Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 9 (1.8.1934)
- Date
- 1934-08-01
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- [Seite] (sequence 6)
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I I m zu l>cvx» i't n. «K«H iiuctj lu-utc» rine jii<ii**<4u' GcmciiiMJi.ift n*u lt*b«*n >>in! arbeiten kann, teilen u ir «l.t*' \ olksleben .in V erslbieilene (»c'birto ejn IIkill bemühten »*ic einzeln. D«*r betlner zeigte min. ijjll iI;l* reli^iiisr I eben. du* ScbiilH«**rn. die \olk-- Hilft Jnpuidbildiiiiu m»u ie die h esttn^e ohne idli/ii L-njh- ^diu ieri^ke ten» im (.eist d«* iiberliefort« Bl Imletrtnmire-t.iltet -ei^i können. Sdiwierijrer i-t| ...i.b-die- Hedit undj < -eridn^barkeit in Fin- - kli’t- ,,1't den heilte In* r*«4« nd«n \i)s<banlinken /II I.linken. Ibibbini'die G« ridiic*. die im jetzigen Pidä- «tin.i 11 < m |t k .1 ii mi B« -d* ut mi: jlniben. *rnd liier \or.tu*- r/nnu. I b» \ i i f.i*Mirii.r And \ erunltunir de- I .m- -4. -..Ii fudit - «k'd.iriert . m*ju. -ondern mul? im Collie to^Vi ,- b^u^-initioicaleii I inhrit festire-et/t \'.ji.k n \t h'. (dl veili.dt e- -i»b bei dei Innenb/u. ^ii|l**!ijt(i|’iik \! «ri Ilie diirf keine I reriniiiiL V "II ,«u?. i. hirin-eii j( .ruml-.it/en x »o banden .. \ i*k i.li;ii imhI der i^dili-die I.IU» -k.onjd nie ..,M- I ««r nun xx ie in letzter /'it annehmen. >»,i;,i iijdi-xbe (.e-.imlln ii n.t * ** den (»eboteu; i 1 It r ih.i iii Ie| 1. \ ielleidt! die ix h fi I ii: "Ie. -iiher . , Mli\x i« r iu-te l dl. m 'i.tlr und wirti>o >!, 'iktm .Iel .Olde- I- \tird /war nidit j.M.li - in. die modein-ti W t »-dinft-fnrmen \oll- .r;i.iiii dnrib «1/e der G ' / b,-Mimmen. Aber i'i Ineil niu--en \x 11. *« ••{ " n rubididi. nn-eren . I!rii-u ii lb- 'e. ■ ^(\ i , « i j - . n * I . : d , i n n e n de- . •] i i n I; - : - in l’.d.i-tlll .i e r - | ,||I | I - Mir! t . - Kellner t il ' irizc Ilii ii B« i- -juielen fl.ll- \ i_ l I .-bellilbel.dl v»»r. li.r|id« 'ind : m tu«1 «- \b-diIielVnded.nnb|‘ -.4 i. tun \ l» dein ( ,einet dektßiu* I . 1 nt‘ I uhl-v»!»- i-t beule -o nidm In - t >i * . *-e. / x i nx i - Mo bl. \ *»r allein u eil dl«! \\ 1 - , t Ii-b-|---e l /ielinn^ .nd*er-t •_;i nn, -; ,?« Ii - i> t di : I r.iue der l'e-tl,,J. . i | i / i e i! le11. i*eii werden. \rn s'.ib-!,, ]• i . .,'b iMil •>' ..-ibb^-eii. >x irk - * : . | . ... r .t: ■« i - n; t de? |n ix ule >ti.d?enj | i-i; 11 .dl. I l .iitbilli-dle - - .,!»k. ’ r-i d. « .•i.»-iin.»r< jrnm: -.mk- \ i ,< N klein.: led der 4ndi-ibeii |l .;.,:|M|L f ‘ ' ■ ' ’ *: :d'1 \ * t \ r bellet -dl.ift. i i •! d-- " d d d. : xxrlk.-'O. U' d'te seil -i.b in -;< I i M . X-. - I .1 i Ute Xx endet. \ *nh die / * .1 ’ t - -er/«rl . p.*:.!-!:•; ii-t bi- - 74 — heute nur wenig von jüdischem Geist durchdrungen. Noch immer b.