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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-10-01 · 13 (1.10.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
13 (1.10.1934)
Date
1934-10-01
Page
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— 110 — tct werden, wenn daran zweifeln wir nicht — das nötige Inten-«-«- dafür vorhanden i«t. Jedenfalls sind solche \er.ni«inltii»gen aufs bestegeeignet. tun den /nsammen-.hliH! /wischen den 'Mitgliedern des \ ereiii' und seinen Ireiniden ent zu gestalten. Wie ml' mitgeteilt wird, «ollen auch die com letzten Jalir her so l>eli,-liten I Iuii«fruiien-Nnchmiftug«- in liahl, wieder s,a>tfinde,,. >alleres hic-riiher in nach- “'cf XliriüN' Heues vom indischen, Spät. Stuttgart. \m> 2~. 'S [«trmber fnmlrn auf dom Rj.K- 1*1,11/ t im. ' - i - --- \\ rttkümpfc -tan. Vufi- -!. l(. *i:!.-Ir: i; , I n..!:r \ Itt ll.'i I.-U ürut’ll Sp. "twrrill «>*> N|. v m Nlf» 11» t r«*ll ” : ". i; , ' i.tr* 11 M ut“uvii Np«»rt\"ir''i i ' '!< ru- •t . I; 4 i ' : *. -rul'-.N! I »« " - ' - > >kl l*«*<lrril- \!,ii:cj! 2 ", I « ::! | . ,1,11 ) tH.it/ > 1;..,i{r« und "ülirc'iu! <U*- " , . ,»»,|| ,v\t i | r!,fi •> < ,-l cim.fi dui't- -■ *: U .lU -rin i»t'•! -II \WM* 11. Stuttgart. Nim . " >• >1i Milt «iii* I. »,Ii; <l< H R.j.K p’jrrn dir i. ju^.mim. m;,'! - 1-r.i‘ l. \\ .«iM-nliau-rhHlin- _t-n n:f 111 ■ i; i! I . I t .-Pl.it/ m. I >ir Cru-lr wvt ■ « rn!M \:i'- . - >{*:rl ' "ii »Irn \ rraii-taltrm tn-UIlf« 1. \|. *> I 1 r _ Iw rrdrii uuf <l*'m It.j.l'.-I'lut/ dir I jiiii. : :, N < i ■ jn-mri-n r-di.iftni au-^rtra^rn. Du '>. >- , h. f ViiHndn i«iunu-k «mpf«' urnirn am 7. i >\ . . ' I. [i I « idilaThlrtik- \|td-rrr-diaflrn dt*- ui. ">! - I _!kl H j.f. ih I Im untrrtrn. iii^nrt. I 'i. i-iupj.«• Muttu.irt dr- R j.K!>, V r- VN i. t t t - ' t : n i n u am Miituodi. drn ‘ - ' .! .{>i , iih >;>,.! \.Cu i. |>i» .‘••n Mifglirdcrn liirr- .!: ^rlnilr'i' < .«! ‘, fi‘ i I. iMtfl drill llimfll IlOtfl < if'-f-du in1« - 1 d /u 1,111,-11. i-t \rrlo<krnd.!• h d. 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Keiner kümmert sich um den freundlichen Sendling der Reife vielleicht erspäht ihn bald ein Kinderauge, damit eine Freude mehr in der Welt ist . . . Und. doch auf einem sonnenhellen Platz der Großstadt, wenigen Quadratmetern Frde zwischen steilen Häuserfronten und ragenden Leitungsmasten, mitten im Braus des erwachenden Lebens — da stehen, wie ich von weitem erstaunend sehe. Menschen um ein Ftwas herum, das auch die Vorübergehenden zum Verweilen zwingt. Ich trete neugierig hinzu. Während tausend Motore ihr ehernes Arbeitslied «ingen und die schrillen Dissonanzen der Verki-hrssignale die Luft zerreißen, hängen viele Augenpaare wie gebannt au einem großen Drahtkäfig. Fr «itzt auf vier Rädern und mag morgen schon über eine Landstraße rollen, vorbei an grünen Wiesenhängen. saubc-ren Häuschen mit rieselnden Brunnen vor der Titre. An dem Käfig hängt ein Plakat, das den Beschauer also anspricht: . ..Ich bitte um eine kleine Gabe. damit ich meine Tiere labe . . .