Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 11 (1.9.1934)
- Date
- 1934-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
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- 93 - Stiftung eines Bialik-Preises. Wir erhalten folgende Mitteilnng: Znm Andenken an den verstorbenen Dichter Chajim Nachman Bialik stiftet Herr S a I m a n n S ch o dt e n einen Chajim Nachman Bialik-Pr e'is für hebräische Dichter and Schriftsteller. Der Preis wird verliehen für eine D i ch t a n g oder Prosa-Arbeit in hebräischerSprache, die durch schöpferische Darstellung jüdischen Wesens und jüdischer Werte das hebräische Schrifttum mehrt. Der Chajim Nachman Bialik-Preis soll von dem jeweils für ein Jahr berufenen Preisrichter nach freier Entscheidung und unter seiner alleinigen Ver antwortung zuerkannt werden. Der Preis beträgt für jedes Jahr 300 Pfund. Der Name des Preisträgers wird jeweils am Jahrzeittage Bialiks (2t.Tammus) für das darauffolgende jüdische Jahr bekanntgegeben. Der Preisrichter soll stets ein in Palästina lebender hebräischer Dichter oder Schriftsteller sein. j Jüdisches und Ra LE VI 1 «»daran Schrifttum bei cALwanaTasaaa as Tleue O&iichec. Zur Produktion des Schocken-Verlags, Berlin. Wenn man heute nach einein Verlag gefj-agt wird, der in vorbildlicher Weise jüdisches Kultur- und Geistesgut pflegt, dann darf man den 8 checken-Verlag in oraler Linie nennen. Nur diejenigen, die es in dieser Zdit als eine jüdisch-existentielle Aufgabe erkannt hal>en. zu den Quellen unseres jüdischen Seins zuriiek/uflnden und aus unserer Geschichte und unserem Schrifttum neue Kraft und Wegweisung zu gewinnen. die vermögen die außerordentliche Kulturleistung des Sthocken-Yerlags gunz zu ermessen. Welch große und dankenswerte Aufgabe hat sich dieser Verlag zum Beispiel mit der Herausgabe jener Bücher gestellt, die als „B ü ch e r c i desSchncxen- Verlass“ in weiteste jüdische Kreise Eingang gefunden naben. Zwölf schmücke Bündchen in Oktav Gotiesdiensizeiten für die Israelitische Gemeinde Stuttgart. 1. September Sabbatb 2. September Werktagsgottesdienst Hauptsymagoge Hospttalstrage. 8.30 Uhr 7.49 Ubr 8.00 Ubr 6.45 Ubr 3.-7. Sept. Werktagsgottesdienst 3.-6. Sept. Werktagsgottesdienst 7. September Freitagabend 8. September Sabbatb 9. September Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr 6.45 Ubr 6.45 Ubr 8.30 Ubr 7.34 Ubr 8.00 Ubr morgs. abends morgs. abends morgs. abends abends morgs. abends morgs. Neujahr: Synagoge und Gustav Siegle-Haus 9. September Vorabend 6.15 Ubr abends Predigt: Synagoge, Stadtrabb. Dr. Sieger 10. September I. Neujabrstag 8.15 Ubr morgs. Predigt: Synagoge, Stadtrabb. Dr. Sieger Predigt: Gustav Siegle-Haus, Sabb. Dr. Huerbach 6.45 Ubr abends II. September II. Neujabrstag 8.15 Ubr morgs. Predigt: Synagoge, Sabb. Dr. Huerbach Predigt: Gustav Siegle-Haus, Stadtrabb. Dr.Sieger 11. September Synagoge 7.27 Ubr abends 12. September Fasten Gedaljab 7.00 Ubr morgs. 6.30 Ubr abends Fastenende 7.25 Ubr abends 13. September Werktagsgottesdienst 7.00 Ubr morgs. 6.30 Ubr abends 14. September Werktagsgottesdienst 14. September Freitagabend 15. September Sabbatb 7.00 Ubr morgs. 6.15 Ubr abends 8.30 Ubr morgs. 7.19 Ubr abends 16. September Werktagsgottesdienst 8.00 Ubr morgs. 6.00 Ubr abends mit durchschnittlich 80 Seiten sind bis jetzt erschienen — und von jedem kann man sagen, daß es Fundgrube ist, Quelle edelster Lese. Ob es eine geschichtliche Studie ist. wie „Die Pharisäer“ von Leo Baedc, oder die ewig-junge Novelle von Aron Bernstein „Vögele der Maggid“. diese liebliche Inkarnation jüdischer Kleinstadtpoesie — stets werden wir aufs tiefste gefesselt und im Innersten bewegt von der Kontinuität eines Gemeinschaftsschicksals und einer Gemeinschaftsseele, die hier ihren literarischen Niederschlag findet. Führt ..Das Haus IsraeJ“ (Aus den Schriften von David Koigen) in die Gebiete der Religionsphilosophie, so zeigt uns das Bündchen „Das Leben des Flavins Josef phus" einen dramatisch-heroischen Abschnitt unserer nationalen Geschichte auf. der von entscheidender Bedeutung war. Nun liegen schon die Bündchen 10-12 vor. Neuerscheinungen, die unser Urteil zu Beginn dieser Besprechung voll rechtfertigen. Die Ausgaben „Sprichw örter und Ri'dciisiirtendciitschj üd ischer Vo r zei t“ (aufgezcichnet und erläutert von Abraham Tendlau) und die Aufzeichnungen des lutherischen Theologen Johann Jakob Schudt (1664 bis 1722). betitelt „V o n der F ra nck Fu rte r Juden Vergangenheit“. \ermitteln außerordentlich interessante Einblicke in die jüdische Kulturgeschichte auf deutscher Erde, und Martin Bubers ,.G e s ch i ch t e n von Engeln. Geistern u n d Dämonen“ zeugen aufs neue für Bubers Jsprnchgewalt und großartige Darstellungskruft. So besehe n k t der Schocken-\ erlag mit diesen wen tcollen Bündchen unsere Gemeinschaft im wahrsten Sinne des Wortes. Ihm hierfür in der jüdischen Orffentlic.Iikeit Dank zu sagen, ist freudige Pflicht. — In drucktechnisch vollendeter Neuausgabe erschien auch unlängst .11 e r Born J u d a s“. der große, niii Micha Josef Bin Gorion geflochtene Kranz jüdischer Märchen und Geschichten. Hier kann man. wie es im Vorwort heißt, mit Recht von einem .Hausbuch des jüdischen Märchens" sprechen. Wir erwähnen mir die Geschichten um den Hohen Rabbi l.üw zu Prag, den Schöpfer des sagenhaften Golem, um anzudeuten. aus welchen Tiefen jüdischer Gedanklichkeit Goriongeschöpft hat. Mit dieser Neiiausgabe hat der Verlag dem toten Sammler kostbaren jüdischen Volksguts ein Denkmal gesetzt. — (IMmrfllkm- KAFFEE zu M.2.-bisS^0 das Pfund TEE zuM.3.«0bls7.«0 das Pfund In bekannt vorzQgl. NlKhuagaii fl.mayer,"S; SMtlirt Albert Vflld« Möbelschreinerei GutenbergstraOe 40 — Fernsprecher Nr. 02007 Moderne Entwürfe In Sohlaf-, Speiseu. Herren-Zimmern Aufpoll.r.n und Umbeizen von Möbeln 'Dauecwelletv- Wasserwellen / Ondulation Handand FaBpflege Parfümerien 3C. 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