Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- XI (1934-1935)
- Issue
- 6 (16.6.1934)
- Date
- 1934-06-16
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- [Seite] (sequence 2)
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Die erste Arbeitstagung der Mittelstelle für Erwachsenenbildung in Bad Kreuznach. ' i »-»gc-ittlici n < ^rümliiogsver-ummlung in i ‘ iU<- «Ii, M i l t <• I ' t c I I c* für r’r- » i ii l) i! ti n g“ Mc-n-chon. die in jüdi-chc*r iiiil-11 »:< i. ilin r «T'tfn Arbcit-t.igung i. k-. . *i ":!■ :i. I ' kiinicii hicrlici II»j» II Ii r uii.i f■.r\»adiM'ni'nliildnn^'iirlM'ii ii •«. . iii l.clircrti. auch diejenigen. di»* u i ■ ■ mit Führung und Betreuung «I»r »t<" -i! «•■ I .igung. an «I» r auch » in»* I )> : ■> i or-trheruiiif- Muttgiirt l» iln.ilini. n mul in »Irin («urteil d»"- herrlich ..■i-chen kimierhi-iniin h.reu/nudi -tatr. . i- \ i hi'ii-geim* iii.-<hnfien. di»* c»*r»chi»*- i- .iinf.tt*T< ii. VIct-li w.« =-in Milielknri ii B i ll.M: .ah k; i i. ’ i'ii! >r I i 1 I a i IIII >!l‘‘ -iiht-iiii’iki' di ■iii*ii k.ii>in! /i _*..ß-n /! im - In - m:! I.II l.ri'i- ■<h -in u'.ll-l j riiHi'i ^Üiii.'i i i-I I : . 1 ■ ilie: \iir^e-< tu linier kiiniile '« » ine: I I k .11!* . Ier-I am lei/ 11/11.uh keim! ‘ I» r kurwurihin- ** : - 'i - -l»*r»'itet. -o »lall ig :e Ii» cce-enllich-leii 1!i»ht< r“ I» »jirolind hierbei auf , Iiiti/n\% ei-en kbedarf i-e-. v ie friehtliriiigind für -- di»-i! kmgewt--en i-I. .i -ieti \\ illeii- und tr»u/ der ih r \ rbeif-iremein-chafl. veriii ' »Inxv e-entli(h-leli Krkennlni—»• i, i.ulken \\ iiren. «rbeil-^eiiiein-chafl xcurdixon Dr. : g, leite t: -ie in fallte -ich mil der I \ «in . Ünßlliiin. \ ii die-« r C".«*-Ialt i - -eiillich-leu gr-thhhtliilirn llinler- I > /eit. «I. h. »Ie- I V und Ih. Jahrhundert-, hui die damalim I.’ge ihr Juden in nid b<—|iroih» *i und erörtert. Be-cmtl«*r- ■ »nt x« ir hierbei die!>»'|irechiing ein»*- Brief I- ./xxi-dien Jn-»-f xnu IMMieim und l.nther. ■i in: I e-thallen «lei Ji li n an ihrem («laiiben utlichc (• 11 i 11 < I < d.ifiii gc-fiimle» xxuiden. x\e-- I nthi r. der -uh /un.ich-i in außerordentlich«*» - 50 - Weise um die ..Bekehrung“ des Judentums gekümmert hat. sich später mit großer Schärfe gegen die Juden gewandt hat. ‘ In einer «eiteren Arbeitsgemeinschaft behandelte Prof. Gotthold W e i 1 Grundproblcine der hebräischen Sprache. Hier wurde im wesentlichen die Methodik des richtigen Erlcrnens der Sprache erörtert, und zwar -owohl für Schüler im Religionsunterricht, als auch für Erxvachsene, die erst Jetzt die Spruch«* erlernen xtollen. In einer letzten Arbeitsgemeinschaft behandelte Dr. Erich Kosenbljit die Zeit Es ras und Nehemjas. \ rr-tämllicherweise bieten diese letzten Büche r der Bibel, die die Rückkehr ins Heilige Land und desse n \\ iederaufbau behandeln, interessante Beziehungen zur Jetztzeit. Während -o diese Arbeitsgemeinschaften im xc< -entliehen Speziulthomen jüdischer Bildungsarbeit umfaßten, xxenn sie auch selbstverständlich viele Be zieh uhg-mögl ich keilen zu allgemeinen kulturellen und geschichtlidien f ragen brachten, so wurden an den Abenden allgemeine fragen behandelt und Ite- -prochc n. Am ersten Abend sprach zunächst I)r. Ernst Simon über ..Palästina und die jüdische Erziehung in Deutschland“. Simon ging hierbei da von aus. daß der Palästinaaufbau als Bestandteil der jüdischen Erziehung in Deutschland behandelt werden muß. Hierbei wandte er sich aber nicht nur dagegen. den Palästinagedanken überhaupt nicht in die Erziehungsarbeit aufzunehmen, sondern auch gegen eine einseitige weltliche Nationalisierung des Landes. Mit Recht xxurde darauf hingewiesen, daß hier durch die religiöse und geschichtliche Entwicklung eine besondere Einmaligkeit vorliege, die keine Parallele mit rein staatlichen Gebilden erlaube. Am nächsten Abend