“ Lud als leibhaftige Verkörperung dieser Bitte tritt auf die Umstehenden ein Mann zu, der eine Büchse wacker schüttelt und die Münzen in ihr klingen läßt. Diesem Mann gehört der Käfig und alles was in ihm kriecht und fliegt. Jawohl! . . . k r i e ch t und fliegt. Fin Gruppe von Schildkröten, eigenartig anzusehen in der rli v tlimi«ihen (»«-seid,-nbeit ihrer \\ andernng. strebt einem I»-«,Hinten Plätzchen zu — neben ihnen ruht eine Mt*er«chweinchc-imnitter. und wohl ein Dutzend rosiger Meerschweinchenkinder blinzelt aus mütterlicher Hut wohlig in den Tag. Fin Fasan, der selbstbewußt in großartiger Buntfedrigkeit neben der Tii-rfamilicresidiert, will den Kleinen ebensowenig auhaben wie die seidigen Angorakatzen, deren Perlenaiigen klein zu werden scheinen, wenn ein vorwitziger Sonnenstrahl sich in sie verirrt. Und als schönstes Sv mbol dieses Friedens im Reich der Tiere sitzen haubengeschmückte Täubchen im Dachstuhl des Gehäuses und girren melodisch in den Lärm, der diese« Iclv fl iimbrandet . . . Ganz vorne am Käfig stehen die Kinder: sie zwängen ihre verklärten Gesichter in das Drahtgitter, wieweit n der Blick das wundersame Bild sc, noch besser umfassen könnte. Lud die Großen? Da stehen sie, die vor einer Minute noch so eiligen, und lassen kein Auge von diesem Bild der vollkommenen Lintracht zwischen der Kreatur. Fin sanfter Widerschein des Frlebnisses. gemischt aus kindliaftem Staunen und innerer Befriedigung, zieht über die Wand der Gesichter. Da läßt der Besitzer des wandernden Tierparks die Sammelbüchse klingen — und viele greifen in die Tasche und danken mit einem Ge ldstück . . . Als ich weiterging stieg gebieterisch eine Frage in mir auf: Könnte nicht auch zwischen Menschen Friede sein. Friede zwischen allen Menschen? Eintracht zwischen den Geschöpfen des einen Gottes, der um Anfang die Welt erschuf und alles was sie beb-bt — ..ein jegliches nach seiner Art . . wie es in der Bibel heißt. Hans Sternheim. bräisch. jüdische Geschichte. Zionismus. Palüstinaklinde. Makknbihewegiing. Stuttgart. Mir weisen hiermit auf den Winter- Arbeitsplan des S|M,rtklul>s „Ha knall“ hin. der mit dem I. Oktober beginnt und sämtliche Sportarten umfaßt. Besonders sei auf die regelmäßige Kindi-rturnstunde aufmerksam gemacht, die unter der bewährten Leitung von Maja Hurburger stattfindet. Bei dieser Gelegenheit tragen wir unter Hinweis auf die das Ferienwerk der ..Hakoah“ betreffende Notiz in letzter Nummer nach, daß Maja Hurburger die Gesamtleitung dieser Ferienorganisation hatte und sich um die Sache außerordentlich verdient gemacht hat. Auf das jeden Mittwochabend stattfindendc- Schw immen im Studtbad Heslach weisen wir noch besonders hin. Stuttgart. Allen jüdischen Sportfreunden steht am 7. Oktober ein Ereignis bevor: Auf dem Sportplatz der „Hakoah“ in Degerloch finden je ein Rcprüsentativ-Auswahlspiel der südwestdeutschen Anwärter zur im Frühjahr 1935 in Tel-Aviv stattfindenden II. Makkabiade in Fußball und Handball statt. Den Mannschaften gehören Spieler aus sieben süddeutschen Großstädten an. Fs handelt sich durchweg um repräsentative Spieler, so daß mit einem hervorragenden Sport gerechnet werden kann. Stuttgart. Das Rückspiel der I. Fußballmannschaft des Sportklubs ,.H a k o u h“ gegen „I t ti s“ München findet in München um 14. Oktober statt. Hoffentlich felingt es den Stuttgartern, diesmal als Sieger nach lause zu kommen. Göppingen. Am 16. September trugen die Göppinger und Ulmer R.j.F.-Handballmunnschaftcn ein spannendes Wettspiel aus, das infolge des starken Regens große Anforderungen an die Spieler stellte. Ulm mußte leider Ersatz einstellen, während Göppingen komplett antrat. Bis zur Halbzeit gelang es Göppingen mit 3 :0 in Führung zu gehen. Trotz großer Anstrengungen der Ulmer —■ sie warfen nuch Halbzeit drei Tore — konnten sie den Endsieg der um vieles besseren Göppinger mit 7 : 3 doch nicht verhindern. Aor dem Spiel der I. Mannschaften trugen die Schülermannschaften beider Abteilungen ein r rc-unclschaftsspiel