Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Journal
- Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
- Volume
- X (1933-1934)
- Issue
- X. Jahrgang Nr. 20
- Date
- 1934-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4904101-5442805-5443337--4039-4907841- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Das Thaatar „Ohal“ la Tal-A»lw Za merem Artikel Seite US ft i-M-rraann i>-. 1,'t/trn .Jahrfünft mit dc-m ..fall M, iri/iiis" »„<> vi-int-r F urtsrt/iing F tz> I Andc-rgast" id<!> /»•rsprengi’nrldii l<i»lin«ihaftliihi'n Willen 1 ■ »•rrchfigkcit wieder iiini Uniipfthemu erhob. \\. -st nuinii hat in einer >iiirift ..Mein ft i , ul> > ■ r und Jiali “ «»ihsüvor einem Jahrzehnt «ehr , d »rgea-gt.-wiev ir- Kampf and Leid ihm der ft M l tinp'brmllt hat. ith/eitig a:i« der drilt-ihrli ii;;-f |;idi"i:H‘ll V\ul/el «ein»1« VV »-«rll« dir Kraft»1 '■rill.- Wathstnni- /n /I. :: -n. I I' -r min mit all »Irr!, . n-ii^rn Kraft «ei:»-« f ülöen« an»! u uk»n« hin- »tii!'t. jetzt. wo »lir Ereigni»«»’ i inr Neuordnung des d» llili'ii. II Leben«; ..l»t ndii machen. »la' i«l -;i«»rli»fi -■ n /uf. I iVd «i»h”i rill» tragi«,!» \\. : ■! für »ii* d» at'du n J11»• 11 " Zum Tode von Rel.-Oberlehrer Alexander Adelsheimer. A I x : n <! i V ' « b ■ i m »■ r ist nicht mehr. Ali/ufrjh - '! Jai alt. mußte der rastlo«»- Ar Pntrr .« Fr!. «einer Brtatunn. räumen. Da* Sdtei- ( ih- - :.r,i leicht friia den. In f»«t zweijah- liriü idn-.-n mit . nu r sc.iiwi-r.-n F.’rkrunkiin:; mußte ■ / da?, K r VV illeii»-ie «ke. »irr Mutig»- »loth endlich unirrli. gor». V».el« iiein» be«aß » inen klaren Kopf. ,-i„? . VV - n. . in warme« Ih r/ für all»-« Men«ch- I»: und einen fa«t uri-t.■!,-ar. r. Illing, für alle I riiic» de« e- >«lirren I b» u«. »ar *:*« F » Id seiner Arbeit weit i :.d!.I f. Kr war fl1 dich /nrr«t l.rh rer. I r ha; -s b»-cai!rn. »!. f* nur der ■ in eilitei I chr»r •rin Kann. »!- r ai - .- it » ifi VVi-roender i»t der da.« lihhaftubrwtndrt; :al /in «a,blichen Haltung den \\ <a: gefunden hat. Lr w -llt>- •■••i: Hinten der Kinde? mit dm; Stell nicht ■'»•.-.■«.her. nur ihr Helfer -ein. Im (irnrnSiein Kon«.t» am er f haraKtrr. blieb •r im r!.»»irr:i * ■: IIIIlgen . Ich » in beweglicherVlen«ch. . : «.-inen >d.ai III /c ia i konnte. wie man «eine ,-jgc!., charaKtc "i'ii-ci! ' l.iji«iellung immer auf« neue den .. i r-nia di ia n i» iurl; i««. n de« 1»■In1»« unpnlit. > . w r - - ii" , ,,.nc r-I> « t::!:egen. «ich a»:ch wi««en- -»h d all allen I! ielinng« lind ( nt< rricht«- f. ,g, . .: t«rinandrr/a«cil/rn. \ ic-i»* wenvtdle Auf- .ai- -einer Feile* I» g*-n d. .an /* igni« ah. eben- I. Vortrüge. die r in I * j; -. er«ninmliingeti J11»-11. All. -. t» (..aben wpr»Mi Klar, gründlich, nach ..1!.■ ii «-eile n -iilnig IUI» rba! inr wegweisend, i-c » ine >eib«t\- r-tandli»iiki it. ihn /um Schriftw art de« I»ra» l. I r!ir> i»» rein- /<. machen. Niemand hatte g. »? nliafic-r arf/eichneu. :.vi«trieren und ..--iharirn künri* ii wie er. Aln-f sein Leben war iJfeii-i. >.,! » r wulfte di»«en n-i in ii den K nrfni—rii m-c-r'-r i .erneiii-cfraft in F läkh.ng /i. I-: ,.i-rn. - Sa L it er ui . laü niitiä-tan.? ntge-pr»»Fien. rnitg. rat, :i. F - -ii.l Wahl kann ein ■- .i-liiet in der Jn^endirb f im! ,a»-nb i--n . inaht durch -eine klage nd In-.innen.’ P» r-. nluhr.fit ii. Stmk xorwürt« pe- Kracfit worden war . Kr g In b Ica N di». XV a b r-!. e i t u n d n d i e \ . a n t w .. r t u ii p. unrl darum e ir - in Leben in L *!