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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1935-02-16 · 22 (16.2.1935) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
22 (16.2.1935)
Date
1935-02-16
Page
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Aus den Gemeinden lüäctteHiBeegs. Stuttgart. Sitzung des Israel. Vorstehera m t s am 7. Februar. Der erste stellvertr. \ orsitzende des Vorsteheramts. Karl I.evi. rröfnete die Sitzung; und brachte» ein Sehre»ibe»n O s k a » R o t.h s di i I d s zur Verlesung, in welchem dieser sein Amt als Vor steiler der Gemeinde und den Vorsitz im Vorstehermnt niederlegt, wi-il er glaubt, das Vertrauen der Mehrheit «ler Gemeinde: soweit sie durch den ..Gen tr#lvercin de ulscher Staatsbürger jüdischen Glau b«tns" und den „Rriehsbtind jüd. Frontsoldaten“ repräsentiert werde. ni«ht mehr zu besitzen. Diese Auffassung stütze sich auf die Stellungnahme der beiden genannten Organisationen anläßlich seiner, damals »ifn Karl I.evi vorsc-schlagc-nen. Kandidatur zur Lanilgsversnininlung. I.evi berichtet»» sodann weiter, daß si«h die Herren Rabbiner und Lehrer sofort in einem Schreiben an Oskar Rothschild gewandt und ihn gebeten haben, sein Amt wieder zu übernehmen, da er der treueste Sachwalter der Gemeinschaft sei. der stgeng objektiv und unbeirrbar' überparteilich die Geschalte mit außerordentlicher Sachkenntnis und großem Geschieh geführt habe. I.evi teilte sodann mit. daß er mit den Vorsitzenden des Centralvereins und clfs R.j.F. sofort nach Kmpfang des Rothschild sehen Briefes Verhandlungen geführt habe, um Gewißheit darüber zu erhalten, ob die Rothschild sehe Annahme, daß er die beiden genannten Organisationen nicht hinter sich wisse, zu treffe. Fr habe daraufhin von jeder dieser Organisationen ein Schreiben erhalten. iU welchem diese, wie auch deren V orsitzenden persönlich. der I ciligkeit Oskar Rothschilds imVorsteheratut voll«» Vnerkennnng zollen und insbesondere die stets überparteiliche Führung der Ge-schafle dos Vorsitzenden bestätigen. Auf Grund dieser (Erklärungen und anderer gleichlautender aus Kreisen der Gemeinde habe sich dann Rothschild schweren Herzens entschlossen', seine Riicktrittserklärung zurüeh/unehnien. Er habe sich dabei unter Hintansetzung gewichtiger persönlicher Bedenken von der V erantwortnng fiir die jüdische Gemeinschaft leiten lassen. Das V orsleheramt hat von diesem Bericht mit lebhafter Befriedigung. die besonders durch Friedrich L. Kiete ' zum Ausdruck gebracht wurde». Kenntnis genommen. Vuf Frage e rklärte Rothschild noch, daß er durch die Briefe des C .-V. und R.j.F. auch Idie Meinungsversthic-denhcitcn als beseitigt ansehe, die anläßlich seiner-cKandidatur zur Lande sver-ummlang entstanden seien. Den Vorsitz übernahm sodann wieder (Kkar Rothschild. Da l)r. Hermann Merzbacher erkrank t war. erstattete Fritz Bemrio. der mit erstgenanntem Vorsteher an der Tagung der Israel. Landesversammlung vom ». Februar teilgenommen hat. ülter die dort geliihrten Verhandlungen einen ausführlichen Bericht. Bezüglich der Entsendung eines Vertreters des V orstelu ramt» in den Erweiterten Oberrat wurde beschlossen, hierfür den Vorsitzenden de* Vorsteheramts. Oskar Rothschild, zu benennen. Dieser soll im Verhinderungsfälle im Erweilerten Oberrat durch seine Stellvertreter (Karl Lrvi oder Dr. Ries) vertreten