Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-04-01 · 1 (1.4.1935) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XII (1935-1936)
Issue
1 (1.4.1935)
Date
1935-04-01
Page
Seite 10 (sequence 10)
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4904101-5442819-5443397--4334-4908108
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

10 - Stuttgart. Am 24 März vji-iltc' dir ..Hakoah KarNriihimit ihrer i. und II Fußballmannschaft sowi<* i*iiu*r SthülcrmannMhafl beim hie*ipen Namensvettor. Das Spiel der I. Maniisjchaftim wurde tri einem lebhaften und fairen Kampfe au-fretragen. IJie Stuttgarter hatten eilte t itt-tt^IInttsr ihrer Mannschaft v itrgimirin nit'ii. die sich gut hewahrte. Bis /ur Halbzeit stand das Spiel I : o. I rijtz größter Anstrengungen der Karlsruher gelang ilihen der Ausgleich nicht. Sie konnte n mich nicht verhindern, daß Stuttgart noch zwei weiten1 Iore erzielte und somit mit v.O siegreich blieb. \nschlieHetld spielten die Sthiilerinnnii'it ufteii. I * war eine I r nde. das temperament- V, II,- s,.,.’l dei Inngen zu selten. Auch hier siegten du S|i,ttg.(rtei mit 5 : n ^imuiehr trafen sich die II Mannschaften. Nachdem das Spiel bei Halbzeit «: I stand, gelang tjs den Stuttgartern, mit fur sjch zu entscheiden. Anschließend - und I reunde'beider Vereine gemnt- I, hin) eins freundschaftliche V erljallnis b and (.egenr|de nochmals zum Ausf’il Ka I Ist’ll ll» ' . I das Spiel blieben "|lli’!l‘ lieh beis.ü nm i .am li di b. Stuttgart. Handball .im| J4. Marz: ll.j f. Stuttl; , | . (.Oppiugeu ** : 4 0:0. hin schönes, faires.! 11.L.i I ’.u entlud gut geleitetes hreiilidschaftss|,n I i.oppiii.eu set/t. sofottimit ex.iki zugespielten Mhneilen Vnuiiften ein. nml efie Stuttgart sich finden könnt ’, stand da» Spjel schont u :Vber bald halte ''tiiltg.ct I dusitnalMit erfaßt jntuI konnte durch noch schnelle!” Viiulilte die Partie blzur Halbzeit auf i ’ -lc een. \,ah det l’aii'i* liominierte Stuttgart, (■oppiugi a « ll dem lenipo liucht mehr gewachsen, sein "1111111 'sani /n keiner einheitlichen Leistung ,01 l>, 1.1 g.-na /uspiel mild gutem Ballfassett .konnte ( .. .je •._■ ’i Mail < .astgjebl r etwas lernen. Sttitlgatl. im di: /weiten fl.ikk.ihi.ih in lel-Aviv wiiii .i,.i .!!• .Hakoah" cfrifeten sein. Der vor . ini_i M \|o’iaten /um ..Ihn kluhba” Berlin berufene "fntlL ' ■ I i.i 'Iiiiiallspieler js o n ' t .1 ll t i ll < V III - |> a i i - i and d- VliNelsihnjier in der Deutschen V M.ikk Ila I^iiiilb.iI!lii.oinsibaft antreteii. Sein gewalngei! imie,,1. di i iitw. stuttj.’artern noch in bester . I.tihne: :ii_ i-i. wird auch in lel-Vviv Begeisterung ' hc rvi.itof« n In der Makkabi-hußballmanti'chaft Willi i. . I I,!’ .1 I d (. r ii n f e lld ebenfalls als Mittel- , sturme! .i,i, -n (.rmifebl. ilc’s'cm te chnisches und truki”ntn - "t• 11 i stet. Bewunderung hervorruft. vcirtl den w ui’s gis.Inn Ma k kalil'port würdig vertn ii ii V\ ,• « iii|.i|i, i, den be'u|en S|Mirtlern die besten f r f< Stuttgart. I . r o I i . t i|i a n u . Mitglied der r II i.l . - ■ 11 ” r 1111; o wurde das Deutsche I n nt- und ' S,„,| ,.. i ■, i,, 1, -m Btoii/e vel Indien. Stuttgart. I > i. li edh'j iigeiiilspoMabzeiiheu iiw.nbe i < I i I o 11 i i ll u i g o i ii nil Walter liebermu beide Mitglieder i!