Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 22 (16.2.1935)
- Date
- 1935-02-16
- Page
- [Seite] (sequence 2)
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Amtl. Bekanntmachungen. Stnttgart,?. Februar 1*35. Israel. Oberrat. Nr. 453. Beil. ». 'An sämtliche "T'orstelierämter, Rabbiner und Religionslehrer, llrtr.: Stiftungen. ai Thalheimer-Stiltung. Oie Abraham - und Henriette-Thalli r i in c r - S t i f t u n g verteilt auch in diesem Jahre wieder Kr/iehungs- und Ausbildangsbei- Irüpe. Nach den Stiftungs-Satzungen soll das Reinertriignis des Stiftungskapitals -zur Erziehung und Ausbildung bedürftiger und würdiger israelitischer junger Leute beiderlei Geschlechts dienen, welche entweder selbst w ürttembergische Staatsangehörige sind oder deren Eltern seit mindestens zehn Jahren ihren Wohnsitz in Württemberg haben; in erster Linie sollen solche junge Leute berücksichtigt werden, welche ein Hand- "Verk. technisches Gewerbe oder ein Kunstgewerbe erlernen wollen. Für die Regel sollen Kinder unter ttt Jahren und junge Leute über 25 Jahren nicht unterstützt werden. Ein Teil des Reinerträgen jedoch nicht mehr als ein Viertel desselben, kann zu anderen wohltätigen Zwecken, übrigens mit Beschränkung auf w ürttembergische Israeliten, verwendet werden.“ b) Wilhelm- und Helene-Rosenfeld-Stiftung. Nach innrer Zeit ist auch die Wilhelm- und Helrne-Rosenfc.J-St-iftung wieder in der Lage. Zinsen zu verteilen. Nach den 8tiftui>^sbc Stimmungen sind die Erträgnisse der Rosenfeld-Stiftung dafür bestimmt, an solche Studierende alljährlich verteilt zu werden, die eine Hochschule besuchen und zwischen dem zurückgelegten 18. und vor dem zurückgelegten 25.Lebensjahr stehen und die sich über den günstigen Fortgang ihrer Studien durch Zeugnisse auszuweisen vermögen. Nach einem früheren Beschluß gilt die Stiftung auch für weibliche Studierende. c) Arnold-Stiftung. Das gleiche w ie für b| gilt auch für die Abraham- und Max Arnold-Stiftung. Zweck -188 - dieser Stiftung ist die Verleihung von Stipendien a) an Studierende der mosaischen Theologie, b) an israelitische Jünglinge, welche sich einem wissenschaftlichen, künstlerischen, höheren technischen oder landwirtschaftlichen Beruf widmen. Bewerber der ersten Abteilung haben den Vorzug vor Bewerbern der zweiten Abteilung. Bewerber jeder Kategorie können nur berücksichtigt werden, wenn dieselben eine Hochschule, eine Kunstakademie oder eine Höhere landwirtschaftliche oder polytechnische Lehranstalt besuchen und das 18. Lebensjahr zurückgelegt haben. Ein und derselbe Bewerber kann wiederholt, aber höchstens bis zum 23. Lebensjahr berücksichtigt werden. Bewerber, welche von Herrn Abraham Arnold in gerader Linie abstammen, sind zu bevorzugen, auch wenn dieselben nicht Angehörige des württembergischen Staates sind. Im übrigen ist die Stiftung auf Württemberger beschränkt Bewerbungen sind bis zum 15. März ds. Js. für Ziff. a) bei dem Kurator, Herrn Leopold Levi, m. Br. des Israel. Oberrats, für Zif. b) und c) an den Isr. Oberrat, beide Stuttgart, Königstr. 82, einzu reichen. Die Vorsteherämter werden ersucht, vorstehenden Bewerberaufruf am Schwarzen Brett der Synagoge oder in einer sonst geeigneten Weise bekanntzugeben. Levi. Stuttgart, 8. Februar 1935. Israel. Oberrat. Nr. 472. Beil. 1. An sämtliche Vorsteherämter. Rabbiner und Religionslehrer. Die Israel. Landesversammlung hat in ihrer Sitzung vom 3. Februar 19 rv den aus der Beilage ersichtlichen Ermächtigungs-Beschluß gefaßt. Inzwischen hat das Isr. Vorsteheramt Stuttgart beschlossen, in den Erweiterten Oberrat als Mitglied Herrn Oskar Rothschild, als dessen Stellvertreter Herrn Karl Levi oder Sani tütsrat Dr. Ries zu entsenden. Dr. G n m b e L Die Israel. Landesversammlung hat in Ihrer Sitzung vom 3. Februar 1935 folgenden Ermächtigung*.Beschluß gelaßt: „Die Landesversammlung ermächtigt den Oberrat, bis zum Zusammentritt der nächsten Landesversammlnng alle Maßnahmen zn treffen, die er auf dem Gebiete der Wirtschaft, der Finanzen, der Organisation und des Beamtenrechts für erforderlich hält Soweit es sich um Maßnahmen handelt, die außerhalb der Zuständigkeit des Oberrats nach der Verfassung vom 18. März 1924 liegen, soll der Oberrat den Präsidenten der Landes Versammlung, den Vorsitzenden des Finanz-Ausschusses der Landesversammlung sowie ein hierfür vom Vorsteheramt Stuttgart allgemein bestimmtes Mitglied desselben mit Stimmrecht zuziehen, im Verhinderungsfall werden die beiden Erstgenannten durch ihre von der Landesversammlung gewählten Vertreter, das Mitglied des Vorsteheramts durch einen gleichfalls vom Vorsteheramt allgemein bestimmten Stellvertreter ersetzt“ Mit Zustimmung der Israel. Landesversammlung vom 3. Februar 1935 sind durch Anordnung des Oberrats der Israel. Religionsgemeinschaft Württembergs die israelitischen Religionsgemeinden W a ch b a ch und Weikersheim, beide Oberamts Bad Mergentheim aufgelöst worden. Stuttgart, den 8. Februar 1935. Israelitischer Oberrat Dr. G n m b e L Vetqzs&tH Sie. bei Ihren Einkäufen AUCht die Metzgerei DREIFUSS NadlentraBe 17 - Telefon Nr. 24*10 Die nächste Nummer erscheint am I.Mlrs Letzter Annahmetag für Anzeigen MshIsi, 25.Nbr. 12 Uhr vorm. c—> Familien - anzeigen gehören In die Gemeinde- Zeitung I V AUS DEM INHALT :| II! Die Tagung der Isr. Landestersammlung.189 Zum Bundesabend des „Ring“.189 Joachim Prinz in Stuttgart 190 Ein Abend bei Dela Lipinskaja.190 \uden Gemeinden Württeinbergs. 192 Neues vom jüdischen Sport . ..193 Neue Bücher . . . . . i.- 194 Fi-stge-ihenkc für Palästina . 194 F amiliennach richten . 194 A.a W. Levi' SfaUgarl Eberhardstri 71, I. Stock / Telefon 27715 zReicbAaläge <3Zusn>aM in Dekorationsstoffen / Möbelstoffen / Dpeilen Teppichen / Bettvorlagen / Divandecken usw. 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