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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-01 · X. Jahrgang Nr. 13 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 13
Date
1933-01-01
Page
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Mitglieder in v rr»c>rj|iiiig'- und fürsorgi'rcchilirlirn A nirclc'irenlit'itcjn unentgeltlich wahrnchm> » wird um) auch -<Jn^t in kamc'rad'chaftlichcr Mei*ifür sic -orgt. ^uf (.rund dieses Abkomme»' über« t• i«t die ,YSK\. laufend die ihr bekannt werdenden niclil.iri»hen Mitglieder der früheren \ erblinde. lOioe Uicciluug de« ll.j.l wtril /ttr /eit in \\ uritemberg besonder' ausge- - 106 - baut. Mir bitten alle interessierten Kreise sidi an (len R. j. F'. /n wenden. /„ >. I jor F'örderergrup pe gehören erwachsene Personen an. die nicht Frontsoldat gewesen sind, die Bestrebungen des Bundes aber unterstützen wollen. Audi Frauen können selbstverständlich Förderer sein. In Württemberg ist •idion eine größere Anzahl Persönlichkeiten der Förderergruppe beigetreteu. Selbstverständlich ist es erw ünsdit. daß auch diese Gruppe so stark als niöglich ausgestaltet wird. Zu L. Ilern Sportbund gehören diejenigen Jugendlichen an. die als Juden unter Wahrung der Tendenz des Bundes Sport treiben wollen Wir x erlangen treue Frfüllung dei v a t e r I ä n d i s ch e n P f 1 i ch t e n undTreiic zum Judentum. Jedes Mitglied ist verpflichtet. den Anordnungen seines Führers sich zu fü gen. Fs soll im Sportbund der Jugend Gelegenheit gegeben werden, die Kameradschaft zu pflegen und in strammer körperlicher Arbeit sich auch für den Lebenskampf xorzubereiteu. Jegliche iMilitisdie Diskussion — auch über innerjüdische Fragen — ist ausgeschlossen. Die Jugend soll unter Führung bewahrter Frontsoldaten lernen, für einander einzustehen und im Leben ihren Mann zu stellen. Fs können Jugendliche beiderlei Geschlechtes im Alter von 8 Jahren ab dem Sportbnnd beitreten. Der Bund beschränkt sich zunächst auf Turnen und Sjitirt. ei wird jedoch, sobald die Grundlagen hiefiir geschaffen sind, auch zum Rasensport übergehen. Fs braucht nicht erwähnt zu werden, daß dieser gesamte Aufbau nur im strengen Kinvernehmen mit den maßgeblichen Stellen erfolgt ist. insbesondere ist auch für W ürttemberg ausdrücklich die Betätigung des R. j. F. und der Spott abteilung sowohl vom Innenministerium wie auch vom Herrn Sportkommissar bestätigt. Die alten Frontsoldaten fühlen 'ich verpflichtet, det Jugend das Frontcrlcbni- und den Kameradschaftsgeist. insbesondere aber auch das Ausharren nahezubringen. Die Jugend soll aber auch erkennen, daß gerade in schweren Zeiten es dop pclt nötig ist. auch als Jude aufrecht und standhaft zu bleiben. Jeder, der guten Willens ist. auf dieser Ba-ö als Kamerad, als Förderer oder als Sportkamerad mitzuarbeiten, ist willkommen Je gröllei die Zahl derer ist. die zu uns kommen, desto leichter wird es für den Finzel neu sein, ein schweres Geschick zu ertragen und zu meistern. Wir bitten aus diesem Grunde.' alle F rontsoldaten. die noch unserem Bunde fernstellen, sich bei uns zu melden. Wir bitten alle Fiter», ihre Kinder zu uns zu weisen, wir bitten insbesondere die jüdische Jugend, in unserem Sportbund die Treue, die Kameradschaft und das rüreinandeteinstelien zu suchen und zu finden, die sie heute mehr als je benötigen. Deutsche Juden suchen neuen Boden. Einwanderungsziel Palästina im Lichte der Bodenfrage. Von Dr. J. Adler, Tel Aviv. Fünftausend deutsche Juden sind im ersten Halbjahr l9Ti in Palästina eingewandert — neben der unaufhaltsam zuströmenden ..Alijah“ aus Polen und anderen Ländern — und weitere Zehntausende erhoffen sehnsüchtig eine Arbeits¬ und Lebensmöglichkeit in der nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes'*. All die Frwartnngen der Xeueingewänderten und derer, die noch kommen werden, hängen von der Frage ab. ob die Volkswirtschaft