>-s "|Hirtkliil>s ..Hakoah“. -«v Ih’ilbronn. Mit d> n er/ii!ijm Be'iiltaten bei den letzlen [• llßli.dll leflell kann 'ijh die "portgTUp()e des li.i I . Ib ilbioiin ii, ,, bissen.| B i len hiesigen h nßb.dleni Iiei [-eiet ein gi'siindeI sportlicher (»eist, so daß an der liege i-terung . mit der in den letzten Woifon -.1 spilt winl. 'eine j I reiide halten kann: "chw.iufuii geschlagen. Heidelberg mit ':l besiegt and n111’ mall da' I uenlscl|iecleu gegen ..Hakoah" stetig ft’ |1.s,.m!, r. wacker '(hing 'ich bei dieser In -i - i i:._ i.as gesamte "c ii 11, ßd rcic c k einschließlich ■ i" ■ ■ o w .i’lile: W eil. der -jelb'l die schwierigsten 1 eil b _ ■ -di li k I |j.11 icrte. | B. . ■ I t Statistik der deutschen Juden. Das Statistische Reichsamt veröffentlicht jetzt eine /.iisammc'nstellung über die Juden im Deutschen Reich in den Jahren von 1816 bis 1933. Am 16 Juni 1933 wohnten im Deutschen Reich (ohne Saargebiet! 499 68g, Personen, die sich ihrer Religionszugehörigkeit nach als Juden bezeichnet haben, d s. 64 697 weniger als 1925. Damit ist die Zahl der Juden zum erstenmal seit der Kinanzipatiou vor rund 120 Jahren im Deutschen Reich im ganzen zurückgegangen. Bei Beurteilung dieser und der weiteren Zahlen ist stets zu beachten, daß hei den deutschen Volkszählungen die Juden lediglich nach der Religionszugehörigkeit ermittelt worden sind, daß also unter Juden hier lediglich die in der jüdischen (israelitischen. mosaischen) Religionsgemeinschaft befindlichen Juden zu verstehen sind. Im Jahre 1816. wenige Jahre nach Verleihung des Bürgerrechts an die Juden in den meisten deutschen Ländern, lebten im Gebiet des heutigen Deutschen Reiches (einschließlich Saargebiet) rd. 214 000 Juden, d h. 0.97 v.H. der Bevölkerung. Zahl und Anteil der Juden sind zunächst infolge ihres höheren Geburtenüberschusses ständig gestiegen. Die Verluste, die dem Judentum durch die starke Taufbewegung in den ersten Jahrzehnten nach Verleihung des Bürgerrechts entstanden, wurden durch Zuwanderung aus dem Osten ausgeglichen. Line gewisse Stagnation, die 1852 gegenüber 1845 festzustelien ist. dürfte teils auf einschränkende Maßnahmen in der Judenpolitik, teils auf die jüdische Beteiligung an der deutschen Anterikawanderiing zuriick/tifiiliren sein. Im Jahre 1871 wohnten im Deutschen Reich heutigen Umfangs 385 000 Juden, d. h. 1.05 v.H. der Bevölkerung, im Deutschem Reich früheren Umfangs 512 000 Juden, d. h. t.25 v. H. der Bevölkerung. Seit den achtziger Jahren macht sich die Rückentwicklung des Judentums liemerkbar. Zwar ist von 1871 bis 1925 im Deutschen Reich (heutigen Gebietsstandes) von Zählung zu Zählung eine Ziinuhme der Juden zu verzeichnen; sichält aber keineswegs Schritt mit der allgemeinen Bc völkc riingsenlw icklnng. Seit 1900 bilden die Juden lim heutigen Reichsgebiet) wieder weniger als 1 v.H. der Reidisbevölkerung. Die sinkenden Anteilziffern der Glaubensjuden zeigen einesteils den Abfall der natürlichen Bevölkerungsvermehrung der Juden im Jahrhundert der Emanzipation an. andernteils den Kinfluß von Mischehen und Taufen. Im Deutschen Reich heutigen Umfangs (mit Saargebiet) befanden sich im Jahre 1910 rd. 539 000 Juden,, d. s. 0.92 v. H. der Gesamtbevölkerung. In den ersten Jahren