Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 23 (1.3.1935)
- Date
- 1935-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
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— 201 — Goitcftdicnstzciicn Goiiesdienstzeiten für die ItraelllUdie Gemeinde Stuttgart. Synagoge iirad. ReUglomgeeelbdiaft, SdüonerstT. 2 Hanpltynagoge HotpUaktrage. 1. März Werktagsgottesdienst Freitagabend 2. März Sabbatb 3. März Werktagsgottesdienst 4. März Werktagsgottesdienst Jom Kippur Koton 5. -7. März Werktagsgottesdienst 8. März Werktagsgottesdienst Freitagabend 9. März Sabbatb 10. März Werktagsgottesdienst 11. -14. März Werktagsgottesdienst 15. März Werktagsgottesdienst Freitagabend 16. März Sabbatb 17. März Werktagsgottesdienst 7.15 Ubr morgs. 6.00 Ubr abends 9.00 Ubr morgs. 6.49 Ubr abends 8.00 Ubr morgs. 5.45 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 12.30 Ubr nachm. 5.45 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 5.45 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. , 6.00 Ubr abends 9.00 Ubr morgs. 6.59 Ubr abends 8.00 Ubr morgs. 5.45 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 5.45 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 6.15 Ubr abends 9.00 Ubr morgs. 7.10 Ubr abends 8.00 Ubr morgs. 6.00 Ubr abends 1. März Freitagabend 2. März Scbabbos 3. März 4. März Jaum Kippur Koton 5. -8. März 8. März Freitagabend 9. März Scbabbos 10. März 11.-15. März 15, März Freitagabend 16. März Scbabbos 5.50 Ubr abends 8.30 Ubr morgs. 1.00 und 4.00 Ubr nachm. 6.50 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 1.00 Ubr nacbm. I 8.00 Ubr abends 6.45 Ubr morgs. 12.45 Ubr nachm. 8.00 Ubr abends 6.45 Ubr morgs. 1.00 Ubr nacbm. 8.00 Ubr abends 6.00 Ubr abends 8.30 Ubr morgs. 1.00 und 4.00 Ubr nacbm. 7.00 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 1.00 Ubr nacbm. 8.00 Ubr abends 6.45 Ubr morgs. 1.00 Ubr nacbm. 8.00 Ubr abends 6 15 Ubr abends 8.30 Ubr morgs. 1.00 und 4.00 Ubr nacbm. 7.15 Ubr abends R.j.F. Stiitipart butte bei Halbzeit seinen Siep so sidicrpestellt. daß er sieb bei der zweiten erlauben konnte, das Tempo zu verlangsamen. Heilbronn. Beim Spiel der R.j.F.-Fußbuller gegen „Hakoab“ Karlsruhe rechnete man allgemein mit einem Kampf zweier gleichwertiger Mannschaften. Die Enttäuschung war aber groß, als man schon bald feststellen mußte, daß die stark ersatzgeschwächte Heilbrunner Klf ihrem sehr gut aufgelegten Gegner nicht gewachsen war. Mit einem Flfineter fing der Torsegen der Karlrstiber an, und zum Schluß stund die Purtie 9 : 2 für die Gäste. Eine wenig ruhmreiche Niederlage für Heilbronn! Die zweite Mannschaft schlug sich wesentlich besser und schob sich durch einen schönen 4 : I-Sieg gegen „Hakoab" Karlsruhe in der Tabelle ein Stück vorwärts. — Nach langer Pause traten auch die Alten Herren vom R.j.F. Ileilbronn in Heidelberg wieder einmal auf den Plan. Trotzdem Heidelberg den ersten Treffer erzielen konnte, sorgten O. Victor und 8. Maier dafür, daß das Spiel doch noch mit 2 : I gewonnen wurde. — Sehr gefreut hat man sich hier über das gute Abschneiden der kleinen Ski-Abteilung des R.j.F. Heilbronn bei den Vereinsmeisterschaften des R.j.F. Stuttgart in Mitjteltal. B. Tleue JkicAec. E. Smolly: „Der Retter von Chul a". Erich Reiß-Verlug. Berlin. Geschichten für unsere Jugend aus dem neuen Palästina, an denen aber auch Erwachsene ihre Freude haben. Das Bild eines frischen jüdischen Jungen, hinter dem sich das palästinensische Hügelland dehnt, schmückt die Einbanddecke (Entwurf Ludwig Schwerin). Neben den dramatischen Erzählungen aus der Zeit der ersten planvollen