Mannheim
Compact Memory

Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-01 · X. Jahrgang Nr. 9 · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 9
Date
1933-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/4904101-5442805-5443304--3923-4907737
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Wertpapiere, Fda*«li ■yppActtca, SparkMü« 5R tmkcommandUt SUgmimd Weil fl——W. WW 28S44/4S V.ttrr c-rr i hti-- (-cfülil clor \ orbuiidcnheit mit der jiidi'chon Gomc*ii»chuft in Palästina sei die \ uruussM/iing s< iner Vntiälic rimg an di» Juden tUlll frlu'M'll, Der Oberrabbiner von Sdiweden über die Lage der dudenbett. I Vr hrkiiiiiitchebräische Gelehrte und Schriftder Dt. Marens Ehren preis. Oberrabbiner in Schweden. der eine umfangreiche und tu fgreifonde Tätigkeit in der Sammlung und Erziehung der jüdischen Jugend Schwedens und m Her Aufklärung der schwedischen Oeffentlichkeit lila I Juden und Judentum entfaltet und dessen letzte diesbezügliche Reden und Publikationen eitj starkes Echo in der schwedischen < ,, ->>!Ischaft und Presse geweckt haben, l>enüt/t seine diesjährigen Ferien. um l ander mit wichtigen jüdischen (Gemeinschaften, unter ihnen auch Deutschland, zu besuchen. \i>n einem jüdischen Journalisten befragt, faßte l)r. Khren|>reis seine Eindrücke wie' folgt zusammen: I >,-i i,iw.teil sc diele Diliseinili-mus hat ein uiic.>-bereitc-tc-s und zersplittertes Judentum gefunden. Innerhalb <|edeutschen Judentums besteht die /eikliiftimg fort: im Gesatntjudontuin wuchern nach wiie cor Parteiegoismus und hindern eleu /usiifimeusthliiß. ir warten noch immer auf die jüdische Einheitsfront, dir allein in der gegebenen Situation aufhauend wirken könnte. Ich für mein Teil hege ernste- Bedenken gegen einen Jüdischem \k eltkongrefi als in diesem Augenblick nicht zweckentsprechend. Kongresse können weder Einheit schaffen, noch wirklich konstrnhtice Arbeit in die Wege leiten. Kote grosse sind oft Rodemaschinen und zum Reden haben wir jetzt keine Zc,*it. Wir brauchen einen handlungsfähigen Apparat. In diesem erlebnisschweren Augenblick mußten wir auf unseren historischen ()rgaiiisutioi»u|*>arat zurückgreifen, der sieh in einer zweieinnalbtausendjährigen .e 'thiehfo so gut bewährt hat: die jüdischen i .emeincten in ihrer Gesamtheit die berufenste- \ -rtTc-tung des Judentums. Wir müssen uns diese, /eit vier Priii/ipienrcitcrc i hüten: uie-1-j Selb'te-rhaltiingstrieb ist stärker als soziale- und politische Ideologien. Es muß tlasledigege tan werden, was die Stunde foielert. in den formen und mit den Mitteln, die am sicherten zu e inem Zieleführen können. Die jiitlis'In ii (.r-ii'gememde-n wären cor allem berufen. ,i v: , pflichtet in diese r Zeit führend und ziel- -■ I/- de! den Zusammenschluß zu fördern. Wie Warewenn am kommenden Jom Kip- I>r > ein den kanzeln aller Synagogen der Welt Tieo«!. eh r Ruf des Judentums erschallen würde, einheitlich, ehrlich, mutig nach innen und nach iIhm. Ke ine leere Kundgebung, kein Winseln übet e-rlittene-s l „recht, ein Geltet aus den sechzehn Millionen Herzen, ein Bekennen.'ein Auf -direj des Willens zum toemeinsehaftslebcn. zur;:u<kke-hr und Kinkehr. ein männlicher, mannd- Ruf eines Volkes, das lebt und das sein! ‘a-ii ve rteidige» will. Kin solcher Ruf in solcher Staad.