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Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs · 1933-01-01 · X. Jahrgang Nr. 1 · p. [Seite]

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Journal
Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs
Volume
X (1933-1934)
Issue
X. Jahrgang Nr. 1
Date
1933-01-01
Page
[Seite] (sequence 9)
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Pfadfinderbunds (J P.D.) veranstaltete der Berthold Auerbach- Verein am 23. März einen Vortragsabend mit Kurt London, einem Vorstandsmitglied des „Verbands der Jüd. Jugendvereine Deutschlands“. Kurt London, ein äußerst sympathischer und klarer Redner, sprach über „Die Situation der jüdischen Jugen d“. Im ersten Teil seines Referats gab der Referent eine allgemein« Analyse unserer Zeit und beschäftigte sich dann in eingehender Weise mit den Aufgaben und Zielen der. Verbandsarbeit, die in der Schaffung eines gesinnungstüchtigen jüdischen Menschen gipfelt. — Die anschließende Aussprache gab Kurt London Gelegenheit, noch sehr beachtliche Gedanken über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der jüngeren und älteren Gruppen zu entwickeln. Das praktische und begrüßenswerte Ergebnis dieser Aussprache?, an der sich Mitglieder des B.A.V. und des J.P.D. beteiligten, darf in der Tatsache erblickt werden, daß für den B.A.V. und den J.P.D. Wege zur künftigen Zusammenarbeit geebnet wurden. Stuttgart. B e r t h o 1 d A u e r b u ch - V e r e i n. Da das neue Programm des B.A.V. beim Redaktionsschluß für diese Nummer noch nicht im ganzen feststand, kündigt der Verein nur die Verunstaltungen der ersten Aprilhälfte auf Seite.4 dieser Nummer au. Wir machen unsere Leser insbesondere auf den Vortrag von Hugo S ch a ck über „Beethovens 9. S v m p h o - n i c“ aufmerksam. Stuttgart. Die alljährliche Mitgliederversammlung des „Vereins zur Ausstattung von Bräuten“ fand am 13. März statt. Aus den erstatteten Berichten ging hervor, daß der Verein auch unter der Not der Zeit zu leiden hatte, daß er aber allen an ihn gestellten Anforderungen einigermaßen genügen konnte. — Bei den Wahlen wurde der alte Ausschuß wiedergewählt. In die Vorstandschaft neu gewählt wurde Frau Martha Goldschmidt. Stuttgart. Der Isr. Frauenverein bittet seine Mitglieder und Freunde auf Seite 4 dieser Nummer, die Sammelkässchen des Vereins vom 1. April ab zur Leerung bereit zu halten. Der Ertrag der Kässchen soll dem Verein die notwendigen Mittel zuführen, damit er den gesteigerten Anforderungen entsprechen kann, Not Elend und Krankheit zu lindern. Stuttgart. Die 5 8. Generalversammlung des „Isr. Männervereins für Krankenpflege und Leichenbestattung“ (Chewra Kadi s ch a) findet am 15. April statt. Alles Nähere finden unsere Leser auf Seite 4. Wir machen auf die Versammlung hiermit nochmals besonders aufmerksam. Stuttgart Die weit über die württembergischcn Grenzen hinaus bekannte Firma Musik- Jacob. Hauptstätterstr. 32 a, durfte in diesen Tagen ihr 60jähriges Bestehen feiern. Das von Levi Jacob 1873 gegründete Unternehmen hat sich durch seine Leistungsfähigkeit und Reellität einen ausgezeichneten Ruf gesichert. Die Firma pflegt alle Zweige der Branche und befaßt sich neben dem Verkauf sämtlicher Musikinstrumente auch mit dem Vertrieb von Grammophonen. Klavieren und Radio-Apparaten. Gemeinsam mit seiner Gattin leitet Hugo Schack, der Schwiegersohn des im Jahre 1925 verstorbenen Gründers, das Geschäft das sich zu einem der ersten — 11 — in