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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-01-01 · X. Jahrgang Nr. 24 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 24
Date
1934-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
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z e r t. da« außerordentlich ent besucht war. Die Mitwirkenden waren Charlotte Manenburr (Gesang), Ruth Hambur efVioline) und Judith Rosenthal (Klavier). — Die fast zu reichliche Vortragsfolge brachte hauptsächlich eingänglidie Werke der Romantik. Es ist zu bedauern, daß Frau Massenbprgs Überwiegend musikdramatische Bega-, bung heute auf Lied und Arie im Konzertsaal beschränkt bleiben muß. Ihrer Anlage entsprechend wirkte der dramatische „Wegweiser“ von Schubert von ihren Gesängen wohl am stärksten: von diesen heben wir noch das für ein jüdisches Publikum immer wieder neu erlebbare Arioso („Dank sei dir, Herr“), von Händel und „Höre, Israel“ von Mendelssohn her-! vor. Das Zusammenspiel von Frau Rosenthal und Fräulein Hamburg ist das Ergebnis einer jahrelangen Arbeit: es beeindruckte mit den Phantasiestücken von Schumann und der virtuosen Sonate h-moll von Cesar Franck mindestens ebenso stark wie die Solodarbietungen der Damen: Grave für Violine von Friedemann Bach, von Fräulein Hamburg mit schönem. vollem Ton vorgetragen, sowie Intermezzo und Rhapsodie von Brahms, von Frau Rosenthal mit stilvollem Ausdruck gespielt. Die Zuhörerschaft war dankbar. Vielleicht veranlaßt das den Veranstalter des Konzerts, solche jetzt noch gelegentlichen Veranstaltungen zu einer festen Einrichtung zu machen. Kurt Bergei. Ulm. Vor einer großen Zuhörerschaft sprach am 26. Februar Rechtsanwalt Leopold Hirsch in der Synagogeüber das Thema „Vor hundert Juhren". Der Vortrag stellte; einen hochinteressanten Ausschnitt'aus der Geschichte der Juden in Württemberg dar. Der Redner erläuterte das Kmunzipationsgesetz von 1828 mit seinen bedeutsamen Auswirkungen für die schwäbische Judenheit. Besonders interessant war die Verlesung einer zeitgenössischen Eingabe Ulmer Kreise, die sich gegen den Gesetzentwurf richtete. Ulm. Auf Anregung von Rabbiner Dr. Cohn hat sich hier ein Kinder eher für Freitag-Abend gebildet. Die Leitung hat Dr. med. Ury übernommen, der bei der Einübung der Gesangstücke neben Religionsoberlehrer Adler noch von Frau Rechtsanwalt - 225 — Dr. Hirsch unterstützt wurde. Am 9. März trat der Chor zum erstenmal vor die Andächtigen- Die Kinder hatten sich mit rührendem Eifer und begeisterter Hingabe in den Dienst der Sache gestellt, so daß die eingeübten Stücke sauber und klangschön zu Gehör B bracht wurden und die Neueinrichtung den vollen ank aller Besucher des Gottesdienstes fand. In seiner Ansprache hob Rabbiner Dr. Cohn hervor, welch großer Dank allen Beteiligten für ihre so erfolgreiche Arbeit gebühre, insbesondere aber dem erst 13jährigen. musikalisch besonders begabten Peter Ury, Sohn des Dr. med. Ury, der die schwierige Rolle der Orgelbegleitung übernommen hatte. Heues oom jüdischen Sport. Stuttgart. Die erste Generalversammlung der Sportgruppe des „Reichsbunds jüd. Front- Gottcsdicnstzcitcn für die Israelitische Gemeinde Stuttgart. Hanptsynagoge Hospitals trage. 