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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-10-01 · 13 (1.10.1934) · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
XI (1934-1935)
Issue
13 (1.10.1934)
Date
1934-10-01
Page
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- 106 - Hinweise zur Familienforschung. Von Max Stern. Niederstetten. /■: der .!■ lickten /eit nl. wir \elteren n.xh die Schulbank fnldten sich viele' um uns zur Weltgeschichte liit .'e/i-.eii. Mit großem Interesse verfeicte wil n . V imt:::MHine der Kmlicn Herrscherhäuser. di reu Nachweis im frühen Mittelalter begann > ml /w.-ige heilte noch grünen. Da nenne uh da- H ii- M itteNha.h. welches um ilas Jahr 1200 in d< ii kii i' el-rollen Weltgeschehens trat und von . i,,.iter t >tt > I. sich Jh Geschlechter hi' in f ’t^c'|)flar./t hall It. da nenne ich die c in Hali'burger. i.er die genannten M iinnitafelh studiert unser lnlere"e an der > i - e n e n Vb- I'uh nicht w.uh.-erufen. VV ir begnügten r 'tid/en I*C't'teliiiT:.... dal! unsere Al>- \hraham his Noah. in in de'.. alle :! |u!e v; - h. h. ■ -laue ■ war ' ■ l"Ig! :.ut de :11-i11e uliei den Stamm' .„f.ir hi' /u dem ersten M. i-ihen. Vdani. durch lin.ru einwandfr-'i : .sien d.iinal' nnl -■ ideiht iiuchsU n t -> ■ res.t , rw ecken Nachweis litis. .. ' \ ll felltllalt-' -ii wiihtiu tu' lf' il iL-eii iesi'ii -ei. Aher wir ui. dal! die unserem G< - ut-bdgen einmal unser In n. ja. r-.il! der historische i'ien Abstammung und die i r.ii.h'ten \. erfahren genau die Heilige lie Ah'tamri x .litt' ti. w I Ile., hl dll 111. - ' t ' . V 1 f« .iiii.'ltfun-< r. - >1 «Hi II; Uli ^Vll.1 ' li-t|i:«il» n l.-c - H--irri!t ' '* r!ij-iriiii!* iit«‘ »h*> \ « .v.v i-fin!■: t - : I i r-tt tmei .ii! -ii Iii'inm Mt i-r ein Stamnitaf«*!, i 1 Ci llt ii:!».1 u in c;nnt. Ih'r Name 11 ’ ul)? ti.f. f .if .'ii alt«*r /rit an «lie* l hl. ,h in X ii : ii't.ifelcheli uufh : N in ' ilrn cce/eiihlletell f ’■ ff ,r:„! . n. I? riib.i in er*-Iit V"II .--fit M tll! : ' -mm! ■ v ■ 111' mul zeigt i i*rn II Fl --SI III ..n Verzweigungen l.l - i n 'i /' IT I -W «'II, 1. Strumen! des Ab- -I i m. ■ii M-l -r~ i-i di* v:, .if■ 1. VVallrend der mm! i ri-t ' / 11 /i strebt, -trelit die \ i" i:' r ,,, 1! es " ' " /eit / : tick auf unsere n!' \L i"I \ Irl lleiri irft :uit einer heute Ihm :» -•n ,, l; 'teilt vi n i Iir aii'gt hend alle I . \..l , n * it il' m-'L' ii Ii .-urtick dar Lebc-r n W. . .! iird, iitttn^ de- Staminbainn- und . \i,.!t : .. 1 h A, t ii » i in ■ t/ten Jahren v iel I. :l )r i I) t r«l« n ein dl diese Vbstam- . -! ,. . r. 1 7-1. n- 11 te Iii't.irischen Da- . \ i - i; m;:U. ./ .f; ti«, < >rl ■' Vufenthaltc-s der >' tJ-i'r: » tiiuf Siet.-.: -v.n ac Hörigkeit-. Zvveii in l;„! I't le*r Lrbf'irschung erst . ( i| . -1 A j» hr - \\ ithti^ rv« It cl uf erlihiologischem ( . I / t'W ii v./> 11 u ersten Mal in der 111 11' ' I U n SC'' L!ft Fielt fiel« k.*L die Abstämmlings- . ii. Nun . v.ui irtucn und schlechten Kifreti- ..ii -i . r F ntw icklung*lehrr heniit/t. Die | ideu ii.u i, .ln Wichtigkeit «i.-r .F.rbbiolojrie längst . I, > o , r i In .(idieliiiiiJ w nrde genaue Ams- . i ir , ii>-.dt»it. oh in der Familie der F.he- . •' In hatikheitiii .«Irr -einstige icrid; öu■[;::!."*■.