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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-11-16 · 16 (16.11.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
16 (16.11.1934)
Date
1934-11-16
Page
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GALERIE VALENTIEN, königsbau KERAMIK UNO GLA8ER, nur auserlesene Formen Stuttgart. Im Rahmen ihrer Schulungsarbc'it ver- „ust. In i.- dir /ionijiisitr Ortsgruppe am mi.; tkti.i.cr einen aiillrmrdriitliih gut besuchten Vorir.i_- .1. .d mit h I itsc r L ie h e » s t. i n . Ain ' I1.11--1I. der in ulieraii» instruktiver Weise über den .1« ir’s(hiiftli«hen Aufbau Palästinas sprach. .Nach \li--.li uii di i Vortragsreihe kommen w ir auf dieselbe, de. i> in eim i Gesamte» urdigung zurück. Stuttgart, Schriftleiter Ha gt Sternheini sprach .11, -»<!. ' ■’.toller ulier das Thema „Blick in die u d i ' e G r g n w a r t" und beendete damit das ■■ Gn-i»**-Programm des Berthold Auerbach-V ereins. Mit inem ganz ausgezeichneten Vortrag über „M o- - M . re f i ■; r e" von Rabbiner Dr. liinzer. r >|i[= e ,en. -rofTnete der B.A.Y. seine November-Ver- :iisi ,ii Ls ist ein besonderes Verdienst des > . seinen Vlitgliedern und f reunden ein Bild , s •..‘•.•ii jüdischen Philanthropen des 19. JahrBun »ein 1 Hl. Geburtstag jahrte sich am vergante.,: i iktober entworfen zu haben. Dr. Tänzer :, ii. den grollen Fürsprecher der Judenheit des ■g :i«enen Jahrhunderts in seiner beiden Liebe .im englischen Vaterland, zür eigenen Gemeinschaft .i zu Palästina drei Faktoren, die sein Wirken ■i I l ei en bis zun letzten ausfüllten Was Moses Vbmtoliore insln*- udere für die Judenheit geleistet I.d. \» i. er um : .eidlich als ..Stadlan" bei den Dyn.isieii .ii, für seine leidenden Brüder und s,lnu*'[, r:. sich einsetzte (Damaskus. Mortara-Affäre. Jiuli ui ■■-*.*,. isijugen -jus Rußland z. B.i. das zeigte der Redner ■ liebevoller Berücksichtigung des Details auf. Ii*-- ging Dr. Tänzer auch auf Montefiores I eis,.. ,...*11 f ir Palästina ein. denn er war der erste iide Weltruf, der sich Frez Israels annahm. AI» 1 i ui**r >,reis fuhr der grolle Helfer zum sieben i, letzten Mal cor seinem Tode nach Palästina . i .furch riesige Spenden den Grundstock zum .»iiou.ii Palästina Aufbau legte, des», „ Kenn heu die soziule^’rodukti» ität ist. Die An ...enden danktenWir. Tänzer für »eine Au»füh- .iigen mit lebhaftem Beifall. \in 9. November veranstaltete der BVV eine ‘ i ■ t =. g .i b e n d - F e i e r im Jüdischen Lehrhaus. i i r n Dienst sich dankenswerterweise I* rau 1 <1 a VI a r \ l innstatt. gestellt hatte. M i 1 t o ii > ch e ii e r - . i, die Rchaus. d um las Frau Ida Marx aus dem Ws.i i.ibsihnitt. der Jakob- und K»au-Geschichte. len »!•* in geistvoller VV ei«e ausdeutete Die Spn-cheii .erstand e» besr.nders'gut. die Anwesenden zur Viis-.jir,-he anzuregen. Fs herrschte gemütvolle Frei c inabend >,jn ,-nung. Leider ließ aber der Besuch zu -i unsihen übrig Fs ist. man m u 11 e» einmal »agen -uiht zu begreifen daß von den vielen berufstätigen ad .die:; >1IIgen Menschen in Stuttgart, die. fern dem I Iternhaus. oft den Freitagabend vermisse n inci's.'ii im verschwindend wenige an einer solchen i.; dnehinen. Stuttgart. Vnr V Nocember fand in der Pension Vgulnik eine uin l'r. F H a * g all. Karl Kahn and Itc-chniingsrat J W i « » m a * n einhe-rufene. »ehr -.ihlrah i.. suchte Versammlung der Isr. Religion» u.