sprach Prof. K a n t o r o u i t z über die Aufgaben der Mittelstelle. Er gab hierbei eine systematische Aufstellung der verschiedenen Arbeitsgebiete der Mittelstelle, die sich nicht etwa in die Erziehungsarbeit der einzelnen Gemeinden > inmischen will, sondern lediglich Mittelpunkt der geistigen Führung der Erwachsenenbildung sein w ill. Im An-chlnß hieran wurde vor allem die Bildung-- arbeit in den Klringemeinden und an Orten, in denen überhaupt keine eigenen Gemeinden bestehen, besprochen. Es bestehen hier zwei Wege: einmal, wenn auch unter noch so erschwerten Verhältnissen, die Bildungsarbeit von der Stadt auf- Land hinauszutragen, oder aber die Bewohner der kleinen Gemeinden von Zeit zu Zeit zu wesentlichen Veranstaltungen in die nächste größere Gemeinde kommen zu Tassen. Es wird hierbei jeweils auf die besonderen örtlichen Verhältnisse ankommen. Jedenfalls waren sich alle Beteiligten darüber einig, daß. gerade für diese, im wesentlichen vom jüdischen Leben abgeschnittenen Menschen auf irgendeine Weise getan werden muß. was getan werden kann. Martin Buber beendete seinen Kurs mit eine» kurzen Rede, die allen Teilnehmern unvergeßlich sein wird. Er knüpfte hierbei an seine Frankfurter Lehrhausrede über ..Die Lehre und die Tat“ an. wandte sich gegen einen bloßen Standpunkt und ein» bloße Anlehnung an die Lehre und verlangte eine feste und in sich geschlossene Bindung an und für sie Bei seinen Worten wurde für alle Teilnehmer unmittelbar der Ausgangs- und Mittelpunkt aller jüdischen Bildungsarbeit spürbar. Als Abschluß der Tagung sprach am letzten Abend zugleich auch vor der Gemeinde Kreuznuch Dr. Ernst Simon über ..Jeremia und unsere Zeit“. Seine Rede wurde zu einem erhebenden Ausklang der Tagung. Ein Bericht über eine Tagung kann natürlich nur ein äußerliches Bild von dieser geben. Unerwähnt bleiben müssen die unzähligen Anregungen, die sich durch einzelne Gespräche mit Lehrern und Teilnehmern für jeden ihrer Besucher ergaben. Die Tagung hat in besonderem Maße gezeigt, daß vor allem unter der gesamten jüdischen Jugend Deutschlands darüber nur eine einheitliche Meinung besteht, daß wir allermindestens neben anderer Bildungsurbeit in starkem Maße jüdische Bildungsarbeit zu leisten haben. Dr. Walter Strauß. * Die .Mittelstelle für jüdische Erwachsenenbildung bei der Reichsvertretung der deutschen Juden (Sit/: f rankfurt a. M.. Fahrgasse 14h) bereitet nach der Tagung in Herrlingen und der Lernzeit in Bad Kreuznach ihren ersten Rundbrief vor. Sie bittet um Mitteilung von Interessenten (genaue Adresse*). Zum Zwecke einer umfassenden Aufnahme des Standes der jüdischen Erwachsenenbildung in Deutsch- AUS DEM INHALTj: 1 »ir , rs|r \ :!m iNt.iLtiHii <lrr Mitlt'l- -1,? *!i I eu«i li-t fH*f)l»iI(lHn_ in Ii.,.' I). r f -mi.li 10 , lli.ll->!» x> clii *-tutt^.irtc*r i'turim in -«Et. ft .... 'I u« ii um filU t ic.-cr * i* /u- ■>1 Hifimltn W ii »H« in!»« *>2 iirniittn »4 Laboratorium rar HanmnlenBCtiugen BOdiMiitr. 10 / Stuttgart / Calwaratr. 9 Allopath!« / Blocheinl« / Homöopathie Inh.: R. Ralchl#, Baumeister Ausführung sämtl. Gerüstu. Bauarbeiten Soez.: Gel-iwegfreie Geraste - SystamK/.sch D R P... Alexanderstr. 176 Fernspr. 73334 * GERÜSTBAU* FritZ Krisch« Baugeschäft Lebensmittel gut und preiswert KADEP KONDITOREI-CAFfc v»|fcV T«M. 73739 DlhpVt an Straften ben DEGERLOCH Ob. Wemeteipe23 hattastall« Karlstrafle Inhaber: Georg Göppel, Konditormeister Inoiim n topf ekln ftr laffnkrincfen l. StstDukafln Gesellschaftsreise vom 11. Juli bis 15. Aug. nach mit Messageries Maritimes Marseille — Haifa — Marseille RM. 623.— alles inbegriffen Anmeldung, Prospekte und Auskünfte Reisebüro Vock Stuttgart-N, KOnigsir. 1 I Tel. 22966 E R F 0 L G durch Insertion * in der Gern -Ztg. ERFOLG durch Insertion I H. 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