nach dem Krieg ist ein erheblicher Teil der Juden aus den abgetrennten Gebieten in das Reich gezogen; dazu verstärkte sich die Zuwanderung von Ostjuden in das Reich außerordentlich. Bei der Zählung von 1923 wurden 564000 Juden, d. h. 0.90 v.H der Bevölkerung, ermittelt; hinzu kommen rd. 4000 Juden im Saargebiet. Berlin nimmt als Niederlassung der Juden eine überragende Stellung ein: hier lebte 1933 ein Drittel aller Juden des Reiches. Die übrigen Großstädte folgen Berlin hinsichtlich der Zahl der Juden erst in weiterem Abstand. Jüdische Gemeinden (im Sinne der örtlichen Einheit, nicht der Kulturgemeinde) mit mehr als 10 000 Personen gibt es in folgenden fünf Großstädten: Frankfurt a. Main rund 26200 Juden (4.7 v.H. der Bevölkerung), Bresluu rd. 20200 Juden (3,2 v.H. der Bevölkerung), Hamburg 16900 Juden (t.5 v. H. der Bevölkerung). Köln 14 800 Juden (2,0 v. H. der Bevölkerung), Leipzig 11 600 Juden (1.6 v.H. der Bevölkerung). In diesen fünf Großstädten zusammen wohnten 1933 wie 1923 rd. 18 V. H. aller Juden im Reich. Die Reihenfolge der Städte entspricht nicht der nach der Einwohnerzahl: von den Gemeinden, die 1933 ebenfalls mehr als eine halbe Million Einwohner hatten, fehlen hier München, Essen. Dresden und Dortmund. Nach der Zählung von 1923 gehörte auch München zu den Städten mit mehr als 10 000 Juden, jetzt wohnen hier noch rd. 9000 Juden. Leipzig ist dagegen erst seit 1925 in die Gruppe der Städte mit den stärksten jüdischen Gemeinden eilige rückt. Laßt man Berlin und die vorgenannten Städte zusammen, so ergibt sich, daß hier 1933 rd. 250 000. d h. die Hälfte (50.t v.H.) aller Juden im Reich, wohnten: in den gleichen Gemeinden w urden 1925 rd. 274 000 Juden, d. h. 48,6 v. H. der Gesamtzahl, gezählt. Tleue Hkichec. Fünf neue Schockenbändchen. ..l itt Schockenbändchett“ das ist für unsere Gemeinschaft schon ein Begriff geworden, der etwas Wertvolles in Paarung mit dem Schönen umschließt: Das Wertvolle ist der Inhalt, das Schöne ist die freundlich-gediegene Ausstattung dieser Bücher — und beides kann inan immer nur wieder loben. Das 18. Bändchen: ein ..Geschichten btt eh" mit vielen sinntiefen Erzählungen aus dem jüdisch-deutschen Maafiebuch. ausgewählt und übertragen von I. tt d w ig Strauß. Es ist ein lauterer (Jttell jüdischer Ge istigkeit. — ln eine' eigenartige Welt der Betrachtung von Menschen und Dingen führt Heinz Politzers Zusammenstellung ans den Schriften des Dichters Franz Kafka ein. Die unter dem Titel ..\ ordern Gesetz** vereinigtem Prosastücke (Band 19) ge währe t! einen guten Einblick in die Problematik und psychologische Tiefe eines int (.elieiin ms vollen wurzelnden Denkers. — Das 20. Bändchen bringt uns den großen jüdischen Reljgionspltilosophen Herma litt Collen in vier Abhandlungen über das \ erhalten von Mensch zu Mensch nach de r Lehre des Judentums nahe. Martin Ruber schickt den Abschnitten ein Vorwort voraus, das chm verpflichtenden Ruf der lins gebotenen Nächstenliebe unterstreicht. Sammeltitel für das Buch ist ..D er X ü ch s t c‘*. — Martin B u b e r zeichnet int 21. Bändchen — übrigens ein Meisterwerk stilvoller Driickgestultnng — Zitate des großen Rabbi Israel ben Elieser. genannt ..Baul-Schem-Tow“ auf. ..Des Baal-Rchem-Tow-Unter Weisung im