- <• n »I »• r \\ ■ h r ha i t u n d der \ >■ r a n t w o r t u n g. :.in «treli-niiCr. tüchtiger und pütiaer M«-n«dt i-t mit \del«hi in.er dahingepanpen. I n>ere Gemein- -d.aft hat einen ihrer fj» -len xerloren; darum werden auch der Dank und die F.rinneriinp an ihn nicht — 184 - enden. Aber man ehrt diesen guten Menschen nicht damit, daß man den Ruhm seines lauteren Charakters. seines reinen Herzens und seiner wertvollen Leistungen im Gedächtnis bewahrt; man kann ihn nur so ehren, daß man seinen Glauben an das Gute und seinen Dienst an der Gemeinschaft im Leben und in der Tat bewährt. R- * Fan großes Trauergefolge geleitete Beligionsoberlehrer Adelsheimer zu Grabe, zeugend \on der großen Verehrung und Wertschätzung, die der Verewigte in weiten Kreisen genoß. Stadtrabbiner Dr. Riege r zeichnete in seiner Rede aus tiefem F.mpfinden heraus die treffliche Wesensart des Ver-torbenc'n. Nicht jedem, so führte er aus. war der liefe Wert dieses schlichten Mannes bewußt, der sich nur dem offenbarte, dem sich sein Iler/ erschloß. Diesen aller überschüttete er mit einer F ülle kostbarer Herzens- und Geistesgalien. Sein Beruf war ihm Berufung. Kr war der geborene Lehrer und Lrzieber. Den früh schon der Mutter beraubten Knaben erfüllte der heiße W unsch. dereinst dem heißgeliebten V ater eine Heimat bieten zu dürfen. Der Tag. an dem «ich dieser VV unsch erfüllte, war einer der glücklichsten seine« Lebens. Die Arbeit des frommen Mannes war gesegnet. Kr durfte Samen streuen in die Herzen »!>-r heranblüliendeii Jugend und die uufkeimende Saat schauen. Sein Andenken wird ge«egnet sein. — Worte hoher Verehrung wurden weiter gesprochen Mm Sanitätsrat Dr. Ries namens des Vorsteheramte«. von Religion-oberlehrer J a f f e frir die Stuttgarter Kollegen, ton Mittelschullehrer B lessing für die Seminar freunde unter Niederlegung eines Kranzes. Dem hochverehrten Bruder dankte di»’ Stuttgart-Loge L.O.B.B. durch Alfred L I I m a n n. VV arm» Dank» -Worte sprachen ferner F r n s t Wertli e i m e r . Ludwigsburg, für die dortige Religionsgemeindc- und Anstaltsdirektor Th. Rothschild für den Verein Israel. Lehrer. Imrabmt wurde die Feier durch ergreifende Gesänge Aus dm QemeUtdm 'lüüctteM&ecgs. Stuttgart. Wie unsere Leser aus der Ankündigung des Isr. Gemeindevorsteheramts in di<ser Nummer ersehen, kann mit der F>»ffnung der JüdK sehen Volksschule in Bälde gerechnet werden. Alle in Frage kommenden Eltern unserer Gemeinde weisen wir zwecks Anmeldung ihrer Kinder nochmals auf diese wichtige Bekanntmachung im Anzeigenteil hin. — Ebenso verweisen wir anf die Ankündigung der Arthur Essinger-Stiftung. deren Zinserträgnisse in wenigen Wochen zur beruflichen Ausbildung jüdischer junger Leute verteilt werden. Stuttgart. Am 24. Dezember v. Js. tagte die General Versammlung der Israel. Religionsgesellschu.ft. Stuttgart. Neu in den Ausschuß hin/ugewulilt w ur»le Herbert Kahn. Bad Cannstatt. Der V iirsit/.einl»1 i«t wie bisher A. K u 1 b. Das Wesentlichste war die Mitteilung des Vorstandes, wonach er nach langen Bemühungen ein neues Betlokal in der Schlosserst ruße 2 gemietet hat. Der Raum liegt wesentlich besser und ist viel großer als der seitherige, bei v» eitern nicht ausreichende Betramn in der Rosen- «traße. — FFiemit wird einem dringenden Bedürfnis der Mitglieder abgeholfen. Die feierliche Einweihung des neuen Betlokal«, »la« vollkommen neu hergerichtet