werden. Der Israel. Oberrat bat dem Vorsteheramt mitgeteilt, daß er sich jetzt Schon an die Reichsvertretung wegen Benennung eines Gutachters wenden will, der die gesamte Verwaltung in Hinsicht auf etwa mögliche Sparmaßnah- 1 men überprüfen soll. Auf Anfrage des Oberrats hat sich das Vorsteheramt bereit erklärt, auch seinerseits die Verwaltung der Gemeinde einschließlich des Für sorgeamts dieser Prüfung unterziehen zu lassen. — Leber das Ersuchen des Keren Kajemeth LejIsrael, die Israel. Gemeinde Stuttgart zu Ehren des unlängst verstorbenen Barons Fdmond de» Rothschild in das Goldene Buch des K.K.Ieintragen zu lassen, wurde nach einer längeren Aussprache grundsätzliche Bereitwilligkeit des Kollegiums festgestellt. Verschiedene Auffassungen herrschten nur darüber, ob die Gemeinde den hierzu erforderlichen Betrag allein zur " V erfügung stellen oder ob sich an dieser Spende noch andere Organisationen oder Gemeinden beteiligen sollen. Schließlich wurde mit Mehrheit der Eintrag der Gemeinde in das Goldene Buch beschlossen, insbesondere. nachdem Stadtrabbiner Dr. Rieger und Rabbiner Dr. Auerbach diese Spende als jüdische Ehrenußicht warm empfohlen hatten. Karl Levi. der über diese» Angelegenheit berichtete, gab anschließend noch von einigen die Einanzabteilung betreffenden Dingen Kenntnis. Sanitätsrat Dr. Ries erstattete den llericht der Friedhofabteilung. Er teilte» mit. daß die Gemeinde mit Wirkung vom 1. April den Israel. Praglriedhof in eigene Pflege nehmen wird und für die hierzu erforderlichen Arbeiten Auftrag erteilt hat. Wie dieser V ertrag, so wurden auch die in Auftrag gegebenen Erwe iterungsarbe iten auf dem jetzt neu erschlossenen Restgeläude des Israel. Pragfriedhofes vom Vorsteheramt genehmigt. — Dr. Tänzer erstattete den Bericht der Jugendabteilung. Es wurde beschlossen, daß die Gemeindepflege für Zwecke des Jugendheims ein bestimmtes Angebot für eine etwaige Weitermiete der Räume Sdiloßstr. 12 A, f III. St„ in denen sich bisher neben dem Jugendheim noch die Geschäftsstelle des Lehrhauses und die Haushaltungsschule befanden, machen soll. — .Nach einigen allgemeinen Mitteilungen des Vorsitzenden wurde in Aussicht genommen, anläßlich des *00. Geburtstages Maimonides' eine ssnagogale Feier zu veranstalten. — Zum Schluß berichtete Dr. Walter Strauß über die Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Kultur- . Organisationen Südwestdeutschlands und empfahl, den der Arbeitsgemeinschaft bis jetzt gewährten Monatszuschuß für ein weiteres Jahr zu leisten. Dieser V orschlag wurde angenommen. . Stuttgart I nter dem Motto ..F liegerabend" verunstaltete die Ortsgruppe des ..R e i dt s b u n d s jüd. Frontsoldaten" um >1. Januar eine kanieludsthaftlidic» Zusammenkunft, die von den Mitgliedern und insbesondere der Sportjugend außerordentlich gut besucht war. Der I. Vorsitzende des R.j.F.. - 182 - Rechtsanwalt Albert Mainzer, entbot den Anwesenden ein herzliches Willkommen und begrüßte die Referenten des Abends, die Kriegsflieger Fritz Beckhardt (Wiesbaden). Willy Rosenstein und Hermann Schmidt (Stuttgart). Der Redner wie»- dann auf den Anteil hin. den Württemberg!sehe Juden im Weltkrieg auch an der Flieger Waffe hatten. Dr. Gustav Feldmanns Büchlein über die zahlenmäßige Teilnahme der württembergischen Juden am Weltkrieg weist acht aktive jüdische