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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1934-01-01 · X. Jahrgang Nr. 21 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 21
Date
1934-01-01
Page
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— 192 — Zur Frage der Berufsumfchichtung. i-t hfiitr wie alle \iel pv- .nuten -riiil ili^kmierti'n Begrifft* in der Gefahr, ein .rt /n werden. Ls wi^d unendlicfi nh'1 davon -,'s^then und «l.irülicr pesthrieBen und so nuindies ..u«h «.(hon dafür pe^helren Aber man ha! doch h.fiimi1 den htndruifc. daH « - fast wieder so wird .a den /uriitkliependen Jahren, wo jeder \atrr iM'rufluh« Neiiorientieruap mit all ihrem inneren? .mH» t‘ii liMkn .iN eine Mhi»m >a<he für den ' -*■! *r eiin"* a u d e r e n \ atei<s ansah! Denn **ov i«»l iM : i - ine i‘inf.1 (iic Säthe i*t BeniNurn^ihiihi ini<M* I pentiiri nicht, hrheitsrixk und Arbeits- » r 11 zu c« »? . leihen, man darf nicht Handarbeiter \\ dien -ein Mindern 'man muH in der neuen de:t-welt imh i n n e r l i cji heimisch werden. Dazu ' untv <*ndiir. daH man <ßeu mm p« wählten Beruf « n Mittidpunkt -et/t und -ich die jedem Beruf dlem jeder hand^^ rklichen und landwirt* - dinf111»h■ n \rle it eigentümlichen Bildunp-kräftc* er- : I:; ib. Dai-t natürlich pur möglich, wenn man h /eit da/u nimmt und den Beruf nicht alein not- -v« ndig« - 1. ein! an-ie!it. dp- < diplich Mittel /um /ws’ck Dl \udic-em (»runde nni--en wir pepen die % .••'lebte and das Nohiflhi'i.tf -ein. das nur für die ti-i!*- i“\ -di"n langer im Bbritf Mehenden eine Not- -mk« l>ed<; -t \l,in muH -ich aber klar durü!>er -.ij d.id du -m Vn-pebddeten nicht -cdb-tandipe dl.t idw rker. -«ndern angelernte Arbeiter werden, i d dair selb-* :•! di» I rreichnng die-«'- ZielejrrnHe \ n-|Mn?;uiiM nt< 'stieb-aml^eit c rfeederlich -in«!, für le Jun-ei I \.ii allein ab« : für di« jet/t Schuli!:t--i rn*n. i-t ine dreijdiripc* J ehre unbedinpi -•; /11/1.*I,*• 11. Die-e \u-l)ildnnu /u der der theore- - -d>e 1 :it< i! cht in de t t »ewerbc*-chule Inn/utritr. pe! r|. i-tet ein« wirklich ur(üudliche Ausbildung und i u. iii-ciii - Hinei iwadf-i ii in den Beruf. "»« - wa n, n i-t vden vielen kur/fri-tig, n k ' >? ■: -d.; ui s«-'in i W; i-e di rrii /w «ck er füllen können. Vor Antritt einer solchen Ausbildung sollte stets die Berufsberatung gehört werden die in der Lage und willens ist. die meist groH/iigigen \erspreihnnpen auf ihren \\ irklichkeitswert hin /u prüfen. Ks darf nicht vergessen werden. daH auch heute noch die wichtigsten Gesichtspunkte für die Berufswahl Kignung und Neigung sind. \S enn der eigentliehe Berufsw unsch etwa nach einem akademischen Beruf, nach kaufmännischer oder beamteter Laufbahn heute nicht erfüllbar ist. so darf daraus nicht geschlossen w erden. daH es nun einerlei ist. w e I ch e s Handwerk ergriffen wird. List ein groHer l nterschied /wischen dem schwer arbeitenden Schmied, der es mit dem Rohmaterial zu tun hat. und dem Optiker, von dem differenzierte Feinurheit verlangt wird. Der Beruf darf nicht nach der zufällig eben vorhandenen oder günstig angebotetivn Lehrstelle* gewählt werden mler unter der Suggestion einer augenblicklichen Modeströtnung. Die N\ahl soll immer erst nach sorgfältiger Beratung, wie sie durch die Berufsberatung nil-geübt wird, erfolgen. für die Mädchen ist die Berufsiimschichtting von aiiHen her leichter, da fast immer gew iss, Aus.it/- priuktr'Vu einem praktischen Beruf vorliegen: inner lieh fallt die l in-dud)tunp häufig -thwerer. da der f rust der Situation oft nicht -n nah gerückt ist wie* bei den jungen Lernten, \tich für «Iic* Mädchen gib es. ohne Vorurteile und ohne rückwärts /„ schauen, sich eine neue* Berufs^ eit zu «*rschlieHen. die ihnen vielleicht -tatt bi-her gewohnter Freiheit manch« (»emiitsweTt«* bietet, die nicht gering zu ver anschlagen sind. w«» -chwer <*s dem Linzeinen werden mag: \n das Gelingen der Benifstimschichtiing ist das Schicksal der kommenden jüdischen Generation gebunden. 