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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-01 · X. Jahrgang Nr. 16 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 16
Date
1933-01-01
Page
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lith >!,l- (.nllf'hiiii'. B«<i Freud mul Leid «-all III,:i M-iiif patriarchalische Gestalt. Sein vorbiUl- Iuhel eben schilderte Oberlehrer Krämer v,>, einem stattlichen Trauergefolge. Haimon Fallers Andenken wird unvergessen bleiben. Künzelsau. >r kurzem fand die Jahresversammlung <ler W-o li 11 ä t i g k e i t s v e r e i n e stalt. die neben der Frstattunp de« Geschäftsberichte« dem letzten 'Zusammensein mit der nadi Palästina aus"ändernden Familie Heinrich Stern palt. RelijFionslehrer Gold stein begrüßte die Anwesemfc-n. dann wurde der Kas- «cn!,, rieht für beide ( hfewras erstattet. F rau I)r. I 'tte Ba.r und Religionslehrer GolcNtein einten die im Verein«jahr gestorbenen Mitglieder. IVr .tu-wandernden Familie Stern, die »IIpi-meiiie \\ eiI-cbät/ting genoß. w urden dann ’ i r/lidie Ab-diiedsw 01 te zuteil.!;, . i:ii : Sitzung am 2«. Oktober nahmen die Mit.1!• ••.!* I de- \ .ir-teheramteinn 11 e i n r i dl >? e ii ai- Mitglied de- Kollegiums Absdiied. I! r \ et-ätzende rühmt'' da« hohe Redit-gefiihl. •e lief. R--ligio«itat und innige Gemeindevervi.na-it de- •'ehc ieleinl, :i. den die herzlith- -'-e. \\ : a-.he L gl, ilen. Küii/eNau. 1 li, i-ia "lili-die Gemeinde hat? .. t ä, ii ftegzn; m>u Frau Getti Feder ,u . ti n > u n gießen Aerlu«t erlitten. Frau! je. t. .* iin hat in nie \er-agender Güte den \ . fiel c .emeinde beigestanden. Mo ein k'-.ukein. \.a! -ie zur Stelle. Sie hat.Trau- . >ml, Letri'-tet. Dielende .ufg,-richtet. Deshalb e.laut i: tili ue-amte Gemeinde Kiinzel«au ihr «.Fi iüen .ei- ,1er <.en(,‘inde und wäin-thl. (lall - Fi an i -.-dein - mit in ihrem neuen Mohnort ■> hiiii.ea M-rgönnt «ein möge, in Rüstigkeit ' f i. >!. und ein hohe- Alter zu erleben. I.aiiphfim. Zw - ,k- Xeiikon-timiei ung. der , i i , - - ii . |i e I p Ii e i in de- II. j. F. fand , )!-.i.>!.: . ine \ ei-ammliing -lall. Der \ e-i' ilt’ ' t| t-g ’ Ii|,|ie Ilm. Friedrich ’A - i n e r . , r-tatt, tc ein Referat über / , ' u i,: | . ,-langen de- R j.l . und bestimmte?. ■ f r ui,. :. - \ oi sitzenden J u I i u ' 11 e ii m a n n r;. ii; V«, -itzend, ii d< ‘ trt'gruppe l.aiipu;■ |j. im-.ri'i übeinahiu , 1, n \<>r»iiz und be- ’-ite /:i:n «dlriftfiihrer und Kassier 1 liern- , I III. \ :erwö«tienili,h »oll eine \ erseiumlung ■ der cinh ruf, n werden. An die >rt«-;;>in wurde ein,- Spo-tg i uppe angvgliedci t. zu 1, . u ei ntwo'tlidiem 1 üh-er I d w in Her?- ■i . »tiiiimt w urde. I.auplieini. tui je. (äkuänT gaben sjdi die neu- .. . und. ', sportgiup;:- I.aiipheim des R.j F. «>>- w;• ii. _ F : ,1 tgt äp[,, I lm ein Hand . I I t i " f f . n . damit 7 :! für F!m entsdiie- I,■ ■ i wurde. Da Faupheini nur wenig trainiert öle. cerw linderte iht- Re-ullat nicht. Von den .li.idn iniei n zeichnet^ -idi der junge Torwart , i i.e r n a ii e r. feriHer der Käufer Ernst! e \ i au-. Da« Ehxenttir für I.aupheim schoß die kannte -iiddeutsdil I.eichtatlilerikmeisterin •’ . i . : , I Hergmanln al* einziges weibliches Mitglied ,! r Faupheiiner Elf. l'lm zeigte ein . >te- /•j-ammenspielJ — Ein gemütliche« Zu-. ::.euJ, in be-diioR ‘den Spieltag. Laupheim. Die D £ u t « di - j ii d i s di e J u - g , n d g e in e i n s <h alf t hielt uir kurzem eine Sinuhiis-Thora-Vernnstaltung ab. durch die die ganze Gemeinde aufbeste unterhalten wurde. Der