Kriegsflieger aus Schwaben aus. von denen vier für Deutschland ihr Leben Hingaben. Es sind dies: FE ugen Levi (Stuttgart). Ernst Weil (Lim). Josef zürn - Ich bin überzeugt, daß die Bibel immer schöner wird, je mehr man sie versteht, d. h. je mehr man einsieht und anschaut, daß jedes Wort, das wir allgemein auffassen und im besonderen auf uns anwenden, nach gewissen Umständen, nach Zeit- und Ortsverhältnissen einen eigenen, besonderen, unmittelbaren, individuellen Bezug gehabt hat. Der Bibel allein war ich meine ganze sittliche Bildung schuldig. Ihre Begebenheiten, Lehren, Symbole und Gleichnisse, alles hatte sich tief bei mir eingedrückt und war auf die eine oder die andere Weise wirksam geworden. Goethe ei o r f r r (Rexingeni tim! Max Pappenheimer «Bncl Vlc-rgentbeiml. Zu Ehren dieser gefallenen jiidi- -tben Fliegerhelden erhoben sich die Anwesenden und widmeten ihnen eine .Minuteernsten Gedenkens. Ein ergreifendes Zeugnis für den Geist, in dem diese loten ihre vaterländische Pflicht erfüllten, ist insbe-ondort» der Brief mit dem der Hauptmann Max Pappenheimers den Heldentod des tapferen Mergentheimer Beobathtungsoffi/iers den Hinterbliebenen meldete. Der Vorsitzende verlas dieses Schreiben l-iehc ...Kriegsbriefc gefallener ■ deutscher Juden“. Vortrupp-Verlag. Berlin), in dem es heißt, daß Pappenheimer in einem Jahre 22Smal gegen den Feind geflogen ist und bei seinem letzten Flug in der Maschinengewfltrgarbc» eines englischen Jagdeinsitzers sein Leiten aushauchte. I)or Flugzeugführer brachte Pappenheimer tot hinter die deutsche Linie zurück. — Nun sprach Willy Beckhardt. der als Infanterist ins Feld zog und als Patrouillenfiihrcr sich so auszeichnete. daß er dem Kaiser und den Heerführern von Hindenburg und von Ludendorff vorgestellt wurde. Späte/- wurde er Flieger — und was er in dieser F.igonschaft als Aufklärung»- und Jagdflieger geleistet und erlebt hat. das w ußte er in schlichter, aber überaus packender Weise init/uteilen. Hermann Schmidt schilderte» in knapper, eindringlicher Art seine Teilnahme an den nächtlichen Bombenangriffen auf das Industrieberken von Nancy und an den Luftangriffen auf Paris. Willy Rosenstein der schon vor dem Kriege Pilot der Rumpler-W erke und einer der ältesten deutschen Militärßugleltrer war. gab zum Schluß einen spannenden und oft auch humorvollen Bericht über seine lätigkeit als Flugzeugführer und Jagdflieger. Rosenstein hat 9 feindliche Flieger zur Strecke gebracht. Beckhardt konnte 14 Luftsiege erringen. Alle Redner des Abends wurden verwundet und mit hohen Kriegsdekorationen ausgezeichnet. — lut Namen der Anwesenden dankte der Vorsitzende allen Rednern mul be/eichnete mit Recht ihre Ausführungen als den lebendigen Beweis für die opfermutige Treue und unaufhörliche Verbundenheit der deutschen Juden mit ihrem Vaterlande. Stuttgart. Der Berthold Auerbach -Verein eröffnete sein neues Arbeitsjahr am 29. Januar mit einem Besprechungsabend über die» Probleme, die Rabbiner Dr. Schlesinger (Buchau) in seinem vor kurzem stattgefundenen Vortragsabend über den Dichter RiaKk aufgezeigt hatte. .Nach einem einleitenden Kurzreferat von Schriftleiter Hans Sternheim fand eine eingehende Aussprache statt. — Am 5. Februar behandelte Lehrer Wolf Berlinger den VVochenabschnitt (Gesetze. Moses 11. 