Palästinas in der Tat elastisch genug ist. um gerade heute — inmitten dei schwersten Weltwirtschaftskrise — den für dieses kleine Land gewaltigen Zustrom zu absorbieren. Die Aufnahmefähigkeit Palästinas kann man dann ziemlich sicher beurteilen, wenn man selber aus persönlicher Erfahrung einen Vergleichsmaßstab besitzt, wenn man also etwa das Land vor neun bis zehn Jahren besucht hat und es heute w ieder betritt. Mit Erstaunen stellt man die außerordentliche Wandlung fest, die das Gesicht F'rez Israels in solch relativ kurzer Zeitspanne erlebt hat. die überraschende Expansion der Städte, die Entstehung zahlreicher, neuer Dörfer, die industrielle und kommerzielle Gründungstätigkeit. den Hafenbau in lluifa. die glänzende Fntw icklung des Verkehrswesens, die -ich zumal in dem dichten Netz billiger und komfortabler Autobuslinien kilndgibt. das heute du» ganze Land überzieht. War vor einigen Jahren beispielsweise eine Autofahrt von Jerusalem nach Safed noch eine ..Expedition'*, die man auf Tage hinaus vorbereiten mußte, so genügt heute ein Blick in den Fahrplan, um rasch und sicher über eine der schönsten Reisen im Lande zu disponieren. Mit Htolz und Freude konstatiert man. daß vor allem jüdische Initiative diese und viele andere Neuerungen und Verbesserungen in Palästina eingeführt hat — nicht nur auf dem Gebiete der Produktion und des Verkehrs, sondern ebenso auch der Hygiene, der Erziehung und anderer Dinge, die den ..Standard of life“ de*- modernen Kulturmenschen kennzeichnen. Aus diesem Modernisierungsprozeß des uralten ..Heiligen Landes", der noch längst nicht abgeschlossen ist. sondern immer wieder neue Aufgaben erkennen läßt, ergibt sich eine Fülle von Erwerbsmöglichkeiten für den Einwanderer, insofern er gediegene professionelle Kenntnisse mitbringt. Voraussichtlich wird Palästina besonders für den gut geschulten Handwerker und ...... ißii! üuiiiiiimitiniiiimmifHiiiiiiimituiuimminHiiiiMKitmi^ Der Zionismus vermittelt Euch lebendiges Judentum! '(Tretet deshalb der Zionistischen Ortsgruppe bei! Zionistische Ortsgruppe Stuttgart Dr. Tänzer;im- ‘iiiiüiiiiüM; Cafc= JUsiaucant' JBtach PoststraBe 15 Telefon 22719 L Gemütlicher Familien-Treffpunkt Jetzt auch Catebetrieb nod la Kaffee, Gebäck u. Getränke, sowie vorzüglich. Speisen zu zeitgemäßen Preisen. D. Bloch und Frau Fördert die jüdischen Vereine! Die Ortsgruppe Stuttgart des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten hat mit Genehmigung des Innenministeriums und der sonstigen in Betracht kommenden Stellen ihre Sportabteilung wesentlich erweitert. Der Sporti burid des R.j.F. soll es der deutschen jüdischen Jugend ermöglichen, ihren Körper zu stählen und unter Führung ehemaliger Frontkämpfer Kameradschaftsgeist und Gemeinschaftssinn zu pflegen. Neben der allgemeinen Sport- und Tumabteilung werden besondere Gruppen für Fußball. Skifahren, Tennis, Schwimmen, Wandern usw. gebildet. Jugandgruppcn sollen Knaben und Mädchen im Alter von zehn Jahren an Gelegenheit zu Turnen, Schwimmen und Ausflügen geben. Bei genügender Beteiligung soll auch eine Frauangruppa, unter Umständen; auch eine Gruppe für Kinder unter zehn Jahren gebildet werden. Die Organisation läßt sich nicht durchführen, wenn nicht Eltern und Jugendliche ihre Meldung unverzüglich an den R.j. F. abgeben. Wir bitten, uns hierbei auch das Alter und eine besonders gewünschte Sportart anzugeben. Die Sportabende beginnen voraussichtlich am Mittwoch, den 18. Oktober 1933, in der Turnhalle des Bad Neuner. Wir bitten alle Interessenten, sich unverzüglich zu melden, damit die erforderliche Einteilung der einzelnen Gruppen erfolgen kann. Die betreffenden Damen und Herren werden schriftlich benachrichtigt werden, welcher Gruppe sie zugeteilt sind und wann die erste Stunde stattfindet. R.J.F. Ortsgruppe Stuttgart - Marienstraße 2

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