16. März Freitagabend 17. März Sabbatb - Neumond 18. März Werktagsgottesdienst 19. -23. März Werktagsgottesdienst 23. März Freitagabend 24. März Sabbatb 25. März Werktagsgottesdienst 26. -29. März Werktagsgottesdienst 30. März Werktagsgottesdienst Passabfest 31. März I.Tag Predigt8.30Ubrmorgs. 1. Hpril II. Tag Predigt 8.30 morgs., 2. April Werktagsgottesdienst 6.15 Ubr abends 9.00 Ubr morgs. 7.12 Ubr abends 8.00 Ubr morgs. 6.00 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 6.00 Ubr abends 6.30 Ubr abends 9.00 Ubr morgs. 7.23 Ubr abends 8.00 Ubr morgs. 6.15 Ubr abends 7.15 Ubr morgs. 6.15 Ubr abends 8.00 Ubr morgs. 6.30 Ubr abends 7.30 Ubr abends 7.35 Ubr abends 8.00 Ubr morgs. 8.15 Ubr abends Soldaten“. Ortsgruppe Stuttgart, fand am 22.Februar statt. Die außerordentlich gut besuchte Versammlung wurde vom Vorsitzenden der Ortsgruppe. Dr. Siegfried Merzbacher, mit einem Referat eröffnet, das über das ideologische und organisatorische Verhältnis von Sportgruppe zum Ortsbund Aufschluß gab. Darnach wird die Sportgruppe vollkommen, getrennt verwaltet: durch zusätzliche Mittel von scüten der Ortsgruppe hat diese aber einen beachtlichen Anteil — neben der ideellen Förderung des Sportgedankens am Ausbau und Erfolg des Sportbundes genommen. Dr. Merzbacher betonte, daß der Frontkämpfer in besonderer Weise legitimiert sei, die sportliche Ertüchtigung der Jugend im Geiste wahrer Kameradschaft zu betreiben und stellte erneut fest, daß mit allen diese n Bestrebungen nur positive Sport zwecke verfolgt werden. Ohne andere eines besseren belehren zu wollen, werde die R.j.F.- Sportgruppe gradlinig ihren Weg gehen. Der Redner stellte dann fest, daß die Sportgruppe 80 % der jüdischen Jugend in Stuttgart erfaßt hat. Am I. Februar betrug die Mitgliederzahl inkl. der Tennis-Abteilung über 600. Nach eingehenden Ausführungen über die technischen Voraussetzungen eines geregelten Sportbetriebs — hier wurde insbesondere der im Werden befindliche große Sportplatz angeführt - richtete der Vorsitzende einen starken Appell an die Sport jugend. durch die rechte geistige*, willensmäßige und nicht zuletzt sportliche Einstellung dem Sportbunc! das volle innere Recht zu seiner Existenz zu geben. Dieser Aufforderifng wurde durch stürmischen Beifall zugestimmt. Nun sprach der Leiter der Sportgrupiie. Hugo Löwenthul. Er dankte Dr. Merzhaiher. Hugo Kauffmann. Erich Cohn. Alfred Weil und Max Levi- Strauß für ihre wertvolle Mitarbeit am Aufbau der Sportgruppe und betonte! daß diese ein nicht zu unterschätzendes Bindeglied zw ischen den Gemeindemitgliedern geworden sei. Ziel aller Bestrebungen sei immer wieder der im S|H>rt gewachsene Gemeinschaftsgeist. Der Sportgruppenleiter berührte dann die mit der „Hakoah“ geführten, aber ergebnislos verlaufenen Verhandlungen, um sich dann mehr technischen Fragen — Hallentraining. IJebungcn auf dem Sportplatz. Aufstellung von Fußball- und Handball- J.&C. Jcey, DimenbeUeldnn6.7ftaaeM5fc.32 Frühjahrs-Neuheiten I Kostüme, Complets ln großer Auswahl | Kleiner, Mäntel tuQimStahH Das Haus für wertvolle Maf>:Atheit Tübingerstr. 17a Jluth Ttlailich Stuttgart, AW**nd#r*tr. 22. II. 8t. 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