*., iis.hafi zur \n»sprachc* ciber Möglichkeiten der V erlief mg religiösen W issen» statt. Wie der Leiter - 134 — der Versammlung. Dr. Hasgall. in seinem Referate ansführte, ist es heute mehr denn je nötig, zu der egenwärtigen und zukünftigen I-age des deutschen udenturns von der religiösen, und zwar überliefert religiösen Seite Stellung zu nehmen. Im Bewußtsein der hoben Aufgaben, die das thoratreue Judentum für die jüdische Gemeinschaft zu erfüllen hat. muß es mehr als bisher seine Stimme im de utsch jüdischen Chor vernehmen lassem. Das erfreulicherweise überall gesteigerte Interesse am Judentum an seiner Literatur uncl Geschichte darf den tiefer Blikkenden nicht darüber hinwegtäuschen. daß trotz aller 2u friedlich Schillers j75.Seburlstag „Und ein Sott ist, ein briligrr Wille lebt, wie auch der menschliche wanke j stoch über der Zeit und dem Räume webt Lebendig der Höchste öeüanke, Und ob alles An ewigem'Wechsel kreist, ks beharret im Wechsel ein ruhiger stetst." <No» OdiUlcre tVckcnnlnlfiBcC'iait ..IM« IDort« Cx» eioutxn«" 1. Vorträge* lind Kurse vielfach am wesentlichen Kern der Sache »orbeigegangen wird. Man will wohl das Judentum kennen lernen, will die Kenntnis hierüber verbreiten bleibt dabei aber nur allzu häufig auf halbem Wege stehen, weil man sich scheut. Folgerungen für die religiöse Lebenspraxis zu ziehen Mehr denn je kann uns seelische Rettung ans unserer Lage nur vom Glauben, und zwar vom überlieferten Glauben kommen. Noch immer gilt auf weite*, ja auf ewige Sicht gesehen der Gedanke* der Trsehuwo. Tephillo und Zedoko als einziger und endgültiger Weg. um uns seelisth_zii.stützen -und zu erhalten. Denn gerade das Seelische im Menschen, da» bisher leider viel zu kurz gekommen ist. muß wieder mehr Auftrieb erhalten, nicht zuletzt, um uns für den schweren Lebenskampf zu stärken. Nicht aus Surrogaten. wie einer der nachfolgenden Diskussionsredner mit Recht gesagt hat. sollen wir unsere Kenntnisse vom Judentum schöpfen, sondern aus dem Urquell der jüdischen Lehre. Deshalb sollen zu den bestehenden von Rabbiner Dr. Bamberger vorbildlich geleiteten Schiurim neue eingerichtet werden, um so innerhalb der Religionsgesellschaft jüdisches Wissen im traditionellen Sinne zu vertiefen und daraus für die Praxis, die religiöse und soziale, wertvolle Auswirkungen zu erreichen. Diese Arbeit soll sich aber nicht nur auf die gesetzestreuen Kreise beschränken, sondern vielmehr auch alle d i e Kreise der Gemeinde heranziehen, die für die Lehre des überlieferten Judentums Interesse haben. In der nachfolgenden, auf hohem Niveau ateheuden Aussprache wurde einmütig jede Gelegenheit zum Lernen freudigst begrüßt; auch wurden wertvolle Anregungen gegeben. Außer Rabbiner Dr. Bamberger haben sich Oberredinungsrat Meyer, dessen Anwesenheit besonders geschätzt wurde, Lehrer Berlinger und der Referent bereit erklärt. Kurse abzuhalten, und auch Rabb. Dr. Neuwirth hat seine Mitwirkung zugesagt Sf bleibt zu hoffen, daß diese Arbeit sich nicht nur für die Religionsgesellschaft. sondern auch für die ganze Gemeinde segensreich auswirkt. Wir wünschen, daß sich insbesondere die Jugend, für die besondere Kurse eingerichtet werden sollen, sehr zahlreich daran beteiligen