22) in bekannt gründlicher Weise. Stuttgart Der „Reithsbund jüdischer Frontsoldaten“ berief die Mitglieder seiner Sportgruppe auf den >. Februar zu einem Kameradschaftsabend. Nach der Begrüßungsansprache des Jugendleiters des R.j.F.. Dr. Markus Maie r, erstattete der Syndikus des Centralvereins. Dr. Julius Weil, ein kurzes Referat mit dem Thema: „Deutsch-jüdische Jugend — Deutsch-jüdischer Wille“. Er legte die Aufgaben der Jugend auf dem Gebiet der Kulturarbeit dar und bezeichnete sie als die Grundlage ihrer Mitwirkung an der Gestaltung des deutschen Judentums. Im Anschluß daran wurde die Bildung von zunächst zwei Arbeitskreisen beschlossen. Damit soll der lange gehegte Plan der deutsch-jüdischen Organisationen, des R.j.F. und des Centralvereins, verwirklicht werden. gemeinsam die Kulturarbeit auch im engeren Kreis zu pflegen. Stuttgart. Am 9.Februar verabschiedete sich Alice Schmudcler-Heß. die verehrte, große Pianistin, in einem Abschiedsabend von unserer Gemeinde. Und wiederum verspürte jeder im Saale den großen Verlust. den unser jüdisches Kunstlcben durch den Wegzug dieser sympathischen, ernsten Künstlerin erleidet. Zusammen mit ihrer Schwester, der Geigerin F ranne Schmuckler (Frankfurt a. M.) ließ Alice Schmuckler-Heß klassische Werke in bekannter Meisterschaft erstehen, und auch als Solistin bewies sie. deren großes Können wir in diesen Blättern schon so oft rühmen durften, ihre großartige Gestaltungskraft. Das Publikum bereitete der Scheidenden und ihrer Schwester F ranne stürmische Ovationen, in denen der Wunsch beschlossen war. daß Alice Sdunudcler-Heß auch in ihrer neuen Heimat — in Palästina — ein Wirkungskreis erwachsen möge, der einer so großen Künstlerin würdig ist. Stuttgart. Im hohen Alter von 91 Jahren verschied am 8. Februar Lyon Sußmann, dessen Nameweit über Stuttgarts Grenzen hinaus bekannt war. Im Jahr 1878 trat Lyon Sußmann als Teilhaber in davon Ludwig Maier 186? in Stuttgart begründete gleichnamige Firma ein. aus der sich die Medt. Trikotweberei Stuttgart Ludwig Maier 4 Co. A.-G-, Böblingen. entwickelte. Unter der persönlichen Leitung Lyon Sußmanns. dessen geschäftlicher Weitblick die Arbeit»- und Absatzgebiete des Unternehmens immer mehr e rweiterte, nahm die Firma einen ganz besonderen Aufschwung: sie gehört auch heute zu den führenden Firmen der Branche. Das Andenken des sich in weitesten Kreisen höchster Wertschätzung erfreuenden Mannes wird in unserer Gemeinde und in der Geschäftswelt stets in hohen Ehren gehalten werdest. Stuttgart. Direktor Karl Adler ist. wie die Pressestelle der Reichsvertretung mitteilt, in den ständigen Mitarbeiterkreis der ..Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung" berufen worden. Stuttgart. Karl Richter erhielt, nachdem er die Rabbinatsprüfung am Jüdisch-theologischen Seminar in Breslau mit dem Gesamtprädikat „mit Lob“ bestanden hatte, am 27. Januar in feierlicher Entlassung das Rabbinatsdiplom. Nach nur vic-rmonatigei Tätigkeit als Rabbinatsverwescr in Hirschberg (Schlesien) wurde Richter vom Preußischen I-andcsverbund jiid. Gemeinden in ein Rezirksrabbinat mit dem Sitz in Schivelbein. welches über 15 Gemeinden Ostponimerns umfaßt, berufen. Stuttgart. Zu allen Zeiten gehörte es zu den religiösen Pflichten und den Ehrenaufgaben der jüdischen Frau, den verklärten Schwestern den letzten Liebesdienst zu erweisen. Möge die an anderer Stelle dieser