Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 21 (1.2.1935)
- Date
- 1935-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
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— 180 — /ruhiirlrii. u:-<•« Rrädikut wohl verdirnl. «las!>«'- *1c*m*h «« iiu .1 >r«^i zi iiinit tt-u von tiefen \% issen- '(haftlidirit i.rkt*iiii(ni>M‘n ^rlrajrtMfrh Ausführungen »fl>or den \*l einigen Monafeu in der \ollkraft 'fintr :.di:r ' - r f ir!n*nt*i». jr«M«fij:-k.iiltiirellt*n Hih- 7, - «riucu«i*<hcu juiltuh.it. W «vit über l.nv I *:. ■ ■ nimm« uukit «idh <d».? Bütliks Genie p.m/t V<»|!. liebte, wie der Redner Im tont. , «In n Mann, der .iNj!iö<h«re \utoritat auf ..! .. ’ta i t~:!> - :ii«dN'ii Spruilie und Kultur galt. Id' *! ■;llimg Bi.dik* erklärt «ich au« der „rin n i -u u* und de« Stils, au« denen ,l- V.. : i7-'mden. Juch durch und durch, mit •e i; c i 1 : _ 'ind jiidi«chftin Brauch iunigst \err fi '.ii .. iu M/e« StroluMi darauf gerichtet, das .: i1 ■ •'e \ T 1 : «d zu J>roduktiv irren, duff es \» . i :; iiti-uch « W orti in die \\ < Irgc*«chic.ht<v i.: i wollte dij» judi«cht jeder- , ei «!.,« -fühlte plan hei ihm w ie be i , r n * . :eihehl äischcui I >uht i Wenn die * ,«r k. * die'-«*« grollen Murin- * doch innerlich r. : •>««»■II V%er!*• I.^U die«cttl I )ua!i« J I- .. . d I inirik /ugfiu.^*-*. die. wie Dr. Schle- : - II -in.:K*-ertt . I j.i (.« ürn* it/ ..J u d e n- .. ml . > u i «i p .i” i ::!w ii m«. W .ihrem! d.is Ju* '/wei Ia ■ i*i :a!r* hindurch den ah- \!:;te:* (*i»i 7 in «on\ e 1 Vbgreu/nng /ur Natur hüten-. i*i da l rw 1. ■ «»jm«{ ..Natur”. Kuropa wird. il w. ' 'teil c ii « -MipoiHMite de« C hri«tentum«. -•«»■utlidi h •** ianh den I hdlc‘ui«mu«. in ihm -t der \|rn«:h - * d de r Niitu: Die nun \on ch n W e«tjtiden . . ,!**«»!,u \**r«mhte S\nthe«c* zuiieii die-a; : ü nni-'u gelang aber nicht und da« «ptir i-h in der Aw n*«p*iltigkc*it Bialik^: -> d"k»n >l -;«h die Juch-^h< it in die «er Haltung Bialik« :' 1 di*ck« \ olk*ii|di\idinim die jüdische- >ach. r a ii«c‘rn «cdm « Sein« certritt. Lnd desh.ilb ...\olk. nKuhi in Bialik« Studienj.t! - 1 n Rlh ge«tätten |jiidi«theii Geiste«. den J. .t- : * ' >«1en«. ent«tchtjin ihm da« (ä fühl für du na.ul: «oMu i I eben«e-»^«-. Kr «ehnt «ich an« d urnhsehrn Snidi«-r«tiihr hinaus in die Wedle;tm aber da* Beth llumidrasch hält ihn doch *m I*« i 11 Ti und wc-i«t ih^ii ,!c n Weg. \||e die«e 1. i de nden E " fühle «ehw ingc-n in me inen Grnd‘- n --'?d der Redner \er«thnd e« ganz l>e«onders. sie ..;;* d« 11 frei zitierten Hixten lu -anszu«chälem '•). :u \,iMird‘ ing folgend u<! " Bialik ne;h Kuropa du - er kehrt zurück, um langhin auf der Schwelle :«--- Beth Hamid:a*ch *teheu in bleiben, dem er sich ‘i«t «pater wieder nähert. f.ic[be und Natur wach*eo en Dichte r in f - opa zu. In ich* aher gehen durch das Prisma de* Geistes. Innrer wicvch‘r spricht aus «einen!dnhten die ungeheure >elinsucht nach l icht, nach der : r ,n«zendenz. Scdn Programm aber ist die W ii-dei«ehdpf« rischin ahiing dfs kultiirgei*t»‘* I«rac*I« etn Weg. auf den dm «ein Kj-hre, Achnd Haam ge- 2!ai£i Gedicht? Mut 3ütqa ZudietmaHH. Ghettolieddien Rachel, o Rachel, die Welt ist so schön; Rachel, sag’, hast du die Welt schon geseh’n? Rot blüht der Rosenstrauch, grün ist der Klee, Blau sind die Veilchen auf blumiger Höh', Weiß auch den Pieck, wo die prächtigsten steh'n, Rachel, o Rachel, die Welt ist so schön. Rachel, o Rachel, die Welt ist so weit, Trägt jetzt auch selber ein bräutlidies Kleid. Hier ist’s so düster, so kalt und so eng, Mutter ist tot, und der Vater so streng. Draußen ist Frühling, ist Platz für uns beid'. Rachel, o Rachel, die Welt ist so weit! Einst Einst, einst Wenn du wieder scheinst, Segnende Sonne, auf unser Gestade, Dann stehen taufrische, kerzengerade Halme und harren, daß du sie bräunst. Einst ■ . . Einst, einst, Wenn du nimmer weinst, Mutter Rachel, in nächtlicher Stunde — Dann ziehen kräftige Burschen die Runde, Die du mit sehnenden Mädchen