schauspielerische Teil de« abwechslungsreichen Programm« wurde von R u d o 1 f Bergmann. Fritz Hof hei liier. Manfred <. o 1,1 f i « di und S f i e- L I I n> a n n hervor- •agend bestritten, ll.se Eppstein sang mit feinem > erständni«. Fritz Hofheimer gab dann . inen FebrrblicK über die bisher, geleistete V: beit und dankte a|!en •— insbesondere aber dem Nr. Vorsteherunit — für die verständnis- \'dle Förderung der Jngendgemeinschaft. Niederstetten. Finde Oktober hat Oberlehrer I - a <k O b e r n 3 >> r f e r mit seiner Familie unsere Gemeinde nach Ujähriper Tätigkeit ver- 1 is-en. um den wohherdienten Ruhestand in 1 rankfnrt a. M. zu 'eibringen. Er war Elemenuirlehrer. Vorbeter. Vorsitzender de« Vorsteherrm -. Gemeinderechner. Rechner des Frauen- :i- und Vortragender in den Sdiiurifn. Als ii'g, zeichnet,-r Thorakenner belehrte er seine 'nein,le und iiliertrug seine Begeisterung auf -eine Hörer. Daliei i-t die M'ohltätigkeit. die er mit -einer Gattin übt. besonders zu rühmen. Durch da« Vorbild seines streng religiösen Lebenswandel« hat Oberlehrer Oberndorfer in uii*eror Gemeinde jüdisches Leben erhalten und!Bad Wien ^entkeim Rathaus-Drogerie Ob. Markt 20 BahnhofDrogerie im Karlsbau Otto Carle, Tel. 4Q1 j Kauft bei unseren Inserenten! - 142 — gefördert. Die allerbesten Wünsche seiner dankbaren Gemeinde begleiten ihn und seine Familie nach dem neuen M'ohnort. Rottweil. Unserem in vorletzter Nummer veröffentlichten Bericht bezüglich der Abschiedsfeier für Oberlehrer M a x S t r a fl b h r g e r, der nach einem segensreichen Wirken in den Ruhestand trat, ist noch beizufügen. dafl Gemeindevorstand Rechtsanwalt Singer mit trefflichen Worten die Verdienste des Scheidenden und seiner allezeit hilfsbereiten Gattin würdigte. Sowohl das Kirchenvorsteheramt als auch die Schulkinder ehrten Oberlehrer Straßburger durch Geschenke. neuestes ui JCiicze. (I T A ) Winterhilfe auch für Juden. Die „Vossisehe Zeitung“ schreibt anläßlich des Beginns der Lebensmittelverteilung durch die Winterhilfe: „Es soll niemand hungern und frieren, und es ist der ausdrückliche Wunsch des Kanzlers, daß deutsche Volksgenossen und Nichtarier gleich behandelt werden, soweit ihre Hilfsbedürftigkeit durch Antrag und Prüfung festgestellt wurde. Der Berliner Gauleiter der NS-VoIkswohlfahrt, Spiewoch. hat bei der .Massenmitglieder-Versammlung in den Tennishallen seinen Amtswaltern diesen Grundsatz des Führers nochmals ausdrücklich eingeprägt. Die Zahl der antragstellenden Hilfsbedürftigen nichtarischer Abkunft ist in manchen Ortsgruppen Berlins außerordentlich hoch, im Westen beträgt sie stellenweise 40 bis 50 v. Fl. und darüber. Es sind viele Inhaber von Großwohnungen darunter, die ihre Mietverträge bei Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage nicht lösen konnten und so in noch größere Not gerieten. Um alle etwaigen Unzuträglichkeiten von 'ornherein zu vermeiden, hat man für die nichtarNchen Hilfsbedürftigen jeder Ortsgruppe einen Mittelsmann eingeschaltet, der als Obmann der jüdischen Wohlfahrt fungiert und die Verteilung an die Einzelnen übernimmt, — eine Einrichtuns. die sicher von den Betreuten begrüßt wird. So treten sie nur mit ihrem Obmann in Kontakt, erhalten aber genau den gleichen Anteil wie die übrigen Hilfsbedürftigen. Jeder, der für die Winterhilfe gab und gibt, hat die volle Gewähr, daß alle, die es brauchen, in diesem Winter gleichmäßig berücksichtigt werden.