Nummer ausgesprochene diesbezügliche Bitte des Frauen Vereins-Frauenbunds verständnisvolle Aufnahme finden! Stuttgart. Jüdisches Lehrhaus. Das neue Jahresdrittel beginnt am 18. F ebruar. Der Arbeitsplan enthält wiederum eine ansehnliche Reihe von Kursen aus allen jüdischen Wissensgebieten mit bestbewährten Vortragenden. — Zur Eröffnung des neuen Lehrgangs spricht Dr. Eduard'Strauß. Frankfurt u. M.. am 17. Februar über „Der Jude und seine Geschichte“. Der Redner, der den Stuttgartern von t-itieni früheren Vortrag her in bester Erinnerung ist. bat uns Wesentliches zu sagen. Alle Gemeindemit- Srlieder sind cingcladen. — Zu Beginn des neuen lahresdrittels wird auch eine Ausstellung mit Arbeiten aus den Werkkursen, deren Bedeutung immer mehr erkannt wird, veranstaltet. Der Kursleiter. Hermann Fechenbach, gibt hierzu am 18. Februar Darlegungen über ..Ziele und Wege der Werkarbeit“. Jedermann ist hierzu eingeladen. Stuttgart. Wir machen unsere Leser nochmals auf die Gemeinsame Veranstaltung der Ortsgruppen des R.j.F „ C.-V. und „Ring“ am 19. Februar mit Dr. Salomo n . Köln, dem Jugendleiter des Landesverbandes Westdeutschland im R.j.F.. aufmerksam. Dr. 8alotnon wird über „Gemeinschaftsgeist und Zukunftsgestaltung unserer Jugend" sprechen. Insbesondere unserer Jugend wird der Redner Bedeutsames zu sagen haben. Stuttgart. In der zweiten F'ebruarhälfte veranstaltet der Berthold Auerbach-Verein einen Vortragsabend mit FErich Werner (Saarbrücken) über „Wechselwirkungen zwischen jüdischer und nichtjüdischer Musik** (20. Februar). Am 26. Februar wird ein Bericht über die Lerntagung des , Landesausschttsses Württemberg und Hohenzollern der jüdischen Jugend verbände“ in Rexingen gegeben werden. Stuttgart. Anläßlich der Grundsteinlegung für die jüdische Sportsiedlung in Palästina — „Kfar-Hamakkabi“ — veranstaltet der Sportklub „Hakoah“ am 24. Februar eine Kundgebung, bei der Assessor Georg Guthmann (Frankfurt a. M.) und der 1. Vorsitzende der „Hakoah“, Ernst F'reudenheim, sprechen werden. Diese Kundgebung gewinnt auch int Hinblick auf die in Kürze stattfindende 2. Makkabiah Bedeutung. Wir machen auf diesen Abend besonders aufmerksam. Stuttgart. Der stellvertr. Vorsitzende des Central- Vereins. Dr Bruno Weil (Berlin), wird am 27. Februar über „Der Weg der deutschen Juden“ sprechen. Dr. Weil gehört zu den führenden Persönlichkeiten des deutschen Judentums und steht insbesondere als Künder deutsch-jüdischer Ideologie in dieser Zeit an hervorragendster Stelle. Auch als Publizist — wir erinnern an sein Buch über den Dreyfttß Prozeß — hat sich der Redner einen Namen gemacht. Man darf seinem Vortrag über ein Thema, das uns alle angeht, mit größtem Interesse entgegenseben. Bad Cannstatt. Am 20. Januar erstattete Frau Ida Marx in einer-Versammlung des Israel. Fraüenvereins. die von Frau Ida Carlebadt geleitet wurde, einen anschaulichen Bericht über die im vergangenen Dezember vom Frauenbund veranstaltete ..Lernzeit“. An den mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine Aussprache an. Bad Cannstatt. Am 26. Jan. fand eine äußerst gut be-' suchte Gemeindeversammlung statt. Konsul Ferdinand Hanauer sprach in hochinteressanter Weise über die Eindrücke, die er anläßlich seiner letzten Amerikareise von Land und Leuten gewonnen hat.

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