-, einheitlich und gesammelt in die Welt hiii.eeisgetragen. wäre* an sich schon eine Tat. minde-tems ein Weg zur. Tat. Kin Weg zur Zusammenfassung im Innern und zur Verteidigung nach außen. Der Ruf el^r Synagogen wäre der Ruf des Judentums: denn die Synagoge steht Jenseits aller Parteiungeji. Ks wäre dankenswert, wenn dieführenden Faktoren zu dieser Anregung bald Stellung nähmen. Ich will hier nicht eher sogenannten Abwehr des Antisemitismus das Wort reden: der Stoß, der je tzt gegen das Judentum sich richtet, ist ein Anruf zu gemeinsamer Tat: es gilt nicht Abwehr. sondern Selbsterhaltung, es gilt inneren Aufbau, es gilt, wenn man einem alten Wort neiie-s f.eben einblase nt soll — Selbstemanzipation. an Stelle der ers«butterten Emanzipation Nicht klagen sollen wir Und nicht betteln, arbeiten sollen w ir an unseres Gesundung, an unserer .Normalisierung, an unserer Wiederaufrichtung. Nicht bloß das deutsche Judentum ist in Not. die Not greift nach den Judenheiten überall in der Welt, sie wird zur jüdischen Not schlechthin. Heutemehr denn je muß nun die jüdische Aufbauarbeit zweiarmig sehn: I. Aufbau des Jüdischen Palästinas, jetzt deutlicher als zuvor der Rettungsanker für Hunderttausend^: 2. Aufbau der jüdischen Diaspor4äußerer und innerer Aufbau. Das Allerwichtigste aber ist der innere Aufbau. Der entwurzelten jüdischen Seele müssen wir die geistige Heimat wiedergeben: die Kiige von der ..seelischen Angleichung“, die so viel Unheil über uns gebracht hat. müssen wir mit der W ur/el ausrotten. Unsere Kinder müssen verankert werden in dem h'rbe unseres Blutes und unse rer Geschichte. Ehrlich und bewußt müssen wir heimgehen zu »ns selbst. Dann werden wir auch Leiden leichter erdulden, debil dann — 80 - wissen wir. warum und wozu wir leiden. Wenn wir nicht diese Lehre aus den Trümmern der Katastrophe von heute retten können, dann hat das geschichtliche Geschehen diese r Zeit seinen Sinn verloren. Berichtigung. Unsere in letzter Nummer gebrachte Mitteilung. der iieiiernunnfe Botschafter der \ereinigtc-n Staaten in Berlin. W illiam Dodd. hätte vor seiner Abreise'nach Kuropa erklärt, zur Verbesserung der Lage* der deutschen Juden bestimmte Instruktionen zu haben, erfolgte auf Grund einer Meldung der Jüdischen Telcgruphenagentiir. Berlin. Diese Meldung war falsch. Dodd hat sie bei seiner Ankunft in Berlin ausdrücklich dementiert. FAMILIENNACHRICHTEN Stuttgart. Geburten: 5. 7. 55. Hans Martin. Sohn des Alfred Weil u. s. .Klic-frau Knut geh. Dreifuß. Bismarcks!r. üb. Rolf Hermann. Sohn des Hai» Mayer u. s. Khefrau Irma geh. Hirsch. Sperlingstr. 17. V s. n 14. 7. 7. Tv >hj> 7. Buchau. 17. 7. 55. 19. 