“ Der Rciih«au«sihiifi der jüdischen Jugend verbände gibt folgendes bekannt: Der Jugendführcr des Deutschen Reiches hat unter dem 2. November an den Reichsausschnß der jüdischen Jugendvcrhünde ein Schreiben gerichtet. nach dem er ..von nun ub lediglich den Reichsausschnß der jüdischen Jugeiidverhände als alleinige verantwortliche Zentralorganisation der jüdischen Jugend betrachtet. Für alle in Frage kommenden Verhandlungen ist künftighin nur der Reichsausschnß der jüdischen Jugendverbiindc zuständig.“ Unter außerordentlich großer Beteiligung wurde Dr. Ludwig Tietz am 8.November beerdigt. Rabbiner Dr. Baeck sprach in tiefster Bewegung von dem Mitarbeiter und Freund, der uns fehlen und dessen Platz leer bleiben wird. Seine Worte galten dem vornehmen, dem starken und gütigen Menschen, dem Arzt, dem Freund und Führer der Jugend und dem Manne, dessen Arbeit für die jüdische Gemeinschaft in den letzten Monaten für immer der Geschichte dieser Gemeinschaft angehören wird. Es sei wie ein Sinnbild, daß mit den ihm am nächsten Stehenden, den Freunden und den Mitarbeitern, die Kinder, die er so sehr geliebt hat. an seiner Bahre stehen und trauern. Für den Central-Verein dankte Justizrat Brodnitz dem ihm in der Arbeit so nahe verbundenen Freund. Zum Schluß sprach Dr. Hermann Gerson für den Reichsausschnß der jüdischen Jugendverbünde und die in ihm vereinigte gesamte jüdische Jugend schlichteste Worte tiefster Verbundenheit mit Ludwig Tietz. langer Reihe ging dann ein Zug von Hunderten zum Grabe des unvergeßlichen Mannes. Es wird darauf' hingewiesen, daß die Reichsvertretung lediglich grundsätzliche Fragen bearbeitet und die Interessen der jüdischen Gesamtheit gegenüber amtlichen Stellen vertritt. Dagegen erfolgt die Bearbeitung in Einzelfallen nach wie vor ausschließlich durch diejenigen Organistaionen. die bisher dafür zuständig gewesen sind; also in Fragen der Wirtschaftshilfe durch die Wirtschaftsstellen, in Fragen der Wirtschaftspolitik durch den Central-Verein und Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, in Rechtsfragen durch den Central-Verein. in allen mit Palästina zusammenhängenden Fragen durch das Palästinaamt und die Palästina-Wirtschaftsberatungsstelle. in Fragen der Auswanderung nach anderen Ländern durch den Hilfsverein der deutschen Juden. Vor wenigen Wochen hat der Reichssportführer die rassenmäßige Gleichschaltung des Deutschen Golfverliandes. in dem das jüdische Element früher gesellschaftlich und sportlich eine bedeutende Rolle spielte, verfügt. Der neu ernannte Führer des Deutschen Golfverbandes hat an den Mettspielbestimmun^en insofern nichts feändert, als nichtarische Golfspieler auch in ukunft an innerdeutschen Golftournieren tcilnehmen können. Dagegen konnten infolge der Gleichschaltung jüdische Golfspieler nicht in die Ländermannschaften aufgenommen werden, die vor kurzem gegen Holland und gegen Schweden spielten. Der Billard-Städtekampf Hamburg-Groningen war in diesem Jahr in Frage gestellt, weil Hamburg nicht in der Lage war, vier spielstarke arische Spieler zum Kampf aufzustellen. Um die Durchführung der bisher alljährlichen Begegnung nicht zu gefährden, hat man sich nun doch noch entsdilosen. die beiden jüdischen Spieler l)r. Meyer und Fleischmann aufzustellen, obwohl das Antreten jüdischer Spieler als Repräsentative sonst verboten ist.!Bad Cannstatt Bandagist Carl Romlnger Mat*stra»e si fectaa wmetaujuiz Leibbinden.Bandagfn, FuSeinlagen. Krankenpflegenrttlcel Gummiwaren — Verbandstoffe tssiinqen Plinuutr.227LTd.M34 Adolf Langbein Esslingen a. N. Bemeihiler •luniMslr. II Talsfon «772 Dampfwascherei H. 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