möge. Stuttgart. Der erste gesellige Nachmittag des Isr. Frauen Vereins-Frauenbunds am 6. November im Lehrbaus war ein Beweis für die Sympathie, die unsere Jüdischen Frauen solchen Veranstaltungen entgegenbringen. Der Raum erwies sich fast als zu klein, um die vielen Anwesenden, die von der 1. Vorsitzenden. Frau E m in a Weil, herzlich begrüßt vv urden. aufzunehmen. Leiterin des Nachmittags, dem weitere Zusammenkünfte in regelmäßigem Abstand folgen werden, war Frau Berta Bach. — Nach der Kuffecstunde* die ..leiblichen Genüsse“ zeugten für das Können der Haushaltungsschülerinnen - behandelte Frau Dr. in r. Ella Keßler in allgemeinverstundlicher. anregender Weise privatrechtliche Fragen. über die jede Hausfrau, mehr, als es fürs erste scheint. Bescheid wissen muß. Wie wir hören, wird demnächst F rau Dr. G o 1 d s ch in i d t über „Das verwöhnte Kind" referieren. Stuttgart. Chanukka messe der Frauen vereint gung der Stuttgart-Loge. Das war ein Kommen und Gehen, ein Hasten und Drängen, ein Schauen und Kaufen in dem neuen Heim der Stuttgart-Loge! Fleißige Hände haben schon seit Monaten kunstvolle uncl doch gediegene Arbeiten in reicher Fülle für die Messe angefertigt: zierliche Kindersachen, sorgfältig ausgeführte Stickereien, seidene Wäsche für den verwöhnten Geschmack und daneben einfache Schürzen, laschen. Wäschesäcke für den Alltag. Hakel- und Strickarbeiten. Handschuhe in Wolle und Leder, handgewebte Decken und Kissen, alle Arbeiten Von jüdischen Frauen des Mittelstandes geschaffen, die durch den Verkauf Verdienst für die Wintermonate erhofft haben. Neben den Handarbeiten anmutige Keramik, die in Form und Farbe feinsinnigen Geschmack verriet: dazu eine besondere Ausstellung von Silberschmuck, die von edlem Stilgefühl zeugte! Wie alljährlich auch diesmal wieder eine Reihe hübscher Arbeiten für üas jüdische Haus: Mazzekörbchen BcTches-Dt-ckchen. lallisbeutel usw. Die F rauenvereinigung hatte nicht vergeblich ihre Schutzbefohlenen zur Beschickung der Chanukkamesse aufgefordert. Kaum daß die Messe ihre Tore geöffnet, strömten die Käufer in den Messeraum, alle erfüllt von dem einen Gedanken, das soziale Hilfswurk der Frauenvereinigung zu unterstützen. Und Jeder fand was er suchte, und war von seinem Einkauf befriedigt. Die Verkäuferinnen waren rastlos und voll Hingabe bemüht, die Ware an den Mann, d h. diesmal an die Frau zu bringen. Und als nach vier Tagen die Messe geschlossen, war tatsächlich der jfrößte Teil der Arbeiten ausverkauft. — Die Chanukkamesse gehört eben seit Jahren zu den Fjn- GEBRÜDER MARX JJic teqes Jutecesse \ wird gewiss meine neue Jasdie mit u.x>hne!BoifsJifUem finden. Dieselbe kann auch als Muff getragen werden, (qes gesch.J Nur zu haben bei GEO.D. KNIPP Ernst WeinsteinstraBe 21A. — Ecke TObingerstraße j Bitte beziehen Sie sich immer auf die Gemeinde-Zeitung 1 Ti— W. WÄCHTER STUTTGART TORSTRASSE 21 - TELEFON SA. 257 10 Hrboroi u. chom. Waschanstalt H. CARSCH GARTENSTRASSE Nr.50 VorzQgtidte Bezugsquelle von NähmasdiiDcn Mil 1880 (Qr Haushalt and Gewerbe Reparatur - Werkstatt* fBr alle Syitoa« Neu Muieli« handgewfiblt PId. Ul j Neee Kartell, gewählt.1.85 Neie lasiliuskene.. -.88 Kaiser ImitneU 01.-.24 j to ptd. 2.881 SlllaallU, goidgem«.-J8, -.481 Neie lilliee, «xtra scheine... 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