■ I .. ii'ihaften Ce : inden seien. Durch :i \ as'fit fei i.-s.en -ich min!«—er aljdurch den 't-au;rr! i.,Ja ü- 1 er. r!-;:iL V. II F ige u-^tiaften nachii. Wenr . iidi'.hiii Siaiiil|. inkt .usdieVVich- -LU k.-it;r-d utlg Ix tr.l' .liell. ntÜ'sC'II VV ir r*n v / j i j [T * ■ I 1 .„Stellung der 1 hora zu diesem?r dd. nderset/en. Da Ttiideu v\ ir vom er- M >! n. liitlt. bizum letzten Bliche. Chronik. i: ' S p >iiive Lin'telluu^. F c herall w-ird die V Ml 1, U 11 _ l'fi ui tt ii w it» im "»chlrthtt*n Sinn«* jr«*u iir- ... ■ VV .-[ h. it. L lidmiiTig d. i Vii'iainmiing in der i i /I, .w. ii uirJ /cikrt 'itfi amh daran, «laß di«* ( 7- -i!t d IM» •Ul't t r *i«1' \vn* rin 1° a«lt n dnrdi dir iel lu ca ir.tdi/ieliru. Wir finden die zehn 1 -fhl ti i.»r V '»! Vcl.iin bi' Noah und wieder zehn 1 1. '.hl ■d I. ‘ i Noah bi- Abraham. Ganz aiisführ- 1 ll I t ir ( hl. «lit'vfi.l^r d« r Stanimviitcr Alirail a a. 1 s. : t k it.d Jukoli. lind zwar nicht nur.die der «Ti H * * r. ti i- ' I i "idt die der Frauen dargestellt. , _a r ii' >t nun xv in! liiikrnlt» krrjrf'brn. \! >. t rt »1« - V : fru* i iltc ' der Stammväter sind geu <n fg t/i dl!' I. 1 in ‘. irrtrn Ruth Mo**r> hi.a.i fin- ' 'V r •i n« Vi fn.ih» j drr (a—thlnhtri* dr> ^5an/«*n *k. ' )al. *r / eil.! sidi wie die S.hrift die Verer- >' llk ' .•r iTiiti* n w ir der schlechten Fdgenschaften auf i. M iiintiinii g li/w.. .uf V, ' rbuttg zurückführt: K : if \ .n < ri 1 r.ai \anmal- ..rinrr.S<hu«—mr N. uJ -i ... n-". u m 1 «Irr i rkiarrr Ra"«hi -t«*l11 /u dit— rn VV »rit . i.. rl»l i.doui'che l in se auf. daß die Kinder fl h r (Irren Brüdern ... >«rt werden. VIan wt, Ti,- p-r vor rinrr Hrirat d«*n Riiidrrn drr Frau Rc acht III hm ,eti. Dell Sittlichkeiiseiferer Pinch.itlt m mit IT if nicht mir Pinchath ben 1 leasar. sottde rn .Pt ndi ath ben Fdeasar ben Varon hakolien". >V > .hi m ui.if /n -aff€»n. «laß -« in«* hohe sittlich«* VV ellallS! •fl 1 1 nmr auf der Abstammung von Aaron \,i ruhe Am I« f '".il' bat di, Sthnft aiufi di«* \rrj’ *, J J Joseph Budko, Jerusalem, „Aufbau" (Aas dem Kalender der Jüd. Künstlerhilfe. Berlin, Kunstverlag Dt. Herbert Loewenstein, Berlin 5 O 16; KÖpenickerstr. 76.) crbting schlechter F'igeti'ehaflen durch Krwiihnunp der Abstammung herv orgrliohen. Bei dem Gotteslästerer ist ausdrücklich hin/ugefiigt. dal! er der Sohn einer Israelitin und eines mi/rischen Mannes war. Dann wird im Buch Ruth Boas durch Aufzählung seiner Abstammung peehrt und wieder /ii seiner Khre wird die Geschleehtsfolge fortpefiihrt: Ohed-Isai-David. Audi aus dem jüdischen Volkslelien haben wir eine L’eberlieferunp. welche uns sapt. wie hoch die Ahstammunp einpesdiätzt wurde. Im Lande Juda war es Sitte, daß alljährlich am n. Ab ein Erntedankfest pefeiert wurde. Da zopen die Jiinplinpc und Junpfrauen unter Gesanp in die Weinberge und pcwöhnlidt wählten an diesem Tage die Jünglinge ihre Frauen. Dem Zupe in die Wcinberpe zopen Herolde voraus, welche riefen: .. Jiinplinpe schauet nicht nur auf die verpängliche Schönheit, nicht nur auf das verpänpliche Vermöpen. schauet vielmehr auf die Ahstammunp der Frau.