der Branche entwickelt hat. Wir wünschen der Firma Musik-Jacob auch weiterhin eine gedeihliche Entwicklung! Stuttgart Bei dein in letzter Nummer veröffentlichten Artikel „Wenn ich Rothschild wäre ..." von Scholcm Alechem wurde versehentlich die Quellenangabe vergessen. Der Beitrag wurde dem „Frankfurter israelitischen Ge ineindeblatt“ entnommen. Göppingen. Dem Verein „M c r k u r i a“ war es gemeinsam mit dem K a u f in ä n n i s ch e n V e re i n gelungen. Professor Dr. W u n d c r I i ch von der Technischen Hochschule* Stuttgart zu einem Vortrage über „D u s heutige Rußland“ zu gewinnen. Der Redner, der erst vor kurzem Sowjetrußfund bereist hat, gab auf Grund eigener Beobachtungen ein genaues Bild über die derzeitigen russischen Verhältnisse. Er gab außerordentlich interessante Aufschlüsse sowohl über die ethnologischen als auch die siedlungsgeographischen Verhältnisse Rußlands. Man bekam wertvolle Aufschlüsse über die jetzigen Wirtschaftsformen. ihre Auswirkungen und über das Verkehrswesen. Der Vortrag wurde durch zahlreiche Skizzen, statistische Angaben und photographische Aufnahmen erläutert. Am 25. Februar verunstaltete der Verein „Merkuriu“ einen gut gelungenen Geselligen Abend. Heilbronn. Der „Israel. Armen-Unters t ü t z u n g s v e r e i n“ hielt am 18. März seine Generalversammlung ab. die gleichzeitig eine schlichte Feier anläßlich des 7t>jährigen Bestehens des Vereins bedeutete. Der Vorsitzende. Adolf Steckelmacher, begrüßte die Anwesenden und gedachte der im vergangenen Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder; insbesondere rühmte er die Verdienste Hermann Wollenbergers s. A.. der lange Jahre als Annenvater und ira Ausschuß tätig war. Der anschließende Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden brachte einen kurzen Ueberblick über die Gründung und Entwicklung des Vereins. Aus kleinen TAPETEN - LINOLEUM VORHÄNGE - GARDINEN HIENERWADEL STUTTGART BOCHSENSTRASSE 26 B FERNRUF 295 OS Anfängen entwickelte sich der Verein so stark, daß im Jahre 1913 schon ein Vermögen von 28(MM).— RM. zur Verfügung stund, das aber durch die Inflation verloren ging. Besondere Verdienste um den Verein erwarb sich W. M. Wolf, der fast vier Jahrzehnte?—seine Kräfte in den Dienst der guten Lache gestellt hatte. De» Rechenschaftsbericht erstattete der Kassier. Heinrich Scheuer. Er stellte fest, daß die Beiträge* für Durchw anderer etwas herab gesetzt werden mußten. Es würden heute außerordentliche Anforderungen an den Verein gestellt. da die Zahl der Unterstützungsbedürftigen immer mehr wachse. Glückwünsche liefen ein vom Isr. Vorsteheramt mit einer Jubiläumsgabe, vom Isr. Wohltätigkeitsverein und vom Isr. Frauenverein. Rabbiner Dr. Beer mann zeichnete mit trefflichen Worten die segensreiche Tätigkeit des Vereins und dankte dem derzeitigen Vorstand für sein vorbildliches Wirken; ebenso sprach Oberlehrer Kr ämer namens des Isr. Wohltätigkeitsvereins Worte hoher Anerkennung. Die Neuwahlen brachten die Wiederwahl des alten Ausschusses. Heilbronn. Frau Betty Rosenthal geh. Wolf, die Witwe des verstorbenen Jakob Rosenthal, der 30 Jahre lang als Gemeindevorsteher und Armenpfleger verdienstvoll wirkte, darf am 2. April in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit ihren 90. Geburtstag feiern. Weiten Kreisen wird dieser Tag freudiger Anlaß sein. CcuiHsUitt' Empfehlen Sie diese Ruprik weiter! Dm Fachgeschäft für alle OuwmlwrM u. 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