und mit neuem Gestühl vi rsohen wird, wird Anfang Februar stattfinden. Stuttgart. Kurz vor der Jahreswende veranstaltete die Ortsgruppe des ..R e i eh s h n n d e s j ii »I. F ront- Soldaten" einen geselligen Kamerndschaftsa I» »• n »I. au Mem viele hundert Genieimlemitgliedor teilnahmen. Der Große Stadtgartensaal war bis auf »len letzten Platz besetzt, als der Ortsgruppen-Vor- 'it/emle. Dr. Siegfried M e r z b a ch e r . die Anwesenden willkommen hieß Der Redner gab dann einen kurzen Leberblick über die lokale Arbeit des FTontbundes und zeichnete ihre willensmäßigen und gedanklichen Voraussetzungen. Kr erinnerte an die große Kundgebung mit Dr. Freund vom Dezember I9i2 und kennzeichnete alle Bestrebungen des R.j.F' als ein Si<hmiihen um aufrechtes Deutschtum und Judentum im Rahmen der Steatsgesetze. I nter Hinweis auf die Sportgruppe des R.j.r. und die vor kurzem eröffnet«- Skihütte dankte dann Dr. Merzbacher seinen Mitarbeitern und insbesondere dem Sportgruppenlciter Hugo Löwenthal sowie Max Levi-Strauß, ebenso Dr. Hauser und Frau, den Betreuern der die Jüngsten umfassenden Ferienkolonie in Mühringen. Der Redner kündigte weiter verschiedene Kurse über Berufsumscfaichtung, Auswanderungsfragen usw. an und schloß seine Ausführungen mit einem Appell zur eifrigen Mitarbeit im Geiste wahrer Kameradschaft — Leber das lebhaft applaudierte Programm des Abends ist folgendes zu berichten: A 1 exa Efast e i n . die unsere Leser als anmutige Tanzinterpre-tin kennen, tanzte (begleitet von Alice S e e 1 i gm u ii n) nach Melodien von Casella und Heller. W ir merken hierzu gerne an. daß Alexa Ebstein zu künstlerischer Reife sichtlich fortschreitet. — Ile d e S di u ck (Gesang) und Gerhard Löwe (Cello) brachten eine Chinesische Suite des schwäbischen Komponisten Hugo Herrmann zur stilvollen Erstaufführung. ein mtxlernes, neutönerisches Werk ganz besonderer musikalischer Prägung. — Charlotte Massenburg saug drei Lieder von Richard Strauß mit vollendeter Meisterschaft, ln zwei Dreingaben - wir erwähnen besonders die von der Künstlerin selbst begleitete ..llabaunera" — bewies sie erneut eine Gesungskultur. die der Liedkomposition wie der Oper gleichermaßen gerecht wird. Am Flügel waltete Fritz U o l h s dt 11 d als Begleiter. — Der zweite Feil des Programms stand im Zeichen der heiteren Muse. Fritz Rothschild spielte .«diwungvoll den ..F'ledermaus"-Kouzertwalzer von Job. Strauß-Griiufeld. Hede Schack saug charmant wie immer Operetten- und Sdilagerlieder (am Flügel: Alice S e e 1 i g m u u u). und dann rezitierte, imitierte. zauberte „Cuno Lunclli“ — im Privatleben Werner Kuhn — daß es nur so eine Art hatte. ..Florida Floretta", als Florette Levy aber bekannter. assistierte dem gewandten Hexenmeister. — Nun kam der bekannte schwäbische Humorist am I lugel K r n s t R o s 11 n , der dos Auditorium bestens unterhielt und sich mit dem Lied vom ..grünen Besen“ eigene Kreszenz bekanntlich — verabschiedete. — Ein Sketsch. ..Der Spuk in der Antenne“ benannt, bildete den Kehraus. Dem im Programm geäußerten VV unsche des V erfussers und der Mitvvirkenden, nicht genannt zu werden, kommen wir auch hier gehör samst nach . - Arpad Kondor-Pidc konferierte mit Humor das Ganze. * Dem R.