“ Solanpe nun die Juden in ihrem eipenen Reiche wohnten, war eine mhipe Fortführung der Geschlechtsrepister pewährleistet. Im babylonischen Exil aber gingen viele Register verloren. Die Geschlechtsrepister gewannen dann wieder entscheidende Bedeutnnp. als die Exilanten zurückkehrten, und Fsra und Nehemia denjehipen Priestern, deren Geschlechtsrepister verloren pepanpen waren, verbot, vom Heilipen zu essen. Seitdem sind mehr uls 2tttto Jahre verpanpen. und wir Juden leben in aller Welt. Man sapt. daß die Sephardim heute noch, pünktliche Geschlechtsrepister führen. Bei Iltis Aschkenasim ist dies aber. Ausnahmen /iigepeben. versäumt worden. Wohl ist von den zwölf Stämmen noch ein Stumm, der Stamm Levi, peteilt in l.eviim und Kohanim. erhalten. Aber diese Frhaltunp beruht lediplich auf Lebcrlieferting. In den Gemeinden wurden oft keine, oft unvollständige allermeisten' aber unübersichtliche' Register geführt. Zur Forschung stehen in den Gemeinden meistens nur Wimpeln. Mohelbücher und Chewra-Sterberepi'ter zur Verfügung. Mohelbücher und Chewrabiieher sind aber nur private Aufzeichnungen. Sie lassen 'ich nur ganz selten zu fortlaufenden Stammbaiini/usainmenstellungen benützen. Denn die Arbeit wird dadurch erschwert, daß bis in den Anfang des vorigen Jahrhunderts hinein der Familienname des Sohnes der Vorname des Vaters war. First von da an führen die deutschen Juden Familiennamen. (Ausnahmen gibt es natürlich auch hier). Etwas leichter ist die Nachforschung in \Vim|>eln. Chew rabttch und Mohelbmh. wenn die Familie durch Jahrhunderte am gleichen Platze gewohnt hat. und noch etwas leichter, wenn sie den kohanim oder l.eviim zuzählt. Erschwerend fällt wieder ins Gewicht, wenn die Gemeinden keinen eigenen Friedhof haben oder wenn sie früher an anderen Orten beerdigt haben. Häufig sind auch alte ( hew rabücher durch Zufälligkeiten (Brände) vernichtet worden. ' (Schluß folgt). Rechtsanwalt Dr. Siegfried Gumbel, Heilbronn 60 Jahre alt. Am 22. September vollendete Rechtsanwalt Dr. Siegfried Gumbel, Heilbronn, eine der bekanntesten und verdienstvollsten jüdischen Persönlichkeiten unseres Landes, sein 60. Lebensjahr. Wenn wir auch wissen, daß der Jubilar allen Ehrungen in seiner schlichten Art abhold ist, so sei uns doch nachträglich ein Glückwunsch verstattet. dem sich die jüdische Gemeinschaft weit über die Grenzen Württembergs hinaus mit F'reude anschließt. Seit langen Jahren arbeitet Dr. Gumbel unermüdlich im Dienste des. Judentums. Er gehörte schon der Verfassunggebenden Landesvcrsammlting an und wirkte in ihr — viele Jahre auch uls Vorsitzender des Finanzausschusses — in vorbildlicher Weise. Nach Beurlaubung des Präsidenten des Israelitischen Ober rats. Ministerialrat a. D. Dr. Otto Hirsch, wurde Dr. Gumbel als rechtskundiges Mitglied in den Israel.- Oberrnt berufen, wo er auf Grund seiner überragenden Fähigkeiten und Sachkenntnis in außerordentlich verdienstvoller Weise wirkt. — Aber auch für seine Hcimatgemcinde Heilbronn hat sich der Jubilar jederzeit in Treue und Pflichtgefühl eingesetzt. Dem Heilbrunner Israel. Vorsteheramt gehörte Dr. Gumbel lange Jahre an, und audi dort wurde sein kluger Rat hoch geschätzt. Für das Ansehen. das der Jubilar auch in nichtjiidischen Kreisen genießt, spricht die Tatsache, daß er einige Zeit auch dein Heilbrunner Gemeinderat unpehörte. Neben seiner beruflichen lind vielseitigen ehrenamtlichen Tätigkeit