1 n «I Herr d e r Zukunft, der s i ch w a n - «I ein k a n u " I. W. Jüd. Darlehenskassen in Deulfchland. ■ . \ i , In :>i(li>(li<;H I ).iili'lnii'k.t"c'it durch /fiit: ■'«■irll■■ füi judi-ihc I).irl>'lm»k.i"c'ii cv V. in!>i!Iir.-C ii.irlnlti nmirp 1. K.ini'traß» l»*>. konnteim öpe-luiifi'iu'n < »'»ch.ifts Jahr l‘^' in wi-ilf.i.-iii I „i 1 rrl «v r 1 werden.! >if /*-i11r.iI~ii-111hat .■ I- .^pit/c'iiorp.ini'iitioii der im ■ -uh!>•-ti hi tnli'n I)arli‘hi|'k.i"i ti im Jahril'»'^ an -i n ntni An-lian iniit all, in Nathilrnik - i:: .•in t >n \Minh' ilaln-i liiiTcr-tiit/t von iIcin initmT vmmiIi rieh-ii \ cr~taijilni' < U-r < -> in, iiiil, ii ir m I < ■ [i<•!tj.I■ \■ rI>.tin11• im Ii, »h fitr >Ii> Vufpil»' «Irr t mrlclin-k". II iiitd damiliriir die Noiwfinliirki'it "<■- ’.ii.'i'ii.ihallli,h,T S’lh'thilfiv s> könnt,' muh ilrri . «iiinn^'oi, rin,' Ko-rntliihr Körilrrnnir ,Irr Dari,-hn—- - .i", ii rrfola, n ilnnh dir hrhi.hnnir ilr- Ka|>iial- In - Irhrnd 'i I rl, :iii'k<i"rn. ilnnh (.riindnnu' nrnrr rtluhi i I )arlrllli'ha"\rn und dnr,h dir S<haffnn;r ■ <>ti BtvirkMl.iiJt'hn'ka^rii. I irr , 1 -Ir W rjr drs An-lifnidir l'.rhohuni: de» Bc- li'kapilaf-- drr I)arlrhir-k.i--rn war rrfor,lrrli,h. i; dak rrdithrdiirfni- /ur L rlx'rliriitkiini; wirt- Aiafili.hoi N .i'tand,' l>,”,,>mlrr~ srofi irrworden i*l. \ ich' fiarlrhn'ka—rn w ifrn ni,ht in dl r I ,!?<' frewr'i ii. dir - ii krriliih'durfni' nur niihiliri*n »ixoii, n M11trIii /n ,'nl«|>rnhrn. Ihrr f ' i'-tnnfr'-f.ihi^krit wurilr ■ doih d.idiiiih i rhöht. il.if dir /rntral-trll,* drn rin im'ii ka-"'n rinrii \mi ,1,• r \inrri<an Joint Brcon- -1ru(tioii I'onndaliin uiu| wm drin Joint Di-tri- ' ilion f ommittrr dankrji-wrrtrrwri<r /ur \rrfiiiiiarxtrlltm krrdit M-rmittrln könnt,'. So war r« n. ipdiih. drn rin/rlnrn k.i—rn rin h nndainrni /n .'■!»,*11. call ’iir anth drn fcr-oiifh'rrii \nfordrrninrrn -nt«|ii■ dirn könnt, ii. Wahr -nd in drn Irl/lrn fünf Jahrrn in DrntMhland etwa Jo hi'-tim^'fahijrr Ort-darlrhioka—rn j-rnr-!■ iirt hal» i. konnten l,tv»<lnrih Hir Zentralstelle für onii-ihr I >. :rf,'hii'k.is.rn r. \. rund -ü: ka.n'ii um werden. Zurzeit hrsirhrn (hr llarlrhii'-kas.rn. deren ein krrdit der American nlation und di" Joint Di nif etwa eine Million .. ^riindri h/w. ansL'ehau in!>eiitMhl.ind a. hil juili kapital /ii-amiueii mit i Joint l’i ,mi'lriKlion I on -tr hntioti Commilte,' -i, i Itenh-inark bel.infl. Belüdet (»ewidil w^rde ,oll der /t'iitral-telle auf den \n-hau der Bejirk-darlchnska-scn pelejrt. , inm il um einen Krrdilnusplrich der ein/einen tie mei,iden innerhalb der (e ineindexerhiinde herbei- /nfiihren lind um auch die kleineren Gemeinden, die -elh-i keine I)arlehn>kusMrn erri,hten können, in ein \rt/ von Be/irk-darlehilska—en einziibe/iehen. In folgenden (.ebielen haften Be/irksdarIehnskato.eii ihre latipkeit anfpenomn^en oder stehen unmittelbar ila\oif: Baden .knrlshihc*). Ba'ern lAnsbadt. Aupsl urp. Bamberp. Bavreutb. Fiirtb. Kissin^en. Kitzinv ii. Neuniarkt. Pfalz. | Repensburp. Schweinfurt. W Hr/burp). Brandenbnrp! Berlin». Grenzmark Posen- W . -tpreuReii i.SthneidemUhl). Hessen-Na-sau (Krankfhrt». Niedersddesien iBijeslaiii. Obers(hlesie.n (Beuheni. Ostfriesland (Kmdon). Ostpreußen iAliensteinl. Pommern (Stettin». Rheinland (Köln). Sachsen-Anhalt Mapdeburpi. Sdilesw ip-lfolstein und Hansestädte llamburpi. I hürinpen (>>furt). W estfalen (Bielefeld). W 't r t t <■ in b e r g (Stuttgart). Mil Hilfe der Darlehn-ka-sen und der den Dal lebte-ka-sen neu zupefiiluten Kredilmillel war e* möpliih. in weitem l. infanpe dem »chwer Hupenden jüdi-dieu Mittel-laml prinluktive Hilf»- und kredilmoplidikeiten zu vermitteln. \ iele lau-eiide K.