Siedlung — hier ist besonders die Geschichte des „Retters von Chula“ aus dem Hule-Gebiet zu rühmen — stehen Schilderungen naturverbundenen Jugendlebens wie „Arnos, der Hirt“ oder „Skorpione“. Anderes dagegen ist recht bläßlich und ohne rechtes Profil. Die Szene „Alles liegt bei Gott“ scheint uns im übrigen garnicht am Platze. Aber dieses aus dem Hebräische» übersetzte Buch ist ja erst ein Anfang, und der ist. im ganzen gesehen, doch ein recht guter. Sehr schön die Skizze „Bialik hat Geburtstag“, voll Poesie die Geschichten von den Bachstelzen, die von der Liebe des jüdischen Schulkindes umfangen werden. Die neun Bilder von Heinz Wallenberg, die das Jugendbuch schmücken, sind — wie immer — eine rechte Freude! r. Schriften des Vortrupp-Verlags, Berlin. In der Schriftenreihe; ..Deutschjüdischer Weg“ sind bisher zwei Broschüren erschienen. Die erste — „Wir deutschen Juden“ betitelt — hat den bekannten Theoretiker der deutsch-jüdischen Ideologie Dr. Hu ns Joachim Schoeps zum Verfasser, dessen eigenwillige Art der Betrachtung unseres jüdischen Geschicks Ausdruck einer starken, ehrlichen Gesinnung ist — wenn auch, insbesondere von seiten der jüdischen Theologie*, erst in letzter Zeit wieder heftiger Widerspruch gegen seine Ideen zutage trat. — Die zweite Broschüre ist eine Sammelschrift, in der „Wille und Weg des deutschen Judentums“ von Dr. Leo l.öwenstein (R.j.F.), Dr. Alfred Hirschberg (C.-V.). Heinz Kellermann (Bund deutsch-jüd. Jugend) und Dr. Hans jouchiin Schoeps („Deutscher Vortrupp“) von der W arte der durch sie vertretenen Organisationen aus gezeigt und gedeutet werden. Rabbiner Dr. Raeck schickt den Aufsätzen ein Vorwort voraus, in dem als „letzte Frage für uns“ die Frage unserer jüdischen Beziehung zu Gott mahnend herausgestellt wird. — Es sei auch nochmals an die vom R.j.F. Jüdisch«« und L E V I »wdtrw Schrifttum bei cälwewstwasse w herausgegebenen, im Vortrupp-Verlag erschienenen ..Kriegsbriefe gefallener deutscher Juden“ erinnert (siehe Gemeinde-Zeitung vom I. Januar und I. Februar 1935). deren Erwerb Ehrenpflicht jedes jüdischen Hauses ist. „Arbeiterinnen erzählen . . (Kampf und Leben in Erez Israel). Diese vom Deutschen Landesverband des „Hechaluz“ herausgegebenen, im Verlag „Kedem“. Berlin-Charlottenburg, unlängst erschienenen Briefe und Tagebuchblätter jüdische» Landarbeiterinnen in Palästina sind heute schon klassische Dokumente jener Zeit, da Juden unter Einsatz ihres Lebens an den Aufbau des „Alt-Neulandes“ herangingen. Alle Brüder und Schwestern, die vor ihrer Alijah stehen, sie alle — ob jung oder alt — sollten dieses Buch lesen! Dann würden sie der großen Aufgabe und Verpflichtung, die ihrer harren, sich ganz bewußt werden Und sich geistig und seelisch rüsten, um derer, die in dem vorliegenden Buch von ihrem Leid und Glück -erzählen, wert zu sein. Mit diesen Briefen und stillen Bekenntnisse n schließt sich dem Leser ein Stück heroischen Pioniertums in Erez Israel auf. Es ist das Hohe Lied der Chaluza, die um Boden und menschliche Gemeinschaft ringt, die tapfer die Anfangsjahre der „Kibbusch Awoda“ durchsteht und mit der „Eroberung der Arbeit“ in ein Leben hineinwächst, das in seiner Treue und Hingabe an die Idee nun Tausenden von jungen Juden Vorbild geworden ist. Damals erhielt der Begriff der „Cbaluziuth" seine typologisdie Ausprägung. So läßt dieses Sammelbuch noch einmal die ganze selbstlose Leistung einer Generation erstehen, aus deren» Idealismus sandige (Jede zu blühendem Land geworden ist. Dieser Idealismus ist Grundlage des Aufbaus im Lande der Väter. — ~ r. Die deutschen Juden in Palästina. Dr. Georg