Umgang mit Gott**, nach Buber der Begründer JtkflschM und Ra LEVI »wd«m Schrifttum bei calwerstrasse 2« einer realistischen und aktivistisdien Mystik, ist ein rechtes Büchlein für besinnliche Stunden, in denen der Mensch sich seinem Gotte nähert. — Eine wirkliche Kostbarkeit sind die das 22. Bändchen ausmachenden sechs aquarellierten Zeichnungen eines unltekannten Juden der Biedermeierzeit, die unter dem Titel „Die J o s e f s I e g e 11 d e‘‘ hier mit den zugehörigen Schriftstellen in der Buber-Rosenzweigschen Verdeutschung vereinigt wurden. Die Kunsthistorikern Erna Stein gibt den die Josefsgeschichte behandelnden Ze ichnungen eine sehr interessante genetische Deutung. Und nun noch zum 25. Büchlein: ..R e j t e Pomeranzen“ (Ostjüdische Schwänke und Erzählungen) .die Immanuel Ol svanger gesammelt hat — gleichzeitig eine überaus *.7l. Wilhelm Seitz Polstermö beiand Tapezier geschält KSSUNOEN a..V. Obertonstr. 19 / Fernspr. 7284 ® Koetter&Cie. Stuttgart-Untertürkheim Rollenpapierfabrik Immer auf unser Blatt Bezug GebrOder Simon A.-G. Import- und Großhandel ▼on Mlneralschmierölen Verkant nar an HIndier Papiergroßhandlung nehmen I STUTTGART-S / OLGASTR. 107 X Julius Wenzler X Eßlingen a.N.,Ottilienplatz 12, Fernspr.6228 Holz- und Kohlenhandlung Spedition / Möbeltransporte Torf streu und Torfmull Kurt Bischofff SchralbRiaschiRRn- Stmttgart / EoseabergitraBe Nr. 4» Feraraf MM - Billigste Berechnung JSad. Cannstatt Zur Frühjahrsputzerai alle einschlägigen Artikel aus der KANN EN-DROGERIE Kräuterhaus EMIL BRENNER, Seelbergstr. 2 Rabattsparverein t Kauft bei unseren Inserenten1 Ausführung sämtlicher Maler- /V#\/\ Rfhpjfpn IHREN NEUEN HUT saufen Sie am vorteilhaftesten bei HAHNLE, Marktstraße 10 Gebr.Uaadcrer Bad Cannstatt Fabrikstraße 47 — Fernsprecher 50229 HERMANN FISCHER TAPEZIER UND DEKORATEUR Großes Lager in Vorhang- und Möbelstoffen STUTTGART-BAD CA NM STATT Badstrasse Nr. 16 Telefon Nr. 512» Obst, Gemüse, SfiMfite zu billigsten Preisen, frei Haus. W. Heppeler KSafgstrnBe 41 (gegen, d. Synagoge) Sieil&tonn a. 71. Goflesdlenslzcllen für die Synagoge in Heilbronn 29. März Freitagabend 6.30 Uhr Sabbatbmorgen 9.0(J Uhr Neumondsverkündigung Sabbatbnacbmittag 3.00 Ubr Sabbatbausgang 7.20 Ubr 30. März Sonntagfrüb 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens 6.45 Ubr abends 6.00 Ubr 5. April Freitagabend 6.45 Ubr Sabbatbmorgen 9.00 Ubr Sabbatbnacbmittag 3.00 Ubr Sabbatbausgang 7.30 Ubr 7. April Sonntagfrüb 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens 6.45 Ubr abends 6.00 Ubr 12. April Freitagabend 6.45 Ubr Sabbatbmorgen 9.00 Ubr Sabbatbnacbmittag 3.00 Uhr Sabbatbausgang 7.45 Ubr 14. April Sonntagfrüb 7.45 Ubr an den Wochentagen: morgens 6.45 Ubr abends 6.00 Uhr Ferdinand Hahn Brot- und Feinbäckerei Wilhelmstr. 2*4 i Telefon 2106 empfiehlt täglich zweimal frische Brötchen sowie Brot und Berthes. Za Pesadi besonders jegliche Art von Torten, Kleingebäck und Zwieback. ELEGANTE XecceH=J(teiduHQ) Herrenu. Burschen-Anzüge Sport-Anzüge — Gabardln- MAntel,sowie Kinderkleidung KONFEKTIONSHAUS Süßkind - Jh.^Bohm HEILBRONN a. N. / SÜLMERSTR. 59 Schuhwaren aller Art kaufen Sie bekannt gut und billig im Schuhhaus Mandellaub ,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.