hat Dr. Ginn hei aber immer noch Zeit gefunden, seine wissenschaftlichen Interessen zu pflegen. Seine geistvollen Vorträge über Spinoza.. Rosenzweig und andere jüdische Geistesgrößen sind auch in Stuttgart noch in bester Erinnerung. So erfüllen wir heute nur eine selbstverständliche Pflicht, wenn wir Dr. Gumbel an dieser Stelle noch viele Jahre voll frischer Tatkraft zum Segen unserer engeren und weite ren Gemeinschaft wünschen. Aus den Qemeinden 'lüücUem&ecQS. Stuttgart. Eine Sukka. wie man sie schöner selten trifft, halten Schulleiter Dr. G o I d s tli m i d t. Erl. Lehrerin Stern und Lehrer Berlinger mit den Schülern unserer Jüdischen Schule der Gemeinde zum l.uiibhiitteufest errichtet. Die erfreulich vielen. Besucher und Besucherinnen des Sukkaus-Abendgottesdiensles vom 2». September drängten sich um die reich geschmückte Hütte', die ein sprechendes Zeugnis für den frommen kinderfleiß ist. mit der unsere Jugend an die Arbeit ging. Alle F'rüchte des Herbstes schmücken in malerischer Vielfalt den traulichen Raum, in dessen Mitte ein Traubenbündel schwellt, wie es die Kundschafter der Bibel nicht größer wohl aus dem Lande, wo Milch und Honig fließt, weiland znrückgc-bracht haben. — Stadtrabbiner Dr. R i e g e r sprach inmitten der Jugend das Kidduschgebet und die Rrochaus, und alle Schüler durften aus dem Weinbecher trinken — aber nur einmal, wie fürsorglich Ix-tont wurde. Alter auch Lehrer S ä l> e I hat mit seinen Religionsschiilern im Hofe unseres Gemeindemitglicds A. K ii I b eine Sukka gebaut und mit liebevoller Sorgfalt uusgesdimückt. Allen Lehrern und Kindern, die 'ich um die Errichtung und Ausgestaltung dieser Laubhütten gemüht haben, sei hiermit herzlichster Dank gesagt! Die Gemeinde hat mit Freude wahrpenommen. daß die Erzieher unserer Jugend sich in so echt jüdischer Weise um die Verlebendigung unserer Festtage mühen. Stuttgart. Der Berthold Auerbach -Verein eröffnete sein Herbst- und Winterprogramm in Anwesenheit zahlreicher Hörer mit einer feinsinnigen Ausdeutung des Wochenabschnittes (V., 29. 30) durch Rabbinatskandidat Karl Richter. Der Redner behandelte den Wochenabschnitt unter dem Gesamtthema „Gott und Volk“ und gab eine Darstellung der Ideen und des sachlichen Inhalts dieser Thora-Abschnitte. die auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck machte. — Nach einer wissenschaftlichen Betrachtung über die Herkunft des V. Buches Mosis (die „Deuteronomium-Hypothese“) gab Karl Richter einen Heberblick über den Wochenabschnitt mit seinen großartigen Mahnungen und Verheißungen und stellte die IdeeenVerbindung Gott—Volk—Land als einen der Zentralgedanken des Judentums dar. Die Rezitation des letzten Kapitels in der Buber- Rosenzweig'schen Hebersetzung ließ die herrliche Poesie dieses Wochenabschnitts aufleuditcn. — Eine kurze Aussprache schloß sich an. Stuttgart. Die G.-V -Zeitung erstattete kürzlich einen umfassenden Heberblick über die Tätigkeit der einzelnen C.-V .-Landesverbünde im Reich. Für Württemberg berichtete der Lundesverbands- ZUR NEUEN HERBST-SAISON / größte Auswahl bester Modelle IvQ’*** in allen Preislagen Ueberzeugen Sie sich unverbindlich! Stuttgart / Königstraße 1 (Marstallbau)

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