\i«teuzen »ind dadurch in ihrer Wirtschaftskraft erhallen, anderen i-t neu zur w irtschaftlühen K\i«tenz vcrholfen worden. Jüd. Berufsumsdiiditung auch in Amerika. I nter dem \ or»iiz des Präsidenten des American Joint Distribution C ommittee Felix M. W a r I) ii r p fand in ( liicapo eine Konferenz des Zentralrates der jüdischen W oiilfahrtsverhände und W ohlfahrtsfonds der \ereinipien Stauten statt, in der Fragen der Normalisjerunp des jüdischen Wirtschaftslebens und der wirtschaftlichen Finpliederiinp au» Deutschland auspewaiiderter Juden besprochen wurden. Der vom Völkerbund eingesetzte Hochkommissar für Fniigrantenfrngcu James G. Mac Donald, erstattete ein Referat, in dem er ansfiihrtc. die ßeniühiinpen der Mitarbeiter des internationalen Fmigrantenbilfswerks seien bisher in erster I inie darauf gerichtet gewesen, eine internationale Organisation nuf/tihaiien. die fällig wäre, die Arbeiten privater Organisationen zugunsten von Auswanderern aus Deutschland wirksam zu-ammenznfassen. Kr selbst werde als Hochkommissar neben der Förderung dieser Arbeit Verhandlungen mit verschiedenen Regierangen führen mit dem Ziele, sobald als möglich eine Anzahl von Auswanderern in Gebieten unterzubringen. wo ihre Kingliederung in das Wirtschaftsleben ihrer neuen Umgebung möglich ist. Alle diese Bemühungen würden die dauernde aktive Teilnahme und Mitarbeit jüdischer und anderer interessierter Organisationen erfordern. Solange eine solche Zusammenarbeit nicht ziistandegekommcn sei. werde es unmöglich sein, den Krfordernissen dieser außerordentlich schwierigen Situation vollkommen gerecht zu werden. Fr halte indessen allen Grund zur Krwartung. daß diese Zusammenarbeit rr/iflt werden wird. I Die Notwendigkeit, auch in Amerika j#n die Berufsiimschichtiinp der jüdischen Bevölkerung heranzugehen. betonte Felix VI Warbiire/in seiner Ansprache. Die jüdische Jugend müsse ilahin beeinflußt werden sich anderen Berufen zuzuwhndeh als denjenigen. in denen Juden bereits in allzu großer Zahl vertreten sind. Fs werde die Frage gestellt werden, in welcher Weise die amerikanischen Juden sich an der wirtschaftlichen VYiederaufbauarbeit beteiligen; man müssedafür sorgen, daß auf diese Frage eine befriedigende Antwort erteilt werden könne. Schließlich befürwortete Warburg warm die Verwendung öffentlicher jüdischer Mittel zu Frziehungszwedcen und erklärte, mit der Gewohnheit, die Budgetposten für Frziehungszwedte zu kürzen, müsse Schluß gemacht werden. Alle ehmdilBglgen Artikel ot 4tr Kannen~Drogerle Kriuterhau» BWL BRENNEB, Seelbergstr. 2 — Utgllag üm liMtiiunntu Mattfut —— WUbebn Walter OPTIKER „ . Eberhardstraße 53 Fernruf 25684 (beim TafbUtt-Turm) «hr Naß-Anzug •*•» Mantel erstklassig verarbeitet von Mk. 70. — an nur bei TRUG* Madrltliilnla 54 Reparaturen schnellstens und billig Qo£d= und SiUerceparatuceM. in eigener Werkstätte gut und billig «»4. 3xii / Juwelier. Mitglied der israelitischen Gemeinde Rotebühlstraße 1B / Telefon 61418 Fördert das heimische Handwerk! Uktihtn & LMdauer Bannnternehmong Oegr. 1883 Telefon 62487 / Roaenbergstr. 83 Neubauten / Umbauten Reparaturen Eugen Sdieufelej Stuttgart ScfelcttardtstraB« 43 A / Tthba 712« Ausführung sämtl. Installationen in Gas u. Wasser HausentwAsserung, sanit. 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