7 'V 7 0. Geburtstag: Josef Kevi. Kanonenwe g 2. Sterbe fälle: Daniel Bodenheimer. Tul|K-nstr. 5. 67 Jahre alt. Krau Hedwig Wolff geh. Geru. Danneckerstr. 22. >9 Jahre alt. Leopold Mac er. Hospitalstr. 21 b. 52 Jahre alt. 8 0. Geburtstag: Frau Sophie Gtiggenheim Wwe. Sterbe fälle: Martin S. Einstein. 74 Jahre alt. K rau Sophie Weil Wwe.. 79 Jahre alt. Buttenhausen. Silberne II o ch z e i t : IV v vy Berthold Maier II. >. Ehefrau Dora geh. Goldschmidt. Crailsheim. Silberne II o ch z e ■ t : 12. V W. Jacques Oppenlirmi ii. s. Ehe frau Mina geh. Stahl. 2mm SaisoHsMufisVedkauf zu STRUMPF STUTTGART / BÜCHSENSTR. 18 A.Schempp Bandagist Langestr. 25 Ecke Rotestr. - Gegr. 1892 Lieferant sämtlicher Krankenkassen Leichte Senkfusseinlagen poröse Gum mistrümpfe fabrikfertig und nach Mass Markka-SchokotaCtaa » Rraltam - Koks Kakao und Oas«kaakpa«kaaaaa «tote frisch In jnhr Prchlagt bd grflOtor Ancwahl Im bekannten Fachgeschäft Wilhelm Jacobinskl Haus feiner Schokoladen - Erzeugnisse •chloeir.es am Di-otMfc.Tal.e3848, Poetetr.17 amPoeipL Heilbronn. Eheschließung: 1 6. 7. 55. Dr. Julius Gummersheimer mit Grete ■ Adler. Karlstraße. Sterbefall: 21. 7. 55. Ellen Marx. Bahnhofstr. 5Vi. 17 Jahre alt. Laupheim. Sterbefälle: Krau Babette Sternschein geh. Fried-! berger. 48 Jahre alt. Max Einstein. 76 Jahre alt. Olnhausen. 6 7. Geburtstag: 6. H. TV Jacob Hirsch. Rexingen. Geburt: 7. 7. TV Kin Soli ii des Reinhard Löwengurt ii. s. Ehefrau Hella geb. Wälder. Sterbefall: 12. 7. TV Kran Sophie Weil geb. Löwensteiu. so Jahre alt. Sontheim. S t e r b e f a I 1 : 19. 7. TV Krau K. Ehren reich. Isr. Landesasvl. Ulm. Sterbefälle: V 7. TV Isuk Neuburger. 8' Jahre alt. 17. 7. TV Isidor Kochniunn. 54 Jahre alt. Weine Kaffee Tee Frtcdrtdi Sdrcrer vormals Hense Semvfelderstr. «1 - Telefon kauft man preiswert bei Stuttgart Telefon 27734 Kfinigsbau Beste In- und Ausländische Fabrikate Herrenhüte Sport- und Automützen Aparte Damenhüte für Straße - Reize - Sport a.W.W5m«r,s Krluter-Zwteback 1 Do 8« takaM4PM.einschl.DoM franko Haus zu.RM. 9J0 anstatt zu . . . RM. 7.— 2 PM. Dom.RM. 2.7» anstatt zu . . . RM. 3.50 also wesentlich unter dem Selbstkostenpreis Gebr. Wömer ’ä“ Fellbach-Stuttgart / S. A. 52310 Ihre Ladeneinrichtung sowie alle Schreineru. kunstgewerblichen Arbeiten durch die altbekannte Firma A. SIGLER Augustenstraße 72 z Telefon S.A. 64197 ERDWEG-APOTHEKE EMIL MiMKR, STUTTGART Hetdwef Nr. M z Fernsprecher 24114 Uksntatoi Itr In-BdmaRatM Homlepetkle und Biochemie Spritzige Mosel In Uterftascfcea elegant, sOfflg, bukettreich, die idealen, bekömmlichsten Tischweine für warme Tage sowie f. Bowlen. Probieren Sie bitte: Mosel Riesling 1932 er . . . . 1.25 Enkircher Riesling.1.30 Graacher Riesling.1.45 Berncasteier Riesling.1.50 Zeller schwarze Katz.1.60 Wehlener Klosterhofgut Natur 1932er 1.75 Piesporter Goldtröpfchen Natur . 1.85 Literflasche -.15 und 32 Sorten In *!* Literflaschen BENZ-WEINE Chariottenstraße 5 / Ferrispr. 27151/53

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.