-steht keine Kinheit von Kehilla und Iriju. \on Keligionsgemeinde und Stadtverwaltung. — \m neg.iti\-ten vom orthixloxen Standpunkt aus muli man <law irt-<haftliche und soziale belx-n bewerten. Denn die meisten der heutigen Wirtschaftsuuswüchse. wie lioden-|>ekiilatiou und übersteigerte Mietspreise. ver-toHen direkt .xler indirekt gegen unsere Gesetze, liier gibt <-- mir «-ine jmsitite brscht-iniing. nämlich den k e r e n k a j e m e t ii I. e j i s r a e I. K r allein arbeitet im Sinne der Thora, indem er den Kodim nur in krbpaibt. nicht in dauernden besitz übergibt. Dal? dir Jndenheit noch immer nicht die Bedeutung dieses Bodenfonderkannt hat. geht aus der V je! zu geringen materiellen und gei-tigen Lnterstiit/ung her- \or. Dir Sthlnlihilan/. die auallen Forderungen und ><hw ierigkeiten entsteht, /eigt uns gute iiml schlechte Seiten des bi-herigen Aufbau-. W as kann man p r a k t i s ch tun. um das F n d z i t* I. eine r e I i g i o s - u .i t i i. ii a I e \ o I k - g c* m e i n s ch a f I in Ire/ I s r ai* I . / u e r r e i ch e n? Man muH. so -ehltig l)r. Schlesinger vor. fiir jedes Gebiet des täglichen! eben-. kommi--ioncn. au- Fachleuten und rahhini-chen Gelehrten zii-amm.engeset/t. bilden. Sie haix u dafür zu -orgen. dal? nichts geschieht, was gegen die Gesetze deüberlieferten Judentumver- -tolh. Gekrönt wird das Gali/e von einem neuen Sv n h e d r i o n . ehrdu' Aufgabe hat. die Thora im ge-amirn I rix n dejiidi-chcm \olkc-- /n verwirklichen. \ii da- Keferat. daunein uuifiisseudes Bild der religiö-en Problematik gab. -thlol? sich eine* rege I )i-- ku--i<m an. I - fiel dabei auf. dal? die Mi-rachi-ten ab orthodoxe /.ioni-ten auf manche wichtige Frage*, wie* z. B. auf da- Aiaberproblern. von der Thora her keine* \ntwort geben können. I nt zu einer Stellungnahme in derartigen I ragen zu kommen, mü— en auch sie -ich w eltl icher Ideen bedienen. Deutlich fühlbar xxnrdc. dal? w a h re Keligiou auf ihrem Gebiet keine loleran/ kennen darf, und dal? es daher -ehr schwer i-t. liberal erzogene Menschen zur Ihora zuriiek- /iiu'evv innen. Int Schlußwort ermahnte der Beferent. doch -o we it wie möglich alb* Gegen-ät/e als lobende- Kei-piel erwähnte er die \rbeiter-chaft Palästinafallen zu In—en. und an dem giganti-chc-n We lk de- Aufbanealle- Kräfte rin/u-et/en. Fritz Vogel. Stuttgart. Ein Jahr Lehrhausarbeit. Zur Mitgliederversammlung des Vereins Jüdisches Lehrhaus in Stuttgart. i e , ■ f \ «ui' -t ' ■ It ll.; - ■ .k utakt i(n< l < ' i In-mi '. ' n I \. - I , dm. km? -< da* * bi-lu -t -i D r N.m \\ .t I * ,it«-n I> . ih\: I; | -• t I .! IITI Ae!;',' I -oll dl* il'. II \> ii ' t/r r. . de e \| u »It 'x«•?-nmmhiuir <h - . * -I.tM dl.- fII it einem l .edenken . D •!11ei B i a I i k x ei blinden . i «' ... r l öffnete die \ erden- ^e-dl.ift-fllh I enden Direk- kl \ d s e r . da- \\ ort zum e ■ ■ i* . h t. Dilektot \d|ei legte I ..I h^eneii \\ iulei halb jalir ein der < eit i Imii-.i i (»eit zeigte* .uiicl di« \. rbiudunu mit dem in die « ,-i. i Jugendheim -ich ein enger ei-dn n Jugend ergeben hat Der .I.inn oii .Ile .löldnn^ de- 'Mng- « »-«•- im \ei gan^eiicui llerb-t. eine >'. , dann -jrafer die Sinttgtirtei iu-chaft •iii-taml. ^n* vxilj intnr-M ecken fiii alle kim-th i i-dmu > (. ineiiHit -ein. Nach Beurlaueidienten I. \ «O-ilZellden. Milli- ' l * *. Mirdi amtierte al- >tell- :!- : ’ ll l e - e i. mul I >r. I e I di ii<i \ rbeit-au--chul? inten-ix fl l nd Hu: in der xergangelien den -»»n-tigen \ *>r'le-imgerr ii-de \lein ulinkhnfter \erl| lte| de, | eitllhu x«'|| I I e 1' - h -te;u*llde|| Weikabefide erner « i«.-n» n \Nerk-fait -ie i-t >1,»»!! idf '-idluriL in ihr (»> mna-inm-i r. JA Ift m v\ i - dt :i \ : ii die ( •<! I teub.i H k Ii I -e w a retl •i beudi i. Im ihre \l>äallimu li.it I )r. («.»