vereinst. . . Einst! fuhrt, ißiulik« Gediiht „An der Schwelle des Beth llamidnisih"). I» seinen nutionalen Dichtungen wird Bialik der wahre kitlturschdpferische Führer seines \olkes. vor das er mit der Sprachgewalt des zürnenden Propheten hintritt. Als ihn ein Kritiker ob der Diktion seiner prophetischen Mahnrufe angreift. legt Bialik die Feder als nationaler Dichter aus der Hand. Nun >ersucht er den jüdischen Geist aus dem Schrifttum heraus w jeder lebendig zu machen. In Aufsätzen •wie ..llalacha und Agada" und „Das hebräische Buch“ schlägt er die Sammlung der großen Geistesgüter des jüdischen \ olkes .vor. Kr schafft den Oneg Schabbat — sein ganzes Leben steht bis zu se inem frühen Ende im Dienste der Idee, die Frlösung vom Geiste und com Herzen her in der Rückkehr zu den hebräischen Quellen vorzttbereiten. Durch stürmischen Beifall bekundeten die Hörer ihren Dank für das großangelegte, glänzende Referat Dr.Sihlesingers. Rezitationen von Lehrer Wolf Beriinger ans Bialiks Werken und zwei Lieder nach hebräischen Texten des Dichters, mit tiefer Beseelung tun Hede Sch a ck vorgetragen (am Klavier Max Brauer), certieften den Find nick, den der stilvolle Abend auf jeden einzelnen gemacht hatte. _ H. St. Zur 3. Veranstaltung der Stuttgarter Jüd. Kunstgemeimchaft. Die Veranstaltung der Stuttgarter Jüdischen Kunstgemeinschaft am 19. Januar war ein sprechendes Zeugnis für die außerordentliche künstlerische Kntwicklung des Sing- und Instrumental kreisen — zugleich aber auch in ihrem ganzen Verlauf ein überzeugender Ausdruck für die zielbewußte Arbeit Direktor Karl Adlers, des Leiters unserer zentralen gemeindlichen Kunstinstitution. Sprechen wir zuerst vom Singkreis! Wir wissen, daß viele Musikfreunde in unserer Gemeinde dem Programm des 3. Abends der Kunstgemeinschaft mit einiger Verwunderung gegen Überstunden Und man kann das begreifen! Wir selbst erachteten es zuerst kaum für angängig, zwischen Orchesterwerke von J.S. Bach Werke jüdisch-musikalischen Gegenwartsschaffens zu stellen, und dies — so sehr wir die Finbeziehung jüdischer Kompositionen begrüßen — aus stilistischen Gründen. Direktor Adler wußte aber diese Bedenken zu zerstreuen, indem er in seinen einleitenden Worten zum Mittelteil der Vortragsfolge andeutete. daß diese* Werke jüdischer Komponisten die gleiche Linearität aufweisen wie Bachs Werke selbst — und in der Tat konnte jeder mit kompositorischen Grundfragen einigermaßen vertraute Besucher des Konzerts bald merken, daß es B a ch s Kontrapunktik ist. die in den „Palästinensischen Hirtenweisen“ (nach dem Satz von J. Brandmann) in eindeutiger, um nicht zu..sagen radikaler Weise fortgeführt wird. Diese Werke für gemischten Chor und Klavier bedeuteten für viele Hörer zweifellos eine „schwere Kost“. Aber man muß sich darüber klar sein, daß Schöpfungen dieser Art nicht allein vom Gesichtspunkt musikästhetischer Betrachtung beurteilt werden dürfen. In einer Zeit, wo es gilt, neue jüdische Lebensformen zu schaffen, ist es nicht zuletzt auch eine Khrenpflicht, Werke jüdischer Komponisten aufz.uführeu, ganz abgesehen davon, daß Chöre wie die Die ganze Gemeinde hört Sonntag. 3. Februar 1935, Gustav Sieglehaus, 20 Uhr Eiltritdkartei - Vorurkiaf: Buchhandlung R. L<vi, Calwentr. 25 ■ Buchhandlung Paul Neff, Mariens trabe 32 Gesdififtsstelle der Z. O. G., Schiobstrabe 27. Joadiim Prinz über Der Jude in der neuen Wcltgcstaltung Rechenschaft und Neuformung Zionistische Ortsgruppe Stuttgart STELLE NhG E S U C H E Achtung! Keine Ortgin+ixeugnisee den Bewerbungen beifügen / Zeugnisabschriften, Udttbilder asm. stets mit Namen u. Anschrift ihres Besitzers versehen! jfrael. perfrtft in St&dK und fndit gtrQaag frei guter Behandlung. Eid» tettt per Ufort oder spater. Angebote unter A. 110 «n die c^emeindezeiMHg. Vervielfältigungen Diktate. Abschriften Dame sacht Vertrauensposten in DetailgeschSft. Erfahrung im Verkauf, Kenntnisse in 2panisch. 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