Aug. Sonntag früh 7.45 Uhr an den Wochentagen: morgens 6.30 Uhr abends (U)0 Uhr 23. Aug. Freitagabend 6.45 Uhr Wehraedanke im Sftaatsacionismua von Max Seh»ImM»N, Leutnant d. R. Reich bebilderteBroschare,behandelt die Erziehung zur jQdischen Wehrhaftigkeit. Preis SO Pfg. Durch jede Buchhandlung oder durch „Der Staatszionist". Berlin W 50, Augsburgerstr. 8. I DIVERSES Gesichtshaarentfernting mit Elektrolyse, Garantie für Dauererfolg. Margit MIRsr-^aGorgrSa Stuttgart*W, Augusteastr. 66. Tel. 64926 STELLEM-GESUCHE 6tir. SlRtzerschoefter im Haushalt erfahren, gnte Kenntnisse in Stenographie uns Schreidmaschtne, sucht vormtttaääbeschöttigung. auch baosrnönnische. Anaeb. erdeten u. Tel. 40500 oder E. 710 a. d. Semeindezeitung. 24. Aug. Sabbathmorgen 8.30 Uhr * (Neumondverk.) Sabbathnachm. 3.15 Uhr Sabbathausgang 7.55 Uhr 25. Aug. Sonntag früh 7.45 Uhr an den Wochentagen: morgens 6.30 Uhr abends 6.00 Uhr 28. Aug. Jom Kippur Kolon mittags 12.30 Uhr 30. Aug. Freitagabend- 6.45 Uhr 31. Aug. Sabbathmorgen 8.30 Uhr Sabbathnachm. 3.15 Uhr Sabbathausgang 7.45 Uhr 1. Sept. Sonntagfrüh 7.45 Uhr 5353485323532323234848232348535323

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