-zt-iiM-nien »eien beute nudi folgende gruadMUÜdke Bemerkungen verstauet, die >ub aber audi auf Veranstaltungen der letalen txfcen beziehen: fcs gibt vcrsdiiedene Arten tob Di* »zipliniertheit. Zwei davon geilen für Arrangeure von Programmen und das P o b I i k u m Wer das Programm ..tnadit". mul! die Wirkung der einzelnen Darbietungen auf das Publikum zu beredt neu verstehen Vermag oämlidi eine söge* naninc hervorragende Programmnummer nidit zu fesseln, dann entstellt das gefurditcte Desinteressement des Publikums mit allen Mimen unliebsamen akustisdien -ßcgleitrrsdteioungeo. Lad dann, ihr Herren Arrangeure aller Hiditungen. warum so lange, lange Programme? Man will ja nidit nur ».unterhalten" werden, sondern siih auch mal — unterhalten! Sdtlimm ist s aber, wt'oii da» Publikum dies während der Darbietung tot, ohne Kucksuht auf die Umgebung und besonders auf die Vortragenden, wenn e» ..rau» und rein" geht, wenn die Kellner bei offener Huhtu- (leidig servieren, wenn man früher seine Garderobe haben will, wenn . . . wenn . . . usw. Wir verstehen uns sdton! Und das Gegenteil vnu alledem: Das ist halt audi — Disziplin, an die man sdi.,11 mal erinnern muH! Stuttgart. Mit einem sehr instruktiven Vortrag von .Studienassessor L r i ch Werner, Saarbrücken, über ..D ie Rolle der jüdischen Musik in der a b e n <11 ä n d i s ch e n M u s i k g e s ch i ch t e“ er ülfuc-tc1 der Berthold Auerbach-Verein vor kurzem sein neues Programm. Die wissenschaftlichen Darlegungen erhielten durch zahlreiche musikalische Beispiele, die der Referent (Klavier) und Frau Claire Nußbaum (Geiga) in hervorragender Weise interpretierten, eine besondere Note. — Erich Werner ging in seinem Referat vom „Tropp“ und den ,.N ig n n i m“. in welchen er die noch vorhandene exakte musikalisch-jüdische Substanz sieht, aus. und sprach dann über den ungeheueren Einfluß des gregorianischen Chorals auf die abendländische Musikgeschichte. Höchste? Erstaunen nun insbesondere bei den Laien unter den Hörern, alg Erich Werner feststellte, daß nach den gelehrten Untersuchungen Idelsohns und Peter Wagners der Ursprung der Stilelemente des gregorianischen Chorals exakt-wissenschaftlich in den nahezu notengetreuen Melodien und sinngleichen Texten der jemenitischen Juden gefunden wurde. Der Redner ging später auf viele wertvolle Einzelheiten ein. i-m dann gemeinsam mit Frau Nußbaum in vollendeter Weise an Werken moderner jüdischer Komponisten den Nachweis spezifisch-jüdischer musi- Jüdischcr Frauenbund Stadtv-erband Stuttgart Wir beabsichtigen, einen oder mehrere Hasdiinensdireib- Korse elnsurichlen. 2 Maate. 2 mal wOdieatL 2 Stoadea, sehr mthige Berechnung. Auskunft und Anmeldung bis 23. Januar 1934 bei: Alice ■irbireer. Dannedcerstr 3«. Tel. 26603 Br. Aaaa Bell. Carlos Grethe- Weg 2. Tel. 24718 LaCiC Le fl, Werastrabe 9. Telefon Nr. 241 32 Gemeindemitglieder! Die täglich bei uns einlaufenden neuen Abonnements find ein Beweis für das auch in Stuttgart und den übrigen Gemeinden des Landes immer größer werdende lntereffe an allen Fragen des jüdlfdten Gemeindelebens. IWr fehen zugleich im Wachfen unferes Cefcrkrei/es die Beftätlgung, daß unfer Bemühen, über alle Erelgniffe in Stadt und Land eingehend und fachlich zu berichten, gewürdigt wird. — Aber auch unfer Anzeigenteil follie noch ausgiebiger als bisher zur Bekanntgabe von Famllienanzelgen foarie zur Veröffentlichung von Kleinanzeigen (Stellenangebote und-Gefache, Vermietungen ufw.) benutzt werden. — Jede Förderung der „Gemeindezeitung" kommt Ihren Lefem immer wieder durch die Erweiterung des redaktionellen Teils zugute. Der Verlag. <aä«^