Landauer, der Leiter der Abteilung für Ansiedlung deutscher Juden in Palästina, befindet sich, aus Amerika kommend, wo er an bedeutsamen Tagungen teilgenommen hat, für kurze Zeit in Berlin. Bei einem von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland veranstalteten Presse-Empfang äußerte* sich Dr. Landauer ausführlich, über das Ergebnis der bisherigen Arbeit und die Pläne für die nächste Zeit. In den letzten 1'i* Jahren sind annähernd 20000 Menschen aus Deutschland pach Palästina eiugewundert. Von ihnen war die Hälfte ohne Mittel, und die Palästina-Regierung hat für sie ein Drittel aller Zertifikate bestimmt. 8000 Einwanderer sind auf das Land gegangen, 12 00C) haben sich in den Städten — von ihnen 6000 in Tel Aw iw — niedergelassen, eine bei den gegenwärtigen Verhältnissen relativ sehr günstig«* Verteilung. Acht neue Siedlungspunktc. deren Kern fast durchweg ehemalige Akademiker bilden, sind durch die Initiative der mit Kapital ins Lhnd Gekommenen entstunden. Die von Dr. Landauer geleitete Abteilung hat diese neuen Siedler durch Entsendung von Instruktoren und durch Gründung der „Rosco“. einer kreditgewährenden SiedUmgsgesellschaft, unterstützt. Sie hat von der Gründung neuer Kolonien für unbemittelte Einwanderer dagegen einstweilen Abstand genommen und dafür bestehende Kolonien durch Bereitstellung von Geldern zur Intensivierung ihrer Wirtschaften aufnahmefähig gemacht. So wurden 1000 Siedlerstellen in diesen Kolonien geschaffen unctxbeiiso viele werden im laufenden Arbeitsjahr entstehen. Besondere Aufmerksamkeit hat die Ansiedlungsstelle der Vollendung der Berufsausbildung in» J-ande selbst zugewandt und bisher etwa 4000 Menschen so weit fördern können, daß sie als vollausgebildet anzusehen sind. Der größte* Teil von ihnen-ist in der Landwirtschaft geblieben. Auch die handwerkliche Ausbildung erfolgte in zwölf Lehrbetrieben auf dem Lande, um die Olim schon während der Lehrzeit mit dem Boden zu verwurzeln. Geistigen Arbeitern ist das \erbleiben in ihrem Beruf durch Sti|M*ndien ermöglicht worden, die verschiedenen Instituten zur Verfügung gestellt wurden. Dem größten Teil der deutschen Juden in Palästina geht es nicht schlecht. Schon jetzt liegen mehr als 2000 Anforderungsanträge für Eltern und Verwandte vor. während die Rückwanderung verschwindend gering ist. Schwierigkeiten bei der Einordnung»— die* vor allem durch das Zusammentreffen mit dem ostjüdischen Teil des Jischuw entstanden waren, sind im Laufe der Zeit fast restlos behoben worden. Für die industrielle Erschließung des Landes hat die Einwanderung der deutschen Juden sich gut ausgewirkt. Bei einem Anteil an der Gesamtein wandeln jedes jüdische 'Haus die Gemeinde-Zeitung I Al&extQexsoH Rotastraß« 5 / Telefon 23394 Reparaturen z Auf bügeln/Aenderungen Ernten rtamicn»Stuttgart BßdiaenstraBe 15 / Telefon S.-A. 22755 58 SPEZIALHAUS fär Flußu. Seeflsdie Wild und Geflügel QuUnsur-Sitotalkuifa Diu. Delikatessen v« Mimrlrtt Inserate ln der Gemeinde- Zeitung finden stärkste Beachtungl 4>»f» / em<ifeW T»,ttch |tt|<*» Carl Gi&tsVter IbatartMt» 84 / Trief»» 84812 WERBET für die Gemeinde-Zeitung 1 Selffan-Gerlach Fernruf 22685, Langestr.il A Wasch« u. Putzm Ittel -Jolletteartikel Ernst Balm räs Feinkost / Fische / Ge» Hügel Kolonialwaren Weine / Obst und Gemüse “Ulm a. D. tiisfaf Mollerter am Judenhof •Jim a. Elektro- und Radiohaus HANS MAIER Kornhautplatz Nr. 8 / Fernsprecher Nr. 3646 Ausführung timtl. elektrischer Imiallatioraeroefien u. Reparaturen EMPFEHLE MEINEN DAMEN- UND HERREN-FRISEUR-SALON W. 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