- i ii * » r , fi ui .I. fken-werter W ei-«- ein \real »ig -« -teilt I).t- I ' hi lianhat -ich auch er, ii I i-len einen -irinf.illigen \n-drnck \ni I oibhiiltc ab -t wurde* eine "nikkah i«l a id.,-'-! ich de- '-»imcha- I horu-l' *--te- I e Ii i Ii.i ii - i.i u me "fli.ue! c ingc Vxeiht. In mm xx 11rde aitdt -eiifer/eit fur >tntt- ' I?.r ( b giinu «il», r d.i- I lei rlinger' I ando f». n. | in xx.ihrer Ux-nd gemeindui-iu.if; xx ii r die (li.innkkah-feier im m ifnetn (.em« in-chaft-ger-te I eliihaii-arheit getragc n vxerle in klein« rem Kähmen eine ien ..ka-sx r!« th« ater" ein«* i; klich ganz auf I « hrhan-b«xh rr weit«* kr« i-, der Gemeind« i Ö|--n i rnn. l;.., du ^.1 1 d nd. I.itju >1.1 ' Ne_!, I I 'I- \ -..dl MM1» di. \n l'ni in |. ei Xer.ffi-r.iln s. '! ii^-i.if i-<h nnd h in« h-erie Nch«>pfiiii Direkt. -ul«. Direkt.«i \dl-r g.ib dann einen l eher bl ick iib r die v«un I «-lirhaiiv« ran-t.dt« t«n \«»rtragstbj nd, und «*r\xäliute .nuh die erfolgreiche ktiriM- .Hik-tf llnng. üIxt di«* wir an anderer Stelle die-er Nijniim r au-fiihrli<h Ix ri«ht«n. Dr. feldrnann lajkt«- min allen P«-rsöulichk«*iten. die -ich um die e irhau-arbeir \erdiont g,macht li<d>en. mit vxartnon 11«-ii. \n-«hli«*l?t*nd winde von Direktor Adler der - - «■ n I» «• r i «h f er-tuttet. de--« n Ansgahen-« ite inten-itat der Bildnngsarb« it d«*s Fehrliau-«*- bFnf.illv z< igt<* /n k.is— nprüb rn wnrd«*n an- -cbli«1?i nd Kedil-aiiunlt Dr. Heinrich \\ «»i f und Julius Paul F p p -1 e j n he-tcdlt. Im An-chlnß \\, k . d.. hieran gab der Ge-chäfl-fiihr<*r «Ie- Fehrhau-eeinen kurzen I eberblick über die künftige Arbeit. Die er-te gröl?ej*e \Tran-taltiing dies«— Jahres soll darna«h <inläl?lich dekommeiideu Simcha- Ihora-fc-stc-s -tat(find(*n. D«*rr \b-*hlul? de- X!xndbildeteeine Gedenk- -ninde für ( h a i rn N a ch tu nun B i a I i k . den imläng-t v «*r-torbenen gröf?tc-rr hebräischen I lichter unserer /eit. Man verzicbtei« darauf, in tnnom Befer.it auf I eb«*ii und Werk des grollen Mannes einzugelun. sondern li«*l? ihn selbst durch eine feinsinnige F«*se ans -einer Dichtung und Prosa zu den Hörern sprechen Hilde» Fischer, deren hervorragende re/itutorische Begabung wir in unseren Blättern schon vx iederholt rühmen «lurften. sprach Ge drehte Bialik- und laaus seinen geistvollen Fssavs. > oii denen der Ausschnitt aus ..llalachu und Aggada“ c*irien b«*sonch»rs lie fen Finilruck machte*. Fs war ein glücklicher Gedanke, einzelne* Gedichte im Anschluß an die Be/itation in deutscher l elx r-et/mig in der hebräischen Originnlfussun«? vortragen zu lassen. Dipl.-Ing. Oskar Plaw ncr. der bewährte Feiler der neulmbräisihen Kurse, nutewog sich dieser Aufgabe in vorzüglicher Weise. Fs war liier besonders inten-—aiit. im Klang des hebräischen w orte s dem Nun der Dichtungen nuch/u-piiren. Aber auch im Fied lernte* man Bialik kennen. Fin aus Mitgliedern des >mgkreis,-- und der verschiedenen Jugeudhünde /usamnieng«*s,*t/ter ( hör sang unter de r Feitung und nach 1 on-ätzen von Direktor Adler ein ..Brunnenlied" und ein Nolkslie«! in s«»hr ansprechendem Weise*. Sa g« vx.»nn man aus Be/itation und Fied einen tiefen Finblick in däs >chafTen eines jüdischen Dichters, der im wahrsten Sinne des Wortes Volks- und naturverbunden war. /um Schluß sang der C hor /usammen mit der Hörerschaft stehend den ersten \ers der schönen volkstümlichen Hvmne des großen Dichters ..S*gen de r Arlxät" — in der ganzen jüdischen Welt und insbesondere in Frez Israel bekannt unter dem Namen die* .. I e ch e s a k n a". (An anderer Stelle* dieser Nummer veröffentlichen wir den Text des 1 jedes.» So gestaltete sich der Abend zu eine r schlichten aber würdigen Fhrutig Bialiks. und dem Jüdischen Fehrhan.s gebührt Dank, daß es sich stetig bemüht. durch seine Veranstaltungen unsere Gemeinde in die lebendigste Beziehung zum Judentum zu bringen. JledakUcmsscfiCuf) für die nächste Nummer v. 16. Aug. ist am 10. August I Hachcichten xtus dec Gemeinde StuUqact. Stuttgart. Bildung einer Südwestdeuts cfi e ii A r I) e i t s g e m e i n s di u f t. Auf Anregung der Mannheimer. Karlsruher und Pfor/heimer Kultiimrguiiisationeu fand jüngst in Karlsruhe unter dem Vorsitz von K in i 1 I. e v i n g e r. Pforzheim, eine Tagung der Vertreter südvvestdeutscher Kulturorganisutionen statt. Auf dieser Tagung w urden u. a. folgende Besdilüsse gefüllt: Die jüdischen Kulturorganisutionen der südwestdeutsdien gröiteren jiidisthen Gemeinden bilden eine A r I) e i t s g e m eins di a f t. Die Aufgaben der S ii d w e s t d e u t s dl e I, Ar. 1) e i t s g e m e i n s dl u f t bestellen in der Förderung der de» einzelnen jüdische» Organisationen otdiegende» kulturellen A u f g a b e II . in der \ r b e i t s b e s di u f f u n g für die kulturell tätigen jüdischen Kräfte und in der Bet reu u n g kleinerer (icmeiiulrii. A» dieser A rbeitsgemeiiisdiaft können sich die südwestdeutsdien (Gemeinden durch Beitritt beteiligen. Die angesdilossem-n Gemeinden bzw. Organisationen wahren im Ituhmen der Arheitsgeineinsdiuft ihre volle Selbständigkeit. Die Arbeitsgemeiiisdiaft bildet eine G e s di ä f t s s t e 1 1 e und einen aus fünf Per sollen bestellenden 11 a n p t a u s s dl u ft zur Friedigung ihres Aufguhcnkreisfs. Auf Vorschlag des Vorsitzenden wurde Mannheim als Vorort gewählt und ihm die Geschäftsführung übertragen. Der Haupt aiissdmff ist berechtigt, sich einen F a ch u u s s dl u ft. der aus drei Mitgliedern besteht, unziiglicder». Der Siidvccstdeutsdien Arbeitsgemeinschaft jiid. Kullurorganisationen sind bisher folgende Gemeinden bzw. ,Irganisationeii beigetreten: Brudisul. Freihurg i. Br.. Ileilbronn. Karlsruhe, Konstanz. Mannheim. Pforzheim. Stuttgart: uufterdem sind Kaiserslautern und Morins der A rbeitsgemeiiisdiaft an geschlossen. F iir de n lluiiptaiissdiufl der Südwc-stdeutsdien Arbeitsgemeinschaft wurden folgende Herren delegiert: Direktor \dler. Stuttgart. Dr.-Ing. Ilidi. Fuchs. Karlsruhe. Fmil l.ev i n g e r . Pforzheim. Dr. B. Stein. Mannheim und II. M o I f. Ileilbronn. Dem I'adiiiiissdiuff gehören bisher au die Herren Kapellmeister S j n z h e i m e r . Mannheim und Professor Dr. Billig h e i in e r . Mannheim. Als gesdiäftsfiihrcnder Aiissdnift figuriert der ArbiMt-aiisschiil? der Arbeitsgemeinschaft der jiid. Vereinigungen .Mannheims. Kr bestellt aus den Herren Fritz Mav. Nervenurzt Dr. I. ii s s h e i in e r und Baiikdircktor B udi K n Ii ii. Die' Geschäftsstelle wird von Kurt S o ii n e m a ii n . Mannheim. Heinrich l.cinz-.