ans. das die wesentlich kräftigeren Ulmer mit 2:4 für sich entscheiden konnten. Heilbronn. Am 16. September hatte der jüdische Sport in Heilbronn seinen großen Tag. Der vom R.j.F. geschaffene prächtige Sportplatz wurde unter großer Teilnahme der Heilbrunner jüdischen Gemeindeeingevv c-ilit. Der Vorsitzende der Ortsgruppe. Fugen Viktor, übergab mit herzlichen Worten den Platz: ferner sprachen noch Direktor Kirchlicimcr als Sportgruppenleiter. Dr. M u x S t r a u ß. Stuttgart, für den Landesverband. Dr. Scheuer für die Israel. Gemeinde Heilbronn und S t o I, e z k i finden Makkabi-Verein „Blau-Weiß“. Der Tag bekam eine besondere Note durch zwei hochinteressante Fußballspiele mit Mannheimer Sportfreunden. Nachstehend die Resultate: R.j.F. Heilbronn 1 gegen R.j.F. Mannheim I 4 :2 (1 : 1): R.j.F. Heilbronn Alte» Herren gegen R.j.F. Mannheim Alte Herren 4:4 (1:3). Wir werden über Einweihung und Spiel in nächster Nummer ausführlich berichte». Laupheim. Der Landesverband Bayern der Jüdischen Turn- und Sportvereine hielt am 26. August in München seine Leichtathletikmeisterschaften ab. mit denen auch das Ftißball-Auswahlspicl Nordbayern— Südbayern verbunden war. Wie das Israelitische Fumilienblatt berichtet, nahm Gretel Bergmann (Mitglied der R.j.F.-Sportgruppe Laupheim), die erst vor w eiligen Wochen die englische Hochsprungmeisterschaft erringen konnte, außer Konkurrenz an sechs Wc-ttbc-wc-rbc-ii teil: 100-Meter-Lauf. Weitsprung, Kugelstoßen. Schlagballweitwurf, Dreikampf tinn dem Hochsprung der Damen. Wie überragend ihre Leistungen waren, beweist, daß sie mit 107 Punkten im Drc-ikatnpf vor Fräulein Bergmann (Nürnberg), die nur 53 Punkte erringen konnte, gewertet wurde: im 100-Meter-Lauf lief die Meisterin Gretel Bergmann (Laupheim) 13,6 Sekunden gegen 15,1 ihrer besten Konkurrentin.Während die beste Schlagballweitwurfkämpferin Bayerns, Fräulein Lederer (Bamberg) 33.3 Meter erzielte, warf Gretel Bergmann mit 61 (!) Metern fast das Doppelte. Am Spätnachmittag, als sie schon an fünf Wettkämpfen teilgenomnien hatte, zeigte Gretel Bergmann ihr Können im Hochsprung: leider war sie schon etwas abgekämpft, so daß ihre Leistungen nicht an die der englischen Meisterschaften heranreichen konnten. Ihre Höchstleistung mit 1.48 Meter war freilich trotz dieser Anstrengung noch eine blendende Meisterleistung und fand den lebhaften Beifall der vielen Hunderte von Zuschauern. £üecaüsche&. Kalender der Jüdischen Künstlerhilfe 5695/6. Rechtzeitig vor Beginn des neuen jüdischen Jahres ist im Kunstverlag Dr. Herbert Loew enstein. Berlin, ein Jüdischer Kunstkalender erschienen, den man als stilvollen Schmuck jedes jüdischen Hauses bezeichnen darf. Der Kalender wurde unter der Leitung von Dr. Hermann Schildberger von der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin herausgegeben. Für die Bild- und Textgestaltung zeichneten Dr. Max Osborn und Prof. Franz Landsberger, die GesamtleituRg hatte Erna Stein, Kustos am Jüdischen KAUFT BEI UNSEREN INSERENTENI bei den sich hier empfehlenden Firmen! JULIUS BRAUN Meth*nt$<he Baatchreinerei Stuttgart, Schlosterstraße 17 Fermprecher Nr. 704 01 Fachgeschäft für richtig sitzende AugengUUer Optiker Eatca Stepper Stuttgart, NadlerstraBe 15 (beim Ratbaus) Emst Weinsteinstraße (Sofienstraße) 21 A. - Ecke Tübingerstraße Huc 2 TJUnuten sind nötig. - um vom Wilhelmsbau zu Geo. D. Knipp zu gelangen. Sie lohnen sich! Knipp bietet stets etwas Persönliches und Eigenartiges. GEO. D. 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