-tr. V4. geleitet. Stuttgart. Man schreibt uns: Die ..Arbeitsgemeinschaft fiir jüdische Frbfnisdiuug und Frbpflrge" (Feiler: Frauenarzt Dr. M . Niiflbaiim). Berlin M ">?. Potsdamerstr. *>J. deren Arbeiten auf den verschiedenen einschlägigen Gebieten bereits weit fortgeschritten sind, bedarf zu weiteren l'orsdiuiigszweckeii der Feststellung alteingesessener humilien. Alis diesem Grunde ergeht folgender Aufruf: Familien, die bereits um das J a Ii r I hoii in Deutschland ansässig gewesen sind, werden gebeten, sich bei der obigen Arbeitsgemeinschaft unter Angabe ihrer genauen Adresse zu melden. Diese- Meldungen sind im Interesse der wissenschaftlichen Frforschung des deutschen Judentums dringend erforderlich und erwarten wir. dafl die .Nennungen ohne Ausnahme erfolgen werden. Stuttgart. Wie die jüdische lelc-graphen-Agentur meldet, hat das Departement fiir öffentlichen F Illerricht im Kanton Waadt Dr. Oha »an l.c Ii rniu nn (Sohn des Herrn ( hajim I.elirmunu. Stuttgart. Gliristophstrafle 41) beauftragt, während des nächsten W iutcrseincstcrs eiiign öffe ntlichen Kursus an der l.aiisaiiner L nive-rsität über ..Die1 J u d e n f r u g e in der f r a n z ö s i s ch e n Literat u r‘* zu heilten. Stuttgart. Linen aultc-mrcleutlich interessanten \ ortrag. der insbesoncle’re durch die allgemeiiiverstüiiejliche Darstellung eine ausgezeichnete Aussprachebasis abgab. hielt liabbiiier Dr. Banibergcr am 24. Juli im Bert h o I d A u e r b a ch -V e r e i n. I )er Redner sprach über das heute besonders aktuelle Thema ..Die B e d e II t u n g d er A b s t a in III u II g i m J u d cn t ii in". Dr. Bamberger beschäftigte sich einleitend mit den Bibelstellen genealogischer Natur und legte dann im einzelnen dar. dali die .Thora unendlichen Wert auf die Beinlieit des Xolkes legt. So durften z. B. Juden Khen mit Angehörigen bestimmter Völker nicht schlielten. f iir die Priesterfamilien bestanden besonders strenge einschlägige Vorschriften. Auch der Talmud enthält eine Beihe von Batschlügen für die Fheschlieltung. die zum Teil eugenischer Natur sind. Bahnbrechend im Kampf gegen die Mischehe war Ksra. der die Einheit des jüdischen Volks auf dem Boden des Gesetzes mit unerbittlicher Energie w jeder herstellte. Dabei bedeuten diese Vorschriften der Thora kein Urteil über den Wert der Bass«- an sich. Denn Israel ist. wie Dr. Bamberger betonte. kein Volk wie die anderen Völker, sondern eine Gottesnation. Erst das Gesetz — als Grundlage seines Volkstums — hat es zur Nation gemacht. Sehr interessant waren auch die Ausführungen des Referenten über die Vorschriften für die Aufnahme ins Judentum die Proselytenfrage u. a. An das Referat schloß sich eine lebhafte Aussprache an. die eine wertvolle Erweiterung des Abends darstellte. Stuttgart, ln der ersten Augusthälfte setzt der B e r t h o I d A u e r b u ch - V e r e i n seine regelmäßigen Ausspracheabende fort. Dieselben werden mit einer jüdischen Presseschau verbunden sein und werden von uns als äußerst interessante Veranstaltungen bestens empfohlen. 0002022348232323484802232300020200000200024848530100000101020002485302232323232348 ^0197573^8